DE832602C - Verfahren und Vorrichtung zum Bestrahlen (Vitaminisieren, Entkeimen usw.) von pulverfoermigen Stoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bestrahlen (Vitaminisieren, Entkeimen usw.) von pulverfoermigen Stoffen

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DE832602C
DE832602C DEP10811D DEP0010811D DE832602C DE 832602 C DE832602 C DE 832602C DE P10811 D DEP10811 D DE P10811D DE P0010811 D DEP0010811 D DE P0010811D DE 832602 C DE832602 C DE 832602C
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irradiation room
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Dipl-Ing Hellmut Bayha
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Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Siemens Schuckertwerke AG
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor
    • A61L2/02Disinfection or sterilisation of materials or objects, in general; Accessories therefor using physical processes
    • A61L2/08Radiation
    • A61L2/10Ultraviolet [UV] radiation
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B9/00Preservation of edible seeds, e.g. cereals
    • A23B9/06Preserving by irradiation or electric treatment without heating effect
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/12Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electromagnetic waves
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Description

  • Verfahren und Vorriditung zum Bestrahlen (Vitaminisieren, Entkeimen usw.) von pulverförmigen Stoffen Es sind hewährte Verfahren und Einrichtungen bekannt, um gasförmige und flüssige Stoffe mit Strahlen, z. B. Ultraviolettstrahlen, zu behandeln, um dadurch ingendwelche Wirkungen bakteriologischer, chemischer oder physikalischer Natur zu erzielen. Speziell bei der Ultraviolettbehandlung handelt es sich meist darum, Mikroben abzutöten, d. h. ingendwelches Gut zu entkeimen, oder Provitamine in vitamin d umzuwandeln. Dagegen ist es his jetzt nicht befriedigend gelungen Verfahren und Einrichtungen zu schaffen, mit denen es gelingt, im praktischen industriellen Betrieb pulverförmige Stoffe zu bestnahlen. Für die Bestrahlung von grobkörnigem Gut, wie z. B. Getreide, Mais u. dgl., sind zwar Anlagen gebaut worden, mit denen nicht ohne Erfolg die Oberfläche der einzelnen Körner entkeimt wird. In diesen Anlagen wird beispielsweise Getreilde in sehr dünner Schicht, so daß die ßlrner sich nicht gegensei tig verdecken, über Schüttelsiebe gefördert, wobei sich die einzelnen Körner wiederholt drehen und wenden, so daß sie von darüberliegenden Ultraviolettstrahlern an ihrer ganzen Oberfläche bestrahlt werden können. Es ist nabeliegend, ein entsprechendes Verfahren für die Bestrahlung pulverförmiger Stoffe zu versuchen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieser Weg nicht zum Erfolg führt, da man feines Pulver nicht in entsprechender Weise über schwingende Flächen befördern kann. Es ist im praktischen Betrieb nicht zu vermeiden, daß sich jie einzeinen Teilchen des Pulvers gegenseitig verdecken, so daß nur ein unter Umständen sehr kleiner Teil des Gutes wirksam bestrahlt wird.
  • Und doch ist die Lösung dieser Aufgabe voii großer wirtschaftlicher Bedeutung. Da es bisher nicht möglich war, pulverförmige Stoffe zu be strahlen, war man gezwungen, eine Bestrahlung, die beispielsweise zur Erhöhung des Vitamingehaltes durchgeführt werden sollte, in einem Stadium des Fabrikationsprozesses vorzunehmen. in dem sich das Produkt in flüssigem Zustand befindet. Bei der Herstellung von vitaminisiertem Trockenmilchpulver z. B. hat man die Ausgangsmilch bestrahlt, evtl. in bereits etwas eingedicktem, aber immer noch flüssigem Zustand. Bei anderen pulverförmigen Produkten, wie z. B. vitaminisiertem Fischmehl, vitaminisierter Sojamilell. vitaminisierten Mehlerzeugnissen, bei denen man nicht von einer Flüssigkeit als Ausgangsprodukt ausgellt, war man sogar gezwungen, die festen Stoffe aufzulösen bzw. illeiner Flüssigkeit feinstens zu verteilen und diese Lösung bzw. Dispersion in einem Flüssigkeitsbestrahlungsgerät zu bestrahlen und anschließend das Gut in Trocknungsanlagen unter erheblichem Wärmeaufwand wieder zu trocknen. Diese Verfahreii sind zwar technisch einwandfrei, aber aul erordentlich kostspielig. Man ist deshalb bestrebt, ein brauchbares Verfahren zum unmittelbaren Bestlrahlen des pulverförmigen Gutes zu finden, insbesondere in Fällen, in denen man durch eine Ultraviolettbestrahlung des Endproduktes dieses nicht nur vitaminisieren, sondern auch durch diese Bestrahlung unmittelbar vor der \l>packung die Gewähr haben will, daß (las Endprodukt in bakteriologisch einwandfreier Qualität abgepackt rvird.
  • Voraussetzung für einen Erfolg der Bestrahlung, inshesondere der einer Ultraviolettbestrahlung, eines Pulvers ist, daß dias Pulver sehr fein gemahlen ist, da das Eindringungsvermögen ultravioletter Strahlen in diese Stoffe minimal ist, so daß eine Wirkung nur an der Oberfläche der einzelnen Körnchen zu erwarten ist. Wenn z. 13. die Pro vitamine eines Milchpulvers durch Ultraviolettbestrahlung in Vitamin D übergeführt werden sollen, so wird der im Bestfalle zu erzielende Vitamin D-Gehalt um so größer werden, je größer die Oberfläche des Pulvers, d. h. je feiner das Pulver ist uod je besser es gelingt. durch eine geeignete Bestrahlungsanordnung die Oberfläche jedes einzelnen Teilchens durch @ Ultraviolettstrahlen zu treffen.
  • Erfindungsgenäß wird dieses Ziel dadurch erreicht, daß man das feinstgemahlene Pulver durch einen mit einer Strahlung, beispielsweise Ultraviolettstrahlung, durchsetzten Raum fallen läßt, unter Vermeidung von Zusammenballungen eineiner Pulverkörnchen, so daß jedes Teilchen, während es durch den Bestrahlungsraum fällt, von allen Seiten bestrahlt werden kann. Fig. 1 gibt das Prinzip eines Ausführungsbeispiels der Erfindung im Längsschnitt wieder. I ist ein röhrenförmiger Ultraviolettstrahler, z.B. eine Quecksilberdampfniederdrucklampe. 2 ist ein diesen Strahler konzentrisch umgebender Zylinder, dessen Innenwandungen zweckmäßig Ci nC die e Strahlung reflektie rende Oberfläche haben. 1 Daruber ist eine. Aufgabevorrichtung 3 angeordnet, die durch eine Rüttelvorrichtung 5 erschüttert wird und durch die das Pulver fein verteilt und gleichmäßig in deii Zwischenraum zwischen Strahler und Zylinder fällt.
  • 1 )ie Aufgabevorrichtung besteht im Ausführungsbeispiel aus einem sehr engmaschigen Sieb 4. wie es z. B. iii Mühlen verwendet wird, das beispielsweise 1000 Maschen und mehr je Quadratzentimeter besitzt. l)ie Rüttelvorrichtung 5 kann von beliebiger Bauart sein: Exzenter. rotierende Unwncht. elektromagnetischer Rüttler, Preßluftrüttler, ITammerwerk o. dgl. In der 11 ig. X ist eine. Ausführung als elektromagnetischer Rüttler angedeutet. Das unten aus dem Rohr 2 herausfallende l>estrahlte Pulver wird in einem Sammelbehlter 6 aufgefangen und, gegebenenfalls über Abfüllvorrichtungen üblicher Bauart, wie Zellenräder. Schleusen usw.. abgeführt.
  • Wenn es sich um die Bestrahlung größerer Äfengen von pulverförmigem Gut handelt, \\-irtl man entweder eine größere Zahl der iii l:ig @ angedeuteten Einheiten parallel anordnen oder man wird eine Weiterbildung der Erfindung nach Fig. 2 verwenden. Hier ist eine größere Zahl von Strahlern 7 7 in einem Behälter 8 < X @el beliebigen Querschnitts (rechteckig, kreisrung, oval, vieleckig usw.) gleichmäßig verteilt. Das zu bestrahlende Pulver fällt aus einer der Größe des Behälters S angepaßten Aufgabevorrichtung 9. die wiederum durch eine geeignete Vorrichtung 10 gerüttelt wird, in den Pehälter 8, derart. daß die einzelnen Pulverteilchen zwischen den Strahlern nach unten fallen und dabei von all-11 Seiten liestrahit werden. Das Gut sammelt sich in einem Sammelbehälter 1 l ulitl wi ril aus diesem al>-geführt.
  • Die Fallzeit des Gutes und damit die durch schnittliche Bestrahlungsdauer der einzelnen Pulverteilchen kann man in weiten Grenzen dadurch bee@flussen, daß man die Fallgeschwindigkeit der Teilchen entweder durch einen von oben nach nuten gerichteten Luftstrom beschleunigt oder durch einen von unten nach oben gerichteten | Luftstrom verzögert. In Fig. 3 ist eine solche Ausführung angedeuter. Die Zahlenbazeichnungen dieser Figur haben sinngemäß dieselbe Bedeutung wie die der Fig. 2. lii den Sammelbehälter 1 1 ist hier ein Rohr 12 eingebaut, durch das Luft iii den Behälter 8 geblasen werden kann oder evtl. auch ein anderer gasförmiger Stoff. wie Kohlensäure, Stickstoff u. dgl. Eine entsprechende I,uftmenge wird durch Öffnungen 13, die am oberen Teil des Behälters s ang@bracht sind, abgeführt. Diese von uiiteii nach oben führende Luftströmung verlangsamt die durchschnittliche Fallgeschwindigkeit der Pulver teilchen, besonders aber die Fallgeschwindigkeit der feinsten Teilchen. Diese unterschiedliche Wirkung auf Teilcliei verschiedener Größe und Maße ist für die Wirkung der Bestrahlungsanlage vorteilhaft. Wenn es sich um die Aufgabe handelt, den Vitamin D-Gehalt eines pulverförmigen Stoffes durch eine derartige Ultraviolettbestrahlung anzu- reichern. so ist es für den Enderfolg, d. h. die Höhe des durchsch nitt 1 ttli clieii Vi tami ii D-Gehaltes des Endproduktes, entscheidend, daß vor allem die kleinsten Teilchen mit ihrer verhältnismäßig großen Oberfläche besonders wirkungsvoll bestrahlt werden. die Wirksamkeit des Apparates wird erhöht. wenn diese feinsten Teilchen möglichst lange der Strahlung ausgestzt 5 iiwl. Gröbere Teilchen, die prozentual weniger zum Gesamtergebnis beitragen. können zur Entlastung des Apparates möglichst schnell aus dem Bestrahlungsraum entfernt werden. wie es durch die beschriebene Anordnung in Fig. 3 ei von unten nach oben genichteter Luftströmung erreicht ist. Zweckmäßig wird man die bei I3 abgeführte Luft im Kreislauf durch das Rohr 12 wieder zurückführen, um evtl. mitgerissenes feinstes Pulver nicht zu verlieren. Bei kolloidal feinst verteiltem Pulver ist nur eine sehr geringe Luft-St römungsgeschwind@ gkei t erwünscht, die unter Umständen bereits durch eine Schornsteinwirkung im Kasten 8 erzielt werden kann. Für das Entstehen einer solchen Schornsteinwirkung ist eine gewisse Übertemperatur der Luft im Bestrahlungsraum gegenüber der Umgebungsluft Voraussetzung, die unter Umständen bereits durch die natürliche Wärmeabgabe der Strahler erreicht wird. Nötigenfalls kann eine Zusatzbeheizung der Luft vorgesehen bzw. vorgewärmte Luft zugeführt werden, was zusätzlich folgende Vorteile bringt: Einmal unter Umständen eine Erhöhung der Strahlungsintensität der Strahler, da bekanntlich bei manchen Strahlern, beispielsweise Quecksilberdampfniederdruckstrahlern, die Strahlungsintensität bei höherer Umgebungstemperatur ansteigt ziiiii anderen eiiie Nachtrocknung der Oberfläche der Pulverkörnchen, durch die die Gefahr einer Zusammenballung und Klümpchenbi ldung praktisch ausgeschaltet wird.
  • Man erzielt somit eine gülistige Kombination einer Trocknungs- und Bestrahlungseinrichtung.
  • Es ist nach der Erfindung aber auch möglich, große so Luftgeschwindigkeiten zu wählen, so daß das Pulver durch die Luftströmung mitgerissen wird.
  • Zur Erzeugung einer derart starken Luftströmung sind besondere Mittel, wie Preßluft, Ventilatoren, Kompressoren, erforderlich. Man trennt nach der Bestrahlung das Pulver von der Luftströmung in besonderen Staubal @scheide r-n (Zyklonen, Schlauchtiltern, Elektrofiltern u. dgl.). Durch eine derartige starke Luftströmung kann man bei Pulversorten, die die Neigung haben, sich an den Einbauteilen, insbesondere den S@ahlern festzusetzen, dieses Absetzen vermeiden oder wenigstens ei einschränken.
  • Gegebenenfalls wird man das Pulver mehrmals auf diese \\eise durch den Bestrahlungsraum schicken.
  • Die Bestrahlungsanlage kann iiur wirksam bleiben, wenn dafür gesorgt wird, daß sich auf den Strahlern kein Pulverbelag festsetzt. In vielen Fällen ist eine derartige Gefahr nicht vorhanden, da viele Staubsorten sich auf der glatten Oberfläche der Strahler, die im allgemeinen aus Quarzrohren bestehen, nicht festsetzen. Allerdings würde bei Anwendung gewisser Strahlerarten, die eine erhebliche Übertemperatur annehmen, wie z. B. von Quecksi lbe rdampfhochdruckstrahlern, imlmer die Gefahr hestehen, daß Pulverteilchen an der Strahler oberfläche festbrennen. Man benutzt deshalb für derartige Apparate vorzugsweise sog. Kaltstrahler, wie z. B. Quecksilberdampfniederdrucklampen, deren Wandungen keine erhebliche Übertemperatur gegenüber der Umgebung annehmen Wenn trotzdem Pulverablagerungen an den Strahlern auftreten sollten. so können diese meist durch leichte Erschütterungen be seitigt werden. Unter Umständen genügen bereits die Erschütterungen, die durch die Rüttelvorrichtung 5 bzw. 10 erzeugt werden uiid die sich einer die Konstruktionsteile auch auf die Strahler übertragen. Wenn heftigere Erschütterungen notwendig sind. können sie durch einfache, von Hand oder maschinell betätigte zusätzliche Klopfeinrichtungen erzeugt werden. Bei stark haftendem Material werden erfindungsgemäß bewegliche Reinigungsvorrichtungen verwendet, die sich über die ganze Länge der einzelnen Strahler wegbewegen und deren Oberfläche gründlich reinigen.
  • Fig. 4 zeigt ciii Ausführungsbeispiel einer solchen Vorrichtung. Auch in dieser Figur sind sinngemäß dieselben Zahlenbezeichnungen wie in Fig. 2 verwendet. Jeder der Strahler ist durch eine ringförmige Schabevorrichtung 14, z. B. durch Bürsten oder Gummischaber, umschlossen. Alle diese Vorrichtungen 14 14 sind in einem gemeinsamen Rahmen l5 befestigt und können durch einen Scilzug 16, der über Rollen 17 geführt ist, vom oberen Ende der Strahler bis zum unteren und umgekehrt bewegt werden. Sie schaben dabei den auf den Strahlern haftenden Staub ah. Diese Reinigung kann entweder intermittierend iii gewissen Zeitabständen von hand oder automatisch mittels Uhrwerk und Niotor erfolgen, sie kann aber auch stetig durch geführt werden. wobei ein motorischer Antnieb die Schaber während der ganzen Betricbszeit auf und ah l>ewegt.
  • Bei manchen Pulversorten ist es noch wirksamer, den Staub mittels eines scharfen Luftstromes zu entfernen, wie es in Fig. 5 angedeutet ist. An die Stelle der in Fig. 4 gezeigten ringförmigen Schabevorrichtung 14 treten in Eig. 5 ringförmige Düsen 18. In Fig. 6 ist eine einzelne Düse IX größer gezeichnet. Durch diese Düsen wird ein Luftstrom erheblicher Geschwindigkeit konzentrisch auf den Umfang der Strahler 7 gerichtet. Die Düsen sind an ein gemeinsames Rohrsystem 19 angeschlossen, dem durch ein Gebläse 20 über eine flexible Schlauchleitung 21 Druckluft zugeführt wird. Das Gebläse 20 saugt diese Luft zweckmäßig aus dem Kasten 8 ab. Analog den Ausführungen zu Fig. 4 können auch die Düsen 18 nach Fig. 5 mit dem Rohrsystem 19 entlang den Strahlern 7 auf und ab bewegt werden. Der Mechanismus für die Durchführung dieser Bewegung entspricht dem in Fig. 4 gezeichneten und ist in Fig. 5 der Einfachheit halber nicht gezeichnet. Auch bei dieser Ausführungsform ist es möglich, die Reinigungsvorrichtung entweder kontinuierlich in Betrieb zu halten oder sie nur von Zeit zu Zeit manuell oder automatisch einzu- schalten. Ilm letzteren Fall ist es unter Umständen zweckmäßig, während der Reinigungszeit der Strahler die Aufgabevorrichtung für das Pulver vorübergehend stillzusetzen und ebenso einen etwa zur Beschleunigung oder Verzögerung der Fallgeschwindigkeit des Pulvers dienenden Luftstrom abzustellen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die Einrichtungen hierzu sind nicht nur für die in der vorliegenden Beschreibung besonders berücksichtigte Ultraviolettbestrablung, sondern generll für jegliche Art von Strahlung im Bereich optischer Wellenlängen geeignet. Beispielsweise können sie auch für sicht4>ares Licht und infrarotstrahlung verwendet werden wenn man durch solche Strahlung eine besondere Wirkung auf das Pulver aus ülien will.

Claims (11)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Bestrahlen von Pulver, beispielsweise mit UV-Strahlen, dadtirch gekennzeichnet, idaß das P-ulver frei im Raum bestrahlt ird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver im freien Fall bestrahlt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver bei der Bestrahlung von einem Gasstrom, z.B. Luftstrom, getragen wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dqe Fallgeschwindigkeit des Pulvers durch eine vorwiegend senkrechte Luftströmung verringert oder vergrößert wird, wobei diese beispielsweise durch Schornsteinwirkung erzeugt wird.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis, gekennzeichnet durch einen Bestrahlungsraum, dessen Innenwand vorzugsweise für die Strahlung reflektierend ist. einen oder mehrere Strahler, deren Strahlung den Raum durchsetzt, und eine Aufgabevorrichtung. die das Pulver verteilt frei in den Raum einführt.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabevorrichtung aus einem Sieb besteht, das vorzugsweise mit einer Rüttelvorrichtung versehen ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufgabevorrichtung mit einer Gasfördereinrichtung, z. B. Luftfördereinrichtung, versehen ist, die das Pulver durch den Bestrahlungsraum hindurchfördert.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Strahler rohrförmig ausgebildet und in dem Bestrahlungsaum senkrecht angeordnet sind.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Heizvorrichtung zur r Beheizung des Bestrahlungsraumes versehen ist.
  10. 10. Vorrichtung nach tu spruch 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet daß der bzw. die Strahler mit einer Reinigungsvorrichtung versehen sind, beispielsweise mit an den Strahlern entlangführbaren Schabern, Bürsten, einem Luftstrom oder einem Rüttelgerät zum Rütteln der Strahler, wobei die Reinigungsvorrichtung vorzugsweise m mit einem dauernd oder absatzweise wirkenden mechanischen Antried ausgerüstet ist.
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 7 und io, dadurch gekennzeichnet, daß der Bestrahlungsraum mit einer Rückführungsleitung versehen ist, durch die das im Bestrahlungsraum bzw. den Strahlern zugeführte Gas (bzw. Luft) nach dem Durchlaufen des Bestrahlungsraumes avieder zu erneuter Zuführung zurückgeleitet wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012209434A1 (de) * 2012-06-04 2013-12-05 EVONTA - Service GmbH Verfahren und Vorrichtung zur Desinfektion rieselfähiger Produkte, vorzugsweise Saatgut, mit beschleunigten Elektronen
DE102012209435A1 (de) * 2012-06-04 2013-12-05 EVONTA - Service GmbH Verfahren und Vorrichtung zur Desinfektion rieselfähiger Produkte, vorzugsweise Saatgut, mit Ultraviolettlicht (UV-Strahlung)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102012209434A1 (de) * 2012-06-04 2013-12-05 EVONTA - Service GmbH Verfahren und Vorrichtung zur Desinfektion rieselfähiger Produkte, vorzugsweise Saatgut, mit beschleunigten Elektronen
DE102012209435A1 (de) * 2012-06-04 2013-12-05 EVONTA - Service GmbH Verfahren und Vorrichtung zur Desinfektion rieselfähiger Produkte, vorzugsweise Saatgut, mit Ultraviolettlicht (UV-Strahlung)

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