DE83352C - - Google Patents

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DE83352C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10Shuttles
    • D05B57/14Shuttles with rotary hooks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Die vorliegende Erfindung bezweckt durch eigenartige Gestaltung und Combination der Nähwerkzeuge eine Beseitigung der noch bestehenden Nachtheile an solchen Nähmaschinen, die durch ' freilaufenden Fadengreifer eine Herumführung der Oberfadenschlinge um den Unterfaden bewirken.
Nachtheile hier in Betracht kommender Art wurzeln in dem bei den seitherigen Maschinen bestehenden ungünstigen Verhältnisse zwischen Spulendurchmesser und Greiferdurchmesser einerseits, sowie dem vergleichsweise grofsen Hube des Fadenaufnehmers andererseits, das sind Gründe, welche dem Ueberschreiten einer gewissen Nähgeschwindigkeit im Wege stehen.
Für die Ausführung gegenwärtiger Erfindung ist mafsgebend, den kreisenden Greifer zwischen der senkrecht zur Greiferwelle gedachten Nadelebene und dem Greiferwellenlager anzuordnen, d. h. die Ebene der Nadel vor die übrigen Nähwerkzeuge zu verlegen, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, den Greifer so einzurichten, dafs er mit Rücksicht auf einen gegebenen Durchmesser eine relativ gröfste Unterfadenspule aufzunehmen vermag, ferner die Gröfse der Ausweitung der Oberfadenschlinge beim Herumführen derselben um den Spulenträger, und somit den Hub des Aufnehmers auf das verhältnifsmäfsig kleinste Mafs zu' beschränken.
Von Wesenheit ist weiterhin ein (am einfachsten gleich mit der Vorrichtung zum Festhalten des Spulenträgers vereintes) Mittel zur allzeit gesicherten Darbietung einer geräumigen Schlinge für die . ankommende Greiferspitze, was unter anderem in einer Schlingensicherungswand bestehen mag, welche, vom Nadelkanal aufsteigend, die Bildung einer nur nach einer Seite ausbauchenden Schleife vermittelt, in welche die Greiferspitze unter allen Umständen eintreten mufs. Eine nach solchen Gesichtspunkten bewirkte Gestaltung und Anordnung der Nähwerkzeuge ermöglicht, infolge kaum nennenswerther Fadenreibung selbst Fäden schlechtester Beschaffenheit mit gröfster Geschwindigkeit und Nähsicherheit bei selten erforderlicher Unterfadenergänzung (Spulenwechsel) und mit im Verhältnifs kl einstmöglicher Oberfadenschlinge zu vernähen, welche Vorzüge und Vollkommenheiten neben anderen aus der nunmehr folgenden Erläuterung eines Ausfuhrungsbeispiels klar ersichtlich werden!
Auf beiliegender Zeichnung, welche die einzelnen Nähwerkzeuge in ihrer Ausführungsund Wirkungsweise veranschaulichen, stellen Fig. ι bis 4 den Spulenträger mit Spule, Fig. 5 bis 8 den Ringgreifer in mehreren Ansichten und bezw. je einem Querschnitte dar. Fig. 9 zeigt die Anordnung der Nähwerkzeuge, wie sie sich an der vorderen Stirnseite der Maschine darstellen; diese Figur, sowie die Fig. 10 bis 13 veranschaulichen den Greifer nebst Zubehör in verschiedenen kennzeichnenden Stellungen während seiner Arbeit.'
Die mit dem Unterfaden α versehene Scheibenspule ι befindet sich in einem cylindrischen Spulenträger 2, der mit einem Schlitz 3 (Fig. 2 und 4) und einem Führungsstück 4 für den Faden α versehen ist und vermöge aufklappbarer federnder Einrichtung 5 ein Herausnehmen und Einsetzen der ersteren leicht gestattet. Der Spulenträger hat an seiner Vorderseite einen Vorsprung 6, der einerseits durch
lockeres, das Herüberziehen der Fadenschlinge leicht gestattendes Eingreifen in den Halter 7 (Fig. g) den Spulenträger 2 in fester Lage hält, andererseits vermittelst Bohrung 8 für die Nadel 9 einen Durchgangskanal bildet, und indem er mit seiner hinteren Fläche eine gleichmäfsige Schlingenbildung beiderseits der Nadel 9 verhindert, eine einseitige, um so bessere Schlingenbildung vermittelt, also die Greiferspitze 10 unter allen Umständen stets in die Schlinge eingreifen mufs. Auf diese Weise ist mit dem Vorsprung 6 ein sicherer Schutz der Schleifenbildung ermöglicht. An seiner Hinterseite hat der Spulenträger 2 eine kreisförmige Führungsleiste 11, welche durch den bekannten Ausschnitt 12 unterbrochen wird. Die Ringleiste 11 läuft in einer Führungsnuth 13 des cylindrischen Theiles vom Greifer 14, der mit seiner Nabe auf einer ihn in Umdrehung versetzenden Welle befestigt ist. Der Greifer verbreitert ' sich auf einem gewissen Theile seines Umfanges am besten cylindrisch beinahe bis zur Nadelebene und bildet so den eigentlichen Greifertheil 16 (Fig. 8), dessen Spitze 10, nach hinten sich verjüngend, in der Einkerbung 17 endet; dieselbe bildet in bekannter Weise in ungefähr radialer Fortsetzung 18 in der Rückwand des Greifers, welche sonst den cylindrischen Theil 14 des Greifers abschliefst, den Beginn einer Aussparung 19 (Fig. 5). An seinem vorderen Rande trägt der Greifer ein Fadenhindernifs 20, welches eine Ablenkung des Fadens bezweckt (s. Fig. 8 und 12) und beispielsweise die hier erscheinende Gestalt eines Vorsprunges (Nase, Wulst) oder einer Kerbe (Fig. 8 a) im Rande der cylindrischen Erbreiterung haben mag, von welcher letztere allmälig in den Theil 14 zurücktritt. Auf die übrigen Bestandteile der Maschine, wie StofF-rückung, Fadenaufzug und dergl., bezieht sich gegenwärtige Erfindung nicht. Der Nähvorgang spielt sich wie folgt ab:
Nachdem die Nadel 9 vor dem Greifer durch den Schutzkanal 8 bezw. hinter der Schleifensicherungswand 6 eingedrungen ist, bildet sie beim Rückgang die erwähnte einseitige Oberfadenschlinge c, in welche die Greiferspitze 10 eindringt (Fig. 10). Bei weiterer Drehung des Greifers weitet seine Spitze ι ο die Schlinge aus (Fig. 11) und legt den Schlingentheil c, durch den Ausschnitt 12 des Spulenträgers eintretend, hinter die Rückwand desselben, während infolge der Drehung des Greifers der Schlingentheil d längs der kegelförmigen Greiferkante hingleitet und in der hinter der Ebene der Spulenträgerrückwand befindlichen Einkerbung 17 vorerst liegen bleibt (Fig. 12 und 13). Man erkennt aus Fig. 12 (Seitenansicht), dafs bei der weiteren Drehung das Fadenhindernifs 20 die Ursache wird, dafs der Schlingentheil d fortab nicht mehr in einer geraden Linie zwischen Einkerbung 17 und dem Stichloche verläuft, sondern in einem Winkel abgelenkt wird, mit der Wirkung, dafs er, statt sich um den Greiferumfang zu legen, über die Spule und somit auch um den Unterfaden a gleitet (Fig. 13), während der Schlingentheil c mehr und mehr um die Spulenträgerrückwand herumgeführt wird, begünstigt durch einen zwischen Spulenträgerrückwand und Greifer gelassenen Spielraum 21 (Fig. 6). In Fig. 13 ist die Schlinge bereits so weit herumgeführt, dafs der auf der Zeichnung nicht veranschaulichte Aufnehmer in Thätigkeit zu treten, sowie jene über die Greiferspitze und den Spulenträger hinwegzuziehen vermag, was nahezu vollkommen reibungslos geschieht, da vermöge der Aussparungen 19 des Greifers und 12 des Spulenträgers, bei weiterem Drehen des ersteren der Austritt und gänzliches Aufziehen (welche Arbeitsstellung Fig. 9 zeigt) ermöglicht wird. Die in völligem Aufziehen begriffene Schlinge schiebt sich noch über den Vorsprung 6 und legt sich dann um den Unterfaden α, wodurch eine Stichbildung vollendet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Doppelsteppstich -Greifer-Nähmaschine, bei welcher die gröfstmögliche Nähgeschwindigkeit unter Wahrung höchster Nähsicherheit dadurch angestrebt wird, dafs ein hinter der Nadelebene kreisender, freilaufender Greifer in die von einer am Spulengehäuse angeordneten Sicherung (6) einseitig ausgebildete und geschützte Schlinge eindringt, dieselbe mit unbedeutender Erweiterung mittelst einer an seinem Rande liegenden Nase, Wulst oder Kerbe (20) ablenkt und so frühzeitig und sicher abwirft.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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