DE836325C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Geweben auf Greiferwebstuehlen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Geweben auf Greiferwebstuehlen

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DE836325C
DE836325C DEP27733D DEP0027733D DE836325C DE 836325 C DE836325 C DE 836325C DE P27733 D DEP27733 D DE P27733D DE P0027733 D DEP0027733 D DE P0027733D DE 836325 C DE836325 C DE 836325C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D47/00Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms
    • D03D47/12Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein single picks of weft thread are inserted, i.e. with shedding between each pick
    • D03D47/24Looms in which bulk supply of weft does not pass through shed, e.g. shuttleless looms, gripper shuttle looms, dummy shuttle looms wherein single picks of weft thread are inserted, i.e. with shedding between each pick by gripper or dummy shuttle

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Geweben auf Greiferwebstühlen Die EIrtindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Gewehen auf Greiferwehstühlen, walhi mindestens ein über den Gew(l)erand vorstehendes Ende von ins Fach eingetragen<°n Schußf:iden mittels einer Einrichtung zum Greifen und Halten vorübergehend gehalten wird und eine Vorrichtung zur Ausführung desselben.
  • Bei Wehstühlen, bei welchen die Schußfä (len <lurchGreiferwelrschützen von außerhalb desFaches i>ehndlichen Schußspulen abgezogen «-erden, wird der Faden etwas länger, als es die Gewebebreite erfordert, ins Fach eingetragen und abgeschnitten. Die über (len (-etvul)erait(1 herausragenden Fadenenden werden leim Abschneiden bzw. beim Ablösen aus (lern Scltiitzen bis zum Anschlagen (furch das Riet und Schließen des Faches durch Klecnmvorrichtungen, sogenannte Randklemmen, festgehalten. Diese Randklemmen müssen den Schußfaden in der Schützenbahn fassen und ihn, his er fertig in (las Gewebe angeschlagen ist, festhalten. Damit (las Schußfadenende während des Rietanschlages nicht aus der Randklemme herausgerissen wird, muß die Klemmkraft der Klemmstelle entsprechend stark gewählt werden.
  • Bei der Bildung von Umlegekanten, wobei das vom Gewebe herausragende Fadenende in ein nächstes Fach umgelegt wird, sind diese starken Klemmkräfte der Randklemme insbesondere hei leichten Geweben schädlich, weil das Ende (lcs Schußfadens durch die Umlegttadel entweder: zerrissen oder dann verzogen wird. Ebenso werden unter dem Einfluß dieser starken Spannung die letzten Kettfäden dicht nebeneinander gezogen und die Kante dichter eingewoben. Infolgedessen wird das Gewebe schon vor den Breithalteorganen eingehen. Dadurch wird die Funktion der Breithalteorgane, die darin besteht, das Gewebe bis zum Anschlag breit zu halten, so daß das Riet sich parallel zu den Kettfäden bewegt. für dieKantenfäden nicht erfüllt. Die Kettfäden der Kanten werden dann durch die voni Riet herrührende größere seitliche Reibung geschwächt. Die so gebildete Kante ist durch die abgerissenen Schußfadenenden und die stärker beanspruchten Kettfäden für die weitere Ausrüstung des Gewebes nicht nur geschwächt, sonderte leidet besonders auch am Aussehen.
  • Man hat bereits probiert, beim Umlegen der Schußfadenenden duzch die Umlegnadel die Klemm-:telleii der Randklemmeil zu öffnen. Dies verursacht ein ungenaues Umlegen dieser Schußfadenenden, wobei der Schoßfaden infolge seiner Elastizität entweder aus der Klemmstelle herausspringt und von der Umlegnadel nicht gefaßt wird oder daß <las umgelegte Fadenende eine Schleife außerhalb des Gewebes bildet.
  • Zur Vermeidung dieser Nachteile besteht das Verfahren flach der Erfindung darin, daß eine Änderung der zum Halten eines Fadenendes verwendeten Klemmkraft während des Betriebes vorgenommen wird. Die Vorrichtung besteht darin, (laß während des Betriebes wirksame Mittel zur Änderung der zum Halten eines Fadenendes verwendeten Klemmkraft vorgesehen sind.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens scheinatisch dargestellt. Es zeigt Fig. i die Ansicht eines Greiferwebstuhles von der Warenseite her, heg. 2 die Eitiriclitung zum Greifen und Halten des Schußfadens mit Antrieb und Steuerung in zwei Stellungen.
  • Fig. 3 die Klemmvorrichtung und die Steuerung in deren Stellungen vor der Kantenbildung, Fig. 4 die Stellung der Klemni\ orrichtung und (las Gewebe in Draufsicht während der Kanten-Bildung.
  • Fig.5 eine weitere Ausfülirting einer Klenimorriclitung, feg. 6 (las Diagranini der Einstellung der Federkraft, l' i9. ; eine Kleninworrichtung mit einer Feder finit verstellbarer Federkraft, l#'ig. 8 eine Steuercorriclitung, @@-elche die Änderung der Klemmkraft bei einem Teil der Fäden ändert, U ig. 9 bis 13 zwei Beispiele einer beweglichen Fadenklemme in ihrer normalen Betriebsstellung nachgiebig festgehalten.
  • Der Greiferwebstuhl in Fig. i hat zwei Seitenschilder i und 2, zwischen denen der nicht sichtbare Kettbaum, der Warenibaum 3 mit dem aufgewickelten Gewebe 4, die nicht dargestellten Führungs- und Spannvorrichtungen für Kette und Geii fa>f, die Hauptantriebs%i@elle 5 des Webstuhles mit Kupplung und Bremse 6 und Motor 7 sowie das Riet 8 zum Anschlagen des Schußfadens und Schäfte g zur Fachbildung samt den weiter nicht dargestellten mit der Hauptwelle 5 zwangsläufig verbundenen Antriebsmechanismen derselben angeordnet sind. .
  • Der Schußfaden i o, der von der Spule ii abgezogen wird, wird zum Eintrag in das Fach am Schützen 12 befestigt, der von der Abschußvorrichtung 13 abgeschossen über die Schußbahn 14 in die Fangvorrichtung 1 5 einläuft. Nahe der Innenseite der Vorrichtungen 13 und 15 ist je eine Vorrichtung 16 zum Greifen und Halten des Schußfadens io vorgesehen, während die Kontrollvorrichtung 17 den Einlauf des Schützens 12 in den Fangkasten i5 kontrolliert und in bekannter Weise die rechtzeitig Stillsetzung der Hauptwelle 5 bzw. des Webstuhles durch Auskuppeln und Bremsen bewirkt, wenn dieser Einlauf verspätet ist oder gar nicht erfolgt.
  • Nach erfolgtem Eintrag des Scliußfadens io in das Fach bewegen sich die Klemmvorrichtungen 16 aus ihrer Ruhestellung in die Schußbalin 14 des Schützens i i, um den Schußfadcil io zu ergreifen, festzuklemmen und während der Anschlagbewegung durch das Riet 8 am Gewebe 4 unter Aufrechterhaltung der Fadenspannung festzuhalten. Der Schußfaden io kann aus pflanzlichem, tierischem bzw. metallischem oder anderem künstlich hergestelltem Stoff beistehen. Gegebenenfalls kann auch nur eine Klemmvorrichtung i6, und zwar diejenige beim Fangkasten 15, vorgesehen sein, hingegen können bei Aufteilung des Gewebes 4 in mehrere Gewebebahnen während seiner Herstellung außer den beiden Klemmvorrichtungen 16 zu beiden Seiten des Gewebes 4 «eitere zwischen je zwei Gewebebahnen angeordnet sein.
  • In Fig. 2 ist der Schußfaden io bereits in das durch die Kettfäden 18 gebildete Facli eingetragen. Die Klemmvorrichtung 16, die mit der Antriebsstange ig verbunden und im Ausführungsbeispiel aus einem Stück mit derselben hergestellt ist, ist mit ihrer Klemmstelle, die aus dem Fußteil 2o und der beweglichen Klemmbacke 21 besteht, aus der punktierten Ruhelage I heraus gerade in die Stellung 1I in der Schützenbahn gebracht.
  • Die Nockenwelle 22, die von der Hauptwelle 5 der Webmaschine zwangsläufig angetrieben wird, hat eine Nockenscheibe 23, die mit der Nockenrolle 24 des Winkelhebels 25 zusammenarbeitet. Dieser dreht sich um den festen Zapfen 26 und drückt mittels des Steuernockens 27 auf die Führungsnadel 28 der beweglichen Klemmbacke 21 mit solcher Kraft, daß die Kraft der Federn 29 und 30 überwunden wird und die Klemmstelle 20, 21 zum Greifen des Schußfadens io offengehalten wird. Mit dem Führungsstift 28 ist der Mitnehmer 31 fest verbunden, gegen den sich die Druckfeder 29 stützt. Der Mitnehmer 31 hat einen gabelförmigen Anschlag 32, welcher die Führungsnadel 33 für die Feder 30 umfaß@t, die sich gegen den Bund 34 stützt und ihn in der gezeichneten Stellung gegen den Anschlag 32 anpreßt. Die Federkraft der Feder 29 ist kleiner als die Kraft der Feder 30 bei geschlos-
    sener Klemmstelle 20, 2 t , z. 13. ein Drittel der-
    selben.
    Die zweite Nockenscheibe 35 treibt den Hebel 36
    über die Nocketll-olle 37 an. Der 1-lelKel 36 dreht sich
    tun doll festoll 7apfell38 und ist mittels des Ge-
    lenkes 39 mit (leg Aiitriellsstange i9 fest verbunden,
    welclic@ in (leg Viihrung 4o gleitet, so daß die
    Klemniv(rrrichtung i(@ eine nahezu geradlinige Be-
    \vegtinr; rausführt. Durch eine starke Zugfeder 41
    Werdest (lic I lcbel =5 uu(l 36 mit ihren Antriebs-
    rollen 24, 37 f; st gegen die Nock enscheiben 23, 35
    gepreßt. Zuni Breitbalten des Gewehes .I an der
    :@nschlagstv#lle dicht iri bekannter Weise die Breit-
    42 mit (lern Deckel .13.
    I>ie@\irkungs\veise ist die folgende: DieWelle22
    dreht sich in der Richtung (los Pfeiles und hebt
    nun. iiaclirlc-ni der Sclitli.)fa(leti to ins Fach 18 ein-
    ist, mittels (k-i- Nockenbahn 44 den Steuer-
    iiocl<cii 27 aus der Stellung III in die Stellung IV
    an, so (l.ti.i (-r dic l@e(lerll 29, 30 freigibt, unter deren
    Kraft die lic\veglirlie Backe 21 (ich Schoßfaden io
    vor deal 1.(ia@isen (los 1#a (lens to voni Schützen 12
    l)z\#,-. \-oi- (lein Alischnei(len festklemmt, so daß die
    ini Schulafa@len in v@>rlian:lene Spantiting erhalten
    lese i1it.
    Danach l;ittft (sie Rolle 37 auf die Nockenbahn IS
    auf, und es hnvegt sich (leg Hebel 36 nach rechts,
    wodurch die Kleninn'orrichtung i6 in die Ruhe-
    stellung 1 gelangt. [)er Schtißfadeii io langt am
    I?ti(le (los Fadens i S an Lind kann nun von dem
    biet >z angeschlagen wei-rleti. Diese Stellung ist in
    l@ ig. 3 dargestellt.
    SO>ll nun ('as @al(le t(@(' des Schußfa-dens in (las
    ti@icliste Fach tongelenkt werden, so wird durch
    Wechseln (leg Scli:ifte 9 (las Fach 18 gewechselt.
    I'in ntni für (las L"inlegen des Fadenendes ioa die
    zum Halten verwendete Kleinnikraft zu ändern,
    wird (leg Winkelliebes 25 aus seiner Stellung IV
    wieder in (sie Stelltilig 111 gebracht. Dabei drückt
    nun der Stctiern(ick:ti 46 (sie Nadel 33 herunter.
    Dadurch wird der Bund 3.1 vom Anschlag 32 ab-
    geholten "ritt (sie 1#e(ler 30 ausgeschaltet. Die
    Kleininkraft wird somit auf die Kraft der Feder 29
    und (lauer -auf (#iti Vicrtel (leg maximalen verringert.
    Daher kann ohne Gefahr für (las Gewebe .I bzw.
    dessen Kailte (las I?nde loa (los Schußfa.dens io, wie
    i11 Fig.4 gezeigt. von der Z'inlegtiadel47 ins Fach
    umgelegt \ver(1<-ii. Das Schußfadenende 1oa wird
    dalr(-i von (lein Haken .@8 der VinL@gnadel .4; erfaßt,
    die in bekannter \@cise zwatigsläutig, z. B. von der
    Welle 22, aligetrielreil, im Sinlie (los Doppelpfeiles
    Ilin und leer schwingt. Weil sich das Fadenende ioa
    titin laicht atis (Leg Klemmvorrichtung 16 heraus-
    zielicil ließt, zielet (leg Haken 48 den Faden io
    aus (leg Klennnstclle 20. 21, ohne (saß Kettfäden am
    Rand zusammengezogen werden, und legt (las
    Vadenende to(' uni ins hach.
    Die Klenunvorriclitung toi bleibt nun in der in
    Fig. 2 punktiert gezeichneten RuhestellungI, bis ein
    heuer Scliu ßf;t(Ien io in (las Fach i8 eingetragen wird.
    Die Klemmvorrichtung 49 (Feg. 5) bat außer
    (leg 1 )ritckfe(Ici- 5(i, die über (lcn Mitnehmer 31 die
    Kleniml(acke 21 geschlossen hält, eine Zugfeder 51,
    welche ani Ansatz 32 und am \'Iitliellmer 52 der Nadel 53 befestigt ist. Die Nadel 53 stutzt sich mit ihrem Bund 5+ gegen die Stange i9.
  • Die Klemmkraft der Feder 5o ist mit P o in Fig. 6 angegeben. Die Feder 51 wird durch Niederdrücken der Nadel 53 mittels des Steuernockens:I6 gespannt entsprechend der Größe des Federhubes k. Bei hl beträgt die Federkraft der Feder 51 pl, beim Feder\veg h_ steigt die Kraft der Feder 5i auf an. Die Klemmkraft der Klemmstelle 2o, 21 wird bei lt, auf die Größe R, und bei h2 auf R2 reduziert. Die Kraft der Zu,gfoder 51 ist beim größten Federhub h kleiner oder höchstens gleich der Kraft der Druckfeder 5o, so daß die Klemmkraft an der Klemtnstelle sich von dem Maximum bis o auf jeden Zwischenwert einstellen lassen kann. Dies ist bei ganz leichten Geweben von besonderem Vorteil. Um eine bestimmte Kraft der Feder 51 einstellen zu können, braucht lediglich der Steuernocken .16 quer zur Stange i9 verstellt zu werden.
  • Die Klemmvorrichtung 55 (Feg. 7) hat nur eine Druckfeder 56, die über den i@itnehmer ;7 die bewegliche Klemmbacke 21 geschlossen hält. Die Feder 56 stützt sich nun nicht gegen den Fußteil =o der Klemmvorrichtung 55, sondern gegen die Gabel 58, die fest mit der Nadel 59 verbunden ist, welche mittels des gegen den Beschauer vorstellienden Kopfes 6o von der Steuerschiene 61 zur Verstärkung der Klemmkraft angehoben wird.
  • Die Klemmvorrichtung steht in der Stellung 1I in der Schützenbahn zum Ergreifen des Schoßfadens io. Der Steuernocken 62 geht von der Stellung III in die Stellung IN' und ist auf dem Winkelhebel 25 (Fig.2) befestigt. Gleichzeitig bewegt sich auch die Steuerschiene 61 aufwärts von der Stellung III in die Stellung 1V, indem die Schiene z. B. an einem dem Arm 25 parallelen Arm 25a des Winkelhebels befestigt ist. Dadurch wird der Kopf 6o angehoben und die Feder 56 stärker gespannt. Beim Zurücknehmen der Klemmvorrichtung 55 aus der Stellung II in die Ruhestellung I gleitet der Kopf. 6o längs der Schiene 61 und bleibt angehoben und die Klemmbacke 21 stärker belastet. Erst kurz vor dem Umlegen des Fadenendes in das Fach wird der Kopf 6o zur Verringerung der Klemmkraft gesenkt, indem (sie Steuerschiene 61 in (sie Stellung III hinuntergeht.
  • Zur Erreichung von besonderen Effekten im Gewebe werden mitunter verschiedene Fäden verwendet, die, ins Fach eingetragen, verschiedene Spannung aufweisen. Dabei können dann die Klemmvorrichtungen 16, :19, 55 beispielsweise zum Halten (los einen Fadens eine andere Klemmkraft wie zum Halten eines anderen Fadens aufweisen. Um nun die Klemmkraft ändern zu können, sind, wie in Fig. 8 gezeigt, zwei Steuernocken 63 und 64 vorhanden, von denen der Nocken 63 das öffnen der Klemmbacke 21 vor dem Ergreifen dies Schoßfadens io nach jedem Schoßeintrag bewirkt, indem er die Führungsnadel 27 zum öffnen der Klemme 20, 21 herunterdrückt, während der Steuernocken 64 so angetrieben ist, daß er die Klemmkraft an (leg Klemmstelle nur bei einem Teil der Schußfäden, z. B. bei jedem anderen Schußeintrag, jeweils verringert, beim anderen Teil der Schußfäden die volle Klemmkraft bestehen läßt.
  • Auch jede andere Reihenfolge wäre möglich und durch besondere Ausgestaltung des Antriebes für den Steuernocken 64 zu erreichen. Dies wäre dadurch möglich, daß die Nockenwelle 22 (Fig. 2) für die Klemmvorrichtung 16 nur pro zwei oder mehr Schußeinträgen eine volle Umdrehung macht und zur Steuerung der Steuernocken 63 und 6.1 mit je einem Hebelwinkel zusammenarbeitet. Dabei würde dann der Nocken 23 (Fig. 2) zum Antrieb des Hebels für den Steuernocken 63 mit mehreren Steuerl>alinen 44 versehen sein, und zwar so viele als die Anzahl Schußeinträge pro Umdrehung der Nockenwelle 22 in jedem Fall betragen würde, damit der Steuernocken 63 bei jedem Schußeintrag wirksam ist. Eine weitere Nockenscleibe auf der Welle 22 würde dann mittels eines zweiten Winkelhebels den Steuernocken 64 steuern.
  • Falls die Klemmkraft nur bei einem Faden zu verringern wäre, hätte diese Nockenscheibe nur einen Nocken, falls dies bei mehr Fäden der Fall wäre, so wäre eine entsprechende Anzahl Nocken an im voraus gemäß dem Gewel>enitister bestimmten Stellen vorgesehen.
  • Während bei allen Beispielen die Ablaufnockenbahn .14° (Fig. 2) zum Verringern der Klemmkraft so angeordnet war, daß diese Verringerung erst nach dem Anschlag des Schußfadens durch das Riet 8 und den Fachwechsel bewirkt wurde, kann diese Verringerung auch vor deni Anschlagen stattfinden, um einem Schußfaden ini Gewebe eine andere Spannung gegenüber einem nächsten oder übernächsten zu geben. In diesem Falle ist lediglich die Ablaufkante 44° an der Nockenscli,eil>e 23 gegen die Auflaufkante 44 hin zu verschieben.
  • Anstatt bei beiden Enden eines Fadens kann auch 1>ei einem Fadenende die Klemmkraft verringert werden.
  • Beim Beispiel gemäß Fig. 9 bis 1 i besteht die Klemmvorrichtung aus zwei ungefähr senkrecht zueinander stehenden Schenkeln 112, 113. Die Fadenklemme 112. 113 ist mittels des Lagerzapfens i i-1 an der Antriebsstange i9 befestigt. Der Schenkel 113 ist mit einer Ausnehmung 116 und an seinem Eide mit einem Anschlagstift 121 ausgerüstet. Durch die Atisnehmung 116 hindurch ist der Federhaltebolzen i 18 an der Antriebsstange i9 befestigt. Auf Bolzen i 18 ist die Torsionsfeder i 19 festgehalten, deren eines Ende auf den Stift 121 drückt und, dadurch die Fadenklemme i 12, 113 in ihrer normalen, durch den Anschlag zwischen Ausnehmung 116 und Bolzen i 18 festgelegten Betriebslage zur Betriebsstange i9 hält. Die weitere Ausbildung der Klemmvorrichtung ist sonst gleich wie beim Beispiel Fig. 2 bis .t.
  • Bewegt sich der Schützen 12 mit Verspätung gegen den Fangkasten 15, so kann gemäß Fig. i i der Fall eintreten, daß die Fadenklemme 112, 113 und insbesondere ihre Teile 20, 21 am Schützen 12 anschlagen. Dadurch werden die Klemmbacken 20, 21 zurückgehalten, während die Antriebsstange i9 sich zwangsläufig noch weiter in Pfeilrichtung 35 bis in ihre linke Endlage (Fig.9) bewegen muß, da der Webstuhl sich noch im Betrieb befindet. Die Fadenklemme 112, 113 führt eine Schwenkung am Zapfen 114 in der Gegenuhrzeigerrichtung aus, wobei ihr Schenkel 113 sich nach aufwärts bewegt und die Torsionsfeder iig spannt. Da der Schützen 12 nicht rechtzeitig im Fangkasten 15 angelangt ist, wird die Kontrollvorrichtung 17 (Fig. i) ansprechen und den Webstuhl zum Stillstand bringen, bevor das Riet 8 seine Arbeitsbewegung beginnt. Trotzdem die Kontrollvorrichtung 17 (Fig. i) nicht auf den rechtzeitigen Durchlauf des Schützens 12 vor der in seine Schußbahn 14 vorrückenden KlenmvorrichtUng 20, 21, sondern auf den verspäteten Einlauf des Schützens 12 in den Fangkasten 15, also erst in einem späteren Zeitpunkt anspricht, kann die Antriebsstange i9 ihre Bewegung in Pfeilrichtung 35 zu Ende führen. Dank der beweglich an der Antriebsstange i9 befestigten Fadenklemme i 12, 113 kann die Kollision zwischen dem Schützen 12 und den Klemmbacken 20, 21 nicht zu irgendwelchen Beschädigungen dieser Teile führen, weil die Fadenklemme 112, 113 elastisch aus@schwemkt.
  • Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 12 und 13 ist die Antriebsstange i9 mit einem abgewinkelten Schenkel 138 ausgerüstet, der mit einem Anschlag! 139 versehen ist. Mittels des Schraubenbolzens 140 ist die Fadenklemme 141 drehbeweglich an der Antriebsstange i9 fixiert. Am Bolzen 140 ist eine Torsionsfeder 1.12 angeordnet, deren gestreckter Endteil an der Klemme 141 anliegt und dieselbe gegen den Anschlag 139 in die normale, zur Antriebsstange i9 quer gerichtete Betriebslage drückt. Diese Torsionsfeder 142 ist so stark bemessen, daß sie die durch die Bewegung der Antriebsstange i9 verursachten Massenwirkungen der in Gegenuhrzeigerrichtung schwenkbaren Fadenjlemme 141 überwindet und dieselbe am Anschlag 139 festhält. Durch den Fußteil 2o der Fadenklemme 141 und den Schenkel 145 hindurch führen die Führungsstifte 28 und 33, welche die Klemmbacke 21 in gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 bis 4 betätigen.
  • Der Vorteil dieser Fadenkleinnie i41 liegt besonders in der Kürze des Schenkels i45, wodurch eine Verkleinerung der schwenkbeweglichen Klemmasse erzielbar ist. Entsteht zufolge verspäteten Einlaufens des Schützens 12 in dfn Fangkasten 15 eine Kollision mit der in die Schußbahn 14 vorrückenden Fadenklemme 141, so erzeugt dieser Zusammenprall nur kleine Beschleunigungskräfte, weil die zu schwenkende Masse der Fadenklemme 141 klein ist, wodurch sich eine weitgehende Schonung der empfindlichen Klemmbacken 20, 21 erzielen läßt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Geweben auf Greiferwebstühlen, wobei mindestens ein über den Geweberand vorstehendes Ende von ins Fach eingetragenen Schußfäden mittels einer Einrichtung zum Greifen und Halten vorübergehend gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, (laß eine Änderung cler zum Halten eitles Fadenende; \ erwendeten hlenunkraft während des lietric-lies vorgeiiotunieti wird. 2. \-trfalireti nach Anspruch i, dadurch geketittzeiclinet, claß nur für einen Teil der eingetragenen Sc.hußfäden eine Änderung der Kletnnikraft vorgenommen wird. 3. \-erfahren nach Anspruch i, dadurch g@-kennzeichnet, daß eine Änderung der Klemmkraft während des Haltens eines Fadens vorgenommen wird. X-erfahren nach Anspruch t, für Gewel>.°. lyei welchen mindestens ein Ende eines in ein lach eingetragenen Schußfadens ins nächste Fach umgelegt wird, dadurch gekennzeichnet, (laß die Klemmkraft spätestens während des l'mlegens verringert ist. 5. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrrns nach Anspruch i. dadurch gekennzeichnet, claß während des Betriebes wirksame Mittel zur Änderung der zum Halteei eines Fadenendes vcrivendeten Klemtnkraft vorgesehen sind. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5 mit einem durch Federkraft belasteten, den Faden festklemmenden Organ, dadurch gekennzeichnet, (1a1.9 ein die Federkraft beeinflussendes Steuerorgan zur Änderung der Klemmkraft vorgeselieti ist. 7 Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, (laß mindestens zwei Federn zur Erzeugung der Klemmkraft das Klemmorgan 1>elastcn. die unabli:ingig voneinander gesteuert werden. h. \"orrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Steuermittel, welche die Wirkung mindestens einer Feder auf das Klemmorgan ausschalten. (g. \"orrichtung nach Anspruch 5, dadurch geketitiz(icliti°t, (laß eine Feder mit schwacher Federkraft (las Klemmorgan ständig belastet, während eine weitere. Feder mit starker Federkraft (las Klemmorgan über einen mit dem Organ verbundenen Anschlag belasten kann. io. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Feder mit starker Federkraft (las Klemmorgan ständig belastet und eine weitere Feder vorgesehen ist, deren Federkraft in einer derjenigen der ersten Feder entgegengesetzter Richtung auf das Klemmorgan einwirkt und deren Spannung durch Steuermittel geändert werden kann. t t. \_orrichtung nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Feder als Druckfeder, die zweite als Zugfeder ausgebildet ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch "eketinz@iclinet. daß (las den Faden festhaltende Organ beweglich an dessen Antriebsorgan befestigt und durch nachgiebige Mittel in seiner normalen Betriebslage zu diesem Organ gehalten ist. 13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das nachgiebige Mittel als Feder ausgebildet ist. 14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan einen Anschlag aufweist, an welchen das den Faden festklemmende Organ in seiner gegenüber seinem Antriebsorgan normalen Betriebsstellung infolge der Wirkung einer Feder anliegt und von welchem Anschlag sich die bewegende Fadenklemme beim Auftreffen auf ein Hindernis entgegen der Wirkung dieser Feder entfernt. 15. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebsorgan als Stange ausgebildet und mit einer Gelenkstelle versehen ist, an der dass den Faden festklemmende Organ drehbar gelagert ist. 16. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das den Faden festklemmende Organ quer zum Antriebsorgan angeordnet ist. 17. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das den Faden festklemmende Organ zwei Schenkel aufweist, von denen einer an seinem Ende eine Klemmbacke besitzt und der andere Schenkel über eine Feder an der Antriebsstange anliegt. 18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder als Torsionsfeder ausgebildet ist, welche das den Faden festklemmende Organ gegenüber seiner Antriebsstange in seiner Betriebslage hält. 19. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (142) an den mit einer Klemmbacke (2o) ausgerüsteten Schenkel (141) des den Faden (to) festklemmenden Organes angreift. 2o. Vorrichtung nach Anspruch 1g, dadurch gekennzeichnet, daß sich der mit einer Klemmbacke ausgerüstete Schenkel in seiner Normalstellung,gegen einen Anschlag am Antriebsorgan abstützt.
DEP27733D 1945-09-11 1948-12-29 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Geweben auf Greiferwebstuehlen Expired DE836325C (de)

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DE (1) DE836325C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1219867B (de) * 1960-06-01 1966-06-23 Sulzer Ag Trennleistenleger-Vorrichtung zum Teilen eines entstehenden Gewebes in einzelne Bahnen fuer Webmaschinen mit ausserhalb des Webfaches verbleibender Schussfaden-Vorratsspule
DE1224215B (de) * 1958-06-27 1966-09-01 Sulzer Ag Verfahren zum gleichzeitigen Herstellen mehrerer, nebeneinander, auf Abstand voneinander angeordneter Gewebebahnen auf Webmaschinen mit durch Einlegen von Schussfadenenden gebildeten Kanten und Webmaschine zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE1238407B (de) * 1957-06-03 1967-04-06 Seydoux Et Michau Reunis Ets Webmaschine mit Entnahme des Schussfadens von feststehenden Vorratsspulen durch als Greifer ausgebildete Schusstraeger

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DE1219867B (de) * 1960-06-01 1966-06-23 Sulzer Ag Trennleistenleger-Vorrichtung zum Teilen eines entstehenden Gewebes in einzelne Bahnen fuer Webmaschinen mit ausserhalb des Webfaches verbleibender Schussfaden-Vorratsspule

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