DE838031C - Entladungsgefäß, insbesondere Leuchtröhre - Google Patents
Entladungsgefäß, insbesondere LeuchtröhreInfo
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J17/00—Gas-filled discharge tubes with solid cathode
- H01J17/02—Details
- H01J17/04—Electrodes; Screens
- H01J17/06—Cathodes
- H01J17/066—Cold cathodes
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- H—ELECTRICITY
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- H01J2893/0064—Tubes with cold main electrodes (including cold cathodes)
- H01J2893/0065—Electrode systems
- H01J2893/0066—Construction, material, support, protection and temperature regulation of electrodes; Electrode cups
Landscapes
- Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)
Description
(WGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 5. MAI 1952
O 176 VIIIcj 21f
Für den Bau von Leuchtröhren für allgemeine Beleuchtungszwecke besteht die Notwendigkeit, dafür
Sorge zu tragen, daß diese bei normalen Versorgungsspanniungen
sicher zünden und betrieben werden können. Um die Zündspannung herabzusetzen,
besteht ein bekanntgewordenes Verfahren darin, zu geheizten Elektroden überzugehen und
diese l>eispielsvveise vermittels einer !besonderen Hilfsentladuiiig oder eines getrennten Heizkreises
auf eine für die Entladung' ausreichende Temperatur zu bringen. Durch eine solche Maßnahme ist
es möglich, die !Zündung bei relativ niedrigen Spannungen, zumindest unter Anwendung sonst
üblicher Zünidhilfseinrichtungen, zu erzwingen und
die Betriebsspannung mit [Sicherheit weit genug unter der normalen Versorgungsspannung zu halten.
Derartige Röhren besitzen neben dem Nachteil der Notwendigkeit eines besonderen Heiz- oder Glimmentladungskreises
od. dgl. als weiteren Nachteil den, daß bei ihrem Betrieb immer ein nur in sehr ao
geringen Grenzen variierbarer Entladungsstrom fließen muß, da beim Überschreiten sehr bald unzulässige
Entladungen erreicht werden, die zu starkem Verdampfen der Oxydkathode führen, indes
zu geringe Entladungsströme und die dadurch as bedingte Untertemperatur zur Fackelbildung u.. dgl.
Effekten und damit zur Zerstörung der emissionsfähigen Kathodensubstanz führen. Aus diesem
Grunde ist es lediglich bei Entladungsrohren mit dauernd geheizten Oxydkathoden möglich, die
Lichtstärke im Betrieb herabzusetzen. Ebenso brauchen derartige Röhren zum Wiederzünden
immer eine gewisse durch die zum Aufheizen der Emissionsschicht auf die erforderliche Temperatur
l>edingte Zeit.
Entladungsröhren mit kalten Kathoden zeigen diese Nachteile nicht, sofern sie mit höheren Versorgungsspannungen
betrieben werden. Derartige Röhren zünden praktisch sofort nach dem Einschalten
und sind in ihrem Lichtstrom lediglich nach ol>en im Hinblick auf die auftretende Kathodenzerstäubung
bei Überlastung der Elektroden limitiert. Die Anwendung derartiger kalter Elektroden
in Röhren für den Betrieb an normalen Netzspannungen stößt ohne weitere Vorkehrungen
auf die Schwierigkeit, daß die Zündspannung bzw. auch die Brennspannung nicht mit Sicherheit klein
genug gemacht werden können, so daß auch das Anwenden bekanntgewordener Zündhilfsmittel
keinen sicheren Betrieb gewährleistet. Beispielsweise sei angegeben, daß für die Dimensionen
üblicher Hochspanmungsgasentladungsleuchtröhren normalerweise mit etwa 800 Volt Versorgungsspanining
pro laufenden Meter gerechnet wird.
Erfindungsgemäße Untersuchungen ergaben, daß
man durch geeignete Dimensionierung der Elektroden
in die Lage versetzt wird, Gasentladungsröhren mit kalten Elektroden zum Betrieb an normalen
Netzversorgungsspannungen zu bauen, deren Funktion vollkommen stabil ist. Hierzu ist es erforderlich,
daß man den Elektroden einen in Richtung quer zur Entladungsachse beispielsweise rechteckigen
Querschnitt gibt, der dergestalt gewählt werden muß, daß man das Verhältnis der beiden
Dimensionen dieses Querschnittes möglichst groß macht, woliei die Gesamtoberfläche der Elektroden
in üblicher Weise für den Betrieb derartiger Entladungen dimensioniert wird. Erfindungsgemä£
wird für die Dimensionierung ein Verhältnis yon 1 lohe zur Breite in der Größenordnung von 11:2
bis ι : S, vorzugsweise von efrwa 1 : 3, vorgesehen.
In dem in Fig. 1 beispielsweise in vergrößerter Darstellung gezeichneten ernndungsgemäßen Aufbau
einer Elektrode ist z. B. das Verhältnis Höhe h zur Breite b wie 1 : 2,5 gewählt, d. h. die längere
Kante l>eträgt praktisch etwa 25 mm, indes die kürzere nur 10 mm beträgt. Als besonders vorteilhaft
hat es sich erwiesen, bei solchen Elektroden eine weitere Verengung des Querschnittes beispielsweise
durch im Innern angeordnete Rippen od. dgl. zu erzielen. Diese Rippen od. dgl. dienen
hierl>ei nicht etwa z-ur Vergrößerung der Elektrodenoberrläche an sich, sondern lediglich zum Ausbilden
vorzugsweise kleiner 'Hohlräume im Innern der Elektroden. Dementsprechend ausgebildete beispielsweise
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Elektroden sind in den Fig. 2 bis 4 dargestellt.
Fig. 2 zeigt eine kastenförmige Elektrode mit
geraden Rippen im Innern der Elektrode, während Fig. 3 die Anordnung zickzackförmig gebogener
Bleche und
Fig. 4 die Verwendung von Wellblechen im Innern der kastenförmigen Elektroden zeigt.
Es ist unter Umständen vorteilhaft, von der rechteckigen Form der' Elektrode abzugehen und
z. B. eine ihalbkreisbogenförmige oder eine einem
anderen Ausschnitt aus einem Kreisbogen entsprechende Querschnittsform zu wählen. Das trifft z. B.
für solche Entladungsröhren zu, die in ihrem Innern eine Trägerplatte aufweisen, die beispielsweise
mit Schriftzeichen od. dgl. versehen ist und auf der, vom Beschauer her gesehen, diesem abgekehrten
Seite durch eine Entladung angestrahlt wird. In
Fig. 5 ist beispielsweise eine derartige Elektrode mit kreissegmentförmigem Querschnitt dargestellt.
Auch hier können im Innern welilblechförmig gebogene
Bleche (wie in Fig. 4) angeordnet, sein.
Fig. 6 ist ein Querschnitt durch eine Leuchtröhre mit einer Zeichenträgerplatte. Hierin ist t die
Zeichenträgerplatte, die innerhalb des Glaskörpers g in Längsrichtung der Leuchtröhre angeordnet ist,
und e ist eine der beiden kreissegmentförmig im Querschnitt ausgebildeten Elektroden an einem
Ende der Leuchtröhre.
Es kann aber auch in diesem Falle eine Elektrode mit rechteckigem Querschnitt gemäß Fig. 1 'bis 4
gleichfalls Verwendung finden. In der dargestellten Leuchtröhre wird die Zeichenträgerplatte t vom
Licht der zwischen den Elektroden auftretenden Entladung diurch- oder angestrahlt.
Auch bei derartigen kreissegmentförmigen Elektroden ist es wesentlich für das Erreichen einer
ausreichend niedrigen Zünd- und Betriebsspannung, daß die Höhe unter Berücksichtigung der für die
Entladung an sich erforderlichen Gesamtdrmension der Elektrode möglidist klein ist unter Einhaltung
der erfindungsgemäß vorgesehenen Dimensionierungsvorschrift.' Untersuchungen bezüglich der
Dimensionierungsvorschrift für derartige Elektroden ergaben, daß die Elektroden beispielsweise
einen Querschnitt haben, dessen Längsausdehniung etwa in der Gegend von 22 mm liegt und bei denen
die Höhe variiert werden kann, etwa im Gebiet von einigen Millimetern bis zu einem Zentimeter.
Die im vorstehenden beschriebenen Ausfüihrungsformen
für Kathoden eignen sich vor allem zum Bau von Entladungsröhren besonders niedriger
Zünd- und Brennspannung, sofern man diese erfindungsgemäß ausgebildeten Kathoden auf ihrer
Innenseite etwa durch Aufdampfen oder einen anderen hierfür bekanntgewordenen (Prozeß mit
einer hochaktiven Schicht, beispielsweise aus Barium, überzieht. Durch die Gestalt der Elektrode,
d. h. insbesondere durch die Ausbildung zahlreicher kleiner Hohlräume in ihrem Innern
wird bewirkt, daß die dort angebrachte hochaktive Schicht einerseits die auf Grund der Feldverzerrungen
vor allem an den die Vorderkante der Elektrode bildenden Blechen ansetzende Entladung
mit Elektronen beliefert, die beschrietbene hochaktive Schicht jedoch andererseits während des
Betriebes auf Grund der vor den öffnungen der Elektrode auftretenden Entladungsverteilungen
gegen den Aufprall von Ionen gut geschützt ist. In dieser Weise ist es möglich, aktivierte Elek- 1*5
troden für extrem niedrige Betriebsspannungen
und hohe Lebensdauer auszubilden. Die erfindungsgemäßen
Dimemsionierungsvorschriften für die Elektroden führen zu einer besonders günstigen
Gestaltung im Hinblick auf diese Effekte.
Die Erfindung ermöglicht den Bau von Röhren, deren Retrieb an üblichen Netzspannungen direkt oder unter Verwendung von einfachen Zündhilfselektroden sicher möglich ist. Die erfindungsgemäßen Röhren besitzen den Vorteil des sofortigein
Die Erfindung ermöglicht den Bau von Röhren, deren Retrieb an üblichen Netzspannungen direkt oder unter Verwendung von einfachen Zündhilfselektroden sicher möglich ist. Die erfindungsgemäßen Röhren besitzen den Vorteil des sofortigein
ίο Zündens nach dem Einschalten und gestatten eine
Regelung des Entladungs- und des Lichtstromes in weiten Grenzen. So ist es z. B. möglich, die in
Fig. 6 angegebene Röhre bezüglich ihrer Energieaufnahme in einem Bereich von rund ι : ioo zu
variieren und 1>ei jedem Zwischeniwert dieses Bereiches
einen vollkommen stabilen Betrieb zu sichern.
Claims (5)
- Patentansprüche:
20i. Entladungsgefäß, insbesondere Leuchtröhre, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Betrieb der Entladung dienende Elektrode in Richtung quer zur Entladungslängsachse einen Querschnitt I>csitzt, dessen Abmessungen in beiden Dimensionsrichtungen ein ganz bestimmtes Verhältnis haben, und zwar in der Größenordnung von 1 : 2 bis 1 : 5 für das Verhältnis von Höhe izur Breite, vorzugsweise ein Verhältnis von etwa 1 : 3. - 2. Entladungsgefäß, insibesondere Leuchtröhre, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern der Elektrode auf ihrer Innenwand zusätzliche Rippen, Wellbleche oder zickzackförmig gebogene Bleche angeordnet sind, derart, daß durch diese zahlreiche relativ kleine Hohlräume gebildet werden.
- 3. Entladungsgefäß, insbesondere Leuchtröhre, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden einen rechteckigen Querschnitt haben.
- 4. Entladungsgefäß, insbesondere Leuchtröhre, nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden kreissegmentförmigen Querschnitt haben.
- 5. Entladungsgefäß, insbesondere Leuchtröhre, nach Anspruch 1, bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden im Innern mit einer hochaktilven Schicht, z. B. Barium, überzogen sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen5137 4.52
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE838031C true DE838031C (de) | 1952-03-27 |
Family
ID=579543
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT838031D Expired DE838031C (de) | Entladungsgefäß, insbesondere Leuchtröhre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE838031C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1120016B (de) * | 1964-07-08 | 1961-12-21 | Elger 1 Alpenlaendisches Unter | Nicht geheizte Elektrode, insbesondere fuer Niederspannungsleuchtstofflampen, sowie Lampe mit solchen Elektroden |
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- DE DENDAT838031D patent/DE838031C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1120016B (de) * | 1964-07-08 | 1961-12-21 | Elger 1 Alpenlaendisches Unter | Nicht geheizte Elektrode, insbesondere fuer Niederspannungsleuchtstofflampen, sowie Lampe mit solchen Elektroden |
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