DE838449C - Buchdrucklettern und Klischees aus AEthyleniminderivaten - Google Patents

Buchdrucklettern und Klischees aus AEthyleniminderivaten

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DE838449C
DE838449C DESCH243A DESC000243A DE838449C DE 838449 C DE838449 C DE 838449C DE SCH243 A DESCH243 A DE SCH243A DE SC000243 A DESC000243 A DE SC000243A DE 838449 C DE838449 C DE 838449C
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Germany
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clichés
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letterpress type
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Expired
Application number
DESCH243A
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N1/00—Printing plates or foils; Materials therefor
    • B41N1/12—Printing plates or foils; Materials therefor non-metallic other than stone, e.g. printing plates or foils comprising inorganic materials in an organic matrix

Landscapes

  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Buchdrucklettern und Klischees aus Äthylenirriinderivaten Es ist bereits bekannt, an Stelle von Letternmetall (Schriftmetall) für den Buch- und Zeitungsdruck Kunststoffe, insbesondere bestimmte Polymerisationsprodukte, anzuwenden, welche die im Metallguts hergestellten beweglichen Typen hinsichtlich der Größe der damit erzielbaren Auflagen erreichen, ja teilweise übertreffen. iSo hat sich z. B. ein Mischpolymerisat aus Styrol und Acrylnitril,-welches durch diePolymerisation in wäßriger Emulsion gewonnen wird, für diesen Zweck besonders bewährt. Zur Herstellung der Lettern aus diesen Mischpolymerisationsprodukten bedient man sich vorzugsweise des Spritzgußverfahrens.
  • Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung solcher Äthyleniminderivate, die nach Zugabe bestimmter Kontaktmittel, z. B. Dimethylsulfat oder Di-n-propylsulfat, schon bei gewöhnlicher oder etwas .erhöhter Temperatur polymerisieren und gleichzeitig ohne Zuhilfenahme höherer Drucke und der in der PreB- und Spritzgußtechnik für andere Kunststoffe üblichen Vorrichtungen verformt werden können für den Buch- und Zeitungsdruck, insbesondere für» Buchdrucklettern und für den Bilddruck, 'd. h. für Klischees, die den gewöhnlich aus Metall hergestellten Strichätzungen, Autotypien, Galvanos und Stereos entsprechen.
  • Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung eignen sich besonders solche Äthylenderivate, welche durch Anlagerung von Äthylenimin an die Doppelbindungen der bis-Crotonsäureester i - 3= bzw... r, # 4-Butylenglykols oder anderer Diole erhalten werden; aber auch Mischungen der vorgenannten Äthyleniminderivate unter sich und/oder mit anderen ungesättigten Organischen Verbindungen, insbesondere solche, @ die durch Anlagerung von Äthylen an andere ungesättigte Verbindungen, @vie; z. B.' Acrylsäure, entstehen, sind, da sie in. ähnlicher Weise nach Zusatz von Kontaktmitteln bei Raumtemperatur polymerisieren und dabei zum Teil Erzeugnisse mit noch besseren Eigenschaften ergeben, für Buchdrucklettern und Klischees geeignet. .
  • Es ist bekannt, daß die eingangs erwähnten, bereits länger bekannten Emulsionspolymerisate beim Verspritzen stark schrumpfen. Diese,Erscheinung macht sich 'bei kleinen Formstücken, wie sie die Buchdrucklettern darstellen, zwar nicht- störend bemerkbar, wohl aber .bei größeren Formstücken, wie sie für die Wiedergabe und Vervielfältigung von Zeichnungen, Photographien und Plastiken erforderlich sind. Überdies ist beim Spritzguß, die Grölte der Formlinge nach oben stark begrenzt, und das Spribzgußverfahren isst auch wegen der erforderlichen hohen Temperatur für die Herstellung von Klischees wenig geeignet.
  • Es wurde ,gefunden, daß sich durch einfaches Übergießen .von Metallklischees mit den obererwähnten flüssigen, vorher mit etwas Kontaktmittel vermischten monomeren Äthyleniminderivaten oder den oben näher bezeichneten Gemischen und darauffolgendes Erhärtenlassen bei Zimmertemperatur oder mäßig erhöhter Temperatur in ziemlich kurzer Zeit äußerst präzise Abformungen von großer Druck- und Abriebfestigkeit erzielen lassen, die, solange es sich um Schichten mäßiger Dicke handelt, nicht einlaufen (schrumpfen), selbst wenn es sich um große Formate handelt.
  • In letzterer Tatsache liegt, abgesehen von der außerordentlich einfachen Verarbeitung durch Gießen bei gewöhnlicher Temperatur, einer der wichtigsten technischen Fortschritte, die durch die vorliegende Erfindung erzielt werden.
  • Ein weiterer Vorteil, der durch die Anwendung der neuen Polymerisate für den Bilddruckgegeben ist, besteht darin, -daß diese sich infolge .ihrer her-, vorragendlen Eigenschaften für alle Arten von Klischees eignen, insbesondere auch zum vollwertigen Ersatz von Galvanos für große Druckauflagen, zu. deren Herstellung aus. Originalklischees bisher bekanntlich Kupfer erforderlich war. Auch als Mater bzw. Stereo können die Abformungen aus dem neuen Material dienen, jedoch mit dem Unterschied gegenüber den bisher aus Papier bestehenden Matern und den damit durch Eingießen von Schriftmetall erzeugten Stereos, daß die Qualität der mit Polyäthyleniminderivat hergestellten Matern und Stertos eine viel bessere ist.
  • So können die neuen Matern im Gegensatz zu Papiermatern auch ivon Aubotypien mit feinem Raster angefertigt werden.
  • Schließlich-stellen - die Klischees aus dem neuen Material einen beachtenswerten Fortschritt auch insofern dar, als z. B. Autotypien daraus bei der Aufbewahrung im Gegensatz zu Metallautotien keiner besonderen Sorgfalt, also weder einer in fetturig noch einer die Feuchtigkeit abhaltenden Verpackung .bedürfen.
  • Beispiel i Von einem Originalklischee aus Metall wird eine Mater, d. h. die Gegenform des eigentlichen Klischees, in folgender Weise hergestellt. Das Metallklischee wird, damit sich der Aufgu$ später leicht ablöst, zunächst eingefettet, etwa mit einem niedrigschmelzenden Fett, z. B. Staufferfett, oder auch einem nicht flüchtigen 01, gegebenenfalls .einer Auflösung von Paraffin oder Wachs in Benzin od. dgl., der Fettüberschuß sorgfältig entfernt' und darauf das Klischee mit einem niedrigen Wall aus Gips oder auch Fett bzw. Paraffin eirigefaßt. Man vermischt nun mit einer bestimmten Menge des flüssigen, monomeren Äthyleniminderivats etwa 1/= bis i °!o des Kontaktmittels, übergießt mit der Mischung das Klischee und läßt mindestens 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Dann hat sich eine Mater gebildet, welche die Konturen des Klischees un- vergleichlich präziser wiedergibt als eine Papiermater, so daß solche Matern sich auch von Aplotypien mit feinem Raster anfertigen lassen.
  • Beispiel e Eine vom Originalklischee aus .Weichblei hergestellte Mater wird mit einem niedrigen Wall ans Wachs, Fett oder Gips eingefaßt und dann n-it einer Mischung aus monomerem Äthyleniminderivat und dem erforderlichen Kontaktmittel, der gegebenenfalls auch Füllmittel zugefügt werden können, übergossen und bei Raumtemperatur stehengelassen, .bis die Poly.merisation beendet ist und glattes Ablösen des Positivs von der Mater möglich ist. Aus dem Positiv werden nun nach Absägen der Gießränder mit der Kreissäge gegebenenfalls Teile der Flächen herausgefräst und einige Löcher an den Rändern gebohrt; unter Ben:utzung der letzteren befestigt man nun das Positiv auf einem Holz- oder Eisenfuß in Druckhöhe. Da- mit ist es druckfertig und kann nun wie Kupfergalvanos zur Erzeugung einer großen Anzahl von Drucken verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Buchdrueklettern und Klischees, insbesondere' solche für künstlerischen Bilddruck,, .dadurch gekennzeichnet, daß man zu ihrer Herstellung solche Äthylenimindertvate verwendet, deren Polymerisation in Gegenwart von . Kontaktmitteln während des Abformungsvorganges bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Teßiperatur erfolgt. z. Buchdrucklettern und Klischees nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daßm@an solche Äthyleniminderivate verwendet, . welche durch Anlagerung von. Äthylenimin an.,die Doppelbindungen der bis-Crotonsäureester des 1 - 3- hzw. t - 4-Butylenglykols oder anderer Diole erhalten werden. 3. Buchdrucklettern und Klischees nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daB Mischungen der in Anspruch 2 genannten Äthyleniminderivate unter sich undlioder mit anderen umgesättigten organischen Verbindungen, insbesondere solchen., die durch Anlagerung von Äthylenimin an andere ungesättigte Verbindungen, wie z. B. Acrylsäure, entstehen, verwendet werden. -
DESCH243A 1949-10-28 1949-10-28 Buchdrucklettern und Klischees aus AEthyleniminderivaten Expired DE838449C (de)

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