DE840154C - Chemisch widerstandsfaehiger Werkstoff - Google Patents

Chemisch widerstandsfaehiger Werkstoff

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DE840154C
DE840154C DEM3095A DEM0003095A DE840154C DE 840154 C DE840154 C DE 840154C DE M3095 A DEM3095 A DE M3095A DE M0003095 A DEM0003095 A DE M0003095A DE 840154 C DE840154 C DE 840154C
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DE
Germany
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aldehyde
chemically resistant
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filler
emulsion
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Expired
Application number
DEM3095A
Other languages
English (en)
Inventor
Francis Kenneth Earp
Albert Ernest Wiggs
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Morgan Advanced Materials PLC
Original Assignee
Morgan Crucible Co PLC
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Publication date
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Publication of DE840154C publication Critical patent/DE840154C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L93/00Compositions of natural resins; Compositions of derivatives thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Chemisch widerstandsfähiger Werkstoff Gegenstand der Erfindung ist ein chemisch widerstandsfähiger Werkstoff, der besonders zum Kleben, Verbinden, .Überziehen und Auskleiden in der Technik mit Vorteil Verwendung finden kann.
  • Bekanntlich sind Phenole, wie sie aus der Gattung Anacardium aus der Familie der Anacardiaceen, beispielsweise aus Acajounußschalensaft, gewonnen werden, für die Herstellung von Harzverbindungen brauchbar, die weder von Säuren noch von Alkalien angegriffen werden. Mit Aldehyden bilden solche Plienole in der Wärme erhärtende 'Kondensationsprodukte. Infolge ihrer ungesättigten Seitenketten lassen sie sich auch polymerisieren, und ihre Polymerisate lassen sich mit :1,ldehvden selbst ohne An-Wendung von Wärme umsetzen. Verschiedene Sor. ten solcher Polymerisate werden handelsmäßig vertrieben.
  • Die vorhezeichneten Phenolpolymerisate sollen im nachstehenden als Acajounußschalensaftharze bezeichnet werden und bilden den Ausgangspunkt von Werkstoffen nach der vorliegenden Erfindung.
  • Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung eines chemisch widerstandsfähigen, erhärtenden Werkstoffes von mörtelartiger Konsistenz, der mit Hilfe einer Kelle od. dgl. zum Kleben, Verbinden und Auskleiden in der Technik aufgestrichen werden kann. Der neue Werkstoff besteht aus einer Emulsion des Acajounußschalensaftharzes mit Wasser, einem chemisch widerstandsfähigen Füllmaterial und einem Äldehyd öder einem Aldehydlieferanten. Die Harzemulsion kann entweder eine Harzin-Wasser- oder eine Wasser-in-Harz-Phase darstellen. Beide Arten lassen sich leicht mit Hilfe bekannter Emulgatoren, beispielsweise sulfonierter Öle, herstellen: Durch Verwendung einer Harzermrl.# sion wird die Neigung des Werkstoffes herabgesetzt, nach Auftragung auf einer Fläche auszufließen (Dilatation) ; dadurch wird das Material also im rheologischen Sinne praktisch nicht auslaufend., Beispiele für Füllmaterialien sind amorpher Kahn lenstoff, Graphit, Kieselerde, Schwerspat, FlußspäY und Asbest. Die Füllstoffe können sortiert werden, um Teilchen von einer bestimmten, Größenverteilung zu erhalten, die die Neigung zum Breitfließen weiter herabsetzen, vorzugsweise Korngrößen irre Bereich von 30 bis 16o Maschen auf 2,54 cm.
  • Der Werkstoff wird an der Luft bei gewöhnlicher Temperatur fest und haftet fest an den Flächen, auf die er aufgetragen ist. Auch Wärme kann benutzt werden, um die Härtung zu beschleunigen. Die erhaltenen Überzüge oder Verbindungen werden'durch die meisten korrodierenden Säuren, Alkalien, Salze und organischen Stoffe nicht angegriffen. Beispielsweise widersteht das Material dem Angriff heißer 6oprozentiger Fluorwasserstoffsäure, heißer 50prozentiger Natronlauge, heißer konzentrierter Salzsäure und gesättigter kochender Ferrichloridlösung.
  • Der Werkstoff läßt sich als Mörtel oder Binde-, mittel zur Verbindung chemisch widerstandsfähiger Ziegel oder Steine bei der Herstellung von Auskleidungen für Säurebehälter benutzen. Beispielsweise läßt sich eine Auskleidung, die aus Ziegeln aus amorphem Kohlenstoff und einem Bindemittel nach der Erfindung hergestellt ist, für Behälter zum Entzundern und Beizen von Stahl und für Papierkocher benutzen.
  • Verschiedene Aldehyde können benutzt werden, beispielsweise Formaldehyd und sonstige Aldehyde, oder auch feste Polymerisate, wie Paraformaldehyd, oder endlich Aldehyd liefernde Verbindungen, wie Hexamethylentetramin.
  • Im nachfolgenden werden Beispiele für Zusammensetzungen erfindungsgemäßer Emulsionen gegeben; die Zahlen bezeichnen Gewichtsverhältnisse:
    Emulsion A
    Flüssiges Polymerisat aus Acajounuß-
    schalensatt . . . . . . . . rooo Teile
    Hochpolymerisiertes festes Polymerisat
    aus Acajounußschalensaft . . . 500 -
    Sulfoniertes Rizinusöl . . . ... . 40 -
    Casein, ,5o T=eile
    Natriümhyd-röxyd . . . . . .. 20 -
    Wasser . . . . . . . . . . 1500 ,-
    Emulsion B
    Flüssiges Polymerisat aus Acajounuß-
    . - schalensaft . . . . . . . . 75o Teile
    Hochpolymerisiertes festes Polymerisat
    aus Acajounußschalensaft . . . 750 -
    Sulfoniertes Rizinusöl . . . . . . 40 -
    Casein . . . . . . . . . . 50 -
    Arnmoniak (o,88 spez. Gew.) . . . 25 -
    Wasser . . . . . . . . . . 1500 -
    Im nachfolgenden werden Beispiele für Bindemittel oder Mörtel gegeben, wie sie erfindungsgemäß aus den vorstehenden Emulsionen hergestellt werden können:
    Bindemittel A
    Emulsion A . . . . . . . . . 3ooo Teile
    Amorpher Kohlenstoff . . . . . 3500 -
    Paraformaldehyd . . . . . . . 120
    Bindemittel B
    Emulsion B . . . . . . . . . 3ooo Teile
    Amorpher Kohlenstoff in Korngrößen
    von 5o bis 16o Maschen pro 2..-34 cm 4000 -
    Paraformaldehyd . . . . . . . 120 -

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r: Chemisch widerstandsfähiger, erhärtender, als Binde- oder Klebmittel, für Überzüge und Auskleidungen geeigneter Werkstoff von mörtelähnlicher Konsistenz, bestehend aus einer Emulsion eines Acajounußschalensaftharzes mit Wasser, einem chemisch widerstandsfähigen Füllmaterial und einem Aldehyd oder einer Aldehyd liefernden Verbindung.
  2. 2. Werkstoff nachAnspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllmaterial amorpher Kohlenstoff, Graphit, Kieselerde, Schwerspat, Flußspat oder Asbest Verwendung findet.
  3. 3-. Werkstoff nach Anspruch r oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial in einer Korngröße im Bereich von 30 bis 16o Maschen pro 2,54 cm sortiert ist.
  4. 4. Werkstoff nach Anspruch t, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Aldehyd oder Aldehyd liefernde Verbindung Formaldehyd, Paraformaldehyd, Acetaldehyd, Benzaldehyd, Furfurylaldehyd oder Hexymethylentetramin Verwendung findet.
DEM3095A 1948-05-05 1950-05-03 Chemisch widerstandsfaehiger Werkstoff Expired DE840154C (de)

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