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Tonfilme, Verfahren und Einrichtungen zu ihrer Herstellung Es ist
bekannt, Tonfilme in Zackenschrift oder Sprossenschrift aufzuzeichnen. Die Zackenschrift
hat dabei den Nachteil, daß sie in den Gebieten höherer Frequenz einen sogenannten
Gleichrichtereffekt zeigt, der die Wiedergabe verzerrt. Sprossenschrift zeigt diesen
Effekt nicht oder in weit geringerem Maße: dafür sind aber für sie für den Ent-Nvicklungsprozeß
strengere Bedingungen erforderlich. Die sich hieraus ergebenden D@Zängel und Schwierigkeiten
können gemäß der Erfindung durch eine Aufzeichnung weitgehend behoben werden, bei
der im Zuge derselben Aufzeichnungsspur die tiefen Frequenzen in Zackenschrift und
die hohen Frequenzen in Sprossenschrift aufgezeichnet sind. Je nach der Frequenzfolge
wechseln so die beiden Schriftarten im Zuge der Spur miteinander ab; die Trennfrequenz
liegt dabei vorteilhaft bei etwa 5ooo Hz. Es kann unter Umständen auch schon eine
Wirkungsverbesserung dadurch erzielt werden, daß die obere Grenzfrequenz für die
Zakkenschrift etwas kleiner ist als die der Sprossenschrift. Soweit die Breite der
Sprossenschrift kleiner ist als die mittlere Breite der Zackenschrift, ist es zweckmäßig,
zur Vermeidung von Lautstärkenunterschieden einen entsprec4enden Ausgleich durch
die Aussteuerung vorzunehmen.
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Für die Erzeugung der vorgeschlagenen Schrift wird gemäß der weiteren
Erfindung eine Einrichtung angegeben, welche aus einer tonfrequentgesteuerten Lampe
besteht, einer Zackenschrift erzeugenden Vorrichtung, welche durch die Lampe ausgeleuchtet
wird, und einem Filter, das der Lampe
die Sprechströme unterhalb
der Trennfrequenz und oberhalb dieser Frequenz der Zackenschrift erzeul;enden Vorrichtung
zuführt.
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Es ist vorteilhaft, Mittel vorzusehen, die geeignet sind, für die
Zackenschrift eine größere mittlere Schwärzung zu erzeugen als bei der Sprossenschrift.
Gemäß der weiteren Erfindung sind die Elemente für die Erzeugung der beiden Schriftarten
in einem Aufzeichnungsorgan zusammengefaßt, z. B. in Form eines Braunschen Rohres.
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Die Erfindung und weitere dazugehörige Einzelheiten werden an Hand
der Abb. i bis 5 beispielsweise erläutert.
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Abb. i zeigt einen Film F mit zweispuriger Aufzeichnung, und zwar
im Bereich T, eine Doppelzackenschrift und im Bereich T, eine zweispurige Sprossenschrift.
Die Doppelzackenschrift erfaßt dabei Frequenzen bis zu 5ooo Hz und die Sprossenschrift
die darüber hinausgehenden Frequenzen von 5ooo Hz bis beispielsweise io ooo Hz.
Die obere Grenzfrequenz für die Sprossenschrift ist dabei in erster Linie abhängig
vom' Auflösungsvermögen des Filmmaterials. Jede Spur der Sprossenschrift nimmt beispielsweise
ein Drittel der gesamten Spurenbreite ein, so daß also in diesem Beispiel zwischen
den beiden Spuren der Sprossenschrift eine aufzeichnungsfreie Stelle konstanter
Breite, und zwar ein Drittel der ganzen Spur liegt. Die Aufzeichnung wird zweckmäßig
so eingerichtet, daß dieser Zwischenraum zwischen den beiden Spuren der Sprossenschrift
im Vorführfilm geschwärzt ist. Abb. 2 zeigt einen Film in Einfachzackenschrift,
der im Prinzip mit dem Film nach Abb. i übereinstimmt; je nach der Frequenzfolge
wechselt die Zackenschrift mit der Sprossenschrift ab.
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Eine abgewandte Form zeigt Abb. 3. Der Zackenschrift T, ist die Sprossenschrift
T, überlagert, und zwar vorzugsweise derart, daß die obere Grenzfrequenz der Zackenschrift
etwas kleiner ist als die der Sprossenschrift.
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Eine Schrift nach Abb. i kann gemäß der Erfindung durch eine Einrichtung
nach Abb. 4 erzeugt werden. Eine Quecksilberhochdrucklampe L beleuchtet über einen
Kondensor K einen Spalt SB, welcher über einen tonfrequent steuerbaren Schwingspiegel
S durch eine Optik O, auf einer undurchsichtigen Dreieckblende B abgebildet ist;
das Bild der Blende B wird über die Optik 02 und O$ auf dem Film F abgebildet. Die
Abbildung SB' des Spaltes liegt dabei gegenüber der Blende B so, daß in der Ruhelage
der Spalt zu einem Drittel abgedeckt wird. Die Sprechwechselspannung wird über ein
Filter A der Lampe L und dem Schwingspiegelsystem S unter Frequenztrennung
zugeführt. Es ist so eingerichtet, daß die Lampe L Frequenzen über 5ooo Hz und das
Schwingspiegelsystem Frequenzen unter 5ooo Hz erhält. Die Ankopplung erfolgt 1n
die Lampe über den Transformator F_, Wenn die Sprechströme Frequenzen über 3ooo
Hz enthalten, so bleibt das' Schwingspiegelsystem S in Muhe und damit auch das Spaltbild
SB', dagegen steuern die Sprechströme über 5ooo Hz die Lampe L aus, deren Intensität
entsprechend der Amplitude der Sprechströme schwankt; diese Schwankungen werden
über die Spaltabbildung SB' auf dem Film aufgezeichnet, wobei die Breite der Intensitätsschrift,
aufgeteilt in zwei Spuren, zwei Drittel der Gesamtaufzeichnungsbreite der Spur ist.
Wenn dagegen eine Frequenz unterhalb 5ooo Hz ankommt, so bekommt die Lampe L keine
Wechselspannung, sondern nur der Schwingspiegel S. Es wird dann der konstant ausgeleuchtete
Spalt SB
über den Spiegel S gegenüber der Blende B bewegt, die auf dem Film
abgebildet wird. Die Einrichtung kann natürlich auch so getroffen werden, daß das
Bild einer Blende gegenüber einem Spalt bewegt wird. Die Blende kann dabei auch
noch andere Formen, z. B. mehrere Zacken besitzen, die auch durchsichtig sein können,
so daß die erzielten Schwärzungen umgekehrt sind, als in dein gezeigten Beispiel.
Für die Zackenschrift wird zweckmäßig eine Schwärzung 1,2 bis 1..4 gewählt, während
die Schwärzung der Sprossenschrift zwischen o,6 und 0,7 liegen soll. Es ist
möglich, mit der beschriebenen Einrichtung diesen Schwärzungsausgleich zu bewirken.
Im Lampenkreis liegt zu diesem Zweck, parallel zu diesem Widerstand W ein Gleichrichter
G, der von den Sprechströmen über 5ooo Hz über das Filter A gespeist wird; dabei
können diese Ströme gegebenenfalls über einen Verstärker verstärkt werden. Die Gleichrichterspannung
wirkt der Spannung der BatterieD, welche die Vorspannung der Lampe erzeugt, entgegen
und setzt mit dem Eintreffen der Sprechströme über gooo Hz die Vorspannung um einen
gewünschten Betrag herab; im übrigen ist die Vorspannung mit dem Widerstand WZ einstellbar.
Diese Regelung des Grundlichtes der Lampe kann auch über ein Gitter der Lampe erfolgen.
Zum Ausgleich der Spurbreiten zwischen der Zacken- und Sprossenschrift kann gemäß
der Erfindung so vorgegangen werden, daß z. B. bei der Sprossenschrift die Aussteuerung
entsprechend vergrößert wird.
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Eine andere Ausführungsform zeigt Abb. 5, bei der die beiden Organe,
welche die beiden Schriften erzeugen, in einem einzigen Organ zusammengefaßt sind,
und zwar in Form einer Braunschen Röhre. Ein solches Rohr ist im Prinzip bekannt.
Auf dem Schirm des Rohres H wird von dem Spalt S eine Abbildung S' erzeugt, die
eine Hälfte M ist dabei abgedeckt. Die !Ablenkplatten N, und NE bestimmen die Lage
des leuchtenden Spaltbildes S' gegenüber der Abdeckung. Die Sprechspannung wird
wieder über ein Filter A zugeführt, und zwar einmal den Ablenkplatten N, und N2
und zum anderen Wehneltzylinder P; dabei erhalten die Ablenkplatten die Sprechwechselspannung
unter 5ooo Hz und der Wehneltzylinder über 5ooo Hz. Wenn also nur Frequenzen unter
5ooo Hz vorhanden sind, so wird bei konstanter Ausleuchtung des Spaltes eine Zackenschrift
erzeugt; wenn dagegen nur Frequenzen oberhalb 5ooo Hz in der Sprechwechselspannung
sind, so bleibt das Spaltbild selbst in Ruhe, dagegen ändert sich die Intensität
der Ausleuchtung durch den Wehneltzylinder, so daß eine
Sprossenschrift
entsteht. Diese Aufzeichnung ist in Abh. z dargestellt. Das Grundlicht des Rohres
kann Tiber den Widerstand W3 eingestellt werden, Der Kondensor C überbrückt den
Kathodenwiderstand für die Sprechwechselspannung und dient gleichzeitig zur Stabilisierung
der Gittervorspannung. In dieser Anordnung kann ähnlich wie in Abb. ¢ unter Umständen
auf das Filter A verzichtet werden, so claß die kombinierte Zacken- und Sprossenschrift
entsteht. bei der beide Schriften im wesentlichen den ganzen Frequenzbereich erfassen,
wobei jedoch für die Zackenschrift ein kleiner Teil der höchsten Frequenz durch
ein Filter abgeschnitten wird, so (laß also die obere Grenzfrequenz für die Sprossenschrift
etwas höher liegt. N'Iit einer solchen Aufzeichnung kann eine wesentliche Steigerung
der I)@-namik erreicht werden. Im Prinzip zeigt Abb. 3 eine so gewonnene Aufzeichnung.
Die Anordnung nach Abb. .5 kann auch ohne weiteres so ausgebildet werden, daß mit
ihr in Verbindung mit der Sprossenschrift eine Doppelzackenschrift oder auch eine
Vielfachzackenschrift erzeugt wird. Es ist dementsprechend die Abdeckung des Schirmes
zu wählen und gegebenenfalls auch die SteuerbewegMng für den Lichtfleck.