DE84082C - - Google Patents

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DE84082C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L15/00Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
    • F01L15/08Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped valves; Such main valves combined with auxiliary valves

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Steuerung für Dampfmaschinen, besonders für Schiffsmaschinen und Lokomotiven, welche es ermöglicht, mit einem Hauptschieber eine veränderliche Expansion und Umsteuerung zu erzielen, so dafs die complicirten Steuerungsmechanismen in Wegfall kommen.
Diese Steuerung ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar veranschaulicht jede der Fig. ι bis 6 die arbeitenden Theile in anderer Stellung.
α ist der Schieber . des Maschinencylinders; dieser Schieber ist durch eine Stange, welche mittelst Stopfbüchsen in dem Schieberkasten und dem Steuerungscylinder b geführt ist, mit dem Kolben c des letzteren verbunden. Der Hub dieses Kolbens ist genau so grofs wie der Schieberlauf der Maschine. Der Steuerungscylinder besitzt zwei Schieberkästen; der eine derselben, in welchem sich der Schieber d bewegt, ist wie bei jeder Dampfmaschine beschaffen, während der andere Schieberkasten zwei Kanäle e und e1 an den Enden, aufserdem aber noch zwei Kanäle f und f besitzt, welche, von der Schieberfläche ausgehend, derart in den Cylinder münden, dafs zwischen ihnen so viel Raum bleibt, als der Kolbenkörper stark ist. Die Kanäle e und / und e' und /' werden je durch einen Schieber g bezw. g' verdeckt. Die Schieber g und g\ welche mit einander gekuppelt sein können, werden wie der Schieber d in irgend welcher Weise, z. B. mittelst Excenters, von der Maschinenwelle oder einer besonderen, durch die letztere bethätigten Steuerwelle aus angetrieben.
Das Spiel dieser Steuerung ist folgendes:
Der Schieber d wird gegebenen Falles durch Anstofsen des Kreuzkopfbolzens derart bewegt, dafs der Kanal i geöffnet ist; der Dampf treibt alsdann den Kolben c und dadurch den Schieber α der Maschine so vorwärts, dafs der Kanal h des Hauptdampfcylinders plötzlich sofort ganz geöffnet wird und gleichzeitig der Dampf an der anderen Seite des Maschinenkolbens durch den Kanal h' voll ausströmen kann.
Bewegt sich nun der Schieber d unter dem Einflüsse seines Antriebsmittels derart, dafs er die Kanäle i, V und i" verschliefst, und Öffnet der Schieber g' den Kanal e', während der Schieber g alle Kanäle e,f und k verschliefst (s. Fig. 1), so treibt der Dampf den Kolben c nach links; nachdem der letztere bei dieser Bewegung den Kanal f passirt hat, pufft der Dampf aus, was bei der erwähnten Stellung des Schiebers g' möglich ist, indem der Kanaiy durch die Schieberbohrung mit dem Auspuffkanal k' communicirt, und der Druck hört auf. Da die Kanäle i, V und i" und e, f und k alle verschlossen sind, so kann, wenn die Gröfse des Steuerungscylinders im richtigen Verhältnifs zur Reibung des Dampfmaschinenschiebers, Stopfbüchsenreibung und Reibung des Steuerungskolbens gewählt wurde, der Kolben sich nicht mehr weiter bewegen, d. h. er bleibt in der Mitte des Cylinders stehen. Der Schieber a
verschliefst alsdann alle Kanäle h, Ji' und /;" des Maschinencylinders, und die Expansionsperiode beginnt.
Kurz nachdem der Steuerungskolben in der Mittellage angekommen und der ihn dort hintreibende Dampf auf dem genannten Wege ausgepufft ist, verschliefst der Schieber g' wieder alle Kanäle e',f und k', so dafs die Theile dann die durch Fig. 2 veranschaulichte Stellung einnehmen.
Hierauf öffnet der Schieber d den Kanal V und verbindet den Kanal i mit dem Auspuffkanal i", so dafs der Steuerungskolben c und mit ihm der Schieber a des Maschinencylinders in ihre äufserste linke Lage (s. Fig. 3) gebracht werden; der Schieber α öffnet hierbei den Kanal h' und verbindet den Kanal h mit dem Auspuffkanal Ji" des Maschinencylinders.
Der Schieber d verschliefst nun wieder alle Kanäle i, V und i"-, während der Schieber g den Kanal e öffnet (s. Fig. 4), so dafs der Dampf den Kolben c nach rechts treibt; wie bei Fig. 2 bleibt der Kolben in der Mitte stehen, denn nachdem er den Kanal f passirt hat, welcher durch die Schieberbohrung mit dem Auspuffkanal k verbunden ist, pufft der Dampf aus. Der Schieber α verschliefst hierbei wieder alle Kanäle Ji, Ji' und h", so dafs die zweite Expansionsperiode im Maschinencylinder beginnt.
Alsdann verschliefst der Schieber g sämmtliche Kanäle e,/und k, während der Schieber d den Kanal i öffnet und den Kanal V mit dem Auspuffkanal i" verbindet, so dafs der Kolben c und mit ihm der Schieber α in ihre äufserste rechte Stellung getrieben werden (s. Fig. 5). Der Schieber α öffnet hierbei wieder den Kanal Ii und verbindet den Kanal /;' mit dem Auspuffkanal h".
Hierauf wiederholt sich dieses Spiel in der vorbeschriebenen Weise, indem der Schieber d alle Kanäle i, V und i". verschliefst und der Schieber g' den Kanal e' öffnet.
Es ist leicht erklärlich, dafs es durch Stellung des antreibenden Theiles des einen oder anderen der beiden Schieber g und g' möglich ist, jeden Augenblick einen beliebigen Expansionsgrad herzustellen; bei jeder Umdrehung ist der Hauptschieber sofort geöffnet für den vollen Eintritt des Dampfes und ebenso für den vollen Austritt desselben. Hierdurch fallen von selbst die Umsteuerungsmechanismen bei Schiffsmaschinen und Lokomotiven fort, da diese Steuerung durch Verschiebung des Expansionsantriebes nach beiden Umdrehungen arbeitet und daher besonders leicht an solchen Maschinen anzubringen ist. Auch ist dieser Steuerungsapparat bei Ventil- und Schiebersteuerungen jeder Art anwendbar, da durch denselben sämmtliche Expansionsschiebersteuerungen wegfallen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Steuerung. für Dampfmaschinen, gekennzeichnet durch die Verbindung des Schiebers (a) des Maschinencylinders mit einem Kolben (cj, dessen Cylinder (b) zwei Schieberkästen besitzt, deren einer wie gewöhnlich beschaffen ist und einen einfachen Muschel- oder Kolbenschieber (d) besitzt, welcher den Hauptschieber bei jedem Kolbengang plötzlich auf volle Einströmung stellt, bis die Expansionsperiode beginnt, während der andere einen doppelten Schieber (g g'J besitzt, dessen Spiegel'mit besonderen Kanälen (ff) ausgestattet ist, welche derart in den Steuerungscylinder münden, dafs der Kolben auf Mittelstellung angehalten wird und infolge dessen die Expansionsperiode beginnt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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