DE841490C - Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen - Google Patents

Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen

Info

Publication number
DE841490C
DE841490C DEP42714A DEP0042714A DE841490C DE 841490 C DE841490 C DE 841490C DE P42714 A DEP42714 A DE P42714A DE P0042714 A DEP0042714 A DE P0042714A DE 841490 C DE841490 C DE 841490C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
glass
metal
casting
mold
temperature
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP42714A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Compagnie de Saint Gobain SA
Original Assignee
Compagnie de Saint Gobain SA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Compagnie de Saint Gobain SA filed Critical Compagnie de Saint Gobain SA
Application granted granted Critical
Publication of DE841490C publication Critical patent/DE841490C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C27/00Joining pieces of glass to pieces of other inorganic material; Joining glass to glass other than by fusing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen Ein bei der Verwendung von Glas häufig auftretendes Problem ist die Befestigung von verschiedenen Zwecken dienenden Metallteilen auf Glasgegenständen, bei der im allgemeinen von der Vereinigung verlangt wird, daß sie, ohne zu brechen, denselben Beanspruchungen gewachsen ist wie das Glasselber. Außerdem muß die Vereinigung oder Befestigung derart durchgeführt werden können, daß dabei das Glas nicht auf eine Temperatur kommt, die nahe oder über dem Erweichungspunkt des Glases liegt, so daß der Glasgegenstand genau seine Form behält und, falls es sich um gehärtetes Glas handelt, der'. Härtungszustand nicht verändert wird. Im Hinblick hierauf wird nach einem häufig angewendeten bekannten Verfahren beispielsweise zunächst die Glasoberfläche an der Befestigungsstelle metallisiert und dann der Metallteil auf die metallisierte Befestigungsstelle mit Hilfe eines LätmetaJls befestigt.
  • Die vorliegende Erfindung bringt eine besonders einfache neue Lösung für die Vereinigung von Metall- und Glasteilen.
  • In der Hauptsache besteht die Erfindung darin, da.ß die Bildung des Metallteils und seine Verbindung mit dem Glasteil in einem einzigen Arbeitsvorgang erfolgt, indem ein geschmolzenes Metall; wie z. B. Blei unter den folgenden besonderen Bedingungen unmittelbar auf das Glas gegossen wird. .
  • a) Es wird eine Form benutzt, die an zwei Seiten offen ist, von denen die eine auf den Glasgegenstand gelegt und von diesem geschlossen wird, während die andere zum Einfüllen des geschmolzenen Metalls dient.
  • b) Vor dem Zusammenbringen der beiden Teile werden der Glasteil und die Form zusammen oder getrennt auf eine Temperatur nahe der Schmelztemperatur des Metalls und unter der Erweichungstemperatur des Glases bzw., wenn es sich um gehärtetes Glas handelt, auf eine Temperatur gebracht, die unterhalb derjenigen liegt, bei der ein Nachlassen der Spannungen eintritt.
  • c) Es werden Vorkehrungen getroffen, um zu verhüten, daß zwischen der Oberfläche des Glases und dem erstarrten Metallteil,irgendeine Oxydschicht eingeschlossen wird.
  • Zu diesem Zweck besteht eine erste Maßnahme darin, die Abkühlung des flüssigen Metalls derart vorzunehmen, daß sie nur langsam erfolgt. Dies läßt sich dadurch erreichen, daß man dem zu giefienden Metallteil genügend große Abmessungen gibt, um allein durch die Wirkung seiner Masse ein langsames Abkühlen zu gewährleisten. Man kann die Abkühlung auch dadurch verlangsamen; daß man das Glas und die Form mit einem Wärmeschutz versieht oder nach dem Gießen das anfängliche Heizen unter allmählicher Verminderung fortsetzt. Bei Anwendung dieser Maßnahmen, welche sowohl einzeln .als auch zusammen durchgeführt werden können, konnte festgestellt werden, daß die .angestrebte Vermeidung der Oxydbildung durch die verzögerte Abkühlung erreicht wurde; weil das Oxyd (oder andere Unreinigkeiten), wenn es sich an der Glasoberfläche bildete, die Möglichkeit und Zeit hatte, zufolge seines geringeren spezifischen Gewichtes in dem geschmolzenen Metall innerhalb der Form hochzusteigen.
  • Eine andere Maßnahme besteht darin, das Gießen des Metalls zwischen dem Schmelztiegel und der Glasoberfläche in einer nicht oxydierenden Atmosphäre vorzunehmen, indem man beispielsweise die Gießvorrichtung, den Glasgegenstand und die Form in einer mit nicht oxydierendem Gas gefüllten Kammer anordnet oder im Augenblick des Gießens in die Form ein indifferentes Gas einbläst.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich also unmittelbar auf dem Glasgegenstand in einem einzigen Arbeitsvorgang ein Metallansatz anbringen, welcher fest an dem Glas sitzt und so selbst als mechanisches Organ dienen kann, um den Glasgegenstand zu handhaben, oder auch als Verbindungsorgan zwischen dem Glasgegenstand, und anderen zugehörigen Teilen. .
  • Nachstehend werden einige beispielsweise Ausführungen des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen zeigt Abb. i einen schematischen senkrechten Schnitt durch eine erste Vorrichtung, mittels welcher auf einer Glasscheibe eine Anzahl von Ansätzen aus Metall gebildet werden kann, Abb.2 eine schaubildliche Ansicht eines Teils einer Glasscheibe mit einem solchen Ansatz besonderer Ausführung und Abb.3 einen senkrechten Schnitt durch eine Anordnung, die die Anwendung der Erfindung auf das Vereinigen von zwei Glasscheiben veranschaulicht.
  • Bei der Einrichtung gemäß Abb. t bezeichnet t eine dichte Kammer, die zur Ermöglichung der Überwachung und Beobachtung zum Teil verglast sein kann und in der eine Atmosphäre eines indifferenten Gases (Stickstoff, Kohlensäure usw.) unterhalten wird. Die Glasscheibe 2, auf welcher metallische Ansätze gebildet werden sollen, ruht auf einer Heizplatte 3, die sich ihrerseits auf einem Wagen 4 befindet. Der Wagen ist auf Schienen 5 mittels eines endlosen Seiles 6 fahrbar, welches über Rollen 7 , läuft, deren eine von außen angetrieben 'wird.
  • Auf die Glasscheibe werden an den gewünschten Stellen rohrartige Formen 8 aufgesetzt, die eine verhältnismäßig große Höhe von beispielsweise einigen Zentimetern hat. Ein Wärmeschutz 9 deckt die ganze Glasscheibe außerhalb der Formen ab.
  • Über dieser Einrichtung ist ein Schcaelzhehälter i o aus nicht oxydierbarem Metall angeordnet, der am Boden ein dünnes Abflußrohr t i hat, das mittels eines Ventils 12 durch ein Gestänge 13 geschlossen werden kann. Der Schmelzbehälter ist von einer elektrischen Heizvorrichtung 14 umgeben. Zur Kontrolle der Temperatur im Schnielzbehälter ist hier ein mit einem Galvanometer 16 verbundenes Thermoelement 15 vorgesehen.
  • Die Arbeitsweise dieser Einrichtung ist wie folgt: Nachdem vor Verschließen der Kammer t der Behälter i o mit einer gewissen Menge des Metalls, vorzugsweise Bleis, aus dem die Ansätze gebildet werden sollen, gefüllt worden ist, werden die Heizvorrichtung 14 und die Heizung des Tisches 3 in Betrieb gesetzt.
  • Wenn das Glas und das geschmolzene Metall auf die geeignete Temperatur gebracht worden sind, die bei Blei etwa zwischen 37o und 38o° C liegt, wird der Wagen 4 vorgeschoben, bis die erste Form 8 senkrecht unter das Rohr i i kommt, worauf durch Betätigung des Gestänges 13 das geschmolzene Metall aus dem Behälter i o zum Ausfluß gebracht und die betreffende Form gefüllt wird. In gleicher Weise geht man nacheinander für jede der anderen Formen 8 vor. Ist der Gießvorgang beendet, so schaltet man die Heizung ab und läßt die ganze Einrichtung abkühlen, bis die Glasscheibe aus der Kammer herausgeführt und vom Arbeiter gehandhabt werden kann. Dieser entfernt den Wärmeschutz und die Formen und macht so die mit ihren metallischen Ansätzen versehene Glasscheibe frei. Die Formen sind zweckmäßig kegelstumpfförmig, so daß ihre Entfernung erleichtert wird.
  • Bei dieser Ausführung des Verfahrens bleibt das Metall an seiner Berührungsstelle mit dem Glas etwa i o bis 15 Minuten schmelzflüssig. Um eine gute Vermeidung der Bildung von Unrcinigkeiten an der Berührungsstelle zwischen Glas Lind Nietall zu erreichen, ist es jedoch nicht unbedingt notwendig, daß das Nietall solange flüssig bleibt, vielmehr wurden auch gute Ergebnisse bei kürzeren Zeiten, beispielsweise von etwa 2 Minuten, erzielt.
  • Anstatt die ganze: Einrichtung nach dem Gießen zu kühlen, kann man auch von dem Augenblick der Beendigung des Gießvorgangs an den Wagen ,l, der die Glasscheibe mit den gefüllten. Formen und den Wärmeschutz trägt, aus der Kammer t herausziehen und das Ganze in eine besondere Kammer (nicht dargestellt) führen, in der die Kühlung allmählich erfolgt. In diesem Fall wird der Schmelzbehälter t o auf seine Arbeitstemperatur gehalten und, wenn die Metallcharge entsprechend bcmeseen worden ist, kann er sogleich dazu verwendet werden, eine weitere Reihe von Ansätzen auf einer anderen Glasscheibe zu bilden.
  • Nach einer vorteilhaften Abänderung des Verfahrens kann man Formen aus Metall benutzen, die auf den Ansätzen bleiben sollen. Für diese Formen wird ein von dem Nietall der Ansätze verschiedenes Metall genommen, und zwar vorzugsweise ein mehr oder weniger edles Lind gegen die Abnutzung widerstandsfähiges Metall, wie beispielsweise Kupfer. Auf diese Weise erhält man unmittelbar ein Greiforgan, welches ohne Nachbearbeitung den Erfordernissen seines Verwendungszweckes entspricht. Eine derartige Ausführung ist als Beispiel in Abb.2 dargestellt. Sie zeigt auf einer Glasscheibe 17 eine Gießform 18 von sogenannter Diaboloform, die aus cinetn ausgewählten Metall oder auch aus einem gewöhnlichen Metall bestehen kann, welches dann allerdings mit einem Metall überzogen ist, welches, wie beispielsweise Nickel, Chrom usw., gegen Abnutzung widerstandsfähig und von gutem Aussehen ist. Diese Gießform, die an ihrem unteren auf dem Glas aufsitzenden Ende völlig offen ist, besitzt an ihrer oberen Stirnfläche i9 nur eine kleine c)ffnung 2o, die gerade groß genug ist, um den Strahl geschmolzenen Metalls einfließen zu lassen, der aus dem Ende des Rohres t i austritt, das in diesem Fall von sehr kleinem Durchmesser sein kann. Da der obere Teil der Giefiform die Gestalt eines umgekehrten Kegels hat, bildet die Form eine Hülse, die fest auf dem inneren Kern aus erstarrtem Metall bleibt.
  • Die Abb. 3 zeigt, wie sich das erfindungsgemäße Verfahren auch auf die Vereinigung von zwei Glasgegenständen anwenden läßt. Es handelt sich hier beispielsweise darum, zwei Glasscheiben 21 und. 22 in einem Winkel miteinander zu verbinden, indem man ein geschmolzenes Metall 23 zwischen die beiden -Ränder 24 und 25 dieser Scheiben gießt.
  • Hierl>ci'wird die Form, welche das geschmolzene Metall aufnehmen soll, hauptsächlich von den Teilen der Scheibe gebildet, die einander gegenüberliegen sowie von einem Teil der Heizplatte 26, die mit den Glasscheiben eine Rinne bildet, welche an ihren beiden Enden leicht durch Stopfen aus Asbest od. dgl. (nicht dargestellt) geschlossen werden kann. Wärmeschutzmassen 27 und 28, die z. B. aus Asbest-Pappe bestehen, sorgen für eine Verlangsamung der Abkühlung der Vereinigungszone. Diese Art der Vereinigung von Glasscheiben kann zur Herstellung von Glasbehältern dienen, die zufolge ihrer Bleifugen gegen Säuren widerstandsfähig sind, oder auch zum Zusammenbau von Kirchenfenstern.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Vereinigung von Metall- und Glasteilen ist auch anwendbar, wenn man auf dem Glas einen Metallbelag vorsehen will, der einen beträchtlichen Teil der Oberfläche des Glasgegenstandes einnimmt und eine verhältnismäßig geringe Stärke, beispielsweise etwa o,8 bis i,o mm, hat. Um einen derartigen Belag oder überzug, beispielsweise zur Bildung von Spiegeln mit Bleibelag, anzubringen, wird die Glasscheibe auf die Heizplatte gelegt und oberhalb der Scheibe in einem geeigneten Abstand, etwa o,8 bis i,o mm, eine Wärmeschutzplatte angeordnet. In den so zwischen der Glasscheibe und der Wärmeschutzplatte verbleibenden Zwischenraum wird das Blei eingegossen, und es werden die bereits beschriebenen Maßnahmen angewandt, um die Abkühlung der Schicht geschmolzenen Metalls zu verzögern.
  • Bei Anwendung des Verfahrens auf gehärtetes Glas oder auf Spezialgläser mit kleinem Ausdehnungskoeffizienten kann man das Vorerhitzen des Glasgegenstandes auf eine Temperatur beschränken, die unterhalb der Schmelztemperatur des Metalls liegt, und dabei noch gute Ergebnisse erzielen.
  • Anderseits kann man aber auch bei Verwendung dieser Gläser, die erhebliche Temperaturschwankungen aushalten können, das Verfahren in der Weise ausüben, daß man das Vorerhitzen des Glasgegenstandes derart verstärkt, daß er auf eine oberhalb der Schmelztemperatur des Metalls liegende Temperatur kommt, wodurch sich eine zusätzliche Möglichkeit ergibt, tun nach dem Gießen die Abkühlung des Metalls zu verlangsamen.
  • Wenn es sich darum handelt; Ansätze aus Blei auf einer Hartglasscheibe zu befestigen, kann man mit Vorteil die eigentliche Härtungsbchandlung mit dem vorliegenden Verfahren vereinigen, so daß es nicht mehr notwendig ist, die Glasscheibe für das Anschweißen des Metalls nochmal besonders zu erhitzen. Zu diesem Zweck wird nach einem Erhitzen der Glasscheibe auf eine Temperatur von etwa boo' C, d. h. auf eine Temperatur nahe dem Erweichungspunkt des Glases, die Scheibe, um sie in der in der Technik üblichen Weise zu härten; einer plötzlichen Abkühlung durch Luftaufblasen unterworfen, aber dieses Beblasen nach Erreichung der Härtung zu einem Zeitpunkt unterbrochen; Nvo die Glasscheibe noch eine genügend hohe Temperatur hat, um ohne die Notwendigkeit eines nochmaligen Erhitzens einen Metallansatz unter den Bedingungen des vorliegenden Verfahrens anbringen zu können. Das Beblasen wird also gerade nur für eine Dauer vorgenommen, die notwendig ist, um die Härtung zu gewährleisten. Bei einem Glas von 3 mm Stärke kann die Härtung nach einem Beblasen von 5 Sekunden erreicht sein. Man bringt dann auf die noch heiße Scheibe die vorerhitzten Formen auf und gießt in diese das Metall ein. Alsdann läßt man das Ganze sich auf natürlichem Weg in der freien Luft abkühlen. Bei Ansätzen der üblichen Abmessungen, beispielsweise Griffen von Fahrzeugscheiben, zeigt sich, daß das Metall nichtsdestoweniger 2 Minuten lang in flüssigem Zustand bleibt, was hinreichend ist, um zwischen dem Glas und dem Metall einen Kontakt frei von Unreinigkeiten zu sichern. Diese Art der Ausführung des Verfahrens stellt also ein besonders schnelles und wirtschaftliches Mittel dar, um Metallansätze an gehärtetem Glas anzubringen.
  • Für eine erfolgreiche Durchführung des Verfahrens ist es angebracht, dafür zu sorgen, daß das Glas vor dem Vergießen des Metalls sauber ist. Zu diesem Zweck kann in bekannter Weise eine Reinigung mit Polierrot oder rotem Eisenoxyd oder mit verdünnter Flußsäure vorgenommen werden. Am besten aber erfolgt nach einem Merkmal der vorliegenden Erfindung die Reinigung mit Hilfe einer beispielsweise ioprozentigen kochenden Sodalösung durch einfaches Eintauchen des Glasgegenstandes in diese Lösung und nachfolgendes Abspülen mit gewöhnlichem Wasser, welches durch destilliertes Wasser abgeschlossen wird. Im Falle von Hartglas, bei dem man das Aufgießen des Metallteils am Ende des Härtungsvorganges unter Ausnutzung der nach Erreichung der Härtung im Glas noch vorhandenen Wärme ausführt, ist ein besonderes Reinigen nicht erforderlich, weil das Glas, da es in dem Heizofen auf 6oo° C für das Härten gebracht worden ist, dabei völlig von allen, organischen Unreinigkeiten (Fett usw.), die sich etwa im Laufe der vorhergehenden Behandlungen auf der Glasoberfläche angesetzt haben, befreit wird. Die Ausführung des Verfahrens bei Hartglas ist also besonders vorteilhaft, weil dabei weder eine vorherige Reinigung noch ein Wiedererhitzen des Glasgegenstandes erforderlich ist.
  • Wie schon gesagt, wird bei dem vorliegenden Verfahren mit Vorteil Blei gebraucht. Es können: aber auch andere Metalle benutzt werden, wie beispielsweise Zink oder auch Legierungen, insbesondere Legierungen von Zinn und Zink. Eine Legierung von 75010 Zinn und 250/0 Zink, die bei etwa 300° C schmilzt, hat gute Ergebnisse geliefert. Eine Legierung von 920/0 Zinn und 8% Zink, welche das Eutektikum darstellt, bietet besondere Vorteile wegen ihrer vollkommenen Homogenität im geschmolzenen Zustand und wegen ihres Sch@melzpunktes, der, da er nur 192' C beträgt, es ermöglicht, die Temperatur der Vorerhitzung des Glasgegenstandes entsprechend herabzusetzen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung des Metallteils und seine Verbindung mit dem Glasteil in einem einzigen Arbeitsvorgang erfolgt, indem ein geschmolzenes Metall, wie z. B. Blei, in einer der Formgebung des Metallteils dienenden, auf den Glasteil aufgesetzten und an zwei Seiten offenen Form unmittelbar auf das Glas aufgegossen und das Metall langsam erkalten gelassen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Form mit der einen offenen Seite auf den Glasteil gesetzt und von diesem abgeschlossen wird, während in die andere das geschmolzene Metall eingefüllt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnei, daß vor dem Zusammenbringen der beiden Teile der Glasteil und die Forrn zusammen oder getrennt auf eine Temperatur nahe der Schmelztemperatur des Metalls und unter der Erweichungstemperatur des Glases bzw., wenn es sich um gehärtetes Glas handelt, auf eine Temperatur gebracht werden, die unterhalb derjenigen liegt, bei der ein Nachlassen der Spannungen eintritt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das in die Form gegossene Metall hinreichend lange heiß und flüssig gehalten wird, um die Bildung einer Oxydschicht zwischen der Glasfläche und dem Metallteil zu vermeiden. 5: Verfahren nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallteil solche Abmessungen erhält, daß er sich allein durch die Wirkung seiner Masse langsam abkühlt. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Glasteil und die Form als Ganzes mit einem Wärmeschutz versehen werden. 7. Verfahren nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daB der Glasteil und die Form als Ganzes in eine geheizte Kammer gebracht werden, deren Abkühlung nach dem Gießen verlangsamt wird. B. Verfahren nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergießen des Metalls mit dem Glas in einer nicht oxydierenden Atmosphäre vorgenommen wird. 9. Verfahren nach Anspruch i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das verwendete Metall aus Zinn oder Zink oder .aus einer Legierung von 92% Zinn und 8% Zink besteht. i o. Verfahren nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei Glasteilen aus Hartglas das Gießen des Metalls unmittelbar nach dem eigentlichen Härtungsvorgang vorgenommen wird, indem das hierbei stattfindende Beblasen. oder schnelle Abkühlen des Glases unterbrochen wird, sobald der -Härtungszustand erreicht und der Glasteil noch genügend warm ist, um das geschmolzene Metall aufzunehmen. i i. Verfahren nach Anspruch i bis to, dadurch gekennzeichnet, daß die Form vor dem Gießen auf eine Temperatur gebracht wird, die über der Schmelztemperatur des zu vergießenden Metalls, aber unter der Erweichungstemperatur des Glases und bei gehärtetem Glas unterhalb der Temperatur liegt, bei der ein Nachlassen der Spannungen im Glas eintritt. 12. Verfahren nach Anspruch i bis i i, dadurch gekennzeichnet, daß Gießformen aus Metall verwendet werden, die nach dem Erstarren de',s Gußstückes entfernt werden. 13. Verfahren nach Anspruch t bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß Gießformen benutzt werden, die aus einem von dem zu vergießenden Metall verschiedenen Metall bestehen und nach dem Erstarren der Gußteile auf diesen verbleiben. 14. Die Anwendung des Verfahrens nach Anspruch t zur Verbindung von Glasteilen miteinander durch Gießen eines Metallteils zwischen den Verbindungsstellen der Glasteile. 15. Verfahren nach Anspruch i bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasteile vor dem Zusammenbringen mit dem Metall durch Eintauchen in eine vorzugsweise kochende Sololösung gereinigt werden.
DEP42714A 1945-11-14 1949-05-14 Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen Expired DE841490C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR841490X 1945-11-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE841490C true DE841490C (de) 1952-06-16

Family

ID=9308162

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP42714A Expired DE841490C (de) 1945-11-14 1949-05-14 Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE841490C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE921882C (de) Verfahren zur Herstellung von gehaertetem Glas
DE1910086C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Härten einer Scheibe aus Kalk-Soda-Silikat-Glas
DE1016415B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von gehaertetem Sicherheitsglas, insbesondere fuer Autos
DE1212257B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Flachglas einer gewuenschten Dicke
DE1056796B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Flachglas in Bandform
DE1521241A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung metallischer UEberzuege
DE2263391A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von flachglas
DE2146227A1 (de) Verfahren zur Erzeugung von dreischichtigen Walzprodukten
DE1808778A1 (de) Ausgiessduese fuer Metallschmelzen
DE1471952A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Flachglas
DE68902599T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines mehrfachbeschichteten verbundmetallkoerpers.
DE810090C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Innenverbleiung von Rohren
DE850787C (de) Verfahren zum Vereinigen von Metall- und Glasteilen
DE1932488A1 (de) Verfahren zum Herstellen von Loetverbindungen
DE3878121T2 (de) Verfahren zum stranggiessen einer metallschmelze.
DE587601C (de) Herstellung von Lagerschalen aus Blei mit eingeschweisster Bleibronzeauskleidung
DE1925438A1 (de) Anlage zur Herstellung von Umschmelzbloecken
AT94637B (de) Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Zylindern oder Scheiben aus Glas.
AT141491B (de) Verfahren zum Aufbringen von metallischen einfachen oder zusammengesetzten Stoffen durch Aufspritzen von Teilchen dieser Stoffe auf Glas und glasartige oder verglaste Körper.
DE748251C (de) Verfahren zum Erzeugen duennwandiger Lagerschalen mit Stahlstuetzschale durch Giessen oder Tauchen
AT249295B (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von Tafelglas
DE714871C (de) Gussform zur Herstellung von Metallstraengen mit glatter zusammenhaengender Oberflaeche
DE1030531B (de) Glasgegenstand und Verfahren zu seiner Herstellung
DE463092C (de) Ziehform zum Ausheben eines endlosen Glasbands aus der Schmelze
AT251792B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Läutern von Glas bei der kontinuierlichen Herstellung von Tafelglas