DE84160C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27L—REMOVING BARK OR VESTIGES OF BRANCHES; SPLITTING WOOD; MANUFACTURE OF VENEER, WOODEN STICKS, WOOD SHAVINGS, WOOD FIBRES OR WOOD POWDER
- B27L5/00—Manufacture of veneer ; Preparatory processing therefor
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- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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- Wood Science & Technology (AREA)
- Forests & Forestry (AREA)
- Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. September 1894 ab.
Es ist eine Thatsache, dafs alle Bretter und Fourniere, welche sowohl auf Schälmaschinen
als auch auf Schneidemasqhinen erzeugt werden, sich krumm ziehen, wie es Fig. 1 veranschaulicht.
Man hat zwar versucht, derartige Holzplatten in geheizten Plattenpressen wieder gerade zu pressen, aber abgesehen davon, dafs
dieses Verfahren ein kostspieliges ist, führt es auch nicht zum Ziel, weil die natürliche, durch
den Vorgang des Abschälens oder Schneidens gestörte innere Beschaffenheit des Holzes nicht
wieder hergestellt wird.
Aufserdem verliert das Holz durch Behandlung in geheizten Plattenpressen an Güte, es
wird spröde und brüchig.
Zu einem wirklich brauchbaren Verfahren zum Strecken frisch abgeschälter oder geschnittener
Bretter und Fourniere kann nur die Erkenntnifs der Ursachen führen, welche das Krummwerden der Holzplatten veranlassen,
und deshalb bildet die Erforschung dieser Ursachen gewissermafsen einen Theil der vorliegenden
Erfindung und mufs zunächst erklärt werden.
Werden Holzplatten, also Bretter und Fourniere, durch die Schälmaschine erzeugt, so ist
jetzt durch neue Beobachtungen und Folgerungen festgestellt worden, dafs die Messerschneide
stets, wenn auch kaum merkbar, auf die abzutrennende Holzfaser drückt, welche hierdurch aus ihrer natürlichen Lage verschoben,
d. h. zusammengedrückt wird. Wird alsdann das abgeschälte Brett in der Maschine weitergeführt, so wird das Brett zwischen
Druckleiste und Messer durchgeprefst und jede Brettfläche erhält Druck. Aber während der
Druck der Messerschneide die Holzfaser zusammendrängt , wird durch' den Druck der
Leiste hinter der Messerschneide die Faser gestreckt, so dafs auf beiden Brettflächen einander
entgegenwirkende Spannungen entstehen, welche die Holzkrümmung veranlassen. Die Verschiebung der Fasern geht sehr leicht vor
sich, weil das zu schneidende Holz vorher durch Dampf oder sonstwie erweicht ist und
dadurch die Fasern lose und geschmeidig geworden sind. Ganz ähnliche Vorgänge spielen
sich ab, wenn das Holz auf den sogen. (Messer-) , Schneidemaschinen in Platten zerlegt wird.
Der Schneidevorgang ist hier etwas anders als beim Schälen, da das Messer quer durch die
Faser geht, aber auch hier werden die Fasern auf der einen Plattenfläche durch die Druckleiste
am Messerkopf gestreckt und veranlassen das Krummwerden der abgeschnittenen Holzplatten.
Diese Verhältnisse haben zu dem neuen Verfahren geführt, das in Platten zerlegte Holz
so zu behandeln, dafs die zusammengeschobenen Fasern wieder aus einander gezogen und die
gedehnten Fasern wieder entspannt werden. Diese Wiederherstellung der natürlichen Faserbeschaffenheit
kann durch eine eigenartige Glättung des frisch geschnittenen Brettes oder Fournieres erreicht werden, welche darin besteht,
dafs man die gekrümmte Platte zwischen eine concave und eine convexe Druckfläche,
vorzugsweise eine concave und convexe Walze D C führt, wobei die convexe Fläche cc der
Patte an die convexe Walze C und die concave Fläche dd der Platte an die concave
Walze -D zu liegen kommen.
Alsdann werden die geschnittenen Brettchen der Quere nach durch die bauchförmige Druckfläche
(Walze C) derart über die ebene Gestalt hinaus gebogen, dafs sie nach dem Austrocknen
sich gerade richten.
Bezüglich der beiden Walzen ist zu bemerken, dafs die untere Walze C im Lagergestell
dauernd gelagert sein kann, während die obere Walze D gegen andere Walzen mit anderen Krümmungsverhältnissen der Umfangsflächen
leicht auswechselbar einzurichten ist, damit Holzplatten von verschiedenen Dicken
durch die Walzen geführt werden können; weil es ja gar [nicht auf einen überall gleich
wirksamen senkrechten Druck auf die Holzplatten ankommt, sondern nur auf nachträgliches
Zurechtrücken und Wiederangewöhnen der Holzfasern in ihrer natürlichen Lage, so
braucht die Umfangsfläche der Walze D zur Umfangsfläche der Walze C auch nicht genau
concentrisch zu verlaufen.
Die untere Walze erhält den Antrieb zum Umlaufen und die obere wird durch Reibung
von der vorgerückten Holzplatte mit umgedreht.
Durch das vorbeschriebene Verfahren wird nebenher erreicht, dafs während der Druckflächenthä'tigkeit
eine gewisse Menge Wasser aus dem Holz entfernt und daher das nachträgliche Trocknen des Holzes schnell und mit
geringen Kosten ausgeführt werden kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Graderichten frisch abgeschälter oder geschnittener Holzplatten oder Bretter, darin bestehend, dafs dieselben in noch nassem oder feuchtem Zustande durch. Walzen mit concav und convex gestalteten Umflächen derart geführt werden, dafs die Holzplatten oder Bretter der Quere nach so gekrümmt werden, dafs sie beim Austrocknen sich wieder grade richten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84160C true DE84160C (de) |
Family
ID=356415
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84160D Active DE84160C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84160C (de) |
-
0
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