DE84304C - - Google Patents
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B71/00—Free-piston engines; Engines without rotary main shaft
- F02B71/04—Adaptations of such engines for special use; Combinations of such engines with apparatus driven thereby
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Wärmetriebmaschinen, welche, wie z. B. die Gaskraftmaschinen, die Energie der Verbrennungsgase
direct in Energie der Bewegung umsetzen, wird zur Uebertragung der Arbeitsleistung
des hin- und hergehenden Kolbens wie bei den Dampfmaschinen ein Schubkurbelgetriebe
mit Schwungrad verwendet. Während bei der Dampfmaschine die Arbeitsleistung des Dampfes allein das Schubkurbelgetriebe belastet,
sind bei jenen Explosions- oder Verbrennungsmaschinen drei Arbeitsgröfsen vorhanden:
die Compressionsarbeit zur Verdichtung der Ladung, die Expansionsarbeit ohne
Wärmezufuhr und die Differenz zwischen dieser Expansionsarbeit und der Expansionsarbeit mit Wärmezufuhr, die indicirte Nutzarbeit.
Die ersten zwei Arbeiten sind (in der ideellen Maschine) einander gleich, aber mit
verschiedenen Vorzeichen in wechselnden Zeitabschnitten, man könnte sie als »innere
Arbeiten« bezeichnen. Bei Wärmetriebmaschinen nun, die der Theorie entsprechend zur
Erhöhung des thermischen Nutzeffectes mit starker Verdichtung arbeiten, wird die »innere
Arbeit« sehr viel gröfser werden können als die Nutzarbeit und damit durch die »inneren
Arbeiten« auch eine erhebliche Belastung des Schubkurbelgetriebes eintreten. Diese streng
durchgeführte Trennung der verschiedenen Arbeitsgröfsen und Gegenüberstellung der
»inneren Arbeiten« gegen die Nutzarbeit führt zu der Erwägung, ob es nicht wohl zu ermöglichen
sei, jene »inneren Arbeiten« von der Uebertragung auf das Schubkurbelgetriebe fern
zu halten. Eine Lösung ist in der vorliegenden Erfindung gegeben.
Es sei in der Fig. 1 schematisch die bisherige Anordnung dargestellt. Z sei ein zweiseitig
geschlossener Cylinder mit den ■ Verdichtungsräumen F1 und F2, K sei der Kolben,
welcher durch das Schubkurbelgetriebe mit dem Schwungrade R verbunden ist. Die Steuerungsorgane
und anderes sei, weil hier nebensächlich, weggelassen, ebenso soll von Zündung und Wärmezufuhr abgesehen werden und nur
der Vorgang der »inneren Arbeiten« zunächst betrachtet werden.
In beiden Cylinderhälften bei Mittelstellung des Kolbens sei gleiches Gasvolumen vorhanden.
Der Kolben K sei also in dieser Stellung im stabilen Gleichgewichte, die Masse
des Schwungrades sei so grofs, wie es seither üblich, dafs sie sowohl die bei Expansion und
Compression zu übertragende Energie aufzunehmen vermag, als auch genügend grofs ausgeführt,
dafs ein gewisser Ueberschufs von Energie der Bewegung behufs Gleichförmigkeit des Ganges beim Anlassen ihr ertheilt werden
kann. Es sei ferner die Annahme gemacht, dafs Verluste durch Reibung, durch Strahlung
bei der adiabatischen Compression nicht eintreten, kurz es sei die ideale Maschine bisheriger
Ausführung vorausgesetzt.
Wenn nun durch Energiezufuhr von aufsen, durch Drehung von R der Kolben so bewegt
wird, dafs er in F2 verdichtet, dann wird be-
kanntlich ein Theil der zugeführten Energie
als potentielle in der Verdichtung und Erwärmung des Gases in F2 aufgespeichert, ähnlich
wie in einer gespannten Feder.
Ueberschreitet die Kurbel den todten Punkt, dann expandirt das Gas wieder, die potentielle
Energie wird zurückverwandelt in kinetische in der Masse des Schwungrades, übertragen durch
das Schubkurbelgetriebe; bei Mittelstellung des Kolbens ist die potentielle ein Minimum, die
kinetische ein Maximum geworden. Bewegt sich nun der Kolben weiter nach V1 , dann
wird dort verdichtet, kinetische Energie in potentielle verwandelt und so fort.
Lassen wir nun die Forderung der gleichförmigen Geschwindigkeit von R fallen und
construiren den Schwungring so, dafs er in der Mittellage des Kolbens beim Maximum der
kinetischen Energie gerade so viel Masse enthält, um bei bestimmter Geschwindigkeit jene
Energie aus der Expansionsarbeit völlig aufzunehmen, dann wird am Hubende die kinetische
Energie des Schwungringes gleich Null sein, die potentielle des gespannten Gases dagegen
ein Maximum. Nun kann Bewegungsumkehr des Schwungringes R stattfinden, das Schwungrad
bewegt sich in der entgegengesetzten Richtung bis zum nächsten Hubwechsel und es
wiederholen sich im Uebrigen beim Hin- und Hergange des Kolbens die Arbeitsvorgänge wie
oben. Bei beiden Anordnungen, der ersten (üblichen) mit kreisendem und der zweiten
mit schwingendem Schwungring, tritt ein Energiewechsel, eine Energieübertragung der
»inneren Arbeiten« ein, das vermittelnde Druckorgan ist hierbei stets das Schubkurbelgetriebe.
Sind nun Kurbellänge und mittlerer Schwungringhalbmesser einander gleich, dann
wird Schwungringmasse gleich Koppelmasse mit Bewegung auf einer Geraden statt eines
Kreisbogens; die Koppelmasse kann dann auch im Kolben als Kolbenmasse oder getrennt in
einem besonderen Körper M (Fig. 2) untergebracht werden. Damit ist aber auch die
Lösung zur Entlastung des Schubkurbelgetriebes von der »inneren Arbeit«, die Energieübertragung
für die während einer Hubbewegung stattfindenden Compressionen und gleichwerthigen
Expansionen ohne Wärmezufuhr lediglich in der Richtung der Druckachse des Kolbens ohne Hebel, ohne Schubkurbelgetriebe
gegeben. Die wirkliche Nutzarbeit kann, wie bisher, durch Schubkurbelgetriebe oder andere
Uebertragungsvorrichtungen nach aufsen geleistet werden. Dies ist das Wesentliche der
neuen Anordnung für die erwähnten Wärmetriebmaschinen.
Die gekennzeichnete, gewissermafsen ideale Form der neuen Maschine mit gesonderter
Energieübertragung für die »inneren Arbeiten« kann auf verschiedene Arten den Forderungen
der praktischen Ausführbarkeit angepafst werden. Z. B. bei Anwendung des sogenannten
Viertaktverfahrens werden (Fig. 3) zwei zweiseitig oder, wie Fig. 4, vier einseitig geschlossene
Cylinder Z mit entsprechenden Kolben K nöthig. Die unter einander beliebig verbundenen
Kolben sind entweder für eine gegebene Geschwindigkeit und Compressionsarbeit selbst so massiv ausgeführt, dafs sie die
Energie der »inneren Arbeit«, wie erwähnt, aufnehmen können, oder mit der Kolbenstange
ist die entsprechende Masse M verbunden. Wenn nun in V1 frisch angesaugtes Gemisch
von z. B. Gas und Luft verdichtet wird, so wird in V3 ausgepufft, in V2 expandirt und in
F4 angesaugt, oder bei anders eingestellter Steuerung wird in V1 verdichtet, in F2 angesaugt,
in F3 ausgeblasen und in F4 expandirt.
Es ist klar, dafs nach dem erläuterten Arbeitsvorgange mindestens zwei zweiseitig oder vier
einseitig geschlossene Cylinder für den Viertakt vorhanden sein müssen. In Rücksicht auf
Belastungsänderungen, Unregelmäfsigkeiten in der Steuerung, Zündung, in den Ventildichtungen,
die alle eine gewisse Hubungleichheit bei dieser Anordnung mit schwingenden Massen herbeiführen und die auf ein starr mit
den Kolben bezw. den Massen M gekuppeltes Schubkurbelgetriebe zerstörend einwirken, ist
eine elastische Verbindung der Kolben bezw. der Massen M mit dem Schubkurbelgetriebe,
z. B. durch Einschaltung einer Feder F, vorzusehen.
Diese Forderung der elastischen Verbindung mit dem Triebwerk, welches die Nutzarbeit abgiebt,
läfst sich auch dadurch berücksichtigen, dafs nicht die Kolbenstange, sondern die verdichteten
Gase selbst in einer besonderen Maschine D (Fig. 5) als Druckorgane wirken.
Es sind hierzu, abgesehen von den gewöhnlichen sonstigen Steuerungsvorrichtungen, die
Cylinder Z entsprechend mit einem Vertheilerschieber S zu verbinden, so dafs z. B. in F1
Gas und Luft verdichtet wird, in F2 angesaugt wird, in F4 verbrannt und expandirt, aus F3
die Verbrennungsgase nach dem Prefsluftbehälter W und nach der wie eine gewöhnliche
Drucklufttriebmaschine arbeitenden Maschine. D gedrückt werden. Hierbei kann vor W gekühlt,
hinter W und vor oder in D vorgewärmt werden zur Verringerung der Compressionsarbeit
und Vergröfserung der Expansionsarbeit. Die Steuerung kann auch eingestellt werden, dafs jeweils derjenige Cylinder, in
welchem Verbrennung stattfindet, mit D verbunden wird; oder man läfst einen Theil des
im Ueberschufs verdichteten Gemisches aus demjenigen Cylinder, in welchem gerade Verdichtung
stattfindet, nach D, dort ohne Zün-
dung expandiren, bei einem folgenden Hube zurücksaugen nach Z und dann erst nach
wiederholter Compression in Z explodiren. Wird das Gemisch erst nach der Compression
gebildet, dann läfst man die Luft oder die Gase getrennt in D arbeiten.
Durch Aenderung in der Steuerung, Zahl der Cylinder, Art und Anordnung der Drucklufttriebmaschinen
D lassen sich übrigens eine Menge verschiedener Ausführungen treffen.
Selbstverständlich kann die Uebertragung mit Prefsluft auch mit besonderem Compressor ausgeführt
werden. Statt Luft kann jedes andere Gas oder eine Flüssigkeit als Druckorgan eingeschaltet
werden.
Verbindet man die schwingenden Kolben K (Fig. 6) mit einem schwingenden Stromerzeuger,
etwa Anker A mit inducirten Wickelungen in dem Felde des Magneten E1 und die Ankerspulen
mit einer Wechselstromtriebmaschine (wenn Gleichrichtung erfolgt, mit einer Gleichstromtriebmaschine)
T (vergl. auch Patent Nr. 83391 der Klasse 21), dann kann mittelst
dieser ebenfalls »elastischen« elektrischen Uebertragung Energie der Bewegung als Nutzarbeit
abgegeben werden.
Durch die Verlegung der die Energie der »inneren Arbeiten« aufnehmenden Masse aus
dem Schwungrade in die Koppelmasse läfst sich noch ein weiterer Schritt zur Vereinfachung
machen.
Es ist eben gezeigt worden zu Fig. 1 und 2, dafs bei der Compression in F2 kinetische
Energie in potentielle verwandelt wird, die bei der Expansion in kinetische und dann schliefslich
wieder in potentielle des in F1 verdichteten Gases übergeht. Stellt man nun die
Cylinder aufrecht, dann kann man an Stelle der potentiellen Energie des gespannten Gases
in F2 die potentielle Energie der Lage von M,
weil jetzt die Schwerkraft zur Geltung kommt, verwenden. In Fig. 7 sei diese Anordnung,
ebenfalls beispielsweise nach dem Viertaktsystem, dargestellt. In F1 befindet sich verdichtetes
Gemisch, dasselbe verbrenne und expandire, in F2 wird während dessen angesaugt, erster Hub;
die Kolben K1 und K2 gehen dabei mit
anfangs beschleunigter, dann abnehmend verzögerter Geschwindigkeit aufwärts. Beim
Richtungswechsel ist in der Koppelmasse M die Energie für die nächste Compression als
potentielle der Lage aufgespeichert. Beim Niedergang wird in F2 verdichtet, in V1 ausgeblasen
(bezw. nach D gedrückt, wie in Fig. 5), zweiter Hub. Beim dritten Hube erfolgt Verbrennung
und Expansion in F2, Ansaugen von Gemisch in F1 ,und so fort. Auch hier kann
die Angabe der Nutzarbeit elektrisch oder mittelst Prefsluft durch besonderen Compressor
oder dadurch erfolgen, dafs man entweder Verbrennungsgase oder einen Theil der verdichteten
Luft in eine Prefslufttriebmaschine drückt. Für den Fall, dafs eine Verdichtung ausbleibt, Störungen in der Steuerung, Zündung
u. s. w. eintreten, mufs man an der Maschine Sicherheitsvorrichtungen vorsehen, welche die
nun nicht durch Compression verzehrte Energie der Bewegung der Kolben gewissermafsen
unschädlich machen, abbremsen. Diese Vorrichtungen können bestehen in rein mechanischen
Bremsen, Flüssigkeitsbremsen, Luftbuffern, magnetischen Bremsen, oder wenn, wie Fig. 6,
eine elektrische Kraftübertragung angewendet wird, in Kurzschlufsvorrichtungen für den inducirten
Theil, so dafs hier z. B. die kinetische Energie in Elektricität und WTärme umgesetzt
und verbraucht wird, bevor der Kolben den Cylinderboden erreicht. Bethätigt oder ausgelöst
werden derartige Bremsvorrichtungen, z. B. der Hebel des Kurzschliefsers bei Ueberschreiten
des Hubes, durch bekannte mechanische Anordnungen am schwingenden Theile, Nasen,
Zapfen oder durch Gasdruckmefsapparate, welche bei Nichteintreten des normalen Verdichtungsdruckes zu rechter Zeit auf jene Bremsvorrichtungen
einwirken. Von den sonst möglichen Abänderungen an den gekennzeichneten Anordnungen
seien schliefslich noch folgende erwähnt:
Zunächst kann der Kolben feststehen, der Cylinder schwingen, dann mufs die Masse M
mit dem Cylinder verbunden oder vereinigt werden. Ferner kann die Masse M fest oder
federnd an dem Kolben, der Kolbenstange u. s. w. angebracht werden. Statt eines Cylinders
können mehrere parallel oder concentrisch in einander oder in Reihe, aber stets mit
parallelen .Druckachsen vorhanden sein. Für zwei einseitig geschlossene Cylinder, die sich
gegen einander öffnen, kann ein gemeinschaftlicher Taucherkolben in Anwendung kommen.
Statt des Schubkurbelgetriebes kann zur Abgabe der Nutzarbeit auch Zahnstange und Zahnrad
und ähnliches benutzt werden.
Für das Wesen der Neuerung ist es schliefslich ohne Belang, mit welchen Heizstoffen
(Gas, Erdöl oder staubförmige Kohle) die Wärmetriebmaschine arbeitet und wie die
Steuerungs- und Regelungsvorrichtungen im Uebrigen beschaffen sind.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Wärmetriebmaschinen, bei welchen die kreisenden Massen des Schwungrades zur Vermeidung der Belastung des Schubkurbelgetriebes oder ähnlicher Mechanismen durch die inneren Arbeiten, durch schwingende Massen ersetzt sind, die befähigt und bestimmt sind, die Energie der »inneren Arbeiten« aufzunehmen und abzugeben.Wärmetriebmaschinen nach Anspruch i, bei welchen zum Zwecke der Abgabe der Nutzarbeit als nothwendig elastisches Uebertragungsmittel ein federndes Schubkurbelgetriebe an die schwingenden Theile angeschlossen ist.Wärmetriebmaschinen nach Anspruch i, bei welchen zu dem gleichen Zwecke eine Druckluftkraftübertragung angeordnet ist.4. Wärmetriebmaschinen nach Anspruch 1, bei welchen zu dem gleichen Zwecke eine elektrische Kraftübertragung angeordnet ist.5. Wärmetriebmaschinen nach Anspruch 1, bei welchen zum Zwecke der Aufnahme der Massenenergie bei Störungen, bei Ueberschreiten der äufsersten Hubgrenzen mechanische, magnetische oder elektrische Bremsvorrichtungen angeordnet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84304C true DE84304C (de) |
Family
ID=356539
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84304C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0657234A1 (de) * | 1993-08-30 | 1995-06-14 | Honda Giken Kogyo Kabushiki Kaisha | Form zum Giessen des seitlichen Mittelteiles eines Motorblockes |
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- DE DENDAT84304D patent/DE84304C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0657234A1 (de) * | 1993-08-30 | 1995-06-14 | Honda Giken Kogyo Kabushiki Kaisha | Form zum Giessen des seitlichen Mittelteiles eines Motorblockes |
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