DE843260C - Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl durch Windfrischen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl durch Windfrischen

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DE843260C
DE843260C DEE169A DEE0000169A DE843260C DE 843260 C DE843260 C DE 843260C DE E169 A DEE169 A DE E169A DE E0000169 A DEE0000169 A DE E0000169A DE 843260 C DE843260 C DE 843260C
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Germany
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steel
soda
freshening
wind
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DE1633764U (de
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Bruno Dipl-Ing Richthof
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Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
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Eisenwerke Gesellschaf Maximilianshuette mbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/04Removing impurities by adding a treating agent
    • C21C7/064Dephosphorising; Desulfurising
    • C21C7/0645Agents used for dephosphorising or desulfurising

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl durch Windfrischen Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl durch Windfrischen, bei denen niedrige Entphosphorungstemperaturen und reichlicher Kalkzusatz Voraussetzung für eine weitgehende Etttphosphorung und geringstmögliche Aufstickung, wie sie für Qualitätsstähle verlangt werden, sind. Die Einhaltung dieser Forderungen führt jedoch dazu, daß mit Beendigung des Frischens und der Desoxydation es nicht mehr möglich ist, das Bad durch Wärmezufuhr länger so flüssig ztt halten, daß genügend Zeit für die Ausscheidung der vielfach feittst verteilten Schlackenteilchen aus dem Bad in die Schlacke vorhanden ist. Es bleibt somit ein mit diesen Einschlüssen behaftetes Stahlbad von niedrigster Flüssigkeitsgrenze. <las oben eine dicke Schlacke führt, die ihrerseits wieder den Ausscheidungsprozeß erschwert. Dies ist der Grund, warum im Thomasstahl übermäßig viel Schlackeneinschlüsse, die erfahrungsgemäß auch in der Pfanne oder beim Erstarren nicht mehr ausseigern, vorhanden sind und dieser Stahl gegenüber dem Herdfrisch- oder Elektrostahl abfällt.
  • Die Erfindung bezweckt nun, diesen Nachteil des Thomasstahls zu beseitigen und ihn auf gleiche Stufe mit den Herdfrisch- und Elektrostählen zu bringen. Sie versucht, dies abweichend von den bisherigen, auf die Verringerung des Stickstoffgehalts abzielenden Verfahren und in Erkenntnis der oben geschilderten Umstände mit einem Angriff auf die im Bad feinst verteilten Schlackenteilchen zu.,lösep. Diese Schlakkeneinschlüsse werden nun aus dem verhältnismäßig zähflüssigen Bad beim Eingießen in die Pfanne erfindungsgemäß durch einen Zusatz von Soda oder anderen Alkalien ausgetrieben. Die leichte-Dissoziierbarkeit von Soda und ähnlichen Salzen ruft ein Auf--v@ allen und, Kochen des in die Pfanne geschütteten Stahls heFvor; das auch die feinen Schlackeneinschlüsse erfaßt und die Reinigung des Stahls vollzieht, so daß dieser auch bei niedrigen Temperaturen leicht vergießbar wird. Zu dieser Reinigung tritt entsprechend der niedrigen Schmelzentemperatur auch eine schnelle Phosphorbindung, «-elche den Stahl entphosphort.
  • Die Zugabe von Soda ist in Hüttenbetrieben an sich bekannt. Sie diente bisher in der Hauptsache zur Entschwefelung oder auch beim Vergießen zur Herstellung einer leicht flüssigen Schlacke. Ihre Verwendung zum Austreiben der bisher nicht beachteten bzw. bisher nicht vermiedenen Feineinschlüsse in verhältnismäßig zähflüssigen Bädern und der damit verbundenen Verbesserung des Thomasstahls ist jedoch neu, denn es gelingt dadurch mit großer Sicherheit, einschlußfreien Thomasstahl von niedrigem Phosphor- und Stickstoffgehalt herzustellen, da die Voraussetzungen zur Erzeugung eines solchen Stahls, nämlich hoher Kalksatz und niedrige Intphosphorungstemperatur, eingehalten werden können. ohne daß das@Verbleiben von Einschlüssen im Stahl zu befürchten wäre.
  • Der Solozusatz, der sich aufwendungsmäßig mit o, l bis 0,2 °/o in ganz geringen Grenzen hält, gewährleistet bei weitestgehender Entphosphorung, und zwar bis unter den Wert von o,040°/0, eine gute Vergießbarkeit des Stahls, und es fällt die Gefahr einer Bärenbildung in der Pfanne bei Erreichung solch niedriger Phosphorwerte vollkommen fort, so daß Produktionsstörungen in solchen Chargen weitestgehend vermieden sind: Die Entphosphorung ist um so besser, je niedriger die Blastemperatur gewählt werden kann. Entsprechend dem Grad der : in -der Pfanne stattfindenden Entphosphorung brauchen die Schmelzen weniger weit im Konverter gefrischt zu werden, wodurch sich ein geringerer Eisenabbrand bei Herstellung phosphorarmer Schmelzen ergibt.
  • Das Verfahren erlaubt ferner auch die Hera stellung legierter Stähle bester Qualität, und zwar in der Weise, daß man den fertig gefrischten Stahl in einer Zwischenpfanne durch Sodazusatz reinigt und entphosphort und von dieser Pfanne aus in die Gießpfanne laufen läßt, in welche man die erforderlichen Legierungszusätze, etwa Spiegeleisen in flüssiger Form, Silicium oder andere Beimengungen, vor oder während des Einlaufens des gereinigten Stahls hinzugibt. Der Abbrand der Legierungszusätze sinkt dadurch, daß man sie einem vollkommen gereinigten Stahl zusetzt, auf das geringstmögliche Maß:

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Stahl durch Windfrischen mit für die Entphosphorung niedriger Blastemperatur, dadurch gekennzeichnet, daß das durch die niedrige Blastemperatur verhältnismäßig zähflüssige Bad beim Eingießen in die Pfanne mit Soda versetzt wird derart, daß der Stahl von Schlackeneinschlüssen gereinigt und für den Kokillenguß flüssiger gemacht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Soda ähnlich wirkende Alkalien verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i zur Herstellung von legierten Stählen, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierungszusätze in die durch Soda gereinigte Schmelze gegeben werden, vorzugsweise in einer besonderen Zwischenpfanne, in welche die Schmelze nach der Sodareinigung eingegossen war oder gleichzeitig eingegossen wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934594C (de) * 1951-05-18 1955-10-27 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zum Herstellen eines stickstoffarmen Thomasstahles

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE934594C (de) * 1951-05-18 1955-10-27 Hoerder Huettenunion Ag Verfahren zum Herstellen eines stickstoffarmen Thomasstahles

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