DE843367C - Schaltvorrichtung fuer das Wechselgetriebe und die Haupttrennkupplung von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Schaltvorrichtung fuer das Wechselgetriebe und die Haupttrennkupplung von Kraftfahrzeugen

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DE843367C
DE843367C DEP22121D DEP0022121D DE843367C DE 843367 C DE843367 C DE 843367C DE P22121 D DEP22121 D DE P22121D DE P0022121 D DEP0022121 D DE P0022121D DE 843367 C DE843367 C DE 843367C
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Description

  • Schaltvorrichtung für das Wechselgetriebe und die Haupttrennkupplung von Kraftfahrzeugen 1>ie Erfindung bezieht sich auf eine Schaltvorrichtung für das Wechselgetriebe und die Haupttrennkul)plung von Kraftfahrzeugen mit durch das willkürlich schaltbare Getrieheschaltglied einschaltbaren Schaltern, die hei jeder Gangschaltung mit Hilfe eines z. B. elektrischen oder hydraulischen I>rosselwiderstands den Kupplungsdruck der Haupt-I<upplung herabmindern. Derartige Schaltvorrichtungen haben den Vorteil, daß das Schalten des Getriebes leicht und stoßfrei erfolgen kann. Ferner konnen die für die einzelnen Getriebestufen vorgesehenen Einzelkupplungen klein bemessen werden, da infolge der geringen- zu vernichtenden Schaltleistung der Anpreßdruck der Kupplungen und ihre Beanspruchung hochgehalten werden können. Die Weichheit der Schaltung ist hierbei nicht mehr von den Einzelkupplungen, sondern lediglich von der beim Schalten teilweise entlasteten Haupttrennkupplung abhängig. Ein Rutschen dieser Kupplung verhindert jedes stoßweise Einschalten.
  • Die Erfindung.bezweckt die besondere Ausbildung einer solchen Schältvofrichtung, insbesondere in der Weise, daß sich eine einfache und zuverlässig wirkende Konstruktion ergibt. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin; daß das Getriebeschaltglied vor dem Erreichen und nach dem Verlassen einer Gangstellung einen jeder Gangstellung gesondert vorgeschalteten Schalter betätigt. Die Anordnung katbn,,hierbei.derart getroffen sein, daß ctie zwischen jedem Schalter 'und der den Ku'ppluiig'sdruck der Haupttrennkupplung verändernden Vorrichtung vorgesehenen Drösselwiderstände entweder bei jeder Gangschaltung den gleichen Drosselwiderstand oder bei den verschiedenen Gangschaltungen verschiedene Drosselwiderstände ausüben.
  • Nacheinerweiterenwirkungsmäßigbesondersvorteilhaften Ausführung der Erfindung ist zwischen den Schaltern und der den Kupplungsdruck' der Haupttrennkupplung verändernden Vorrichtung ein Widerstand vorgesehen, der in Abhängigkeit vom Drehmoment einer Getriebewelle veränderlich ist.
  • Gleichzeitig mit der Entlastung der Haupttrennkupplung kann ferner das Antriebsmoment des Motors z. B. dadurch verringert werden, daß das Regelglied des Motors, z. B. das sogenannte Gas-, pedal, mit der Betätigungsvörxichtung für die Eritlastung der Haupttrennkupphrng in geeigneter-Weise gekuppelt ist bzw. gekuppelt werden kann. In diesem Fall können mit Vorteil auch zwangsläufig mitnehmende Kupplungen, z. B. Klauenkupplungen, für die einzelnen Getriebestufen verwendet werden. Auch kann das erfindungsgemäß geschaltete Getriebe, insbesondere in diesem Zusammenhang, mit einem Freilauf versehen sein, wodurch das Schalten noch weiter erleichtert wird.
  • Es ist nicht notwendig, daß als Haupttrennkupplung im Sinne der Erfindung eine normalerweise zwischen Motor und Wechselgetriebe angeordnete Hauptkupplung verwendet wird. Statt dessen kann hierfür auch eine hinter dem Getriebe im Abtrieb desselben befindliche, z. B. auch zusätzliche Kupplung benutzt werden. Die Kupplung kann als mechanische, hydraulische, elektrische oder sonstige Kupplung ausgebildet sein.
  • In der Zeichnung sind einige beispielsweise Schaltanordnungen zur Ausübung des erfindungsgemäßen Schaltverfahrens schematisch dargestellt, und zwar zeigt Fig. i ein Schaltschema für ein mechanisch geschaltetes Wechselgetriebe mit einer in Abhängigkeit von der eingeschalteten bzw. einzuschaltenden Getriebestufe entlasteten elektromagnetischen Haupttrennkupplung, Fig. ia eine Teildarstellung aus Abb. i in größerem Maßstabe, Fig.2 ein Schaltschema für ein elektrisch geschaltetes Wechselgetriebe mit einer mechanischen Haupttrennkupplung, welche auf elektrischem Wege in Abhängigkeit von dem von ihr übertragenen Drehmoment entlastet wird, Fig. 3 ein Schaltschema für ein z. B. hydraulisch geschaltetes Wechselgetriebe mit einer in Abhängigkeit vom Schaltglied auf hydraulischem Wege entlasteten mechanischen Haupttrennkupplung und Fig. 3 a bis 3 c drei verschiedene Stellungen des Schaltglieds nach Abb. 3.
  • Das in Fig. i dargestellte Wechselgetriebe mit drei Vorwärtsgängen I, 1I, III und einem Rückwärtsgang R wird durch zwei Wechselreibkupplungen b1, b. geschaltet, die ihrerseits durch einen Schalthebel c betätigt werden. Der Schalthebel c, von welchem .lediglich der Querschnitt angedeutet ist, wird in der Schaltkulisse d geführt. Zwischen Motor und Getriebe befindet sich eine elektromagnetische,Kupplung e, welche als Haupttrennkupplung von einem Fußhebel f betätigt werden kann.
  • Schaltung und Kupplung e sind an einen elektrischen Stromkreis mit der Stromquelle g angeschlossen. Der Strom wird dem Schalthebel c zugeführt, der je nach seiner Stellung einzelne Kontakte schließt. Befindet sich der Schalthebel in einer der Gangstellungen R, I, 1I oder III, so fließt der Strom ungeschwächt über Leitungen 1o und h einer Kontaktschiene i zu, die als Widerstand ausgebildet ist und.vom Fußhebel f mehr oder weniger in den Stromkreis eingeschaltet werden kann derart-, daß bei entlastetem Fußhebel der geringste, bei niedergetretenem Fußhebel der größte Widerstand eingeschaltet bzvv. der Strom unterbrochen ist. Vom Fußhebel f gelangt der Strom in die Erregerwicklung der Kupplung e und von dort zur Stromquelle g bzw. zur Masse zurück. Durch Niedertreten des Fußhebels f kann man also in üblicher Weise bei eingeschaltetem Gang den durch die Erregerwicklung der Kupplung e fließenden Strom mehr oder weniger schwächen und damit das übertragbare . Drehmoment verringern bzw. das Getriebe vom Motor trennen.
  • Zwischen den Kontakten für die einzelnen Gänge befinden sich weitere Kontakte, von denen je einer jeder einzelnen Gangstellung für den Schalthebel vorgeschaltet ist, z. B. die Kontakte kR und k, (Fig. i a), die dem Rückwärts- bzw. dem ersten Gang zugeordnet sind. Entsprechende Kontakte sind dem zweiten und dritten Gang zugeordnet. Jeder dieser Kontakte ist durch die Leitung h ebenfalls mit der Kontaktschiene i des Fußhebels f, jedoch über Widerstände 1R, 1i, lII oder IIII verbunden, wobei IR der größte, liii der geringste Widerstand ist. Gleitet der Schalthebel c über einen dieser Kontakte hinweg, so wird der Strom im Stromkreis, also auch in der Erregerspule der Kupplung e, entsprechend dem jeweils zwischengeschalteten Widerstand geschwächt und die Kupplung damit demgemäß entlastet, und zwar in den niedrigen Gängen entsprechend den größeren zu übertragenden Drehmomenten mehr als in den'höheren Gängen.
  • Die Anordnung ist hierbei z. B. derart getroffen, daß in der neutralen Mittelstellung Q des Schaltliebels (Fig. ia) der Strom überhaupt unterbrochen ist. Wird der Schalthebel aus dieser Mittelstellung beispielsweise in die gezeichnete Stellung I für den ersten Gang verschwenkt, der erste Gang also eingerückt, so überfährt der Schalthebel mit seiner Kontaktfläche cl zunächst die feststehende Kontaktfläche kI, und zwar etwa während eines Hubs x, wobei die Kupplung e entsprechend dem Widerstand 11 entlastet wird. Noch bevor der Kontakt cl sich vom Kon'ta'kt k, trennt, also noch vor dem Ende des Hubs x, greift die linke Reibfläche der Schaltkupplung b1, z. B. unter Federwirkung, in die Gegenfläche des Zahnrades der Getriebestufe I des Wechselgetriebes ein, worauf der Schalthebel noch bis in seine Endstellung I (Fig. i a) verstellt werden kann, die z. B. durch eine Raste an der betreffenden Schaltstange fühlbar gemacht sein kann. Der Hub vom Besinn des Eingreifens der Schaltkupplung b1 bis zur 1?lidstellung des Schalthebels sei mit y bezeichnet. Wie bereits erwähnt und aus Fig. i a hervorgeht, überschneiden sich die Hübe x und y, so daß das Einrücken des ersten Gangs noch bei entlasteter Hauptkupplung e erfolgt. Die Kontakte k1, cl und bei I (Fig. i a) sind ferner zweckmäßig derart zueinander angeordnet, daß eine Unterbrechung des Stroms nicht stattfindet, wenn derKontakfcl von k1 auf 1 übergeht.
  • In entsprechender Weise findet die Schaltung der übrigen Gänge statt.
  • In dem Schaltschema nach Fig. 2 wird jeder Gang durch eine besondere Schaltkupplung bg bis bin geschaltet, die wieder als Reibkupplungen ausgebildet sind und auf beliebige Art, z. B. elektrisch, betätigt werden können. Bei elektrischer Betätigung kann der von der Stromduelle g gelieferte Strom z. B. über einen Schalter m und über Kontakte R, I, 1I oder III einzelnen Spulen zur Betätigung der Schaltkupplungen zugeführt werden, während in den Zwischenstellungen besondere Stromkreise zur Rückführung der Schaltkupplungen in die neutrale Stellung geschlossen werden können. In der Zeichnung sind diese Stromkreise selbst nicht dargestellt. Dagegen zeigt die Zeichnung den Stromkreis zur selbsttätigen Entlastung der Haupttrennkupplung e, die in diesem Fall als mechanische Kupplung mit der Kupplungsfeder ei ausgebildet ist, in Abhängigkeit von dem von Gier Kupplung zu übertragenden Drehmoment. Zu diesem Zweck ist eine auf das Drehmoment ansprechende Kupplung n zwischenHaupttrennkupplung e und Getriebe a zwischengeschaltet. Diese besteht, schematisch dargestellt, z. B. aus den beiden Kupplungshälften lil und n2, von denen die erstere, mit dem Motor verbundene Kupplungshälfte n1 die mit dem Getriebe verbundene andere Kupplungshälfte n., in Drehrichtung über Federn o antreibt, während sie sich in entgegengesetzter Drehrichtung mittels Anschläge gegeneinanderlegen. Die Federn o sind hierbei zweckmäßig derart bemessen, daß sie erst bei einem gewissen Drehmoment nachzugeben beginnen und hierauf nur eine allmähliche Verstellung bis zum maximalen Drehmoment zulassen. Mit zunehmender Verstellung gleitet ein Kontakt p1 auf der Kupplungshälfte n1 über Widerstandskontakte p, der anderen Kupplungshälfte, mit (lern Ergebnis, daß mit wachsendem Drehmoment der Widerstand bei p2 verkleinert, der gegebenenfalls vorhandene Strom im Stromkreis also verstärkt wird. Der Stromkreis wird hierbei geschlossen, wenn der Schalthebel m über die Kontakte k1 bis k4 gleitet, welche sich zwischen den Kontakten R bis III für die einzelnen Gänge befinden. Der Stromkreis führt weiter über eine Solenoidspule q, welche bei Erregung mittels eines Magneten q1 eine Feder r spannt, die hierdurch einen Hebel s im Uhrzeigersinn zu verschwenken sucht und je nach der Erregung der Spule q, d. h. je nach dem Drehmoment in der Kupplung n, die Hauptkupplung e mehr oder weniger vom Druck der Feder ei entlastet, wobei der Federdruck gegebenenfalls auch bis auf Null verringert werden kann.
  • An den Hebel s ist ferner z. B. ein Gestänge t angeschlossen, welches den Hebel für die Motorregelung, z. B. das Mengenregelglied einer Einspritzbrennstoffpumpe oder eine Vergaserdrossel, auf Teillast oder Leerlauf verstellt, sobald die Hauptkupplung entlastet bzw. der Hebel s durch die Spule q verschwenkt wird. Ein Spiel v gestattet es, den Regelhebel u auch unabhängig von der Kupplungsentlastung durch das Gestänge w auf Leerlauf oder Teillast zu verstellen. Die Kupplung n kann auch in die Haupttrennkupplung e oder in das Getriebe eingebaut und sehr klein ausgeführt werden, so daß sie praktisch keinen wesentlichen Raum beansprucht. Sie kann auch hinter dem Getriebe angeordnet werden. Auch kann, ähnlich wie im Fall des Ausführungsbeispiels nach Fig. i, die Entlastung der Hauptkupplung e bzw. die Erregung der Solenoidspule q in Abhängigkeit von der Stellung des Schalthebels erfolgen, indem jeder der Kontakte k1 bis k4 hzw. jeder der von den einzelnen Gangstellungen zugeordneten Kontakte über einen Widerstand abgestufter Größe mit der Solenoidspule q verbunden ist. Die Kupplung n kommt hierbei in Fortfall bzw. kann in Fortfall kommen.
  • Das Anwendungsbeispiel der Erfindung nach Fig. 3 kommt hauptsächlich fürhydraulisch geschaltete Getriebe in Betracht, kann aber auch für mechanisch, elektrisch, pneumatisch oder sonstwie geschaltete Getriebe verwendet werden. In der Zeichnung ist lediglich die Kupplungsentlastung auf hydraulischem Wege schematisch dargestellt. Der Entlastungshebel s wird in diesem Fall durch Öldruck mittels eines im Zylinder z gleitenden Kolbens z1 verstellt, der über eine Druckfeder r1 und ein Gestänge r2 auf den Hebels einwirkt.
  • Der Öldruck wird z. B. durch eine Pumpe i erzeugt, welche das 0I aus dem Behälter 2 ansaugt und in eine Leitung 3 fördert. Von hier gelangt das Öl in Bohrungen 4 im Drehschieber 5, von dem in Fig: 3 zwei Querschnitte 5' und 5" der Übersichtlichkeit halber nebeneinander dargestellt sind. Der Drehschieber dient zweckmäßig in nicht dargestellter Weise gleichzeitig als Steuerschieber zur hydraulischen Schaltung der einzelnen Gänge.
  • Die Bohrungen ¢ im Schieber 5 arbeiten mit einer Leitung 6 zusammen, welche zum Zylinder z führt, wobei in der gezeichneten Stellung des Schiebers 5, z. B. bei eingeschaltetem erstem Gang, die Bohrungen 4 mit der Leitung 6 nicht in Verbindung stehen.
  • Vom Zylinder z führt eine Leitung 7 zurück, die sich in Zweigleitungen 8R, 8', 8", 8"' aufteilt, derart, daß die Ausmündung einer Bohrung io im Querschnitt 5" des Schiebers 5 in der gezeichneten Stellung mit einer der Ausmündungen der Leitungen 8R bis 8"', und zwar z. B. bei dem in der Zeichnung angenommenen eingeschalteten ersten Gang I, also mit der Ausmündung der Leitung 8', verbunden ist. In den Leitungen 8R bis 8"' sind des weiteren Drosselstellen 9R bis g` angeordnet. Die Drosselstelle gR ist hierbei z. B. die engste, gegebenenfalls auch die Drosselstelle g', während die Drosselstelle 9"' den weitesten Querschnitt besitzt.
  • Die Bohrung io im Schieber 5 steht ferner in geeigneter `'eise durch eine Rückleitung i i mit dem (@ll)eltälter 2 in Verbindung. Zwischen den Leitungen 3 und i t kann ein Überdruckventil 12 angeordnet sein, welches sich öffnet, wenn die Leitung 3 verschlossen ist oder der Druck in derselben einen zuliissigenWert überschreitet. Gegebenenfalls kann auch der Schieber 5, z. B. im Querschnitt 5', die Leitung 6 derart steuern, daß diese in der gezeichneten Stellung mit der Rückleitung ii bzw. dem Behälter 2 in `'erbindung steht.
  • Die Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. 3 ist folgende: In der dargestellten Lage des Drehschiebers 5 ist der erste Gang des Getriebes eingei-iickt. Die Pumpe i liefert das (51, da die Verbindung mit der Leitung 6 unterbrochen ist, über 12 oder auch über eine gesteuerte Verbindung der Leitung 3 mit der Rückleitung i i in den Behälter 2 zurück. Der Zylinder z ist über 7, 8', io und i i oder ;roch z. 13. über eine gesteuerte Verbindung zwischen der Leitung 6 und der Rückleitung 1i entlastet.
  • Es soll beispielsweise in den zweiten Gang über--eschaltet, also die Bohrung io von I nach II verstcllt und das Schaltglied 5 um einen entsprechenden Winkel (iri der Zeichnung etwa 6o°) verschwenkt tverclen. Hierbei geschieht nacheinander folgendes: Bei z. B. etwa ein Drittel des Weges von I nach II (Fig. 3a) wird die Leitung 6 über eine der Bohrungen 4 mit der Druckleitung 3 verbunden. Die Pumpe i liefert also 0I über 3, 4 und 6 in den Zylinder z, von wo es über 7, 8', io und i i nach 2 zurückfließen kann. Die Drossel g in der Leitung 8' verhindert jedoch ein schnelles Abfließen, so daß der Druck in z steigt und den Kolben z, nach links verschiebt. Die Feder ri wird gespannt und entsprechend die Feder e, über das Gestänge r2, s entspannt, die Hauptkupplung e also in entsprechendem Maß entlastet. Die Entlastung wird hierbei im wesentlichen durch die Enge der Drosselbohrung 9' bestimmt. Etwa' in dieser Stellung wird der erste Gang, z. B. ebenfalls hydraulisch, ausgerückt.
  • Bei z. B. etwa zwei Drittel des Weges von I nach II (Fig. 3b) gelangt die Bohrung io in den Bereich der Ausmündung der Zweigleitung 8". Die Leitung 3 ist noch immer mit der Leitung 6 verbunden. Infolge der geringeren Drosselung an der Drosselstelle j' sinkt zwar der Druck in z entsprechend, und die Enlastung der Hauptkupplung wird geringer, bleibt jedoch im übrigen weiter aufrechterhalten. In dieser Stellung des Drehschiebers wird der zweite Gang eingerückt. Die geringere Entlastung entspricht hierbei dem geringeren Drehmoment im zweiten Gang. Sie ist jedoch in jedem Fall so gewählt, daß die Schaltkupplung des zweiten Ganges die Schaltung ohne Stoß oder ohne wesentlichen Stoß einrückt.
  • In der Endstellung des zweiten Ganges (Bohrung io in Stellung 11) sind die Leitungen 3 und 6 wieder voneinander getrennt, so daß sich der Zylinder z über die Leitung 7, die Drosselbohrung 9", die Bohrtitig io und die Rückleitung ri entlasten kann. Zur schnelleren Entlastung kann auch die bereits erwähnte unmittelbar gesteuerte Verbindung zwischen den Leitungen 6 und i r od. dgl. dienen. Durch den hierbei erzeugten Druckabfall iim Zylinder z erliält die Hauptkupplung e wieder vollen JKupplungsschluß.
  • Bei einer Abwärtsschaltung von II auf I spielen sich die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge ab, wobei vor dem Einrücken des ersten Ganges die Entlastung der Hauptkupplung entsprechend dem größeren zu übertragenden Drehmoment verstärkt wird.
  • Gegebenenfalls kann auch im Fall der Fig. 3 bzw. einer auf sonstige Weise erfolgenden hydraulischen oder pneumatischen Betätigung eine selbsttätige Kupplungsentlastung in Abhängigkeit vom Drehmoment vorgesehen \\-erden, z. B. in ähnlicher Weise wie in Fig. 2 mittels zweier unter wechselndein Drehmoment sich zueinander verstellender und damit eine veränderliche Drosselung entsprechend den Drosselstellen 9R bis 9"' bewirkender Kupplungshälften. Auch kann die Drosselung z. B. in @@bhängigkeit von der Stellung eines Schalthebels durch einen den Durchfluß regelnden Drosselstift o<. dgl. erfolgen.
  • !111 Stelle einer mechanischen oder elektrischen Haupttrennkupplung kann z. 13. auch eine hydraulische Kupplung verwendet werden, deren Entlastung beispielsweise durch teilweises, gegebenenfalls völliges Entleeren der Kupplung, durch Verstellung der Kupplungsschaufeln od. dgl. vorgenomtuen werden kann. Statt Reibkupplungen zum Schalten der einzelnen Gänge, können ferner auch zwangsläufig mitnehmende Schaltkupplungen, z. B. Klauenkupplungen; zur Anwendung kommen, insbesondere dann, wenn, wie z. B. in Fig. 2 dargestellt, gleichzeitig mit der Entlastung der Haupttrennkupplung auch die Leistung des Motors herabgeregelt -wird.
  • Im einfachsten Fall kann auch die Entlastung der Haupttrennkupplung bei jeder Schaltfang gleichmäßig erfolgen. In Anwendung auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele würde dieses bedeuten, daß die Widerstände 1R bis 1111 der 1,' ig. i, die auf Drehmoment ansprechende Kupplung n. der Fig. 2 bzw. die Drosselstellen 9R bis 9... der l@ ig. 3 in Fortfall kommen bzw. durch einen einzigem gleichbleibenden, gegebenenfalls regelbaren elektrischen oder hydraulischen Drosselwiderstand ersetzt werden.

Claims (5)

  1. PATENTavsPi;ÜcitE: i. Schaltvorrichtung für das Wechselgetriebe und die Haupttrennkupplung von Kraftfahrzeugen mit durch das willkürlich schaltbare Getriebeschaltglied einschaltbaren Schaltern, die bei jeder Gangschaltung mit Hilfe eines Drosselwiderstands den Kupplungsdruck der Haupttrennkupplung herabmindern, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebeschaltgiied vor dem Erreichen und nach dem Verlassen einer Gangstellung einen jeder Gangstellung gesondert vorgeschalteten Schalter betätigt.
  2. 2. Schaltvorrichtung nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet,. daB die zwischen jedem Schalter und der den Kupplungsdruck der Haupttrennkupplung verändernden Vorrichtung vorgesehenen Drosselwiderstände bei jeder Gangschaltung den gleichen Drosselwiderstand ausüben.
  3. 3. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen jedem Schalter und der den Kupplungsdruck der Haupttrennkupplung verändernden Vorrichtung vorgesehenen Drosselwiderstände bei den verschiedenen Gangschaltungen verschiedene Drosselwiderstände ausüben. .
  4. 4. Schaltvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Schaltern und der den Kupplungsdruck der Haupttrennkupplung verändernden Vorrichtung ein Widerstand vorgesehen ist, der in Abhängigkeit vom Drehmoment einer Getriebewelle veränderlich ist.
  5. 5. Schaltvorrichtung 'nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daB mit der Entlastungsvorrichtung der Haupttrennkupplung das Leistungsregelglied der Antriebsmaschine, z. B. das Gaspedal, derart gekuppelt ist, daB zugleich mit der Entlastung der Haupttrennkupplung die Leistung bzw. das Antriebsmoment der antreibenden Kraftmaschine z. B. durch selbsttätige Zurücknahme des Gaspedals verringert wird. Angezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 42o 665, 569392, 615293, 656240, 664964, 667 Zoo, 675 167,685 7 0 7, 694 650, 709 865, 718 444, 729707,- 736 696; österreichische Patentschrift 452 133; französische Patentschrift 452133; Automobiltechnische Zeitschrift 1938, Heft 9, S.247.
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