DE843460C - Verfahren zur Aufhellung vegetabilisch gegerbter Leder - Google Patents

Verfahren zur Aufhellung vegetabilisch gegerbter Leder

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DE843460C
DE843460C DEF2075A DEF0002075A DE843460C DE 843460 C DE843460 C DE 843460C DE F2075 A DEF2075 A DE F2075A DE F0002075 A DEF0002075 A DE F0002075A DE 843460 C DE843460 C DE 843460C
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DE
Germany
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acid
lightening
acids
vegetable
tanned leather
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DEF2075A
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dr Grassmann
Paul Dr Stadler
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FORSCHUNGSSTELLE fur EIWEISS
LEDER
Original Assignee
FORSCHUNGSSTELLE fur EIWEISS
LEDER
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Aufhellung vegetabilisch gegerbter Leder Es ist bekannt, daß Leder durch Behandlung mit Säuren, insbesondere Schwefelsäure oder Oxalsäure, gebleicht werden kann. Dieses Verfahren wird meist so ausgeführt, daß das betreffende Le-, der zunächst mit alkalischen Lösungen, z. B. Soda, behandelt wird, wobei eine gewisse Entgerbung eintritt, und anschließend einer kurzen Einwirkung des Säurebades unterworfen wird. Für diesen Bleichprozeß können auch Gerbsulfonsäuren, also sog. Hilfsgerbstoff verwendet werden, deren Lösungen stark sauer (pH I bis a) reagieren, und die selbst farblos oder möglichst hell sind. Die bleichende `'Wirkung dieser Gerbsulfonsäuren beruht wahrscheinlich darauf, daß sie den dunklen vegetabilischen Gerbstoff in der Oberfläche des Leders aus seiner Bindung an die Hautsubstanz verdrängen.
  • Es ist weiterhin bekannt, daß vegetabilisch gegerbte Leder durch Behandlung mit Mischungen von Aceton und `'Wasser, deren Acetongehalt beispielsweise in den Grenzen zwischen 5o und 75°/0 gelegen ist, teilweise entgerbt werden können.
  • Es wurde nun gefunden, daB man einen unerwartet hohen Aufhellungseffekt erreicht, wenn man vegetabilisch gegerbte Leder kurze Zeit, z. B. etwa 1/z bis 3 Stunden, in einem Bad behandelt, in dem gleichzeitig Wasser, ein mit Wasser beschränkt oder unbeschränkt mischbares organisches Lösungsmittel und eine Säure oder gerbende Sulfonsäure enthalten sind. Als organische Lösungsmittel kommen beispielsweise niedrigsiedende Alkohole, Ketone oder Ester in Betracht, soweit sie mit Wasser mischbar sind. Lösungsmittel, deren Siedepunkt über demjenigen des Wassers liegt, sind weniger geeignet.
  • Als Säuren, die für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet sind, seien Schwefelsäure, Oxalsäure, Ameisensäure, Weinsäure, Phthalsäure, Phosphorsäure, Naphthalinsulfonsäuren u. dgl. erwähnt.
  • In allen Fällen ist derAufhellungseffekt, der durch die Kombination des organischen Lösungsmittels einerseits und der Säure bzw. Gerbsulfonsäure andererseits erreicht wird, weit größer als die mit Lösungsmittel oder Säure allein erzielbare Wirkung. Die erforderliche Konzentration des organischen Lösungsmittels ist je nach der Natur desselben etwas verschieden und kann mühelos in einfachen Vorversuchen ausprobiert werden. Man beobachtet dabei mit steigender Lösungsmittelkonzentration zunächst eine deutliche Verbesserung des Aufhellungseffekts, bei weiterer Steigerung der Konzentration aber eine tiefgreifende Entgerbung, die wieder zu unansehnlichen, dunkel auftrocknenden, teilweise entgerbten Ledern führt. Es existiert für jedes Lösungsmittel ein ziemlich breites Optimum, doch wird man sich praktisch schon aus wirtschaftlichen Gründen zweckmäßigerweise mit Lösungsmittelkonzentrationen 'begnügen, die ohne das Optimum zu erreichen doch den für den gewünschteij Zweck hinlänglichen Aufhellungseffekt ergeben. Bei Verwendung von Aceton als Lösungsmittel in Kombination mit einer an sich bleichend wirkenden handelsüblichen Gerbsulfonsäure wird beispielsweise bei Anwendung einer i%igen Flotte ein optimaler Aufhellungseffekt mit einem Zusatz von 30 und 4o% Aceton und eine sehr deutliche und für viele Fälle schon ausreichende Wirkung mit einem Zusatz von io bis 25% Aceton erhalten. Ähnliche Lösungsmittelkonzentrationen sind bei Verwendung von Gemischen niedrigmolekularer Ester und Ketone notwendig.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß bei gleichzeitiger T%-fitverwendung von organischen Lösungsmitteln die zum Aufhellen dienenden Säuren weitgehend abneutralisiert werden können, ohne daß der Aufhellungseffekt verschwindet oder wesentlich vermindert wird. Beispielsweise wird bei Verwendung von i% Oxalsäure noch ein sehr deutlicher Aufhellungseffekt erreicht, wenn man 8o% der Oxalsäure neutralisiert hat. Diese Tatsache bedeutet, daß auf diese Weise Säureschädigungen vermieden werden können. Es ist zu vermuten, daß die aufhellende Wirkung weniger von der freien Säure als vielmehr von deren Anionen ausgeht, die den vegetabilischen Gerbstoff von der Hautsubstanz verdrängen. Die Hautsubstanz muB sich ihrerseits auf der sauren Seite ihres isoelektrischen Punktes, also im kationischen Zustand befinden.
  • Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens soll im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Ausführungsbeispiele i. Die nicht zugerichteten, aber aufgetrockneten Leder wurden mit einer Lösung, die 5% Gerbsulfonsäure und 25% Aceton enthielt, im Verhältnis von etwa i : 6 unter gelegentlichem Bewegen i bis 2 Stunden behandelt. Dann wurden die Lederproben gründlich gespült und aufgetrocknet. Der erzielte Aufhellungseffekt ist wesentlich größer als bei alleiniger Verwendung von 25%iger Acetonlösung oder 5%igen wässerigen Lösungen von Gerbsulfonsäure. Die Versuche wurden an Ledern verschiedener Herkunft gemacht, daneben auch mit i%igen Gerbsulfonsäurelösungen und mit techni-, sehen, aus niedrigmolekularen Estern und Ketonen bestehenden Lösungmittelgemischen an Stelle von Aceton.
  • 2. Die Ansätze wurden wie in Beispiel i durchgeführt. Als Süure kam i%ige Oxalsäure zur Anwendung. In Parallele wurde mit einer mit Lauge zu 8o% abgestumpften Oxalsäure gearbeitet. Auch hierbei zeigte sich die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Mischungen.
  • 3. In einem weiteren Beispiel wurde die Oxalsäure stufenweise mit Lauge zu 1o, 20,,4o, 6o und 8o% abgestumpft. Dieser Versuch wurde unter Verwendung von 35% Aceton durchgeführt und zeigte, daß auch Mischungen, bei denen ein Teil der Säure durch deren Alkalisalz ersetzt war, ausgezeichnete Aufhellungseffekte ergaben.

Claims (3)

  1. PATENTANSYR(JCHF: i. Verfahren zur Aufhellung vegetabilisch gegerbter Leder durch Behandlung mit anorganischen oder organischen Säuren, dadurch gekennzeichnet, daß die Säuren in Mischungen, die aus Wasser und mit Wasser beschränkt oder unbeschränkt mischbaren organischen Lösungsmitteln bestehen, angewendet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Säuren Gerbsulfonsäuren verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Säuren durch deren Salze ersetzt wird.
DEF2075A 1950-07-11 1950-07-11 Verfahren zur Aufhellung vegetabilisch gegerbter Leder Expired DE843460C (de)

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