DE843836C - Verfahren zum Kaschieren - Google Patents
Verfahren zum KaschierenInfo
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Classifications
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- D06M15/37—Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
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-
- D—TEXTILES; PAPER
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- D21H19/00—Coated paper; Coating material
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Description
- Verfahren zum Kaschieren Es ist bekannt, daß Superpolyamidfolien zum Kaschieren sehr gut brauchbar sind. Man kann derartige Folien zum Kaschieren der verschiedensten Unterlagen, insbesondere von Geweben oder Papier, verwenden. Es hat sich jedoch gezeigt, daß sich die üblichen Klebemittel und die üblichen Vorrichtungen, die man sonst für Kaschierzwecke verwendet, nicht zum Kaschieren von Superpolyamidfolien eignen, wenn fortlaufend gearbeitet werden soll.
- Erfindungsgemäß werden nun Superpolyamidfolien mit Hilfe von flüchtigen Quellungsmitteln für .diese Folien auf Unterlagen, wie Gewebe oder Papier, aufgeklebt. Nach diesem Verfahren kann man mit gutem Erfolg fortlaufend arbeiten, wenn bestimmte Bedingungen eingehalten werden. Die zur Anwendung gelangenden Quellungsmittel dürfen nicht auf die zu verklebende Folie aufgebracht werden; sie müssen vielmehr auf die Unterlage, beispielsweise auf ein Gewebe; aufgestrichen werden. Weiterhin ist es notwendig, daß das Zusammendrücken der mit dem Quellungsmittel angefeuchteten Unterlage mit der Superpolyamidfolie unter Erwärmen vor sich geht. Man arbeitet vorteilhaft bei Temperaturen zwischen etwa ioo bis 150'. Um ein gutes Verkleben.der Superpolyamidfolie mit der zu kaschierenden Unterlage zu erzielen, ist es im allgemeinen notwendig, die beiden Schichten bei dieser Temperatur etwa 5 bis 30 Sekunden lang zusammenzupressen. Schließlich muß man zum Aufpressen der Superpolyamidfolie auf die Unterlage Vorrichtungen verwenden-, die es ermöglichen, daß der Anteil des Quellungsmi4tels; der beim Kaschieren durch die Superpolyamidfolie hindurchdiffundiert, von der Seite der Folie, die der Unterlage abgekehrt ist, entweichen kann. Man benutzt z-,veckmäßig eine gelochte Preßwalze; die mit Filz oder einem ähnlichen durchlässigen Stoff überzogen ist, durch den hindurch das verdampfende Quellungsmittel abgesaugt. wird; diese Preßwalze arbeitet mit einem gewölbten Blech zusammen. Man kann das Zusammenpressen der beiden miteinander zu verklebenden Schichten dann, wenn ein durchlässiges Gewebe zu kaschieren ist, auch in der Weise durchführen, daß man das mit dem Quellungsmittel angefeuchtete Gewebe über einen kräftig wirkenden Saugtisch laufen läßt und dabei die Folie derartig auf das Gewebe auflegt, daß der Sog durch das Gewebe hindurch auf die Folie wirkt.
- Allein mit Hilfe eines Quellungsmittels ohne gleichzeitiges Zuführen von Wärme läßt sich eine haltbare Verklebu@ng nicht erzielen. Andererseits kommt es bei Nichteinhaltung der weiteren vorerwähnten Bedingungen zu einem weitgehenden Erweichen der Superpolyamidfolie, irrbesondere einem Erweichen der der Unterlage abgekehrten Folienoberfläche, wodurch die Folie sehr verletzlich wird und ein einwandfreies Kaschieren unmöglich gemacht wird. Infolge des Erweichens der Superpolyamidfolie können sich insbesondere beim Kaschieren eines Gewebes dessen Kreuzungsstellen durch die Folie hindurchdrücken, oder es kommt zu einem vollständigen Einsinken der Folie in das Gewebe. Außerdem besteht die Gefahr, daß die Folie an dem Andrückmittel festklebt. Diese verschiedenen Nachteile zeigen sich besonders dann, wenn man nach einem bereits gemachten Vorschlag versucht, das Kaschieren lediglich durch Anwendung von Hitze und Druck durchzuführen. Vielfach sind auch für ein reines Wärmekaschierverfahren derartig hohe Temperaturen erforderlich, daß dabei eine Schädigung des zu kaschierenden Stoffes oder der Kaschier.folie eintritt.
- Man verwendet erfindungsgemäß vorzugsweise solche Quellungsmittel, welche die Superpolyamidfolien nicht zu lösen vermögen. Verwendet man Folien aus Mischsuperpolyamiden, wie man sie beispielsweise durch gemeinsames Kondensieren oder Polymerisieren von Aminocarbonsäuren oder deren funktionellen Derivaten,.z. B. Caprolactam, einerseits und Gemischen oder. Salzen aus a), Ui - Diaminen und w, W-Dicarbonsäuren oder deren funktionellen Abkömmlingen, z. B. adipinsaurem Hexamethylendiamin, andererseits erhält, so kann man als Quellungsmittel beispielsweise wässerige aliphatische Alkohole oder sogar reines.' Wasser benutzen. Beispiel i Eine Gewebebahn wird durch Besprühen mit 5oprozentigem wässerigem Äthylalkohol befeuchtet und dann einem unter starkem Unterdruck stehenden, etwa i m langen Saugtisch zugeführt, der in einen auf i2o° erhitzten Raum eingebaut ist und mit einer Geschwindigkeit von etwa 2 m in der Minute läuft. Zugleich mit der Gewebebahn läßt rhan eine o,o4 mm dicke Folie, die durch Vergießen einer wässerig-alkoliolischen Lösung ;eines Mischstiperpplyamides aus 65 Teilen adipinsäurem Hexamethylendiamin und 35 Teilen Caprolactam hergestellt worden .ist, so auf den Saugtisch auflaufen, daß sie' &ich oberhalb des Ge"vebes befindet und durch den mit dem Saugtisch erzeugten Unterdruck fest an die Gewebeunterlage angedrückt wird. Nach dem Abziehen von. dem Saugtisch sind die @"lwiden Schichten fest miteinander verbunden. Beispiele Eine Gewebebahn wird mit Wasser schwach be-'feuchtet und auf eine o,o8 mm dicke Folie aus einem Mischsuperpolyamid, das durch Kondensieren eines Gemisches aus 6o Teilen adipinsaurem Hexamethylendiamin und 4o Teilen Caprelactarn erhalten wurde, gelegt. Die belegte Gewebebahn wird dann einer Vorrichtung zugeführt, wie sie aus dem Wäschereibetrieb unter der Bezeichnung Saugmangel bekannt ist. Die Vorrichtung enthält r,ine hohle Walze mit gelochter Wand, die einen Filzbelag trägt, der mit einem dünnen Bäumwollgewebe überzogen ist. Das Innere der Walze ist mit einer Absaugvorriclitung verbunden. Die Walze, die einen Durchmesser von etwa 35 cm hat, dreht sich mit einer Geschwindigkeit .von.etwa*: 2 min der Minute. Auf etwa der Hälfte ihres Umfanges liegt sie mit beträchtlichem Druck an" einem glatten Metallblech, das dein Walzenumfang entsprechend geformt ist, an. Das Metallblech wird durch überhitzten Dampf auf eine Temperatur von etwa 1301 erwärmt. Die mit der Superpolyamid,. folie zusammengelegte Gewebebahn wird nun zwischen der Walze und dem gewölbten Metallblech in der Weise hindurchgeführt, daß die Folie'än der Walze anliegt; Folie und Gewebe werden dabei aneinandergepreßt. Nach .dem Hindurchlaufen durch die Vorrichtung ist die Superpolyamidfolie fest mit -der Gewebebahn verbunden; sie hat sich in alle Unebenheiten des Gewebes eingepreßt; ohne :daß jedoch an dem Gewebe vorhandene Knoten zur Verletzung der Folie geführt haben: Die Verbindung zwischen dem Gewebe und der Folie löst sich auch dann nicht, wenn man das Erzeugnis mit kochendem Wasser behandelt: Beispiel 3 Man verfährt nach Beispiel 2, verwendet jedoch an Stelle der Gewebebahn eine Papierbahn, die ,,mit 5oprozentigem Äthylalkohol befeuchtet worden. ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Kaschieren durch fortlaufendes Aufkleben von Folien aus Superpolyamiden oder Mi,Rchsuperpolyamiden auf Unterlagen; wie, Gewebe oder Papier, dadurch gekennzeichnet, daß man die Unterlagen mit flüchtigen, die Folien quellenden, vorzugsweise altier nicht lösenden Mitteln, wie wässerigen äiipatischen Alkoholen oder Wasser, befeuchtet und sie. alsdänn mit den Folien bei erhöhter T,-peratur unter Entfernung der Quellungsmitte,-dämpfe verpreßt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK5784D DE843836C (de) | 1940-09-20 | 1940-09-20 | Verfahren zum Kaschieren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK5784D DE843836C (de) | 1940-09-20 | 1940-09-20 | Verfahren zum Kaschieren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE843836C true DE843836C (de) | 1952-07-14 |
Family
ID=7210988
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK5784D Expired DE843836C (de) | 1940-09-20 | 1940-09-20 | Verfahren zum Kaschieren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE843836C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095251B (de) * | 1959-04-20 | 1960-12-22 | Textiltech Forsch | Verfahren zur Herstellung von Verbundschichten |
-
1940
- 1940-09-20 DE DEK5784D patent/DE843836C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095251B (de) * | 1959-04-20 | 1960-12-22 | Textiltech Forsch | Verfahren zur Herstellung von Verbundschichten |
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