DE84391C - - Google Patents

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DE84391C
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gas
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23QIGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
    • F23Q21/00Devices for effecting ignition from a remote location

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding And Controlling Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
MELBOURNE (Col. Victoria).
Gases selbst freigegeben wird.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Neuerung an einer Vorrichtung der durch die Patentschrift Nr. 14595 bekannten Art, nach welcher der Gasdruck zum Oeffhen oder Schliefsen der Zuleitung zum Brenner dadurch nutzbar gemacht wird, dafs eine vertical gleitende, in einen mit Sperrflüssigkeit gefüllten Behälter tauchende Glocke das Gas zuläfst oder absperrt, wenn der Druck in der Gashauptleitung (und daher in der Glocke) über einen gewissen Punkt steigt oder fällt.
Der Erfindung gemäfs wird auf einem oberhalb dieser vertical gleitenden Glocke angeordneten festen Rahmen oder einer Plattform eine elektrische Stromschlufsfeder befestigt, die von einem Stift oder Vorsprung an der Gasglocke bethätigt wird, derart, dafs letztere, wenn sie genügend steigt, diese Stromschlufsfeder mit einer zweiten Feder in Berührung bringt und den Stromkreis der mit einer geeigneten Batterie verbundenen primären Windung einer Inductionsspule schliefst, wodurch ein secundärer Strom zwischen zwei in kurzer Entfernung über dem Brenner befindlichen Spitzen der secundären Windung abwechselnd geschlossen und unterbrochen und durch die hierbei bewirkte Funkenbildung das Gas des Brenners entzündet wird.
Fig. ι ist die Ansicht einer gewöhnlichen Strafsenlaterne, die mit vorliegendem Apparat zum Entzünden und Auslöschen versehen ist.
Fig. 2 ist ein Höhenschnitt durch diesen Apparat in vergröfsertem Mafsstabe.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Brenners dieser Laterne, welche die zugespitzten Drähte zur Funkenbildung für die Entzündung des Brenners zeigt.
Fig. 4 zeigt in einem Schnitt die Haupttheile der Erfindung in ihrer Wirkung.
Die Gasglocke A kann in dem Wasserbassin B auf- und abgleiten, und ihr unteres Ende ist wie bei einer Gasometerglocke offen. Das kurze, nach unten ragende Rohr c1 ist an der Unterseite des Deckels der Gasglocke A befestigt und erstreckt sich bis unter den Wasserspiegel im Wasserbassin B, wenn die Gasglocke A den niedrigsten Stand einnimmt (Fig. 2). Vom Innern dieses Rohres c1 (Fig. 2) führt oberhalb des Wasserspiegels ein Rohr C bis nahe auf den Boden eines Ablafsbehälters E herab, und von diesem Rohr zweigt sich ein Gaszuleitungsrohr c2 für den Brenner nahe dem Boden des Wasserbassins B ab. Das von der Hauptleitung kommende und ein kurzes Stück in den Ablafsbehälter E hineinragende Gaszuleitungsrohr c3 dient zur Speisung dieses Ablafsbehälters. Ein Rohrstück c* reicht, vom Ablafsbehälter E ausgehend, bis über den Wasserspiegel in der Gasglocke A.
Auf dem festen Rahmen oder der Plattform F, welche von oberhalb des Bassins B angeordneten Ständern f getragen wird, sind
an der Unterseite die elektrischen Stromschlufsfedern G G1 befestigt, derart, dafs sie von einem Stift oder Vorsprung g, der oben an der Gasglocke A sitzt, bethätigt werden. Die Stromschiufsfeder G1 hat einen gerauhten oder gezackten Ansatz gl, so dafs, wenn die Feder G über diesen hinweggleitet, der von der Batterie H zur primären Windung der Inductionsspule / fliefsende Strom mehrere Male geschlossen und unterbrochen wird. Von der secundären Windung., dieser Inductionsspule führen Drähte i zum Lampenbrenner J, wo sie in Spitzen j1 (Fig. 3) endigen, so dafs, wenn der inducirte Strom zwischen diesen Spitzen überspringt, er unmittelbar oberhalb des Brenners Funken bildet und das dem letzteren entströmende Gas entzündet.
Die Wirkungsweise dieser Erfindung ist folgende: Zu Anfang, wenn das Gas unter dem normalen oder niedrigsten Druck steht, d. h. bevor es in die Hauptleitung für den gröfseren Abendverbrauch zugelassen wird, befindet sich die Gasglocke A in der niedrigsten Stellung (Fig. 2), und der Austritt des Gases aus der Glocke ist durch die unter den Wasserspiegel im Wasserbassin B hinabreichende Röhre c1 gesperrt. Die Stromschlufsfedern G G1 sind aufser Berührung mit einander, wie dargestellt, so dafs kein Strom von der Batterie durch die Inductionsspule / fliefst. Sobald sich der Gasdruck bis zu einem gewissen Grade erhöht, steigt die Gasglocke A, bis das untere Ende des Rohres c1 aus dem Wasser D gehoben ist. Das Gas strömt nun frei, wie durch Pfeile in Fig. 4 angedeutet, aufwärts durch Rohr c4 in die Glocke A und durch die Rohre C und czum Lampenbrenner J.
Fährt die Gasglocke fort zu steigen, so kommt der Vorsprung oder Stift g mit der Feder G in Berührung, biegt dieselbe hoch und bringt ihr Ende mit der Feder G1, d. h. mit dem gerauhten Ansatz derselben in Berührung. Während des Gleitens der Feder G über die gerauhte Fläche wird mehrere Male der Strom zwischen jenen Spitzen geschlossen und unterbrochen, durch die primäre Windung der Inductionsspule / geschickt und dadurch ein Inductionsstrom durch die Drähte i zum Brenner J gesandt, der über letzterem zwischen den spitzen Enden jl dieser Drähte Funken bildet.
Beim Nachlassen des Druckes in der Hauptleitung findet natürlich der oben beschriebene Vorgang in umgekehrter Richtung statt, die Gasglocke A fällt wieder in die in Fig. 2 gezeigte Stellung, sperrt die Gaszufuhr durch hydraulischen Verschlufs des unteren Endes des Rohres c1 ab und verschliefst das Ende des durch Rohr c2 mit dem Brenner verbundenen Rohres C.
Der beschriebene Apparat mufs in geeigneter Lage neben der Lampe angeordnet sein. Beispielsweise kann er entweder innerhalb des unteren Endes der Gaslampe oder in einem an der Seite der Gaslampe liegenden Kasten in ähnlicher Weise wie die Gasmesser angeordnet sein oder in einem im Erdboden an der Seite des Laternenpfahls eingelassenen gufseisernen oder anderen Kasten K, der mit einem abnehmbaren Deckel k1 versehen sein kann.
An Stelle der Stromschlufsfedern mit gerauhten Flächen zum Schliefsen und Unterbrechen des elektrischen Stromes kann auch ein gewöhnlicher schwingender Stromunterbrecher, wie er bei Inductionsspulen üblich ist, an der Spule / angeordnet werden, . welcher durch die abwechselnde Magnetisirung und Entmagnetisirung des Spulenkerns bethätigt wird.
Die Batterie H kann irgend welcher Art sein und eine zweckentsprechende Anzahl Zellen haben. Für gewöhnlich werden zwei Leclanche-Elemente allen Anforderungen genügen.
Die Einrichtung ist hauptsächlich brauchbar für Strafsenlaternen, doch kann sie auch zum Entzünden und Auslöschen von Gaslichtern grofser Gebäude, beispielsweise Theatern und dergl. angewendet werden, in welchem Falle der Apparat durch blofse Vermehrung oder Verminderung des Gasdruckes mittelst des Gasmessers bethätigt werden könnte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem Apparat zum selbstthätigen Oeffhen und Schliefsen von Gasleitungen, bestehend aus einer in einen Behälter mit Sperrflüssigkeit tauchenden Gasglocke (AJ, welche entsprechend dem in ihr und in der Leitung befindlichen Gasdruck steigt und fällt und die Brennerleitung öffnet oder schliefst, die Anordnung einer Stromschlufsfeder (G) oder eines Stromunterbrechers derart, dafs beim Steigen der Gasglocke ein zum Brenner zu leitender elektrischer Strom geschlossen oder unterbrochen wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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