DE844143C - Verfahren zur Herstellung von Octachlorinden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Octachlorinden

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DE844143C
DE844143C DEF2307D DEF0002307D DE844143C DE 844143 C DE844143 C DE 844143C DE F2307 D DEF2307 D DE F2307D DE F0002307 D DEF0002307 D DE F0002307D DE 844143 C DE844143 C DE 844143C
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DE
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octachloride
chlorine
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pure
temperature
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Application number
DEF2307D
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Heinrich Dr Vollmann
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C23/00Compounds containing at least one halogen atom bound to a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C23/18Polycyclic halogenated hydrocarbons
    • C07C23/20Polycyclic halogenated hydrocarbons with condensed rings none of which is aromatic
    • C07C23/34Halogenated completely or partially hydrogenated indenes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/23Preparation of halogenated hydrocarbons by dehalogenation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • " Das Formelbild auf Seite 1 erhält folgende Fassung 0 Verfahren zur Herstellung von Octachlorinden Es wurde gefunden, daß man Octachlorinden in technisch einfacher Weise und in bemerkenswerter Reinheit dadurch erhalten kann, daß man aus Decachlorhydrinden durch Erhitzen Chlor abspaltet. Die Chlorabspaltung setzt bei etwa 2oo° ein.
  • Zur Erzielung des praktisch reinen Octachlorindens ist es nicht erforderlich, von reinem Decachlorhydrinden auszugehen. Man kann vielmehr mit Vorteil auch die in bekannter Weise durch spaltende Chlorierung von Naphthalin erhältlichen Rohprodukte als Ausgangsstoffe verwenden, in denen meist ein Gemisch von Decachlorhydrinden mit Perchlorinden vorliegt. Die beiden Verbindungen lassen sich im Sinn des folgenden Gleichgewicht ineinander überführen: Dementsprechend läßt sich praktisch reines Octachlorinden durch einfache Destillation des Decachlorhydrindens bzw. der vorerwähnten Gemische der letztgenannten Verbindung mit Octachlorinden erhalten.
  • Octachlorinden kristallisiert aus Eisessig in farblosen Blättchen (Fp. 132°'), die sich am Licht schwach rosa färben. Gemische aus Octachlorinden und Decachlorhydrinden (Fp. 134°) zeigen gegenüber den reinen Verbindungen sehr stark herabgesetzte Schmelzpunkte. In dem von T h. Zinke (A. 272, 27o) beschriebenen bei 82° schmelzenden Produkt, (las durch Einwirkung von Phosphorpentachlorid auf Octachlorindenon erhalten wurde, lag vermutlich ein solches Gemisch vor.
  • Das Octachlorinden kann z. B. als Zwischenprodukt für die Herstellung von Farbstoffen dienen. Beispiel s über 312 Gewichtsteile Naphthalin, (sie unter Zusatz von 6 g Eisenpulver in einem stehenden Rohr mit Rückflußkühler geschmolzen wurden, wird ein Chlorstrom von etwa 15o ooo Raumteilen pro Stunde unter guter Gasverteilung geleitet. Die Temperatur wird anfangs durch Außenkühlung auf 120 bis 14o° gehalten: später läßt man die Temperatur auf etwa 18o bis 1g0° ansteigen und hält diese Temperatur, wohn die Reaktionswärme nicht mehr ausreicht, durch Nachheizen aufrecht. Nach mehreren Stunden erstarrt eine entnommene Probe nicht mehr wachsartig, sondern strahlig kristallin. In diesem Stadium liegt vorwiegend Octachlornaphthalin vor. Nun steigert man die Temperatur auf 25o bis 28o°, verringert den Chlorstrom auf 30 ooo bis 50 000 Raumteile pro Stunde und stellt den Kühler zum Abdestillieren um. Im Kühler kondensiert sich alsbald der entstehende Tetrachlorkohlenstoff. Wenn kein Tetrachlorkohlenstoff mehr entwickelt wird, ist der Übergang des Naphthalinkerns in das Inden- bzw. Hydrindengerüst beendet. Es liegt nun ein Gemisch von Decachlorhydrinden und Octachlorinden vor.
  • Zur Gewinnung von reinem Decachlorhydrinden senkt man dieTemperatur unterweitererschwacher Chlorzufuhr im Verlaufe von 2 bis 4 Stunden auf 13o bis 14o°. Die Schmelze erstarrt dann beim Abkühlen kristallin. Das Rohprodukt (113o Gewichtsteile) liefert aus wenig Chloroform umkristallisiert große glänzende farblose Kristalle des Decachlorhydrindens (Fp. 134°).
  • Zur Gewinnung von Octachlorinden wird das wie oben beschrieben erhaltene Rohprodukt ohne weitere Chlorzufuhr auf etwa 300e erhitzt und nach Beendigung der Gasentwicklung destilliert. Das unter gewöhnlichem Druck bei 375 bis 38o° und unter 12o mm Druck bei 305 bis 30c9° übergehende Produkt ist nahezu reines Octachlorinden (Fp. 128 bis 131°). Ausbeute über 70°/o der Theorie.
  • Die Verbindung kristallisiert aus Eisessig in farblosen, am Licht sich rosa f:irl)en(ietl glänzenden Blättchen (Fp. t32°).
  • C gefunden 27,720/0, für C.4018 berechnet C - 27,59°i0. Cl gefunden 72,19% Cl = 72,41 0/0. In rauchender SChw'efelSit11"e voll 20 bis 500.!0 So.-Gehalt löst sie sich l)ci Raumtemperatur allmählich mit fuchsinroter Farbe. 1)ie Lösungsfarbe schlägt beim Erwärmen auf So zu einem grünstichigen Gelb um und ist in dicker Schicht dann olivgrün. Decachlorhydrinden zeigt mit rauchender Schwefelsäure keine solchen Farbreaktionen.
  • Beispiel -? 463 GewichtsteileLecaclllorltydrinden (Fh. 134!), dargestellt nach Beispiel 1, werden allmählich auf 35o° erhitzt, bis die ab etwa 20o° beginnende Chlorabspaltung beendet ist. Die beim Abkühlen kristallin erstarrende Schmelze besteht aus praktisch reinem Octachlorinden.

Claims (2)

  1. pATE\TANSPI;CC11E: 1. Verfahren zur Herstellung von Octachlorinden, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Decachlorhydrinden durch Erhitzen Chlor abspaltet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das durch spaltende Chlorierung von Naphthalin erhältliche Rohprodukt destilliert.
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