DE844323C - Verfahren zur Vielfachuebertragung von Signalen durch Impulse - Google Patents

Verfahren zur Vielfachuebertragung von Signalen durch Impulse

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DE844323C
DE844323C DEP4969A DE844323DA DE844323C DE 844323 C DE844323 C DE 844323C DE P4969 A DEP4969 A DE P4969A DE 844323D A DE844323D A DE 844323DA DE 844323 C DE844323 C DE 844323C
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GASTON XAVIER NOEEL POTIER VERSAILLES (FRANKREICH)
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04JMULTIPLEX COMMUNICATION
    • H04J3/00Time-division multiplex systems
    • H04J3/16Time-division multiplex systems in which the time allocation to individual channels within a transmission cycle is variable, e.g. to accommodate varying complexity of signals, to vary number of channels transmitted
    • H04J3/1676Time-division multiplex with pulse-position, pulse-interval, or pulse-width modulation
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04J3/00Time-division multiplex systems

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  • Dc Digital Transmission (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vielfachübertragung von Signalen durch Impulse
    Die Erfindung hat ein Verfahren zur L bertragung
    von Si gna'.eii auf mehreren Verbindungskanälen
    durch inehnandergreifende Züge von wiederkehren-
    den Impulsen zum Gegenstand, welches das Prinzip
    der zeitlichen Aufteilung und die Modulation nach
    der Impulslage benutzt.
    Insbesondere bezieht sich das Verfahren der Er-
    findung auf Vielfachsysteme mit zeitlich aufgeteilten
    Impulsen, bei welchen jeder Zeichenimpuls zwei
    überlagerten Modulationen unterworfen wird, die
    beide seine zeitliche Lage in bezug auf vorbestimmte
    Bezugszeitpunkte beeinflussen, wobei jedoch die eine
    ausschließlich in Abhängigkeit von dem einem be-
    stimmten Kanal entsprechenden Modulationssignal, die andere in Abhängigkeit von der Gesamtheit der Modulationssignale wirkt, die allen oder mehreren anderen Kanälen entsprechen.
  • Bekanntlich wird bei verschiedenen bekannten Verfahren zur Vielfachübertragung mit zeitlich aufgeteilten Impulsen die Gesamtzeit der Übertragung in gleiche Zeitintervalle von der Dauer T aufgeteilt, die selbst in gleiche und kürzere Intervalle von Zeitelementen T/ (N-- i) unterteilt sind, wobei N die Anzahl der Verbindungskanäle ist und ein (N+ i )-tes Inter\ all des Zeitelements einem Synchronisierungssignal vorbehalten bleibt. Diesem Signal, welches meist a:s Synchronisierungsimpul,s bezeichnet wird und welches keiner Modulation unterliegt, gibt man eine besondere Form, durch die es von den Empfangsgeräten leicht indentifiziert werden kann und welche zur Synchronisierung dieser Geräte dient. Es brauchen nicht alle Zeitintervalle, die jedem Kanal vorbehalten sind, gleich zu sein, jedoch wird diese Anordnung im allgemeinen gewählt, da sie einfacher ausführbar ist.
  • Bei solchen Systemen wird innerhalb jedes Zeitintervalls eines Kanals ein Impuls erzeugt, dessen zeitliche Lage als Funktion der augenblicklichen Amplitude des entsprechenden Kanalmodulationssignals geändert wird. Unter »zeitlicher Lage« eines Impulses ist das Zeitintervall zu verstehen, welches zwischen einem Bezugszeitpunkt, der in bezug auf die Enden der Dauer des einem Kanal zugewiesenen Zeitintervalls festgelegt ist, und dem Zeitpunkt besteht, in welchem dieser Impuls auftritt, wenn er von sehr kurzer Dauer ist. Wenn der Impuls eine erhebliche Dauer hat, dient der Zeitpunkt des Beginns dieser Dauer zur Definition seiner zeitlichen Lage, die im folgenden kurz als »Lage« bezeichnet wird. Die Gesamtheit aller in der Zeit T übertragenen Impulse wird »Impulsgruppe« genannt. Die Gesamtheit der einem gegebenen Kanal entsprechenden Impulse wird als »Impulszug« bezeichnet.
  • Derartige Verfahren zur Vielfachübertragung bieten zahlreiche Vorteile; sie haben jedoch den Nachbeil, dalß sie, im Falle -eines Systems mit großer Kanalzahl, nicht an den statistischen Vorteil teilhaben, der bei den Vielfachsyste,men mit Trägerströmen vorhanden ist, welche die Amplituden- oder Frequenzmodulati@on verwendest, da jedes einem Kanal zugeteilte Zeitelementintervall völlig umausgenutzt bleibt, wenn in einem gegebenen Augenblick in diesem Kanal kein Modulationssignal auftritt.
  • Der erwähnte statistische Effekt wurde insbesondere in einer Arbeit »Load rating theory for multichannel amplifiers« von B. D. H o 1 b no c k und j. T. Dixon untersucht, die in der Zeitschrift »Bell System Techniral journas« vom Oktober 1939, Bd. XVIII, S. 624 bis 644, erschienen ist. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind Zahlenangaben, die sich auf das Ausmaß der erwähnten statistischen Effektes beziehen. Es ist darauf hinzuweisen, daß im Falle einer Fernsprechübertragung der Scheitelwert des Signals selten erreicht wird und daß, wenn er durch Scheitelbeschneidung so begrenzt wird, d@aß der Scheitelbeschneidungswert während s o/o der Zeiterreicht wird, während 9o % der Zeit ein Augenblickswert vorhanden ist, der ein Viertel des Scheitelbeschneidungswertes unterschreitet oder erreicht. Bei einem Impulssystem, welches die Lagemodulation verwendet, kommt dies darauf hinaus, dal3 drei Viertel der Dauer des jedem Kanal zugewiesenen Zeitintervalls im allgemeinen unbenutzt bleiben. Bei einem System mit großer Kanalzahl, wo zu berücksichtigen ist, daß die Modulationen der verschiedenen Kanäle siech nicht arithmetisch, sondern nach Wahrscheinlichkeitsgesetzen addieren, ist dieser Effekt noch viel ausgeprägter. Zur Ausnutzung dieses statist@schcn Effektes wurden daher Systeme vorgeschlagen, bei welchen die Dauer eines Zeitelemeritintervalls dem einem Kanal entsprechenden Zeichenimpuls nur während der Zeit vorbehalten wird, wo diese Gesamtdauer tatsächlich ausgenutzt wird, wodurch es möglich wird, während der ergünzrndcn Zeit den folgenden Zeichenimpuls an jenen anzunähern.
  • Bei ebnem System, welches von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, könnte die Anzahl der übertragenen Verbindungskanäle im Verhältnis zu der Anzahl erhöht werden, die bei den üblichen Systemen gegeben ist, oder es könnte umgekehrt für eine feste Kanalzahl der Wert der Verschiebung der Lage eines Zeichenimpulses und folglich das Signal-Geräusch-Verhältni's erhöht werden.
  • Die erwähnte Möglilchkcit wurde schon bei gewissen vorgeschlagenen Systemen für Vielfachübertragung ausgenutzt. Ein solches System ist beschrieben in der französischen Patentschrift 946 345, wonach die augenblickliche I_a"e eines Kanalimpulses durch die Gesamtheit der Modulationen einer gewissen Anzahl von anderen Kanälen beeinflußt wird, und in der deutschen Patentschrift 91595o, die eitre Variante betrifft, bei welcher die jedem Impuls aufgedrückte Modulation sich aus dem norma'.en Telefonicwechs@elstromsignal zusammensetzt, welchem eine der Ampliitude dieses Signals proportionale Gleichstromkomponente zugesetzt wird, wie dies nach der französischen Patentschrift 870 474 vorgeschlagen wurde.
  • Diese verschiedenen vorgeschlagenen Systeme haben das gemeinsame Merkmal, da.(, während bei Abwesenheit jeder Modu'.ation die N Zcichetiimpulse eines Systems mit NKanälen in der Nähe eines Endes des einer Impulsgruppe vorbehaltenen Zeitintervalls T gruppiert sind und daher nur einen kleinen Teil dieses Zeitintervalls einnehmen, die Lagemodulationen der Impulse der verschiedenen Kanäle einen addiltiven Charakter aufweisen. Nimmt man beispielsweise an, daß bei Abwesenheit jeder Modulation die Gesamtheit der Zeichenimpulse in der Nähe des Synchronisierungsimpulses am Anfang des Zeitintervalls T gruppiert ist, so wird die Modulation des ersten Kanals die augenblickliche Lage des entsprechenden Zeichenimpulses in bezug auf den Synchronisieru@ngsimpuls verschieben, die Modulation dies zweiten Kanals wird die Lage des entsprechenden Impu',ses um eine zu dieser Modulation proportionale Größe iii bezug auf die augenblickliche Lage des dem ersten Kanal entsprechenden Impulses verschieben usf.
  • Kurz gesagt wird die Modulation cincs gegebenen Kanals proportional wiiedergegeben durch das Zeitinterva;l nviuchen dem diesem Kanal entsprechenden Impuls und dem vorhergehenden Impuls, wobei dieser letztere im Falle des ersten Kanals der Synchronisierungsimpuls ist (vgl. die Veröffentlichung »Te:emetering fron V-2 Rockels« von V. L. H e e re n u. a. in der Zeitschrift »Electrotiics« vom März 1947, S. too, insbesondere Fig. 4). Auf Grund des obenerwähnten statistischen Effektes kann man dann jedem Zeichenimpuls für das gleiche Modulationssignal eine größere Lageverschiebung geben, .als es der Fall wäre, wenn d.'cs,er Zeichenimpuls immer innerhalb eines um eränderlich dem entsprechenden Kanal zugewi@esen.en Zeitintervalls verbleiben müßte.
  • Bei den verschiedenen Impulsübertragungssystemen, welche diese additive Modulationsart verwenden, hat es sich außerdem, wenn die zu übertragende Modulation ein Telefoniesignal oder ein ähnliches Siggrral mit Wechselstromcharakter ist, als vorteilhaft erwiesen, ihm eine Gleichstromkomponente zuzusetzen, die annähernd proportional zu der augenblicklichen Amplitude dies Signals ist. Diese Anordnung bietet den Vorteil, daß die Modulationssignale dann unipolaren Charakter erhalten, wobei die entsprechenden Lageverschiebungen der Impulse von ver'iriderlichcr Größe sind, aber stets in der "!eichen Richtung stattfinden. Wie leicht ersichtlich, ist dies eine notwendige Bedingung, wenn man den statistischen Effekt sowohl für die positiven. als auch für die negativen Halbwechsel des Te'efoniesignals ausnutzen will.
  • Die vers:chiedcnen bekannten Verfahren zur Durchführung dieser Art von Impulsübertragung besitzen indessen bei ihrer Durchführung und insbesondere bei der Demodulatiion der Signale durch die Empfangsgeräte gewisse Schwierigkeiten.
  • Die Erfindung hat ein Übertragungsverfahren (Sendung und Empfang) zum Gegenstand, welches diese Schwiierigkciten vermeidet. Das Verfahren der Erfindung ist zugleich ein besonderes Sendeverfahren, welches in einfacher Weise die Durchführung der oben beschriebenen Übertragungsart ermöglicht, und ein Empfangsverfahren, welches die Wiederherstellung der den verschiedenen Verbindungskanä'en ursprünglich aufgedrückten Modulationssignale vermöge einer besonderen Auswahleinrichtung gestattet, wobei berücksichtigt wird, daß die jedem Zeiichenimpulszug zugewiesenen Zeitelemüntintervalle bei diesem Übertragungssystem keine festen Lagen in bezug auf die Synchronisi@erungsimpulse oder in bezug auf vorbestimmte Bezugszeitpunkte haben.
  • Das Verfahren der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, daß bei der Sendung in gleichen Zeitabschnitten mit der Frequenz der Impulsgruppen die augenblickliche :'Amplitude jedes zu übertragenden. Modulationssignals gemessen und die so gemessenen Amplituden während einer gewissen Zeit, die vorzugsweise gleich der Dauer einer Impulsgruppe ist, beibehalten werden; die dem ersten Verbindungskanal entsprechende beibehaltene Amplitude wird zur Bestimmung eines Zeitintervalls benutzt, das von dem Synchronisierungsimpulsoder von einem BezugszeitpurLkt aus, der in bezug auf diesen Synchroni-sienungsimpuls feststeht, zählt und der beibehaltenen Amplitude proportional ist, welche dein ersten Verbindungskanal entspricht; am Ende dieses Zeitintervalls wird ein erster Zeichenimpuls gesundet, der de@rn ersten Kanal entspricht; dieser erste frnpuls Lind die beibehaltene Amplitude, die dein zweiten Kair;rl entspricht, werden zur Bcstinnntrng c:nes Zeitinte"°alls benutzt, das von diesem ersten Impuls aus zählt und dieser beibehaltenen, dem zweiten Kanal entsprechenden Amp;itude proportional ist; am Ende dieses Zeitintervalls wird: ein zweiter Zeichenimpuls gesendet, und das Verfahren wird iin gleicher Weise bis zur Erschöpfung aller Kanäle und aller Zeichenimpulse fortgesetzt; dabei wird die Sendung der verschiedenen Zeichenimpulse in der Weise zeitlich gestaffelt, daß selbst bei Abwesenheit jeder Modulation zwei verschiedene Zeichenimpulse zeitlich niemals zusammenfallen können.
  • Beim Empfang wird zunächst durch bekannte Mittel der Synchronisierungsimpuls von den anderen Impulsen getrennt und zur Herstellung von örtlich erzeugten Impulsen oder Hilfsimpulsen mit konstanter Frequenz, welche der Frequenz der Impulsgruppen gleich ist, benutzt; die aufeinanderfolgenden Zeitilntervalle, welche die Zeichenimpulse trennen, werden gemessen, und aus ihnen werden elektrische Größen abge'"eitet, welche diesen Zeitintervallen proportional sind und in getrennten Kreisen aufgenommen werden, die in gleicher Anzahl wie diese Zeitiintervalle und folglich wie die Verbindungskanäle vorgesehen sind; diese elektrischen Größen werden während einer gewissen Zeit beibehalten und benutzt, um die Hiilfsimpulse mit konstanter Frequenz in der Amplitude oder Dauer und proportioual zu diesen Größen zu modulieren; diese Hilfsimpulse werden durch bekannte Mittel demoduliert, um Signale zu erhalten, die den ursprünglichen Modulatiionssignalen proportional sind, und die Ergebnisse der Demodulation werden den Nutzkreisen zugeführt.
  • Bei den üblichen Modulatio:nsverfahren, die zur Durchführung der gleichen Übertragungsart bestimmt sind, wird auf jedem Verbindungskanal ein Nebensprechen dadurch eingeführt, daß die Zeit, welche zwei aufeinanderfo.lgend@e Zerlegungen des modulierten Signals bei der Sendung und zwei aufeinanderfolg@ende Wiederherstellungen dieses selben Modulationssi!gnals beim Empfang trennt, nicht konstant ist.
  • Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens liegt darin, daß die Zeit, welche zwei Zerlegungen oder zwei aufeilnanderfolgende Wiederherstellungen desselben Modulationssignals eines Kanals trennt, konstant ist, obwohl die Zeit, welche zwei aufeinanderfolgende, demselben Kanal entsprechende Zeicheni-mpu'.;s@e trennt, nach dem gewählten übertragungsprinzip veränderlich ist.
  • Die Anwendung eines gemeinsamen Prinzips für die Messung und Speicherung bei der Sendung und beim Empfang erm@öglicht es nämlich bei dem Verfahren der Erfindung, den augenblicklichen Amplituden, die an dem Modulationssignal abgegriffen werden, beim Eintreffen wie beim Abgang den passenden gleichen Abstand wiederzugeben. Es ist dann immer möglich, wie groß auch die Anzahl der Kanäle sein mag, die jedem Zeichenimpu!szug vorbehaltene Zeit maximal auszunutzen, sei es, um das Signal-Geräusch-Verhältnis zu verbessern, sei es zur Verminderung des für die übertragung erforderlichen Durchlaßbandes. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnung. In der Zeichnung ist Abb. i -ein schematisches Schaltbild einer Ausführungsform der Anordnung zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung, Abb.2 in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm eines Modulationssignals, wie es gewöhnlich z. B. in einem Fernsprechkreis vorhanden ist, Abb.3 in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm eines Modulationssignals mit überlagerter Gleichstromkomponente, wie es bei dem Verfahren der Erfindung verwendet werden soll; Abb. 4 stellt auf der Linie A die zeitlichen Lagen des durch sehne größere Amplitude unterschiedenen Synchronisierungsimpulses sowie der Zeichenimpulsie in bezug auf die Enden eines Zeitintervalls von gleicher Dauer wie diejenige einer Impulsgruppe dar, und zwar in dem Falle, wo augenblicklirch auf keinem Verbindungskanal ein Modulatiornssignal vorhanden ist, während auf Linie B die zeitlichen Lagen derselben Impulse dargestellt sind, wenn auf den Verbindungskanälen Modulationssignal@e auftreten; Abb. 5 zeigt schematisch ein Meß- und Speichergerät für das übertragungssystam nach Abb. i, welches sich eignet, um die Amplitude eines Modulatioinssignals oder das zwischen zwei Zeichenimpulsen auftretende Zeitintervall zu messen und beizubehalten; Abb. 6 ist ein Diagramm der zwischen verschiedenen Punkten des Übertragungssystems vorhandenen Spannungen.
  • In der folgenden Beschreibung ebenso wie in den Abbildungen ist zur Vereinfachung der Erläuterung angenommen, daß das übertragungssystem nur drei Verbindungskanäle besitzt und da.ß die Modulatnoinssignale Telefoniesignale sind. Die Erfindung ist jedoch ebenso auch bei Systemen mit einer viel größeren Anzahl von Verbindungskanälen oder bei der Übertragung von anderen Arten von Verbindungssignalen anwendbar.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung nach Abb. i kann wie folgt erklärt werden: Die aus drei Verbindungskanälen kommenden Modulationssignale werden bei i o i, 102 und 103 drei Einrichtungen 104, 105 bzw. io6 zugeführt, welche ihnen durch bekannte Mittel die Gleichstromkomponente zusetzen, die benötigt wird, um sie unipolar zu machen und ihr Aussehen nach Abb.2 in dasjenige der Abb.3 umzuformen. Am Ausgang von 104, 105, io6 werden die veränderten Signale je einem Eingang der drei Meß- und Speichereinrichtungen 107, 108, iog zugeführt, deren Arbeitsweise später im einzelnen erläutert wird.. Diese Meß- und Speichergeräte werden andererseits mit zwei Reihen von periodischen Impulsen gespeist, die aus einem Generator i i o von kurzzeitigen Impulsen kommen, der sie mit der Periode T der Impulsgruppen, d. h. mit der Frequenz der Synchronisierungsimpulse, aussendet. Die von i io kommenden Impulse werden als Zerlegungsimpulse über ein Verzögerungsnetzwerk i L i je einem zweiten Eingang jedes Meß- und Speichergerätes 107, 108, 109 und andererseits direkt als Rückstellungsimpulse einem dritten Eingang dieser Geräte zugeführt, um sie am Ende jeder Arbeitsperiode T in den Ruhezustand zu versetzen. Die Meß- und Speichergeräte haben die Aufgabe, während einer gewissen Zeit, die etwas kürzer ist als die Dauer einer Impulsgruppe, die augenblickliche Amplitude der veränderten Modulationssignale zu messen und beizubehalten, welche von io4, io5, io6 einem ihrer Eingänge zugeführt werden. Die beibehaltenen augenblicklichen Amplituden erscheinen in Form von elektrischen Spannungen am Ausgang von 107, 108, 109 und werden Impulslagemodulatoren 1 12, 1 13 bzw. i 1 4 der üblichen Art zugeführt. Da die durch das Netzwerk i i i erzielte Verzögerung einen geringen Wert besitzt und lediglich eine klare Trennung des Zeitpunktes, in w=elchem die von io4, io5, io0 kommenden Signale gemessen werden, von dem Zeitpunkt bezweckt, in welchem der Synchronisi,erurigsimpuls erzeugt wird, treten an den Ausgängen von 107, 108, 109 fast während der ganzen Dauer T jeder Impulsgruppe elektrische Spannungen auf, deren Größe den betreffenden beibehaltenen Amplituden der Modulationssignale proportional ist. Diese elektrischen Spannungen werden im folgenden gespeicherte Modulationssignale genannt.
  • Die Lagemodu:atoren 1 12, 1 13, 114 haben die Aufgabe, den Zeitpunkt oder die zeitliche Lage der an ihrem anderen Eingang zugeführten Impulse um einen Betrag zu verzögern, welcher den gespeicherten Modulationssignalen proportional ist, die an einem ihrer Eingänge zugeführt werden. Der grundsätzliche Aufbau und die Arbeitsweise derartiger Lagemodul,atoren sind in der Impulstechnik an sich bekannt. Bekanntlich werden in der Lage modulierte Impulse gewöhnlich durch Differentiation von in der Dauer modulierten Impulsen erzeugt, und es sind zahlreiche Verfahren für Dauermodulierung bekannt, die hier verwendet werden können. Beispielsweise ist das in der französischen Patentschrift 912 617 beschriebene Verfahren anwendbar.
  • Nach Abb. i wird der dem ersten Verbindun1-skanal entsprechende Lagemodulator i 12 einerseits durch das gespeicherte Modulationssignal, welches von 107 kommt, und andererseits mit einem Steuerimpuls gespeist, der mit Hilfe des Verzögerungsnetzwerkes i i i in bezug auf den Synchronisierungsimpuls um einen Betrag verzögert wird, welcher die ihm selbst durch einen Teil des Netzwerkes i i i gegebene Verzögerung des an dem zweiten Eingang von 107 zugeführten Zerlegungsimpulses in b@ezug auf den Synchronisierungsinnpuls übersteigt, damit die Lagemodu'.ation in dem Modulator i 12 erst nach dem Ende der Messung in dem Meß- und Speichergerät 107 vor sich geht.
  • Als Ergebnis wird ain Ausgang von i 12 ein Zeichenimpuls erzeugt, der einerseits der Mischstufe 117, deren Verwendung später erläutert wird, und andererseits nach geringer Verzögerung durch ein Verzögeruingsi;etz«-crk i 1 5 einem Eingang des Lagcmodtllators i 13 zugeführt wird, an dessen anderem Eingang das gespeicherte Modulationssignal zugeführt wird, welches aus lob kommt und dem zweiten Verbindungskanal entspricht. Man erhält so am Ausgang von 113 einen zweiten Zeichenimpuls, der in bczug .auf den ersten um einen Betrag verzögert ist, welcher der durch 1o8 gespeicherten Amplitude proportional ist. Dieser zweite Impu'.s wird seinerseits an 117 geführt und nach geringer Verzögerung durch .ein Verzögerungsnetzwerk 116 in Verbindung mit dem dritten Lagemodulator 114 so ausgenutzt wie der erste Impuls in Verbindung mit 113.
  • Alle Impulse zusammen werden einer Mischstufe 117 zugeführt, die, wie aus Abb. 1 ersichtlich, vier Eingänge, welche dem Synchronisierungsimpuls und den Zeichenimpulsen entsprechen, und einen Ausgang besitzt. Diese Mischstufe ist eine einfache Einrichtung, durch welche ein und demselben Ausgangskreis Signale, welche aus mehreren Eingangskreisen kommen, zugeführt werden können. Die Verzögerungsnetzwerke 115 und 116 sind deshalb crforder;ich, weil, wenn auf einem oder mehreren Verbindungskanälen die Modulationssigriale zeitweise Null sind, vermieden werden ruß, daß die verschiedenen Impulse sich vermischen können.
  • Die von 117 ausgehendfe Impulsgruppe wird dann zu dem 0bertragungskana1118 geführt und durch irgendein bekanntes Mittel bis zu dessen Empfangsende übertragen.
  • Beim Empfang wird die Impu:sgruppe zunächst parallel zwei Geräten zugeführt, von denen das erste, 119, die Synchronisierungsimpulse auswählt und örtliche Synchroni@sierungsimpulse mit der Periode T s,ow:e Hilfsimpulse von gleicher Periode, deren Aufgabe später erläutert wird, erzeugt. Das zweite Gerät, 120, ist eine mit Zählung arbeitende Impulsauswahleinrichtung, welche so viel Abgänge besitzt, wie Verbindungskanä',e vorhanden sind, und an ihrem Ausgang mit der Ordnungszahl n ein abgeleitetes Signal liefert, dessen Amplitude konstant ist und dessen Dauer gleich der Dauer ist, welche den (it- 1)-ten und den n-ten Zeichenimpuls trennt.
  • Ein derartiges Gerät besteht aus ebenso vielen Zwciröhrenkippschaltungen mit zwei stabilen Zust;inden nach E c c 1 e s - J o r d a n, wie Verbindungskanäle vorhanden sind, wobei jede Kippschaltung mit e:1lcm Ausgang des Gerätes verbunden ist. Im übrigen besitzt es zwei Eingänge. Der Synchronisierungsimpuls und die Zeichenimpulse werden allen Kippschaltungen gleichzeitig durch den ersten Eingang des Gerätes zugeführt. Ein besonderer Impuls, der im folgenden als Rückstellungsimpuls bezeichnet wird und kein anderer ist als der von 1 1 o aus- ehendie, durch das Verzögerungsnetzwerk 125 verzögerte Synchronisierungsimpuls, wird durch den z%@citcn Eingang des Gerätes der ersten Kippschaltung zugeführt.
  • Der Rückstellungsimpuls bringt die erste Kippschaltung in die Arbeitsstellung. Der Synchronisierungsimpuls und die Zeichenimpulse bringen diejenige Kippschaltung, welche sich in der Arbeitsstellung befindet, in den Ruhezustand. Außerdem wird von der Kippschaltung, die in den Ruhezustand versetzt wurde, an die folgende Kippschaltung -ein sogen@annt@er Stufenwechselimpuls über eine Stufenwechs,elverbindung geschickt, der diese Kippscha'tung in den Arbeitszustand bringt. Zwischen der letzten und der ersten Kippschaltung des Gerätes ist jedoch keine Stufenwechselverbindung vorgesehen.
  • Die Wirkungsweise der Anordnung ist die Iolgellde: Der Rückstellungsimpuls versetzt die erste Kippschaltung in den Arbeitszustand. Der erste Zei',cnimpuls versetzt diese erste Kippschaltung in den Ruhezustand. Gleichzeitig versetzt ein Stufenwechselimpuls die zweite Kippschaltung in den Arbeitszustand. An dem ersten Ausgang des Gerätes wird ein abgeleitetes Signal von konstanter Amplitude abgenommen, dessen Dauer dem Zeitintervall gleich ist, welches den Rückstellungsimpuls von dem ersten Zeichenimpuls trennt.
  • Der zweite Zeichenimpuls versetzt die zweite Kippschaltung, die sich im Arbeitszustand befand, in den Ruhezustand. Gleichzeitig versetzt ein Stufenwechselimpuls die dritte Kippschaltung in den Arbeitszustand. An dem zweiten Ausgang des Gerätes wird ein abgeleitetes Signal von konstanter Amplitude abgenommen, dessen Dauer dem Zeitintervall gleich ist, welches den ersten Zeichenimpuls von dem zweiten Zeichenimpuls trennt. Die Arbeitsweise setzt s:Ich in der gleichen Weise bei den. anderen Kippsichaltungen fort. Wenn jedoch der it-te Zeichenimpuls die n-t@e Kippschaltung in den 'Ruhezustand versetzt, wird kein Stufenwechse:impuls an die erste Kippschaltung gegeben, und dieser ruß die Ankunft des Rückstellungsimpulses abwarten, um in den Arbeitszustand überzugehen.
  • Mit Zählung arbeitende Auswahleinrichtungen, wie 120, sind beispielsweise von L. L. R a u c h in einem Aufsatz »Etectronic eommutation for telemetering« b@eschriieben worden, welcher in der Zeitschrift »Electronics« vom Februar 1947 veröffentlicht ist.
  • Im Falle eines Systems mit geringer Kanalzahl könnte man für 120 auch eine Auswahleinrichtung verwenden, deren Wirkungsweise .auf der Form der Zeichenimpulse beruht, welche dementsprechend bei ihrer Sendung eine von ihrer Ordnungszahl abhängige Form erhalten würden..
  • Die zweiten Eingänge von 122, 123, 12,1 werden durch die abgeleiteten Signale gespeist, welche aus den Ausgängen von 12o kommen. Die Dauer der aus einem dieser Abgänge kommenden Signale ist gleich der Zeit, welche dein Impuls des diesem Ausgang entsprechenden Kanals und den unmittelbar vorhergehenden Impuls trennt, und folglich gleich dem Augenblickswert des diesem Kanal entsprechenden Modulationssignals. Die Meß- und Speichergeräte 122, 123, 124 messen und speichern demnach, in Form von an ihren Abgängen auftretenden Spannungen, Größen, welche der Dauer der Signale, die aus dementsprechenden Abgang von 12o kommen, und folglich der augenblicklichen Amplitude des entsprechenden Modulati@onssignals proportional sind. Wie bei der Sendung werden die Meß- und Speichergeräte 122, 123, 124 periodisch durch den Rückstellungsimpuls in den Ruhezustand gebracht, welcher ihrem dritten Eingang zugeführt und durch das Verzögerungsnetzwerk 125 etwas verzögert wird. Dieses Verzögerungsnetzwerk bezweckt, zu vermeiden, daß dne Meß- und Speichergeräte in den Ruhezustand versetzt werden, bevor ihre Ausgangsspannung durch die folgenden Geräte ausgenutzt werden konnte, die mit Hilfsimpulsen, die von dem Synchronisierungsimpuls abgeleitet sind, gespeist werden.
  • Die Ausgangsspannungen von 122, 123, 124 werden dann dem Eingang von Modulatoren 126, 127 bzw. 128 zugeführt, welche die Impulse in der Amplitude oder Dauer mioduliieren und andererseits mit periodischen Hilfsimpulsen gespeist werden, die aus dem von i i 9 ausgehenden verzögerten Synchronisieru@ngsimpuls abgeleitet sind. Die am Ausgang von 126, 127, 128 erhaltenen Signale sind demnach proportional zu den ursprünglichen Modulationssignalen moduliert und können dann den Demod:u'iat-oren 129, 13o bzw. 131 zugeführt werden, wo sie nach der Amp'.itudeoder Dauer demoduliert und schließlich den Nutzkreisen 132, 133 bzw. 134 zugeführt werden.
  • Die Arbeitsweise eines Meß- und Speichergerätes wird an Hand der Abb. 5 erläutert, welche dieses Gerät schematisch darstellt, sowie an Hand des Diagramms der Abb.6, welches die zeitliche Änderung der an verschiedenen Punkten des Obertragungssystems auftretenden Spannungen zeigt.
  • Wie erwähnt, besitzt das in Abb. 5 schematisch gezeigte Meß- und Speichergerät drei Eingänge und einen Ausgang. Wenn seinem ersten Eingang eine zeitlich veränderliche Spannung und seinem zweiten Eingang ein periodischer Zerlegungsimpuls zugeführt wird, tritt an seinen Ausgangsklemmen eine Spannung auf, die dem Wert dieser zeitlich veränderUchen Spannung im Augenblick der Zuführung dieses Zerl-egirngs:impuls.es proportional ist. Diese Spannung an dien Ausgangsklemmen des GerJtes wird gespeichert bis zu dem Augenblick, wo dem dritten Eingang des Gerätes ein Rückstellungsimpu;s zur Rückführung in die Ruhelage zugeführt wird.
  • Das Meß- und Speichergerät besteht irrt wesentlichen aus e:ii:er Pentodenröhre 5oi, einer Diode 502 und einer Triode 5o3. Der erste Eingang des Gerätes wird durch die Klemme 504 gebildet, welche durch dien Kondensator 5o5 mit dem Bremsgitter der Röhre 5o i verbunden ist. Der zweite Eingang wird durch die Wemmae 5o6 gebildet, die durch den Kondensator 507 mit dem Steuergiitter der Röhre 5ot verbunden ist. Der driitte Eingang ist die Klemme 5o8, die durch den Kondensator 5o9 mit dem Gitter der Triode 503 verbunden ist. Das Bremsgitter der Röhre 5oi und das Gitter der Röhre 503 sind durch Widerstände 5io bzw. 511 mit dem negativen Pol 512 einer Hochspiannungsg'.ieiichstromquelle 5t3 verbunden, welche die ganze Anordnung speist. Das Steuergitter der Röhre 5o i ist durch einen Widerstand 514 mit der Kathode der gleichen Röhre verbunden. Die den verschiedenen Eingängen zugeführten Spannungen liegen zwischen 5o.1, 5o6 bzw. 5o8 einerseits und 512 andererseits.
  • Die Kathode der Röhre 5o i ist mit 512 durch einen Widerstand 515 unter Parallelschaltung eines Kondensators 516 zur Fntkopp',uiig und außerdem durch einen Widerstand 51; mit dem positiven Pol der Stromquelle 513 verbunden, um dieser Kathode eine passende dauernde Po'.arisation zu geben. Das Schirmgitter der Röhre 5o1 wird von demselben positiven Pol durch einen Widerstand 518 gespeist und von 512 durch einen Kondensator 519 entkoppelt. Die Anode der Röhre 5o i ist durch einen Kondensator 520 mit dem positiven Pol der Stromquelle 513 und ferner mit der Kathode der Diode 502 verbunden, deren Anode direkt mit der Anode der Triode 503 und über einen Widerstand 521 mit dem positiven Pol von 513 verbunden ist. Die Ausgangsklemmen des Gerätes sind die Klemmen 522, 523 dies Kondensa,,ors 52o.
  • Die Arbeitsweise ist die folgende: Wenn bei 5o6 Steuerimpul,s,e mit einer ausreichend großen positiven Ampliitude zugeführt werden, nimmt das Steuergitter der Röhre 5oi, fa:ls die Anordnung 507 bis 5 t 4 eine Zeitkonstante besitzt, die in bezug auf die Wiederkehrperiode dieser Impu'se genügend groß ist, eiine solche mittlere Spannung an, daß der Scheitel der Impulse einer Giittcrspaiinung entspricht, die sich dem Potential der Kathode nähert, während in der die Impulse trennenden Zeiit der Kathodenstrom Null ist. Unter diesen Umständen arbeitet die Röhre 5oi in eiinem linearen Teil ihrer Anodenstr.om-Bremsgitter-Charakteri,stik im Zeitpunkt des Scheitels der Steuerimpulse, und an den Klemmen 522, 523 des Koiidens.a:ors 52o tritt cii1c Spannung auf, die dem Augenblickswert der bei 5o4 zugeführten Spannung proportional ist. Diese Spannung wird gespeichert bis zu dem Augenblick, wo der Kondensator 52o über 502 unter der Wirkung eines Impulses von negativer Polarität e»tladcn wird, der bei 5o8 dem Gitter der Röhre 5o3 über den Kondensator 5o9 zur Rückführung in den Ruhezustand zugeführt wird.
  • Zur Verwendung hei der Sendung wird das Gerät so eingerichtet, daß der Zerlegungsimpuls, welcher aus dem Generator i io nach der durch ein Teilstück von i t t bewirkten Vcrzögcruiig erhalten wird, ein wenig nach dem Rückstellungsimpuls erzeugt wird, der kein anderer ist als der von i io gelieferte Synchronisierungsimpuls. Dit Amplitude des von toi, 102 oder toi ausgehenden und durch 104, 105 bzw. io6 veränderten Modu;ation:ssiignals wird dann periodisch ein wenig nach dem Auftreten jedes Zerlegungsimpulses und an den Ausgangsk'iemmen von i o; , i o8 hzw. i o9 bis zum Auftretendes folgenden Zerlegungsimpulses gespeichert.
  • Wenn das Gerät beim Empfang verwendet wird, wird an dem ersten Eingang kein Signal zugeführt, während der zweite Eingang die aus der Zähleinrichtung i 2o kommenden Sigiia'c empfängt. Die durch die Kapazität 52o angenommene Ladung ist dann proportional zu der Dauer dieser Signale, d. h. letzten Endes proportional zu den, :lugenh1icl;swert des Modu'ationss:gn;ils. Die Arbeits@veise eines Meß- und Speichergerätes bei der Sendun- oder beim Empfang wird an Hand der Abh.6 erliiutert; diese zeigt auf Linie A in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der Impulse, die als Rückstellungsimpulse dem dritten Eingang eines Meß- und Speichergerätes für die Sendung zugeführt werden, Linie B in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm eines geiinderten Modulationssignals, wie es dem ersten Eingang dieses Meß- und Speichergerätes bei der Sendung zugeführt wird, Linie C in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der Zerleguiigsiinptllse, die dem zweiten Eingang dieses Meß- und Speichergerätes für Sendung zugeführt werden, Linie 1? in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der Signale, die am Ausgang dieses Meß-und Speichergerätes für Sendung abgenommen werden, wobei ihre Amplitude von der oberen waagerechten Liniie aus zählt, Liiliie E in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der Impulsgruppen, di,e am Eingang des Empfan2,sendes des L'bertragungssystems empfangen werden, wobei pi, p2, p;,. .. diic Steuerimpulse, a", a, , . .. die dem ersten Verbindungskanal und der ersten, zweiten ... Gruppe entsprechenden Impulse und a=,, a.=., ... die dem zweiten Verbindungskanal und der ersten, zweiten ... Gruppe entsprechenden Impulse sind usw., Linie F in Abhäti-i gkeit von der Zeit das Diagramm der dem zweiten Eingang des Meß- und Speichergerätes 122 für Empfang zugeführten abgeleiretcn Signale; in dem besonderen Falle dieses MeI)- und Spei('her@c1-ätcs 122 ist die Dauer dieser Signale gleich der Zrit, welche den Rückstellungsimpu:s der Auswahleinrichtung 120 (Impuls der Liiiiie H, welcher auch der Rückstellungsimpuls des Meß- und Sl)cichcrgci-ätes 122 ist) von dem ersten Zeichenimpuls trennt; mit anderen -\Vorten ist die Dauer des dem zweiten Eingang von 122 zugeführten Sin -als nicht gleich der Dauer, welche den Synchronisiierungsiinpuls (wie p, auf der Linie F bei x1 angegeben) von dem ersten Zeichenimpuls trennt, sie wird vielmehr um eine konstante Zeit beschnitten, die derjenigen gleich ist, welche den Synclironisiierungsimpuls von dem Rückstellungsimpuls dier Auswahle;nrichtung 120 trennt, d. b. gleich der durch die Einrichtung c25 .eingeführten Verzög e runig, Linie G in Abhängigkeit von der Zeit das Diagra.min der dem z@vciten Eingang des Meß- und Speichergerätes 123 für Empfang zugeführten Signale; die Dauer dieser Signale ist gleich der Zeit, welche den ersten Zeichenimpuls (wie alt) von dein zweiten Zeichenimpuls (.a") trennt, Linie H in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der Rückstellungsimpulse, welche dem dritten Eingang der verschiedenen Meß- und Speichergeräte zugeführt werden, Liniie I in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der am Ausgzll1,g des Meß- und Speichergerätes 122 erhaltci:en Spannung, deren Amplitude voin der oberen waagerechten Linie aus gezählt wird, Lin,iie J in Abhängigkeit von der Zeit das Diagramm der am Ausgang des Meß- und Speichergerätes 123 erhaltenen Spannung, deren Amplitude von der oberen waagerechten Linie aus gezählt wird.
  • Die Linien A, B, C, D der Abb.6 zeigen die Arb@eitsweisre des Systems zur Messung und Speicherung der augenblicklichen Amplituden der Modul.ationssiignale bei der Sendung.
  • Die Linien E bis l der Abb. 6 veranschaulichen die Arbeitsweise des Empfangssystems.
  • Die am Ausgang der Meß- und Speichergeräte 122 und 123 abgenommene Spannung ist auf den Linien I und J der Abb. 6 dargestellt, wobei die auf der Linie H dargestellten Rückstellungsimpulse gegen die Synchronisierungsimpu'.se verzögert sind, damit die auf die Modulatoren 126, 127 und 128 einwirkenden Hilfsimpulse zeitlich nicht mit den Rückstellungsimpulsen zusammenfallen, was zur Folge hätte, da:ß die am Ausgang des Meß- und Speichergerätes erhaltene Spannung gerade in dem Augenblick auf Null vermindert würde, wo man sie benutzen will.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr könnten auch andere Schaltungsanordnungen verwendet werden, um den Grundgedanken der Erfindung zu verwirklichen. i

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Vielfachübertragung durch ineinandergreifende, zeitlich aufgeteilte Impulszüge unter Verwendung von aufeinanderfolgenden Impulsgruppen, von welchen jede wenigstens einen periodischen Synchronisierungsimpuls und Zeichenimpulse in gleicher Anzahl wie die Verbindungskanäle umfaßt, wobei die Zeichenimpulse in der Lage moduliert werden und das Zeitintervall zwischen zwei aufieinanderfolgenden Impulsen der augenblicklichen Amplitude des @lodulatiioinssignals des Kanals proportional ist, welchem der zweite dieser Impulse zugewiesen ist, und diese Amplitude vorher durch Zufügung einer Gleichstromkomponente verändert wird, um das Modulatiionssignal unipolar zu machten, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Sendung periodisch die augenblickliche Amplitude jedes veränderten Modulatiionssiignals gemessen und das so erhaltene Meßergebnis während einer Zeit gespeichert wird, die annähernd der Dauer einer Impulsgruppe gleich ist; die so gespeicherte Amplitude wird zurr Steuerung eines Impulslagemodiulators benutzt, und dieser wird durch einen Synchronisierungsimpuls gespeist, welcher um einen solchen Betrag verzögert ist, daß die Lagemodulatiion .erst nach dem Ende der Messung in dem Meß- und Speichergerät erfolgt und dieser Impuls für den ersten Kanal vo-n dem Generator für die periodischen Synchroiniserungsimpulse und für die anderen Kanäle von dem Ausgang des Lagemodulators des dem betreffenden Kanal zeitlich unmittelbar vorhergehenden Kanals geliefert wird; heim Empfang werden Signale erzeugt, deren Amplitude den Zeitintervallen zwischen zwei aufeinanderfolgenden empfangenen Impulsen proportional ist; diese Signale werden je nach der Ordnungszahl der Impulse verschiedenen Kreiseis zugeführt, und sie werden benutzt, um periodische Hilfsimpulse, die aus den empfangenen Synchronisierungsimpulsen abgeleitet «>erden, in der Amplitude oder Dauer zu modulieren, und die so modulierten Hilfsimpulse werden demoduliert, so daß Signale erhalten werden, die den ursprünglichen, jedem Verbindungskanal entsprechenden Modulationssignalen proportional sind.
DEP4969A 1950-02-07 1951-01-18 Verfahren zur Vielfachuebertragung von Signalen durch Impulse Expired DE844323C (de)

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