DE84593C - - Google Patents
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- DE84593C DE84593C DENDAT84593D DE84593DA DE84593C DE 84593 C DE84593 C DE 84593C DE NDAT84593 D DENDAT84593 D DE NDAT84593D DE 84593D A DE84593D A DE 84593DA DE 84593 C DE84593 C DE 84593C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K99/00—Subject matter not provided for in other groups of this subclass
- H02K99/20—Motors
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Dc Machiner (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. September 1894 ab.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Motor gehört zu derjenigen Klasse
von Motoren, bei der die Ankerwelle mit einer Anzahl radial auf einer Welle angeordneter
Ankerschienen in einem von einer Gruppe Elektromagnete gebildeten magnetischen Felde
zur Drehung gebracht wird.
Diese Elektromagnete werden der Reihe nach durch einen auf der Ankerwelle sitzenden Stromwender
in der Weise erregt, dafs auf die radialen Ankerschienen eine Reihe von Stromimpulsen
in der Umdrehungsrichtung der Welle ausgeübt wird. Die Gesammtsumme der auf Drehung
des Ankers während einer Umdrehung desselben wirkenden Stromimpulse ist gleich der Zahl der
Feldmagnetspulen multiplicirt mit der Zahl der Ankerschienen.
Das Wesentliche der Erfindung besteht in der Anordnung des Stromwenders und der
auf diesem schleifenden, mit den Feldmagnetspulen verbundenen Bürsten. Diese Anordnung
ist eine solche, dafs die wirksame Stelle des magnetischen Feldes in Richtung der Ankerdrehung
gedreht wird, und zwar mit wesentlich gröfserer Geschwindigkeit als der Anker.
Durch diese Anordnung wird eine im Verhältnifs
zur Zahl der Feldmagnetspulen grofse Zahl von Stromimpulsen auf die Ankerschienen
ausgeübt, und die Umdrehungsgeschwindigkeit, der Wirkungsgrad und die Kraftäufserung der
Maschine werden bedeutend vermehrt.
Auf der Zeichnung ist die Maschine in Fig. ι in Endansicht von der Seite des Stromwenders
aus dargestellt, Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch die Feldmagnete und den
Anker und zeigt die Befestigung der Feldmagnete und die Anordnung des Ankers.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der Maschine,
Fig. 4 ein senkrechter Längsschnitt.
Fig. 5 zeigt das Schema des Stromlaufes.
Fig. 6 zeigt einen Stromwender in Seiten- und Endansicht,
Fig. 7 eine Abart des Bürstenhalters.
Fig. 8 zeigt eine einzelne Bürste und
Fig. 9 eine besondere Ansicht des Stromwenders mit der Bürste für Stromeinleitung
und einer der Vertheilungsbürsten.
Die vorliegende Maschine besteht wie alle Maschinen dieser Gattung aus einem magnetischen
Felde A, einem innerhalb desselben drehbaren Anker B und einem Stromwender C.
Wie Fig. ι und 2 zeigen, besteht das magnetische
Feld aus einer Gruppe von sechs Elektromagneten b, die in gleichen Abständen
radial auf einem Gehäuse D angebracht sind.
Diese Hufeisenmagnete reichen mit ihren Polen durch Oeffhungen d des Gehäuses D,
so dafs sie auf den innerhalb des Gehäuses D angeordneten Anker zu wirken vermögen.
Die Magnete werden durch Schrauben E befestigt, welche durch die Magnetjoche e hindurchgehen
und in eine ringförmige Rippe F,
die aufsen am Gehäuse D vortritt (Fig. 3 und 4), eingeschraubt sind. Die Spulenwindung
jedes Magnetpaares ist eine solche, dafs gleichnamige Pole zur Beeinflussung der Ankerschienen
entstehen, und die freien Enden der Spulen sind an Klemmen G angeschlossen, die an einem ringförmigen, an den Enden des Gehäuses
D angeordneten Flantsche isolirt von demselben angebracht sind. Diese Klemmen
sind mit den Stromwenderbürsten N und der Stromableitung verbunden.
An jedem Ende des Gehäuses D ist ein Querträger / befestigt, der mit Lager i zur Aufnahme
der Ankerwelle J versehen ist. |
Zwischen den Trägern I sitzt auf der Welle eine Nabe K aus nicht magnetischem Stoff, auf
welcher sieben Ankerschienen L aus weichem Eisen befestigt sind, die von einem Ende des
Gehäuses D bis zum anderen reichen und bei der Drehung des Ankers in geringer Entfernung
von den inneren Polenden der Magnete b sich vorbei bewegen.
Die Anordnung von sieben Ankerschienen in Verbindung mit sechs Feldmagneten hat den
Vortheil, dafs stets eine der Ankerschienen sich in einer die stärkste Wirkung abgebenden
Stellung in Bezug auf eine der Feldmagnet- j spulen befindet, wobei dieser Punkt der gröfsten
Wirkung im Kreise in Richtung der Ankerdrehung herumwandert, und zwar mit viel gröfserer Geschwindigkeit, als diejenige des
Ankers ist. Die Geschwindigkeit, mit welcher dieser wirksame Punkt wandert, ist abhängig
von der Zahl der Ankerschienen im Verhä'ltnifs zu der Zahl der Feldmagnetspulen. Um diesen
Punkt der gröfsten Wirkung auszunutzen, wird das wirksame magnetische Feld veranlafst, sich
zufolge besonderer Anordnung des Stromwenders und seiner Verbindungen zu drehen,
wobei das magnetische Feld dem Anker immer etwas voraus ist und daher einen directen Zug
auf den Anker ausübt.
Der in den Fig. 1 und 6 besonders dargestellte Stromwender C mit seinen Verbindungen
besteht aus einer cylindrischen, auf der Welle angeordneten Trommel c aus leitendem Stoff.
Von der Welle ist die Trommel durch eine Hülse c1 aus Hartgummi oder dergl. isolirt
und durch eine Mutter c- befestigt. Das vordere Ende der leitenden Trommel ist verlängert
und bildet eine Stromschlufsfläche, auf welcher die Bürsten Maufliegen, die den Strom
in die Maschine leiten.
Die Trommel ist an ihrem hinteren Ende zu Vertheilungsschienen c3 ausgebildet, deren
Zahl gleich der Anzahl der Ankerschienen ist, im vorliegenden Falle sieben, die durch isolirende
Zwischenräume c4 oder durch Isolationsstücke von einander isolirt sind.
Der von jeder Vertheilungsschiene des Stromwenders eingenommene Theil des Umfanges
der Stromwendertrommel richtet sich nach der Zahl der Feldmagnete.
Auf dem zu Vertheilungsschienen ausgebildeten Theil des Stromwenders liegen in
gleichen Abständen von einander Bürsten N auf, und zwar je eine für jede Feldmagnetspule.
Durch die Bürsten wird der Strom nach einander in jede Feldmagnetspule geleitet.
Die Bürsten N sind, wie besonders aus Fig. 1 zu ersehen ist, je an einem um einen isolirten
Bolzen P drehbaren Arm O befestigt. Die Bolzen P sitzen an einem am vorderen Theil
des Maschinengestelles befestigten Ringe Q, und auf jedem Bolzen P sitzt eine Schraubenfeder ρ,
deren eines Ende an dem Bolzen und deren anderes Ende an dem Rücken des Bürstenarmes O befestigt ist und eine sichere Berührung
zwischen Bürste und Stromwender vermittelt.
Mit jeder Bürste ist ein Leitungsdraht R verbunden, der mit einer der Klemmen G Verbindung
hat, an welche die einen Enden der Magnetspulen angeschlossen sind.
Die anderen Enden der Spulen sind durch Drähte S mit einer Klemme T verbunden,
welche auf der Grundplatte der Maschine angeordnet ist und mit dem einen Pol des äufseren
Stromkreises verbunden ist. :
Zweckmäfsig wird in der Zu- oder Ableitung ein Ausschalter angeordnet, um den Motor aus
dem Stromkreise ausschalten zu können. j
Von Bürste M, die auf dem undurchbrochenen Theile der Stromwendertrommel aufliegt
und den Strom einleitet, führt ein Draht zu der zweiten Klemme V, die neben der Klemme T
auf der Grundplatte der Maschine angeordnet und mit dem anderen Pol des äufseren Stromkreises
verbunden ist.
In den Fig. 7 und 8 ist eine Abart des Bürstenhalters und'der Bürste dargestellt.
Die Bürste W besteht aus einer Platte, vorzugsweise aus Kupfer, die an jedem Ende mit
vorragenden Rippen w versehen ist.
Die eine der Rippen iv schleift auf dem Stromwender, während die andere eine sichere
Befestigung der Bürste in dem Bürstenhalter ermöglicht, indem sich die Rippe w in eine
Aussparung des Bürstenhalters einlegt und so jede Verschiebung der Bürste verhindert. ;
Die Bürsten werden auf dem Halter mit nur einem Bolzen befestigt und der Bürstenhalter
wird zweckmäfsig drehbar an einem am Gehäuse D angebrachten und von diesem isolirten
Zapfen befestigt, während eine directe Verbindung der Bürste mit den Feldmagnetwindungen
geschaffen wird.
Bei der dargestellten Anordnung ist ein Motor mit sechs Feldmagneten, ein Anker mit
sieben Ankerschienen und ein Stromwender mit sieben Vertheilungsschienen und sechs Bürsten
gewählt. Selbstverständlich können diese Ver-
hältnisse aber geändert werden, ohne an der Wirkung etwas zu ändern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:_Bei einer elektrischen Kraftmaschine mit einzelnen Eisenschienen als Anker und einem Stromwender zur Vertheilung des Stromes an die symmetrisch um den Anker vertheilten Feldmagnete die Anordnung, dafs die Zahl der Ankerschienen und Vertheilungsschienen unter sich gleich, aber verschieden von der Zahl der Feldmagnete, und zwar derart verschieden ist, dafs die Zahl der Ankerschienen bezw. Vertheilungsschienen nicht ein ganzes Vielfaches der Zahl der Feldmagnete ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84593C true DE84593C (de) |
Family
ID=356807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84593D Active DE84593C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84593C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1125061B (de) * | 1957-07-12 | 1962-03-08 | Ringsdorff Werke Gmbh | Impulsmotor |
-
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- DE DENDAT84593D patent/DE84593C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1125061B (de) * | 1957-07-12 | 1962-03-08 | Ringsdorff Werke Gmbh | Impulsmotor |
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