-
Einrichtegerät
Es sind Einrichtegeräte bekannt, z. B. Wasserwaagen,
mit denen bei Bauten Linien und Flächen ins Lot gebracht werden können, oder andere,
z. B.
-
Rahmenwasserwaagen, mit denen Maschinenbetten.
-
Werkstücke usw. eingerichtet oder zur Bearbeitung vorbereitet werden
können. Diese Geräte haben den Nachteil, daß sie nicht nur wenig genau und zeitraubend
in der lAedienung sind, sondern auch nur eine zweidimensionale Anwendung gestatten.
-
Diese Mängel heseitigt vorliegende Erfindung. Sie besteht darin,
daß ein vertikales oder horizontales Anzeigegerät um eine Drehachse pendelfähig
aufgehängt wird, das am entgegengesetzten Ende ein Gegengewicht trägt, welches durch
ein Dämpfungsmittel eingestellt und gedämpft wird, wobei der Zeiger mit einem Nonius
in Verbindung steht und beide mit einer mit Anlegeflächen verbundenen Skala zusammenwirken.
Die Anordnung ist dabei so getroffen, daß das Pendelsystem ausbalanciert ist bei
nahezu trägheitsioser Aufhängung. Als Dämpfungsmittel wird zweckmäßig eine Flüssigkeit,
z.B. Wasser, verwendet, wobei vorteilhaft deren Menge so bemessen wird, daß die
obere Gegengewichtsbegrenzung mit dem Plüssigkeitsspiegel zusammenfällt. Vorteilhaft
wird das Anzeigegerät in einem Gehäuse untergebracht, das im oberen Teil mit einer
kreisbogenförmigen Skala mit Gradeinteilung versehen ist, die in Verbindung mit
Zeigerspitze und Nonius eine genaue Ablesung gewährleistet. Im Gehäuse seinerseits
ist die Pendelachsl*gelagert. Um die Sicht sicherzustellen, werden die Gehäuseplanflächen
aus durchsichtigem Material hergestellt, das am Skalateil vergrößernd ausgebildet
sein kann. Das Gehäuse ist an einem Körper angeordnet, der auf die Skala eingerichtete
Anlegeflächen, Anlegeprismen od. dgl. trägt, die zum Auf-
setzen
auf die einzurichtenden Maschinen, Werkstücke usw. dienen bzw. zum Anlegen an dieselben,
so daß durch Zusammenwirken von Anlegeflächen, Gehäuse mit Skala und dem Anzeigegerät,
das durch den horizontalen Flüssigkeitsspiegel in die vertikale Lage eingestellt
wird, ein genaues Einrichten von Gegenständen ermöglicht wird. Ein in dieser Art
ausgebildetes Gerät gestattet ein genaues Einrichten innerhalb der gleichen Ebene,
d. b. zwei Dimensionen, bzw. das Einrichten dieser Ebenen. Um eine räumliche Einrichtung
vornehmen zu können, also in drei Dimensionen, werden zwei derartige Geräte rechtwinklig
miteinander in Verbindung gebracht, wobei die Bezugsflächen u. dgl. aufeinander
senkr,2c'it stehen. so daß z. B. drei Flächen senkrecht zueinander angeordnet sind.
Damit eine möglichst trägheitslose Aufhängung des Anzeigegeräts im Gehäuse vorgenommen
werden kann, wird ein Gegengewicht von geringem spezifischem Gewicht verwendet,
welches als Schwimmkörper wirkt und beispielsweise als Hohlkörper ausgebildet sein
kann oder aus schwimmfähigem Material, z. B. Kork, hergestellt wird. Zur Feinablesung
wird die mit dem Zeiger verbundene Noniusteilung an der Skala abgelesen. Mit diesem
Einrichtegerät lassen sich nicht nur Werkzeugmaschinen in ihrer räumlichen Lage
einrichten, z. B. Drehbänke usw., sondern auch die í u. il u.}] zu hearl)eitenden
Werkstücke sowohl auf der Maschine selbst als auch auf dem Vorbereitungstisch, z.
B. auf einer Anreißplatte.
-
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele dargestellt.
-
Fig. I und 2 veranschaulichen ein zweidimensionales Einrichtegerät
in Ansicht von vorn und im Schnitt; Fig. 3 und 4 zeigen ein dreidimensionales Einrichtegerät
im Schnitt und Draufsicht; Fig. 5 bringt eine Einzelheit.
-
Beim Gerät nach Fig. I und 2 ist in einem durch Anlegeflächen begrenzten
Körper I von rechteckigem Querschnitt das aus den Teilen I6und I7bestehende Rahmengehäuse
angeordnet, die zusammen mit den durchsichtigen Scheiben 2 und 3 den Gesamtkörper
bilden, in dem in den Lagerungen 5 die Drehachse I5 gelagert ist. Auf der Drehachse
15 befindet sich der Zeiger 4, der am unteren Ende das Ausgleichgewicht 6 mit dem
Schwimmkörper 7 trägt, welcher seinerseits in der Dämpfungs- und Einstellflüssigkeit
8 schwimmt und dessen Spiegel den Schwimmkörper 7 in die Honzontale einstellt. Am
Zeiger 4 ist N eiterhin am oberen Ende eine Noniuseinteilung 14 symmetrisch zur
Zeigerspitze angebracht. Auf den durchsichtigen Scheiben 2 und 3 werden am Rande
in Grad eingeteilte Skalen angeordnet und auf die Zeigermittelstellung abgestimmt.
Wird nun das Einrichtegerät mit seiner unteren Fläche auf eine einzurichtende Maschine
aufgesetzt, so zeigt der Zeiger 4 die Abweichung in Grobeinstellung und der Nonius
14 die Feineinstellung auf der Skala an.
-
Das Gerät nach Fig. 3 und 4 ist in der Wirkungsweise dasselbe, nur
daß an Stelle eines einzigen Anzeigegeräts zwei derartige Anzeigegeräte 9 und IO
rechtwinklig zueinander in dem plattenförmigen Anlegekörper II und I2 angeordnet
sind, Idie mit der Grundplatte I3 zu einem Ganzen verbunden sind. Mit diesem Doppelgerät
lassen sich nicht nur zweildimensionale Abweichungen in einer Ebene gegenüber der
Horizontalen oder einer nicht gezeichneten Bezugslainie oder Bezugsebene feststellen
und einrichten, sondern ganz allgemein räumliche Abweichungen. Hierbei muß jedes
Einrichtegerit für sich allein abgelesen und notfalls auf die Bezugsebene eingerichtet
werden.
-
PATENTANSPRECHE 1. Einrichtegerät mit Anlegekanten, gekennzeichnet
durch ein zweckmäßig ausgebildetes, ausbalanciertes, um eine Achse pendelndes vertikales
oder horizontales Anzeigegerät, das einen Nonius trägt, wobei der Zeiger mit der
. Skala zusammenwirkt und am entgegengesetzten Ende ein die Schwerkraft ausnutzendes
Gegengewicht trägt, welches in einem Dämpfungsmittel, beispielsweise einer Flüssigkeit,
angeordnet ist und mit dieser zusammenwirkt.