DE850210C - Verfahren zur Herstellung von aetherischen OElen und Terpentinoel aus Tannenzapfen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aetherischen OElen und Terpentinoel aus Tannenzapfen

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DE850210C
DE850210C DEP28218D DEP0028218D DE850210C DE 850210 C DE850210 C DE 850210C DE P28218 D DEP28218 D DE P28218D DE P0028218 D DEP0028218 D DE P0028218D DE 850210 C DE850210 C DE 850210C
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pine cones
turpentine oil
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Karl Schlotter
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F3/00Obtaining spirits of turpentine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fats And Perfumes (AREA)
  • Medicines Containing Plant Substances (AREA)

Description

  • Es ist bereits eine Reiche von Verfahren bekannt, welche sich mit der Gewinnung von Extrakten aus Tannennacleln oder Tannenrinde oder Tannenwurzeln mit oder ohne organischen oder anorganischen Zusätzen befassen.
  • Inn Gegensatz hierzu erfolgt durch das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung die Gewinnung von Terpentinöl und ätherischen Ölen aus Tannenzapfen durch entsprechende und geeignete Destillationsvorgänge. Bei Beachtung bestimmter Maßregeln kann jede Sorte von Tannenzapfen hierzu verwendet werden, denn,es hat sieh gezeigt, daß die wirksamen organischen Bestandteile in allen Tannenzapfenarten enthalten sind, was dagegen bei Nadeln, Rinden oder Wurzeln nicht der Fall und auch je nach der Baumart verschieden ist.
  • So werden z. B. bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Zapfen der Weißtanne oder der Fichte in grünem Zustand zerrissen. Andere Zapfen, z. B. der Kiefer oder der Forche, werden in ausgereiftem, gebrochenenn oder gefallenem Zustand luftgetrocknet und dann zerrissen. Eine künstliche Trocknung, wie sie z. B. bei durch Klengen behandelten Zapfen vorkommt, darf dagegen nicht stattfinden. Andere Zapfen, wie z. B. diejenigen der Weyniouthskiefer, werden sowohl grün als auch ausgereift und luftgetrocknet, aber nicht zerrissen, sondern als ganze Zapfen in die Destillation gebracht. Bei allen Arten kann der Samen der Zapfen vorher, jedoch ohne Erwärmung, entfernt oder in den Zapfen gelassen werden.
  • Die auf die vorbeschriebene Weise vorbereiteten, zerrissenen und zerkleinerten Tannenzapfen werden nun mit Wasserzusatz einer Destillation bei etwa 8o bis ioo° unterworfen. Bei Wasserzusatz ist darauf zii achten, daß das Destillationsgut unter dein Wasser liegt, d. h. es wird von einer Wasserschicht allgedeckt. Bei dem Destillationsvorgang werden praktisch alle in dem Destillationsgut enthaltenen flüchtigen Bestandteile gewonnen. Diese Bestandteile bestehen aus niedersiedenden und hochsiedenden Terpenen und ätherischen Ölen und stellen, wie eingehende Versuche ergeben haben, einen hohen Prozentsatz, etwa 2,o% und mehr, des Ausgangsproduktes dar. Die Ausbeute ist also durch den vorbeschriebenen Destillationsvorgang wider Erwarten eine sehr hohe.
  • Der durch den Destillationsvorgang gelöste und in einem Kühler niedergeschlagene Rollextrakt wird daraufhin einer oder auch mehreren weiteren Destillationen unterzogen, und zwar herauf bis zu etwa 200° Erhitzung, um den Extrakt zni reinigen und die Bestandteile.desselben in entsprechender Weise voneinander zu trennen. Dadurch werden sowohl die ätherischen, teilweise fluoreszierenden Öle und leichter flüchtigen Terpene als auch die schwerer flüchtigen (hochsiedenden) Ole für sich gewonnen. Je nach dem Verwendungszweck und der gewünschten Konzentration können sie miteinander gemischt und mit oder ohne irgendwelchen passenden und geeigneten Zusätzen abgefüllt werden.
  • Wie bereits erwähnt, «-erden durch das erfincltiiigsgeni;il3e Verfahren praktisch alle in Tannenzapfen der verschiedensten :@rt enthaltenen flüchtigen Bestandteile gewonnen. Diese Bestandteile sind nicht nur die aufgeführten Öle, die in der Hauptsache auf das Pinen zurückgehen, sondern auch alle übrigen, teilweise nur in Spuren enthaltenen sonstigen hochwertigen Kohlenwasserstoffe und Terpene, die in den Zapfen vorkommen. Aus diesem Grund ist der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte, terpentinhaltige Tannenzapfenextrakt äußerst kräftig und wirksam. Hierin liegt auch z. B. der Erfolg seiner praktischen therapeutischen Anwendung als Inhalationsmittel, als Mittel zum Einreiben und zur Massage, als Badezusatz, als Duftstoff und zur Luftreinigung und Lufterneuerung. Auch für eine Reihe anderer Verwendungszwecke lassen sich die aus den verschiedenen Destillationsvorgängen gewonnenen Tannenzapfenextrakte verwenden.
  • Die durch *die Destillation anfallenden Rückstände ebenso wie auch die aus der Extraktgewinnung zurückbleibenden, in der Hauptsache hochsiedenden, harzigen Rückstände können auf beliebige, an sich bekannte Weise weiterverarbeitet und für technische Zwecke N"er%\ enduiig finden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von ätherischen Ölen und Terpentinöl aus Tannenzapfen, dadurch gekennzeichnet, daß je nach der Baumart entweder grüne Zapfen oder ausgereifte, gebrochene oder gefallene, luftgetrocknete, aber nicht künstlich, z. B. durch Klengen, behandelte Tannenzapfen zerrissen und zerkleinert und unter Wasserzusatz in entsprechender Anordnung einer Destillation bei etwa 8o bis i oo' unterworfen werden und daß daraufhin aus dein aus dieser Destillation erhaltenen Rohextrakt in einer oder mehreren weiteren Destillationen bis herauf zu etwa 200' l#.rwärniung sowohl die ätherischen Öle und Terpene als auch die schwerer flüchtigen (hochsiedenden) Öle je für sich getrennt gewonnen werden. Antrezogene Druckschriften: A n d e s , Die Harzprodukte, 1024, S. 184, 185 und S. 202, 203.
DEP28218D 1948-12-31 1948-12-31 Verfahren zur Herstellung von aetherischen OElen und Terpentinoel aus Tannenzapfen Expired DE850210C (de)

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