DE850524C - Verfahren zur Herstellung gefaerbter Polymerisate von Vinylverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gefaerbter Polymerisate von Vinylverbindungen

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DE850524C
DE850524C DEC3265A DEC0003265A DE850524C DE 850524 C DE850524 C DE 850524C DE C3265 A DEC3265 A DE C3265A DE C0003265 A DEC0003265 A DE C0003265A DE 850524 C DE850524 C DE 850524C
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DE
Germany
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weight
parts
polymerization
styrene
stirring
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Expired
Application number
DEC3265A
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English (en)
Inventor
Kurt Alfred Dr Hoffmann
Wilhelm Dr Klein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
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Publication date
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Publication of DE850524C publication Critical patent/DE850524C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F2/00Processes of polymerisation
    • C08F2/44Polymerisation in the presence of compounding ingredients, e.g. plasticisers, dyestuffs, fillers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymerisation Methods In General (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung gefärbter Polymerisate von Vinylverbindungen Es ist bekannt, gefärbte Polymerisate von Vinylverbindungen dadurch 'herzustellen, daß man die Polymerisation in Gegenwart von in dem Monomeren löslichen Farbstoffen durchführt. Die Verwendung von in dem Monomeren nicht löslichen Farbstoffen führt dagegen nicht ohne weiteres zum Ziel.
  • Es wurde nun gefunden, daß man bei der an sich bekannten Perlpolymerisation von Vinylverbindungen, d. h. bei der Polymerisation in einer wäßrigen Aufschlämmung pulverförmiger Stoffe, die in den monomeren Verbindungen und im Wasser unlöslich sind, in Abwesenheit von Emulgiermitteln (vgl. z. B. deutsche Patentschrift 735 z81) gefärbte Polymerisate erhalten kann, wenn man die Polymerisation in Gegenwart von Pigmenten, die mit Estern höherer aliphatischer Carbonsäuren zu einer Paste angerieben wurden, durchführt. Derart vorbehandelte Pigmente setzen sich trotz ihres zum Teil wesentlich höheren spezifischen Gewichtes bei der Polymerisation nicht ab. Man hat es in der Hand, durch Verändern der Konzentration vollkommen homogene bzw. nur oberflächlich angefärbte Perlpolymerisate zu erzielen. Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß man das Pigment in geeigneter Weise unter Zusatz einer geringen Menge eines geeigneten Esters (Leinöl) so lange vermahlt, bis das Pigment genügend fein dispergiert ist. Darauf wird die erhaltene Pigmentpaste im Monomeren bzw. in einer Lösung von Polymeren im Monomeren oder auch in einem aiipolymerisi,erten:@Ionomereit durchRü1iren dispergiert, worauf die Polymerisation in wäßriger Phase unter Zusatz eines Suspensionsmittels unter Rühren in an sich bekannter Waise polymerisiert wird. Als Pigmente können anorganische Pigmente, organische Pigmente, ferner Phosphoreszens- und Fluoreszensfarbstoffe oder deren Gemische angewendet werden. Geeignete Ester höherer aliphatischer Carbonsäuren sind beispielsweise Leinöl, Lackleinöl, Rizinusöl, Synourynöil, Oiticicaöl, Holzöl und die aus diesen Ölen erhältlichen Standöle, ferner Ester höherer, gegebenenfalls synthetischer Carbonsäuren. Das Anreiben der Pigmente erfolgt in der üblichen Weise, z. B. auf der Tellermühle oder auf dem Walzenstuhl. Gewünschtenfalls können den Pasten zur Nuancierung noch öllösliche Farbstoffe zugefügt werden.
  • Als polymerisierbare Vinylverbindungen können einfach oder mehrfach ungesättigte aliphatische, araliphatische, cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe oder deren Gemische, z. B. Styrol und Styrolderivate, ferner Vinylester, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Acrylsäureester, Methacrylsäureester usw., verwendet werden. Als Polymerisationsaktivatoren können die üblichen Peroxyde, wie Wasserstoffsuperoxyd, Benzoylperoxyd usw., verwendet werden; besonders vorteilhaft haben sich Verbindungen vom Typus des Azo-di-iso-buttersäurenitrils erwiesen, mit denen es gelingt, die Polymerisation auch in Gegenwart von schwefelhaltigen Pigmenten, wie Zink- und Kadmiurnsulfiden, durchzuführen, in deren Gegenwart die Polymerisation bei Verwendung von Superoxyden nicht gelingt. Beispiel i In 4oo Gewichtsteilen Styrol werden 0,224 Gewichtsteile einer 3oo/oigen Paste aus Leinöl und Eisenoxydrot (Ferrioxyd) dispergiert, worauf i Gewichtsteil Azo-di-iso-buttersäurenitril zugesetzt wird. Man suspendiert ferner 4o Gewichtsteile Bariumsulfat in 8oo Gewichtsteilen Wasser und trägt unter. Rühren das angefärbte Styrol ein. ,Ulan erwärmt auf 5o@ und erhält Perlen, die, zu einer Platte verpreßt, ein Wabenmuster ergeben. Beispiel e Man gibt zu 400 Gewichtsteilen Styrol i Gewichtsteil Azo-di-iso-buttersäurenitril und polymerisiert 6 Stunden bei 65°, darauf werden 16,8 Gewichtsteile einer 3oo/oigen Paste aus Leinöl und Eisenoxydrot (Ferrioxyd) unter Rühren eingetragen. In eine Suspension von 8 Gewichtsteilen Bariumsulfat in 8oo Gewichtsteilen Wasser wird sodann unter Rühren das anpolymerisierte gefärbte Styrol eingetragen. Man setzt die Polymerisation bei 65° fort und erhält Perlen, die beim Verpressen eine rotbraune, opake Platte ergeben. Beispiel 3 Man dispergiert in 4oo Gewichtsteilen Styrol 19,2 Gewichtsteile einer Paste aus 12 Gewichtsteilen Zinkweiß und der erforderlichen Menge Leinöl sowie i Gewichtsteil Azo-di-iso-buttersäurenitril.
    Man trägt das angefärbte Styrol unter Ruhren in
    eine Suspension von 4 Gewichtsteilen Bariumsulfat
    in 8o0 Gewichtsteilen Wasser ein. Man polymeri-
    siert bei 65° und erhält Perlen, die beim Verpressen
    eine elfenbeinartige, opake Platte ergeben.
    Beispiel In 40o Gewichtsteilen Styrol werden 2,6 Gewichtsteile einer Paste aus 2 Gewichtsteilen Ruß und o,6 Gewichtsteilen Leinöl sowie io Gewichtsteile Azo-di-iso-buttersäurenitril dispergiert. Das gefärbte Polystyrol wird in eine Suspension von 4 Gewichtsteilen Bariumsulfat in 8oo Gewichtsteile Wasser unter Rühren dispergiert, worauf bei 65' polymerisiert wird. Man erhält Perlen, die sich zu einer schwarzen, opaken Platte verpressen lassen. Beispiel s Man dispergiert in 8ooo Gewichtsteilen Styrol 312 Gewichtsteile einer 3o"/oigen Paste aus Titandioxyd und Leinöl sowie i3.56 Gewichtsteile Azodi-iso-buttersäurenitril. Das angefärbte Styrol wird unter Rühren in eine Suspension von 8o Gewichtsteilen Bariumsulfat in 16 ooo Gewichtsteile Wasser gegeben, worauf bei 65° polymerisiert wird. Man erhält Perlen, die nach dem Verpressen eine weiße, opake Platte ergeben. Beispiel 6
    Man dispergiert in 8ooo Gewichtsteilen Styrol
    312 Gewichtsteile einer 3o('/oigen Paste aus Titan-
    dioxyd und Leinöl sowie 13"s6 Gewichtsteile Azo-di-
    iso-buttersäurenitril und 8 Gewichtsteile eines
    blauen öllöslichen Farbstoffes. Man dispergiert das
    angefärbte Styrol in einer Suspension von 8o Ge-
    wichtsteilen Bariumsulfat in 16 ooo Gewichtsteilen
    Wasser unter Rühren. l\Ian polymerisiert bei 65°
    und erhält Perlen, die heim @erl@resscn eine blaue,
    opake Platte ergeben.
    Beispiel
    Man dispergiert in .loo Gewichtsteilen Styrol
    15,6 Gewichtsteile einer 3oo,'uigeii Paste aus Titan-
    weiß und Leinöl sowie 6,2 Gewichtsteile einer
    3oo/oigen Paste aus einem gellen Leuchtfarbstoff
    und Leinöl, worauf noch i Gewichtsteil Azo-di-iso-
    buttersäurenitril zugefügt wird. Das angefärbte
    Styrol wird in eine Suspension von 4 Gewichts-
    teilen Bariumsulfat in 8oo Gewichtsteile Wasser
    unter Rühren gegeben, worauf bei 65° polymerisiert
    wird. Man erhält Perlen, die beim Verpressen eine
    weiße, opake Platte ergeben, die im Dunkeln phos-
    phoresziert.
    Beispiel 8
    Man erhitzt eine Mischung aus 4oo Gewichts-
    teilen Stvrol und i GeNvichtsteil Azo-di-iso-1)utter-
    säurenitril 6 Stunden auf 65°, wobei das Styrol
    polymerisiert. Darauf werden unter Rühren 48 Ge-
    wichtsteile einer 2oo%oigetl Paste ,eines gellen
    Leuchtfarbstoffes und Leinöl zugesetzt. Die erhal-
    tene Mischung wird zu einer Suspension von 4 Ge-
    wichtsteilen Bariumsulfat in Soo Gewichtsteile

Claims (1)

1' aTL\ -'ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung gefärbter Poly- merisate von Vinvlverbindungen durch Perl- polymerisation, dadurch gekennzeichnet, daß
Wasser gegeben, worauf unter Rühren bei 6j° weiter polymerisiert wird. Die erhaltenen Perlen ergeben beine Verspritzen eine grüngelbe Platte, die im Dunkehi phosphoresziert.
man die Polymerisation in Gegenwart von Pasten, die aus Pigmenten und Estern von höheren aliphatischen Carbonsäuren erhalten wurden, durchführt. ?. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß man die Polymerisation in Gegenwart von Verbindungen vom Typ des Azo-di-iso-buttersäurenitrils als Aktivator durchführt.
DEC3265A 1950-10-09 1950-10-10 Verfahren zur Herstellung gefaerbter Polymerisate von Vinylverbindungen Expired DE850524C (de)

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DE1030276X 1950-10-09
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DE850524C true DE850524C (de) 1952-09-25

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2162264A1 (de) * 1970-12-16 1972-06-22 Sinloihi Co Ltd Verfahren zur Aufbereitung von gefärbten Harz-Partikeln
DE2351519A1 (de) * 1972-10-14 1974-04-18 Nippon Paint Co Ltd Verfahren zur herstellung von festen massen, in denen pigmente dispergiert sind

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2162264A1 (de) * 1970-12-16 1972-06-22 Sinloihi Co Ltd Verfahren zur Aufbereitung von gefärbten Harz-Partikeln
DE2351519A1 (de) * 1972-10-14 1974-04-18 Nippon Paint Co Ltd Verfahren zur herstellung von festen massen, in denen pigmente dispergiert sind

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