DE852903C - Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Kautschukmilch - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Kautschukmilch

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DE852903C
DE852903C DEG4637A DEG0004637A DE852903C DE 852903 C DE852903 C DE 852903C DE G4637 A DEG4637 A DE G4637A DE G0004637 A DEG0004637 A DE G0004637A DE 852903 C DE852903 C DE 852903C
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DE
Germany
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rubber
fluoride
production
milk
objects
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Expired
Application number
DEG4637A
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English (en)
Inventor
Bailey Bennett
George H Mcfadden
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Motors Liquidation Co
Original Assignee
General Motors Corp
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Publication date
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Publication of DE852903C publication Critical patent/DE852903C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08CTREATMENT OR CHEMICAL MODIFICATION OF RUBBERS
    • C08C1/00Treatment of rubber latex
    • C08C1/14Coagulation
    • C08C1/15Coagulation characterised by the coagulants used

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus Kautschukmilch Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Gegenständen unmittelbar aus wäßrigen Dispersionen kautschukartiger Werkstoffe.
  • Zur Erreichung dieses Zieles bezweckt die Erfindung, ein Verfahren zu schaffen, bei dem örtliche Koagulation in einer Kautschukmilch vermieden wird, der ein mit Verzögerung arbeitendes Koaguliermittel aus der Klasse der Natrium- und Kaliumfluortitanate zugesetzt ist, wie es in der amerikanischen Patentschrift 2 472 o54 beschrieben ist.
  • Zur Lösung der gestellten Aufgabe besteht die Erfindung darin. Natrium-, Kalium oder Ammoniumfluorid oder ein anderes lösliches Fluorid eines Alkalimetalls in bestimmten Mengen dem Koaguliermittel, das mit Verzögerung arbeitet, zuzusetzen, beispielsweise # also den Kalium- oder Natriumsalzen von Fluortitansäure, die anschließend in der Kautschukmilch Verwendung finden sollen.
  • Weitere Ziele und Merkmale der neuen Erfindung werden sich aus der nachfolgenden Beschreibung ergeben.
  • Bei - der unmittelbaren Herstellung von Kautschukartikeln aus Kautschukmilch ist es bisher üblich gewesen, bei der Mischung der Kautschukmilch die Mischzusätze vor dem Zusatz eines mit Verzögerung arbeitenden Koaguliermittels zuzugeben. Die Wirkung des mit Verzögetung arbeitenden Koaguliermittels tritt erst nach einem bestimmten Zeitablauf ein und ruft die Koagulation der Kautschukmilch hervor, worauf das Material durch übliche Mittel vulkanisiert werden kann, um einen bestimmten Kautschukartikel herzustellen. In der genannten amerikanischem, Patentschrift 2 472 054 dienen als mit Verzögerung wirkende Koagulierzusätze die löslichen Alkalisalze der Fluortitansäure, die in bestimmten Mengen zugesetzt werden, 'wodurch die Koagulation oder Gelierung der Kautschukmilch innerhalb einer gewünschten und genau geregelten Zeitspanne erfolgt. Diese Zeitspanne ist von Wichtigkeit bei Tauch- und Zerstäubungsverfahren, da die Kautschukmilch genügend flüssig bleiben muß, um'ihre Behandlung vor einer Koagulation oder Gelierung zu gestatten. Während solcher Arbeitsvorgänge muß die Kautschukmilch über eine längere bestimmte Zeitspanne in einem flüssigen Zustand gehalten werden. Das ist besonders wichtig, wenn die Kautschukmilch in Schaum übergeführt wird, beispielsweise in einer kontinuierlich arbeitenden Aufschäumungsapparatur oder in absatzweise arbeitenden Behältern, ohne däß eine vorzeitige Koagulation eintritt, so daß die gewünschten Formvorgänge leicht durchgeführt werden können und gleichmäßige Erzeugnisse erhalten werden.
  • Es ist selbstverständlich, daß das mit Verzögerung arbeitende Koaguliermittel, das sind also die löslichen Alkalisalze der Fluortitansäuren, wozu auch die Ammoniumsalze zu rechnen sind, mit jeder Art von natürlicher oder künstlicher Kautschukdispersion oder Mischungen daraus zusammen benutzt werden können, sei es, daß es sich um natürliche Kautschukmilch handelt oder um Dispersionen aus Polychlorbutadien oder irgendwelchen anderen Polymerisaten, die eine einzige Äthylendoppelbindung C=C aufweisen und zusammen mit Butadien-i, 3-Kohlenwasserstoff in wäßriger Emulsion polymerisierbar sind.
  • Bei der Herstellung von Kautschukmilchmischungen treten gewöhnlich Schwierigkeiten infolge örtlicher Koagulation auf, die vorzeitig erfolgt, die Gleichförmigkeit der Erzeugnisse stört und in vielen Fällen bei der Herstellung der Kautschukartikel erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt.
  • Man kann _durch die Erfindung die örtlichen Koagulationen in der Kautschukmilch völlig oder doch im wesentlichen ausschließen. Es wurde gefunden, daß durch Erhöhung der Konzentration an Fluoridanionen die Gelierungszeit der Kautschukmilch nicht wesentlich geändert wird, wenn man Fluortitansäuresalze als Verzögerungsmittel für die Koagulation benutzt, daß aber die Möglichkeit vorzeitig örtlicher Koagulationen im wesentlichen dadurch ausgeschaltet wird. Weiter wurde getunden, daß insbesondere die Fluorsalze des Natriums, Kaliums und Ammoniums zusammen mit anderen löslichen Alkalifluoriden, wenn sie in bestimmten Mengen zusammen mit einem Natrium- oder Kaliumfluortitanat (dem mit Verzögerungswirkung arbeitenden Koaguliermittel) benutzt werden, eine Fluoridanionenkonzentration erzeugt, die ausreicht, um die oben beschriebenen Schwierigkeiten zu verhindern.
  • Es wurde weiter gefunden, claß im allgemeinen eine genau bestimmte Zusatzmenge von Fluoriden einzuhalten ist, wenn durch ihren Zusatz die Verhältnisse in der Kautschukmilch gesteuert werden sollen. Die Mengenzugaben des Fluorides, die innerhalb des Kautschukmilchschaumes die gewünschten Verhältnisse schaffen, liegt zwischen 7,5g Fluorid pro 1-1o1 Natrium- oder Kaliumfluortitanat an der unteren Grenze und 9,5g Fluorid pro Mol Natrium- oder Kaliumfluortitanat an der oberen Grenze. Wenn also die Konzentration des F luorsalzes zwischen 7,5 und 9,5g pro Mol des benutzten Fluortitanates gehalten wird, so werden die beschriebenen Schwierigkeiten mit Sicherheit beseitigt. Die eben genannten Grenzen der Mengenzugaben gelten, wenn man irgendeins der obengenannten Fluoride in Verbindung mit dem Natrium- oder Kaliumfluortitanat benutzt.
  • Es ist im allgemeinen selbstverständlich, daß die Herstellung der Kautschukmilchmischung vor der Verwendung -dieser Zusätze erfolgt. Wird sie in Schaum verwandelt, so erfolgt die Mischung vor oder während des Verschäainens mit irgendwelchen üblichen Mischungszusätzen, wie Vulkanisationsm.itteln, Beschleunigern, Pigmenten, Füllmitteln usw.; die Mischung des mit Verzögerung arbeitenden Koaguliermittels und des löslichen Fluorides wird zweckmäßig nach der Herstellung der Mischung und, wo ein Verschäumen stattfindet, nach dem Aiifschäumtingsvorgang unmittelbar vor dem Zerstäuben, Tauchen oder Formen zugesetzt und beigemischt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus einer Kautschukmilchmischung, insbesondere aus Kautschukdispersionen oder deren Mischungen, auch in verschäumtem Zustande, unter Benutzung eines mit Verzögerungswirkung arbeitenden Koaguliermittels in Form von Alkalifluortitanat, dadurch gekennzeichnet, daß die Fluoridanionenkonzentration in der Kautschukdispersion durch Zugabe eines oder mehrerer löslicher Natrium-, Kalium- oder Ammoniumfluoride erhöht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzmenge des Fluorides zwischen 7,5 und 9,5 g pro Mol der benutzten Fluortitanatmenge liegt.
  3. 3. Verfahren zur Herstellung von Gegenständen nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man entweder natürliche Kautschukmilch oder Dispersionen von Polvnierisaten aus Polychlorbutadien oder Stoffen mit einer einzigen Äthylendoppelbindung C=C, die zusammen mit Butadien-1, 3-Kohlenwasserstoff in wäßriger Lösung polymerisierbar sind, oder Mischungen davon benutzt.
DEG4637A 1949-12-03 1950-11-23 Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus Kautschukmilch Expired DE852903C (de)

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