DE852984C - Verfahren zum Faerben von Gebilden aus Vinylpolymerisaten - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Gebilden aus Vinylpolymerisaten

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DE852984C
DE852984C DEB12129A DEB0012129A DE852984C DE 852984 C DE852984 C DE 852984C DE B12129 A DEB12129 A DE B12129A DE B0012129 A DEB0012129 A DE B0012129A DE 852984 C DE852984 C DE 852984C
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DE
Germany
Prior art keywords
structures made
vinyl polymers
treated
phenylenediamine
threads
Prior art date
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Expired
Application number
DEB12129A
Other languages
English (en)
Inventor
Julius Dr Eisele
Wilhelm Federkiel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE852984C publication Critical patent/DE852984C/de
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/32General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using oxidation dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zum Färben von Gebilden aus Vinylpolymerisaten Es wurde gefunden, daß man Gebilde aus Vinylpolymerisaten, wie Fäden, Bänder, Fasern, Flocken, Vorgespinste, Gewebe und Gewirke, färben kann, wenn man sie mit ringförmigen Amino- oder Oxyverbindungen oder mit Gemischen dieser Stoffe und gleichzeitig oder anschließend mit Oxydationsmitteln, gegebenenfalls in Gegenwart von sauerstoffübertragenden Katalysatoren, wie Schwermetallsalzen, behandelt.
  • Geeignete Aminoverbindungen sind beispielsweise: o-, m- oder p-Phenylendiamin, Benzidin, p-Aminodil>'henylamin, i, 5-Diaminonaphthalin, o-, m- oder p-Aminophenol, Aminochinaldine oder auch der Azofarbstoff aus diazotiertem p-Phenylendiamin und a-Naphthylamin. Von den besonders geeigneten Oxyverbindungen seien erwähnt Phenol, Brenzkatechin, Resorcin, Phloroglucin, Pyrogallol, ß-Naphthol oder i, 5-Dioxynaphthalin. ir Man kann dabei so verfahren, daß man die ringförmigen Amino- oder Oxyverbindungen oder ihre Gemische in Wasser oder organischen Lösungsmitteln löst oder sie, gegebenenfalls mit Hilfe von Dispergierungsmitteln, in Wasser verteilt und das Färbegut in diesen Lösungen oder Suspensionen einige Zeit, vorzugsweise bei erhöhter Temperatur, behandelt und anschließend das so behandelte Färbegut, gegebenenfalls nach einer Zwischenspülung, im gleichem oder neuem Bad, mit Wasserstoffperoxyd oder anderen peroxydischen Verbindungen, Chromsäure oder chromsauren Salzen, Chloraten, Chlorfiten oder Hypochloriten, Salpetersäure oder anderen oxydierend wirkenden Mitteln behandelt. Die Wahl des Oxydationsmittels richtet sich nach der Art des zu färbenden Polymerisates und muß dessen Beständigkeit angepaßt sein; für Gebilde aus Polyacrylnitril beispielsweise sind Wasserstoffperoxyd, Perborate, Percarbonate oder chromsaure Salze besonders gut geeignet.
  • Die erhaltenen Färbungen zeichnen sich durch gute Echtheitseigenschaften, insbesondere durch hohe Reibechtheit, aus. Die erhaltenen Farbtöne hängen von der Art der angewandten ringförmigen Amino- und Oxyverbindungen ab und können durch verschiedenartige Kombination dieser Stoffe sowie durch die Wahl des Oxydationskatalysators weitgehend beeinflußt werden.
  • Beispiel i Man behandelt ein Gewebe aus Polyacrylnitril in einem wäßrigen Bad, das im Liter 5o g p-Phenylendiamin gelöst enthält, 2 Stunden bei 95 bis ioo° (Flottenverhältnis i : 5o), spült und oxydiert in einem Bad, das im Liter 20 ccm 30 90' Wasserstoffperoxyd enthält, % Stunde bei 95 bis ioo°, spült wieder und trocknet. Man erhält je nach Faserart blaustichiggraue bis blaustichigschwarze Färbungen.
  • Verwendet man an Stelle von p-Phenylendiamin o-Phenylendiamin, so erhält man gelbolive Färbungen. Mit m-Phenylendiamin erhält man graustichigbraune, mit o-Aminophenol gelbe, mit 8-Aminochinaldin schwarzbraune und finit Brenzkatechin orange Färbungen.
  • An Stelle von Wasserstoffperoxyd kann man mit gleichem Erfolg auch ein Bad, das im Liter 5 g Natriumperborat enthält, verwenden.
  • Beispiel e Fäden aus Polyvinylchlorid werden in gleicher Weise, wie in Beispiel i beschrieben, in einem Bad, das im Liter 40 g p-Phenylendiamin und io g Brenzkatechin enthält (Flottenverhältnis i : 5o) behandelt und dann in der in Beispiel i beschriebenen Weise mit Wasserstoffperoxyd nachbehandelt. Man erhält braun gefärbte Polyvinylchloridfäden. Beispiel 3 Man behandelt ein Gewebe aus Polyacrylnitril in einem iBad, das im Liter io g p-Phenylendiamin, 8 g- Kaliumbichromat, 5 ccm konzentrierte Schwefelsäure und 3 g Kupferchlorid enthält (Flottenverhältnis 1 :50). Man geht bei 30° ein, treibt innerhalb 15 Minuten auf 95 bis ioo° und behandelt weitere 6o Minuten bei dieser Temperatur. Nach dem Spülen und Trocknen erhält man ein dunkelbraun gefärbtes Polyacrylnitrilgewebe.
  • Beispiel 4 Man behandelt Fäden aus Polyacrylnitril in einem Bad, das im Liter io g p-Aminodiphenylamin in wenig Essigsäure gelöst enthält, 2 Stunden bei 95 bis ioo° (Flottenverhältnis i : 5o), spült und oxydiert dann in einem frischen Bad, das im Liter 5 g Natriumchlorat, 3 g Kupferchlorid und 5 ccm konzentrierte Schwefelsäure enthält (Flottenverhältnis i : 50). Man erhält so ein schwarz gefärbtes Polyacrylnitrilgewebe.
  • Beispiel s Man behandelt Fäden aus einem Mischpolymerisat aus 6o % Vinylchlorid und 4o 17o Acrylnitril in einem Bad, das im Liter 40 g p-Phenylendiamin und io g Brenzkatechin (im Flottenverhältnis 1 :5o) enthält, 2 Stunden bei 95 bis ioo°, spült und oxydiert dann, wie in Beispiel i beschrieben, mit Wasserstoffperoxyd. Man erhält braun gefärbte Fäden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Färben von Gebilden aus Vinylpolymerisaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Gebilde aus Vinylpolymerisaten mit ringförmigen Amino- oder Oxyverbindungen oder Gemischen dieser Stoffe und gleichzeitig oder anschließend mit Oxydationsmitteln, gegebenenfalls in Gegenwart von sauerstoffübertragenden Katalysatoren, behandelt.
DEB12129A 1950-10-26 1950-10-26 Verfahren zum Faerben von Gebilden aus Vinylpolymerisaten Expired DE852984C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3419340A (en) * 1965-07-19 1968-12-31 Monsanto Co Ingrain dyeing of synthetic fibers with a furfural solution of ingrain dyes

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