DE853035C - Kippschaltung mit mehreren stabilen Lagen - Google Patents

Kippschaltung mit mehreren stabilen Lagen

Info

Publication number
DE853035C
DE853035C DEN1024A DEN0001024A DE853035C DE 853035 C DE853035 C DE 853035C DE N1024 A DEN1024 A DE N1024A DE N0001024 A DEN0001024 A DE N0001024A DE 853035 C DE853035 C DE 853035C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
point
tube
voltage
circuit
rectifier
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEN1024A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Bertold Buchner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Philips Gloeilampenfabrieken NV filed Critical Philips Gloeilampenfabrieken NV
Application granted granted Critical
Publication of DE853035C publication Critical patent/DE853035C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04Q—SELECTING
    • H04Q1/00—Details of selecting apparatus or arrangements
    • H04Q1/18—Electrical details
    • H—ELECTRICITY
    • H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03K—PULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00—Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/04—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of vacuum tubes only, with positive feedback
    • H03K3/05—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of vacuum tubes only, with positive feedback using means other than a transformer for feedback
    • H03K3/06—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of vacuum tubes only, with positive feedback using means other than a transformer for feedback using at least two tubes so coupled that the input of one is derived from the output of another, e.g. multivibrator
    • H03K3/14—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of vacuum tubes only, with positive feedback using means other than a transformer for feedback using at least two tubes so coupled that the input of one is derived from the output of another, e.g. multivibrator multistable

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Rectifiers (AREA)

Description

(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 20. OKTOBER 1952
N 1024 VIIIa j 21g
Die Erfindung bezieht sich auf eine ,Elektronenröhrenschaltung.
In manchen Fällen, wie z. B. bei selbsttätigen Fernsprechsystemen, Echosperren, Meßschaltungen, Steuerschaltungen od. dgl., besteht ein Bedürfnis nach einer Vorrichtung, mit der die Größe einer Gleichspannung trennscharf ermittelt werden kann, in dem Sinne, daß feststellbar ist, ob die geprüfte Spannung innerhalb oder außerhalb eines bestimmten Spannungsintervalls liegt, z. B. indem ein Relais anspricht, wenn die Spannung innerhalb bestimmter Grenzwerte liegt, und nicht anspricht, wenn die Spannung größer ist als der höchste oder kleiner als der niedrigste Grenzwert ist. Es ist dabei erwünscht, daß die Grenzwerte scharf definiert sind, d. h. daß die,Ausgangsspannung oder der Ausgangsstrom der Schaltung einer großen Änderung unterliegt, wenn die Prüfspannung bei Änderung einen Grenzwert passiert, und außerdem soll der Grenzwert derselbe sein, wenn die Spannung in steigendem oder in abnehmendem Sinne geändert wird.
Es ist bereits eine Schaltung zum Vergleichen zweier Spannungen vorgeschlagen worden, bei der bei zwei bestimmten Grenzwerten des Spannungsunterschieds eine steile Änderung der Ausgangs- spannung oder des Ausgangsstroms durch Rückkopplung erzielt wird. Bei dieser Schaltung werden die zu vergleichenden Spannungen Steuergittern zweier Entladungsröhren zugeführt, deren gemeinsamer Kathodenkreis eine dritte Röhre enthält. Eine Steuerelektrode einer vierten Röhre ist über einen Gleichrichter mit den Anodenkreisen der zwei ersten Röhren gekoppelt, und die vierte Röhre ist weiter derart mit der dritten Röhre gekoppelt, daß Rückkopplung auftritt. Wenn der Eingangsspannungsunterschied geringer als ein bestimmter Schwellen-
wert ist, sind die Gleichrichter gesperrt, und der Rückkopplungsfaktor ist Null. Übersteigt der absolute Wert des Eingangsspannungsunterschieds einen Schwellenwert, so wird einer der Gleichrichter leitend und der Rückkopplungsfaktor etwa gleich i, so daß eine sehr geringe Änderung einer der Eingangsspannungen eine große Änderung des die vierte Röhre durchfließenden Stroms zur Folge hat.
xo Die Erfindung schafft eine Schaltung, die einfacher ist und weniger Röhren als die vorerwiähnte Schaltung enthält. Die Schaltung nach der Erfindung ist eine Kippschaltung mit drei stabilen Lagen. Die Ausgangsspannung dieser Schaltung geht bei stetigerÄnderung der Eingangsspannung sprunghaft von einer zu einer anderen Gleichgewichtslage über. Es wird eine Schaltung an sich bekannter Art verwendet, bei der die Steuerspannung einer Steuerelektrode einer ersten Entladungsröhre zugeführt wird, von der ein Ausgangskreis aperiodisch mit einer Steuerelektrode einer zweiten Entladungsröhre und ein Ausgangskreis der zweiten Röhre derart aperiodisch mit einem Eingangskreis der ersten Röhre gekoppelt ist, daß positive Rückkopplung auftritt. Eine derartige Schaltung wird manchmal Triggerschaltung genannt. Die Triggerschaltung kann z. B. derart sein, daß eine Steuerelektrode einer jeden Röhre über eine Batterie oder mit Hilfe einer Spannungsteilerschaltung mit einem Punkt eine? Ausgangskreises, z. B. eines Anodenkreises oder eines Schirmgitterkreises, der anderen Röhre gekoppelt ist. Auch ist eine Schaltung verwendbar, bei der die Kathodenkreise der Röhren einen gemeinsamen Widerstand haben und nur die Steuerelektrode der ersten Röhre mit einem Ausgangskreis der anderen Röhre gekoppelt ist.
Es ist bereits bekannt, bei einer derartigen Schaltung die Teile derart zu wühlen, daß der Rückkopplungsfaktor etwa gleich 1 ist. Diese Schaltungen haben jedoch nur eine einzige Schwelle.
Die Schaltung nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungskreis zwischen dem Ausgangskreis der ersten Röhre und der Steueielektrode der zweiten Röhre eine Parallelschaltung zweier Zweige mit je einem Gleichrichter enthält, die in entgegengesetztem Sinne polarisiert und mit einer derartigen Vorspannung beaufschlagt sind, daß der erste Gleichrichter leitend ist, wenn die Steuerspannung einen bestimmten ersten Grenzwert übersteigt, und der zweite Gleichrichter leitend ist, wenn dieSteuerspamiming niedriger als ein bestimmter zweiter Grenzwert ist, der niedriger als der erste Grenzwert ist, und der Rückkopplungsfaktor wenigstens nahezu gleich 1 ist, wenn einer der Gleichrichter und die beiden Röhren leitend sind.
Der Rückkopplungsfaktor ist Null oder wenigstens sehr niedrig, wenn die beiden Gleichrichter gesperrt sind, d. h. falls die ,zu prüfende Spannung einen zwischen den beiden Grenzwerten liegenden Wert hat.
Gemäß der weiteren Erfindung ist bei einer bestimmten Ausführungsform der Schältung zwischen zwei Punkten konstanten; Potentials ein Spannungsteiler geschaltet, und es ist zwischen zwei Punkten dieses Spannungsteilers die Reihenschaltung der zwei Gleichrichter geschaltet, und der Verbindungspunkt der Gleichrichter ist mit einem Punkt des Äusgangskreises der ersten Entladungsröhre und die ,Steuerelektrode der zweiten Röhre mit einem weiteren Punkt des Spannungsteilers verbunden.
Bei einer anderen Ausführungsform ist zwischen einem Punkt des Ausgangskreises der ersten Entladungsröhre und einem Punkt konstanten Potentials ein Spannungsteiler geschaltet, von dem ein Teil durch die Reihenschaltung der Gleichrichter überbrückt wird. Der Verbindungspunkt der Gleichrichter ist mit der Steuerelektrode der zweiten Röhre verbunden, und die Steuerelektrode ist weiter über wenigstens einen Widerstand mit einem Punkt konstanten Potentials verbunden.
Vorzugsweise wird die Ausgangsspannung einem Punkt entnommen, der mit einem Punkt eines Ausgangskreises einer jeden Röhre über einen Gleichrichter gekoppelt ist, wobei die Gleichrichter derart polarisiert sind, daß der Punkt stets entweder dem höchsten oder dem niedrigsten der Potentiale der Punkte der Ausgangskreise der Röhren folgt.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erliäutert.
Fig. i, 3, 4 und 5 stellen einige Ausführungsl>eispiele von Schaltungen nach der Erfindung dar;
Fig. 2 a und 2 b zeigen Diagramme, mit denen die Wirkungsweise der Schaltungen erläutert wird.
Bei der Schaltung nach Fig. 1 wird die zu prüfende Spannung dem Steuergitter der Röhre B1 zugeführt. Der Kathodenkreis der Röhren B1 und B2 enthält einen gemeinsamen Widerstand R1. Die Anoden dieser Röhren werden über die Widerstände R2 und R3 aus einer Spannungsquelle V2 gespeist.
Das Steuergitter der Röhre B2 ist über die Reihenschaltung dies Gleichrichters g2 und der Batterie Ba mit dem Punkt 2 des Anodenkreises (der Röhre B1 verbunden. Zwischen den Punkt 2 und die An-· zapfung ο der Batterie ist der Gleichrichter ^1 geschaltet. Das Steuergitter von B2 ist weiter über den Widerstand i?4 mit dem Punkt 7 des zwischen die Spannungsquellen V1 und V2 geschalteten Spannungsteilers R5, Re, R1 verbunden.
Das Steuergitter einer Hilfsröhre B3 ist über den AbleitungSTviderstand R8' und die Gleichrichter g3 und g4 mit den Anoden von B1 und B2 gekoppelt. Der Ableitungswiderstand R8' verhütet, daß das Steuergitter ein hohes positives Potential gegenüber der Kathode annimmt. Die Gleichrichter sind derart polarisiert, daß das Steuergitter das höchste der Potentiale der Punkte 2 und 3 annimmt. Infolge des vorhandenen Ableitungswiderstands R8 zwischen dem Punkt 4 und der Spannungsquelle V1 bleibt immer wenigstens einer der Gleichrichter leitend. Die Kathode von B3 ist mit dem Punkt 8 des Spannungsteilers R5, R6, R1 verbunden. Die Widerstände R5, R6 und R1 sind derart bemessen, daß die Potentiale der Punkte 7 und 8 nur in geringern Maße vom Emissionsstrom der Röhre B3
beeinflußt werden. Der Anodenkreis von B3 enthält die Wicklung des Prüfrelais Ti?.
Die Wirkungsweise dieser Schaltung ist folgende: Die Röhre B1 ist gesperrt, wenn dem .Steuergitter eine verhältnismäßig niedrige Prüfspannung F0 zugeführt wird, und die Anodenspannung am Punkt 2 ist dann gleich V2. Das Potential des Punkts 7 ist niedriger als das Potential V2 abzüglich der Spannung der Batterie B0; der Gleichrichter g2 ist dann ίο leitend, wodurch das Steuergitter von B2 ein verhältnismäßig hohes Potential hat und B2 leitend ist. Das Potential des Steuergitters von B3 hat also einen verhältnismäßig hohen Wert, so daß Relais TR erregt ist.
Wird darauf das Potential des Steuergitters von B1 gesteigert, so wird bei einer bestimmten Grenzspannung Vgl die Röhre JS1 leitend, und es sinkt die Spannung am Punkt 2 und somit das Potential des Steuergitters von /i.,. Da sich das Potential des Steuergitters von B2 in absolutem Sinne mehr ändert als das Potential des Punkts 1, nimmt der B2 durchfließende Strom mehr ab, als der B1 durchfließende Strom zunimmt, so daß der >Spannungsfall über den Kathodenwiderstand R1 sinkt.
Die Spannung über R1 ist im Gitterkreis der Röhre B1 wirksam, und zwar in solchem Sinne, daß die Änderung des Steuergitterpotentials unterstützt wird, so daß eine Rückkopplungswirkung entsteht. Der Verlauf des Anodenstroms der Röhren B1 und B2 ist in Fig. 2 a mit den Kurven Ia1 und ia2 als Funktion der Eingangsspannung V0 dargestellt, wobei letztere in einer relativen Skala abgesetzt ist. Fig. 2 b zeigt den Verlauf der Anodenspannungen F01 und Vtt2. Durch passende Wahl der Teile der Schaltung ist der Rückkopplungsfaktor auf den Wert ι eingestellt, so daß eine äußerst geringe Änderung der Eingangsspannung V0 beim Schwellenwert Fgl eine große Änderung des Stroms iax durch die Röhre B1 zur Folge hat.
Der die Röhre B1 durchfließende Strom nimmt sehr steil zu, bis das Potential des Punkts 2 abzüglich der Spannung der Batterie Ba gleich dem Potential des Punkts 7 ist. Infolge des Potentialabfalls des Punkts 4 wird die Röhre B3 gesperrt und das Relais Ti? aberregt.
Der Vorgang ist vollkommen umkehrbar, wenn der Rückkopplungsfaktor gleich 1 oder kleiner als ι ist, d. h. in diesem Fall gehört zu jedem Wert der Spannung F0 nur ein Wert von iax oder von ia2. Wenn jedoch der Rückkopplungsfaktor größer als 1 ist, ändern sich die Ströme bei einer Zunahme von F0 gemäß den mit ausgezogenen Linien angedeuteten ,Kurven Ja1 und ia2 und bei einer Abnahme gemäß den gestrichelten Kurven Ia1' und ia2'. Die Schwelle ist dann also nicht eindeutig.
iBei einer weiteren Zunahme von F0 wird der Gleichrichter g2 gesperrt. Das iSteuergitter von B2 ist nunmehr nicht weiter mit der Anode von B1 gekoppelt und nimmt das konstante Potential des Punkts 7 an. Der Strom Ja1 nimmt darauf verhältnismäßig langsam zu. Infolge der Zunahme des Spannungsfalls über R1 sinkt die wirksame Span-• nung zwischen dem Gitter und der Kathode der Röhre B2, und es sinkt 'also auch' Ia2. Wenn der Widerstand R1 einen hohen Wert hat, entspricht die Steilheit der Änderung von Ja1 als Funktion von F0 während dieses Intervalls etwa"der Hälfte der 'Steilheit einer jeden Röhre B1 und B2.
Sobald F0 bis zum Wert F82 zugenommen hat, wobei das Potential des Punkts 2 abzüglich der Spannung zwischen der !Anzapfung α und dem Minuspol der Batterie gleich dem Potential des Punkts 7 ist, wird der Gleichrichter g1 leitend und ist der Rückkopplungsfaktor wieder gleich 1. Bei einer sehr geringen Zunahme von F0 vollzieht sich der Vorgang auf ähnliche Weise wie bei dem Grenzwert FÄ1, und die Spannung des Steuergitters von B2 sinkt dermaßen, daß B2 gesperrt wird, und es nimmt der Anodenstrom von B1 stark zu.
Das Steuergitter von B3 folgt nun dem Potential des Punkts 3, und das Potential wächst sehr schnell. B3 wird wieder leitend, und das Relais TR zieht an. Darauf wächst Ja1 nur sehr langsam infolge des vorhandenen hohen Widerstands R1 im Kathodenkreis von B1. Der Wert dieses Widerstands wird vorzugsweise so hoch gewählt, daß bei der höchsten zu prüfenden Spannung F0 das Steuergitter von B1 noch keinen Gitterstrom aufnimmt und der Eingangswiderstand der iSchaltung also praktisch unendlich hoch ist. !
Der Unterschied zwischen den Grenzspannungen ; Fgl und F22, d. h. die Sdhwellenbreite der Vorrich- i rung ist mit Hilfe der Anzapfung α der Batterie Ba \ veränderlich.
Bei der geschilderten Vorrichtung ist das Relais TR nur erregt, wenn F0 kleiner als Vgl oder größer als Fg2 ist, und das Relais ist unmagnetisiert, wenn F0 zwischen den Grenzwerten liegt. Die Grenze zwischen den verschiedenen Gebieten ist sehr scharf. Es leuchtet ein, daß, wenn die Gleichrichter Jf3 und gi ioo in entgegengesetzter Richtung polarisiert werden und der Ableitungswiderstand Rs mit F2 sta.tt F, verbunden wird, der Punkt 4 dem niedrigsten der Potentiale der Punkte 2 und 3 folgen wird. Bei dieser Abart ist die Röhre B3 nur leitend und das Relais TR erregt, wenn F0 im Intervall zwischen den Grenzwerten Fgl und Vg2 liegt.
Der Verwendung der ,Batterie B2 als Kopplungsteil haften verschiedene praktische Nachteile an. Die Batterie hat ein schwebendes Potential, und für jede Prüfschaltung mtiß eine gesonderte Batterie verwendet werden. Diesen Übelstiänden ist bei den Schaltungen nach den Fig. 3, 4 und 5 abgeholfen.
Die Schaltung nach Fig. 3 zeigt eine Übereinstimmung mit der Schaltung nach Fig. 2. Entsprechende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Die Art und Weise, in der das Steuergitter von B2 mit dem Anodenkreis von B1 gekoppelt ist, ist jedoch verschieden.
Das Steuergitter von B2 ist mit dem Punkt 11 des zwischen F1 und F2 geschalteten Spannungsteilers i?q, i?,n, R11, i?12 verbunden. Der Widertand i?10 wird von der Reihenschaltung der Gleichrichter gt und g2 überbrückt, und die Anode von B1 st an den Verbindungspunkt der Gleichrichter an- 125' geschlossen.
Der Gleichrichter g2 ist leitend, wenn die Röhre B1 gesperrt ist und V0 also einen verhältnismäßig niedrigen Wert hat. Bei einer Zunahme von V0 bis zum Wert Vgl wird B1 leitend, und das Potential der Punkte 2 und 9 sinkt, so daß das Potential des Steuergitters von B2 gleichfalls absinkt. Der Rückkopplungsfaktor ist nunmehr praktisch gleich 1, und der Anodenstrom JO1 !ändert sich als eine Funktion von V0 außerordentlich stark, ähnlich wie bei der Schaltung nach Fig. 1, bis das Potential des Punkts 2 dermaßen abgenommen hat, daß der . Gleichrichter g2 gesperrt wird. Die Gleichrichter gt und g2 sind also beide gesperrt, und das Steuergitter von B2 nimmt ein konstantes Potential an, das durch das Teilverhältnis am Spannungsteiler R9, R10, Rn, R12 bedingt wird. Die Anodenströme Za1 und ia2 ändern sich darauf verhältnismäßig langsam. Bei einer Zunahme von V0 bis zum Wert Vg2 ist das Potential des Punkts 2 auf einen Wert abgesunken, der gleich dem Potential des Punkts 10 ist, falls die Gleichrichter ^1 und g2 beide gesperrt sind. ,Bei einer weiteren Zunahme von V0 wird g1 also leitend, wodurch das Potential des Punkts 10 von demjenigen des Punkts ,2 mitgeführt wird. Der Rückkopplungsfaktor ist nunmehr praktisch wieder gleich 1. ßinngemläß ist der Rückkopplungsfaktor, falls der Gleichrichter gt leitend ist, nicht vollkommen gleich demjenigen, wenn g2 leitend ist. Wenn jedoch der Wert des Widerstands R10 niedrig ist in bezug auf die Summe der Widerstände R11 und R13, ist der Unterschied praktisch vernachlässigbar.
Bei der Vorrichtung nach Fig. 4 wird eine Triggerschaltung verwendet, bei der die Steuerelektroden jeder Röhre B1 und B2 mit einem Ausgangskreis der anderen Röhre gekoppelt sind.
Das !Schirmgitter der Röhre B1 ist an den Anzapfungspunkt 13 des zwischen die Anode von B1 und die Spannungsquelle V1 geschalteten Spannungsteilens R15, R16 angeschlossen.
Zwischen die Anode von B1 und die Quelle V1 ist der ,Spannungsteiler R11, R18, R19 geschaltet, dessen Widerstand R18 von der Reihenschaltung der Gleichrichter ^1 und g2 überbrückt wird. Das Steuergitter von B2 ist an den Verbindungspunkt 6 dieser Gleichrichter angeschlossen und weiter über den Widerstand R4 mit dem Punkt 7 des zwischen V1 und V2 geschalteten Spannungsteilers R5, R1 verbunden. Die iKathodenleitungen der Röhren B1 und B2 enthalten die Widerstände R23 und R2i, die gegebenenfalls auch entfallen können, und die Anoden werden über die Widerstände R2 und R3 gespeist. Die Prüfspannung V0 wird dem Steuergitter der Röhre B1 zugeführt. Die Ausgangsspannung wird, ähnlich wie bei den Schaltungen nach den Fig. 1 und 3, dem Punkt 4 entnommen, der über die Gleichrichter ^3 und g4 mit den Anoden der Röhren B1 und B2 gekoppelt ist.
Das 'Steuergitter der Hilfsröhre B3, deren Anodenkreis das Relais TR enthält, ist mit dem Punkt des Spannungsteilers R20, R21 verbunden, der zwischen dem Punkt 4 und V1 geschaltet ist.
Die Kathodenleitung von B3 enthält den Widerstand R25. Bei einem verhältnismäßig hohen Potential V0 ist die Röhre B1 gesperrt, und die Punkte 2 und 4 haben ein Potential praktisch gleich V2. Die Röhre B3 ist dann leitend, das Relais TR erregt, und der Punkt 15 hat ein Potential, das das feste Potential des Punkts 7 übersteigt.
Der Gleichrichter g2 ist in diesem Fall leitend, und das .Steuergitter von B2 hat ein Potential, bei dem die Röhre leitend ist. Das Potential der Anode von B3 und somit des Schirmgitters von B1 ist verhältnismäßig hoch, und der Gleichrichter g4 ist nicht leitend. Läßt man die Spannung V0 wachsen, so wird bei einer bestimmten Grenzspannung Vg± die Röhre B1 leitend. Infolgedessen sinkt das Potential des iSteuergitters von B2, wodurch die Potentiale der Anode von B2 und des Schirmgitters von B1 zu nehmen. Die Zunahme der Spannung V0 wird also von der Zunahme des ßchirmgitterpotentials von B1 unterstützt. Die Teile sind derart bemessen, daß der Rückkopplungsfaktor praktisch gleich 1 ist, so daß im leitenden Zustand der beiden Röhren B1, B2 und der Gleichrichter gi oder g2 eine sehr geringe Änderung von V0 eine größere Änderung des Emissionsstroms von B1 bewirkt.
Infolge des scharfen Potentialabfalls am Punkt 2 wird die Röhre B3 gesperrt und das Relais TR aberregt.
Bei einer weiteren, äußerst geringen Zunahme von V0 sinkt die Spannung am Punkt 15 unterhalb des Potentials des Punkts 7, und der Gleichrichter g2 wird geöffnet. Das Steuergitter nimmt während des darauffolgenden iSpannungsintervalls von V0 den konstanten Wert des Punkts 7 an. Der die Röhre B2 durchfließende iStrom bleibt also konstant, ähnlich wie das iSchirmgitterpotential von B1.
Der Emissionsstrom von B1 nimmt bei einer Zunahme von V0 langsam zu, wobei die Steilheit im wesentlichen durch den Widerstand R23 in der Kathodenleitung bedingt wird. Wenn V0 bis zum Wert Vg1 zugenommen hat, ist das Potential des Punkts 14 auf die Spannung am Punkt 7 abgesunken, und der Gleichrichter gt wird für iStrom durchlässig.
Bei einer weiteren Zunahme von V0 sinkt das Potential des Punkts 6 unterhalb des Potentials des Punkts 7, wodurch das Schirmgitterpotential von B1 zunimmt. Der Rückkopplungsfaktor ist nunmehr wieder gleich 1, und die Anodenspannung von B2 nimmt bei einer Zunahme von V0 steil zu, so daß, da nunmehr der Gleichrichter gi leitend und g3 gesperrt ist, die Röhre B3 leitend wird und das Relais TR anzieht.
Das Relais TR ist also nur abgefallen, wenn die Prüfspannung V0 einen zwischen den Grenzwerten Vg1 und Vg2 liegenden Wert hat. Die Schwellenbreite ist durch Änderung des Widerstands R18 einstellbar. Es ist erwünscht, daß der Wert dieses Widerstands niedrig gegenüber demjenigen des Widerstands R19 ist, damit gesichert wird, daß der Rückkopplungsfaktor bei den Grenzwerten Vgl und Vg2 den gleichen Wert, d. h. 1, erreicht.
Die Schaltung kann auf verschiedene Weise geändert werden. Es kann z. B. die Kopplungsart
zwischen dem Steuergitter von B2 und dem A'usgangskreis von B1 nach Fig. 4 auch bei der Triggerschaltung nach Fig. 3 verwendet werden, wobei also die Kopplung zwischen dem Ausgangsstrom von B., und dem Eingangssteuerkreis von B1 vom gemeinsamen Widerstand R1 in den Kathodenleitungen bewirkt wird. Umgekehrt ist auch die Kopp lungsart zwischen dem Steuergitter von B2 und dem Anodenkreis von B1 gemäß Fig. 3 bei der Triggerschaltung nach Fig. 4 verwendbar.
Die Ausgangsspannung des Punkts 4 braucht nicht zum Steuern eines Relais verwendet zu werden, sondern kann einem geeigneten Anzeigegerät, z. B. einer Braunschen Röhre zugeführt werden. Weiter "kann ein Prüf relais auch ohne Verwendung der Hilf sröhre B3 zwischen Ausgangskreise der Röhren B1 und B2 geschaltet werden. Eine solche Schaltung ist in Fig. 5 dargestellt, bei der die Triggerschaltung nach Art der in Fig. 3 gezeigten Schaltiing ausgebildet ist.
Anstatt der Anode ist jedoch das Schirmgitter der Röhre B1 mit dem gemeinsamen Punkt der Gleichrichter g, und g2 verbunden. Zwischen den Punkten 2 und 3 ist eine aus vier Gleichrichtern ^5, £e> S-j und £8 bestehende Gleichrichterbrücke aufgenommen, deren lAusgangsdiagonale zwischen den Punkten 18 und 19 das Pr1Ufrelais TR enthält. Die Wirkungsweise dieser Schaltung entspricht unter Berücksichtigung der Änderungen der der Schaltung nach Fig. 3.
Bei einem niedrigen Potential V0 ist die Röhre B1 gesperrt, die Röhre B2 leitend und das Relais TR erregt. Übersteigt V0 bei einer Zunahme den Grenzwert Vgv so wird B1 leitend, und der Strom durch B2 nimmt ab. Während des Spannungsintervalls zwischen Vgl und Vg2 sind die Anodenströme B1 und B2 verhältnismäßig wenig verschieden, so daß das Relais TR abgefallen ist. Nimmt die Spannung V0 bis über den Grenzwert Vg2 zu, so wird die Röhre B2 gesperrt und das Relais TR erregt.
Ähnlich wie bei den Schaltungen nach den Fig. 1, 3 und 4 ist hier der Vorgang ganz umkehrbar, wenn der Rückkopplungsfaktor gleich 1 oder kleiner als ι ist.
Dje Gleichrichterbrücke g. bis ga hat den Zweck, zu verhüten, daß das Relais TR ummagnetisiert wird und dabei zeitweise abfallen würde, wenn bei Prüfung verschiedener Spannungen der Eingangsklemme ι nacheinander Spannungen zugeführt werden, die auf verschiedenen ,Seiten des Schwellengebiets liegen.
Es wird einleuchten, daß die beschriebenen (Schaltungen nicht nur zur Prüfung von Spannungen, sondern auch vorteilhaft für andere Zwecke verwendbar 5j sind, z. .B. zum .Ableiten von Impulsen mit konstanter Amplitude aus einer Wechselspannung.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Kippschaltung mit mehreren stabilen Lagen, bei der eine Steuerspannung an eine Steuerelektrode einer ersten Entladungsröhre zugeführt wird, von der ein Ausgangskreis aperiodisch mit einer Steuerelektrode einer zweiten Entladungsröhre gekoppelt ist, und ein Ausgangskreis der zweiten Röhre derart aperiodisch mit einem Eingangskreis der ersten Röhre gekoppelt ist, daß positive Rückkopplung auftritt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopplungskreis zwischen dem Ausgangskreis der ersten Röhre (B1) und der Steuerelektrode der zweiten Röhre (B2) die Parallelschaltung zweier Zweige mit je einem Gleichrichter enthält, die in entgegengesetztem Sinne polarisiert und mit einer derart verschiedenen Vorspannung versehen sind, daß der erste Gleichrichter (^1) leitend ist, wenn die Steuerspannung einen bestimmten ersten Grenzwert übersteigt, und der zweite Gleichrichter (g2) leitend ist, wenn die Steuerspannung einen bestimmten zweiten Grenzwert unterschreitet, der niedriger als der erste Grenzwert ist, und der Rückkopplungsfaktor nahezu gleich ι ist, wenn einer der Gleichrichter und die beiden Röhren leitend sind, wodurch die Kippschaltung drei stabile Lagen einnehmen kann.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Punkte (9 und 10, Fig. 3) eines zwischen zwei Punkte (V1 und V2) konstanten Potentials geschalteten ,Spannungsteilers (R9, R10, R11 und R12) die Reihenschaltung zweier Gleichrichter (^1 und g2) geschaltet ist, und der Verbindungspunkt (2) der Gleichrichter mit einem Punkt des Ausgangskreises der ersten Entladungsröhre (B1) verbunden ist, während die Steuerelektrode der zweiten Röhre (B2) mit einem Punkt (11) des Spannungsteilers verbunden ist. -
  3. 3. «Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einen Punkt (2, Fig. 4) des Ausgangskreises der ersten Entladungsröhre (B1) und einen Punkt (V1) konstanten Potentials ein Spannungsteiler (R17, R18, R19) geschaltet ist, von dem ein Teil (Rlä) durch die Reihenschaltung zweier Gleichrichter (Si> Si) überbrückt wird, und der Verbindungspunkt (6) der Gleichrichter mit der Steuerelektrode der zweiten Röhre (B2) verbunden ist, welche !Steuerelektrode weiter über wenigstens einen Widerstand (i?4) mit einem Punkt (7) konstanten Potentials verbunden ist.
  4. 4. Schaltung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel (B3) vorgesehen sind, die vom Potential eines Punkts (4) gesteuert werden, der mit einem Punkt (2 und 3) des Ausgangskreises jeder Röhre über einen Gleichrichter (g3, g4) gekoppelt ist und die Gleichrichter derart polarisiert sind, daß der Punkt stets entweder dem höchsten oder dem niedrigsten der Potentiale der Punkte der Ausgangskreise folgt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    ©5423 10.52
DEN1024A 1949-06-14 1950-06-10 Kippschaltung mit mehreren stabilen Lagen Expired DE853035C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL1020073X 1949-06-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE853035C true DE853035C (de) 1952-10-20

Family

ID=19867108

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEN1024A Expired DE853035C (de) 1949-06-14 1950-06-10 Kippschaltung mit mehreren stabilen Lagen

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE853035C (de)
FR (1) FR1020073A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
FR1020073A (fr) 1953-02-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3204840A1 (de) Gleichstromnetzgeraet mit stromkonstanthaltung, insbeondere fuer eine fernmeldeanlage
DE2819195C2 (de) Schaltungsanordnung zum Betreiben einer Linienkathode in einem Bildwiedergabegerät
DE3014984C2 (de) Schaltungsanordnung zur automatischen Regelung des Austaststrompegels einer Bildröhre
DE2810872A1 (de) Speiseanordnung fuer eine roehre mit einer mikrokanalplatte
DE1766998A1 (de) Impuls-Messeinrichtung
DE2137567C3 (de) Elektronische Verstärkerschaltung zur Speisung einer Last mit einer Spannung, welche außergewöhnlich hohe Werte annehmen kann
DE2363314C3 (de) Ferngesteuerte Einrichtung zum Erzeugen einer veränderbaren Ausgangsgleichspannung
DE2946000C2 (de) Integrierende Analog-Digitalwandlerschaltung
DE1130922B (de) Vorrichtung zur UEberwachung des oberen und unteren Grenzwertes eines Gleichspannungspegels
DE2400694A1 (de) Vorrichtung zum abfuehlen der position einer beweglichen wand in einem kanal
DE3420327C2 (de)
DE971580C (de) Einrichtung zur Regenerierung von Impulsen
DE1174548B (de) Begrenzerschaltung fuer bei lichtelektrischer Abtastung von Aufzeichnungen erzeugte Signale
DE872530C (de) Auf kurzzeitige Spannungsspitzen oder -impulse ansprechende Anordnung fuer Steuer- bzw. Messzwecke
DE2839123C2 (de) Spannungs-Frequenz-Wandler
DE19514806A1 (de) Stromdetektor
DE1295651B (de) Schaltungsanordnung fuer einen elektronischen Frequenzteiler zur Untersetzung von Impulsfolgen
CH282554A (de) Elektronenröhrenschaltung.
DE856459C (de) Schaltungsanordnung fuer selbsttaetige Fernmeldeanlagen zur Einstellung eines Waehlers mittels einer Spannungsvergleichsmethode
DE2734154C2 (de) Radargerät mit einem Rauschgenerator und einem im Empfangszweig angeordneten Regelkreis mit Tiefpaßverhalten
DE2713131C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Umformung des von einem photoelektrischen Empfänger bei der Abtastung von Marken erhaltenen Signals in ein binäres Signal
DE69129816T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Begrenzung eines Kathodenröhrestroms
DE1030393B (de) Niederfrequenzverstaerker mit Gegentakt-Endstufe und Impulssteuerung
DE891093C (de) Schaltungsanordnung fuer Kippspannungsgeneratoren
DE1947700C3 (de) Vorrichtung mit einer Vergleichsstufe in Form einer bistabilen Kippschaltung