DE853485C - Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfaelle unter besonderer Beruecksichtigung der Leimgewinnung - Google Patents
Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfaelle unter besonderer Beruecksichtigung der LeimgewinnungInfo
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Description
- Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfälle unter besonderer Berücksichtigung der Leimgewinnung
Es ist bekannt, daß gegerbte sowie rolle Haut- abfälle, eleriso Pelzabfälle, in Auwesenlieit von Säure einige Stunden ini offenen Bottich gekocht, ein mehr oder weniger geschädigtes textiles Mate- rial ergeben. Die 1iautanteile werden hierbei völlig abgebaut und zerstört. Ein anderes Verfahren, das nur für rö'lie Abfälle verwendbar ist, arbeitet so, claß die :11>fülle während ; bis 6 Tagen abwech- selud in Bottichen oder Gruben unter Einwirkung verschiedener Chemikalien dergestalt auflic@reit:^t werden, daß nach ileendigtei- Behandlung die Haare mittels Schabeeisen von den Hautteilen entfernt werden können. Die sog. lil(*ilien werden den Leim- fabriken zur Verfügung gestellt. Darüber hinau3 gelten geeignete Fellabfälle ebenfalls als Rolistoft für die Leimindustrie. Infolge alkalischer Belland- der Hautteile. Anschließend wird die Flotte in den gekoppelten, inzwischen mit Material gefüllten Bottich gepumpt und Flotte sowie Säureverlust ersetzt. Die Flotte ist oftmals zu benutzen. Das inzwischen abgetropfte Material wird auf Horden gebracht und im Vakuumkessel (o,6o ata, 5o° C) unter Einwirkung von direktem oder indirektem Dampf bzw. einer anderen hitzespendenden Einrichtung behandelt. Die Hautteile bilden unter Einwirkung der Säure und Temperatur nach 2- bis 4stündiger Behandlung eine Leimgallerte, die im Anschluß abzentrifugiert oder abgetropft wird. Zurück bleibt der textile Anteil.lung wird hier der textile Anteil auf Kosten der glutinbildenden Hautteile zerstört. Folgendes Verfahren wurde gefunden, um in einem fortlaufenden :=lrbeitsgang, weit unter Koch- ternperattir und sparsamstum Chemikalien- und Dampfverbrauch, sowohl den textilen Anteil als auch den Hautleim vorn rohen und gegerbten Pelz- bzw. Hautabfällen gleirlizeitig zu gewinnen: Die rollen und gegerbten Pelz- und Hautabfälle werden in einem säurebeständigen Bottich oder Apparat bei einem Flottenverhältnis t : io finit einer Flotte behandelt, die neben einem süurcl@est:indigen Netzmittel finit Schwefel- oder Salzsäure auf einen pri-@Vert von etwa i,o eingestellt ist, bei einer Tem- peratur von etwa 35' C, i 1>i3 "' Sttrnderi je nach Rollstoffdualit:it, his zur grnßtm<iglichen Quellting - In Ermangelung eines Vakuumapparats kann man auch in hermetisch verschlossenen Behältern, die mit Heißluft (bis 8o° C) umspült werden, die Gallertenbildung erreichen.
- Der gewonnene textile Anteil wird anschließend bei 8o° C etwa t Stunde eingeweicht. Eine gewisse Bewegung der Flotte oder des Materials hat sich als vorteilhaft erwiesen. Anschließend wird in bekannter Weise, jedoch bei einer Temperatur von So' C, gewaschen.
Das anfallende textile Material ergibt nach der Methode von P a ti 1 y (Diazoreaktion) untersucht, nur unwesentliche Anfärbungen, ist demzufolge sehr wenig geschädigt und findet selbst in der Filz- industrie Verwendung.
Claims (1)
- PATENT ANSh iiUCH: Verfahren zum Erstwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfälle unter besonderer Berüoksic'htigung der Leimgewinnung, dadurch gekennzeichnet, daß das zu begiandelnde 1VIaterial mit starksaurem iNiediuin in Anwesenheit eines geeigneten Netzmittels und hei einer Temperatur von 35° C einige Ständen bis zur größtmöglichen Quellung der Hautteile behandelt und anschließend im Vakuumkessel oder in hermetisch verschlossenen, mit Reißluft umspülten Behältern weit unter Kochtemperatur, einem Schwitzprozeß unterworfen wird, worauf 111 einer Zentrifuge oder Filterpresse die entstandene Leimgallerte und der textile Anteil getrennt und atifgearl>eitet werden.
Priority Applications (1)
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| DEP35608A DE853485C (de) | 1949-03-03 | 1949-03-03 | Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfaelle unter besonderer Beruecksichtigung der Leimgewinnung |
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| DE853485C true DE853485C (de) | 1952-10-23 |
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1949
- 1949-03-03 DE DEP35608A patent/DE853485C/de not_active Expired
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