DE853485C - Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfaelle unter besonderer Beruecksichtigung der Leimgewinnung - Google Patents

Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfaelle unter besonderer Beruecksichtigung der Leimgewinnung

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DE853485C
DE853485C DEP35608A DEP0035608A DE853485C DE 853485 C DE853485 C DE 853485C DE P35608 A DEP35608 A DE P35608A DE P0035608 A DEP0035608 A DE P0035608A DE 853485 C DE853485 C DE 853485C
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DE
Germany
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tanned
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glue
fur
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Expired
Application number
DEP35608A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Thieme
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Individual
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H3/00Isolation of glue or gelatine from raw materials, e.g. by extracting, by heating

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfälle unter besonderer Berücksichtigung der Leimgewinnung
    Es ist bekannt, daß gegerbte sowie rolle Haut-
    abfälle, eleriso Pelzabfälle, in Auwesenlieit von
    Säure einige Stunden ini offenen Bottich gekocht,
    ein mehr oder weniger geschädigtes textiles Mate-
    rial ergeben. Die 1iautanteile werden hierbei völlig
    abgebaut und zerstört. Ein anderes Verfahren, das
    nur für rö'lie Abfälle verwendbar ist, arbeitet so,
    claß die :11>fülle während ; bis 6 Tagen abwech-
    selud in Bottichen oder Gruben unter Einwirkung
    verschiedener Chemikalien dergestalt auflic@reit:^t
    werden, daß nach ileendigtei- Behandlung die Haare
    mittels Schabeeisen von den Hautteilen entfernt
    werden können. Die sog. lil(*ilien werden den Leim-
    fabriken zur Verfügung gestellt. Darüber hinau3
    gelten geeignete Fellabfälle ebenfalls als Rolistoft
    für die Leimindustrie. Infolge alkalischer Belland-
    lung wird hier der textile Anteil auf Kosten der
    glutinbildenden Hautteile zerstört.
    Folgendes Verfahren wurde gefunden, um in
    einem fortlaufenden :=lrbeitsgang, weit unter Koch-
    ternperattir und sparsamstum Chemikalien- und
    Dampfverbrauch, sowohl den textilen Anteil als
    auch den Hautleim vorn rohen und gegerbten Pelz-
    bzw. Hautabfällen gleirlizeitig zu gewinnen:
    Die rollen und gegerbten Pelz- und Hautabfälle
    werden in einem säurebeständigen Bottich oder
    Apparat bei einem Flottenverhältnis t : io finit einer
    Flotte behandelt, die neben einem süurcl@est:indigen
    Netzmittel finit Schwefel- oder Salzsäure auf einen
    pri-@Vert von etwa i,o eingestellt ist, bei einer Tem-
    peratur von etwa 35' C, i 1>i3 "' Sttrnderi je nach
    Rollstoffdualit:it, his zur grnßtm<iglichen Quellting
    der Hautteile. Anschließend wird die Flotte in den gekoppelten, inzwischen mit Material gefüllten Bottich gepumpt und Flotte sowie Säureverlust ersetzt. Die Flotte ist oftmals zu benutzen. Das inzwischen abgetropfte Material wird auf Horden gebracht und im Vakuumkessel (o,6o ata, 5o° C) unter Einwirkung von direktem oder indirektem Dampf bzw. einer anderen hitzespendenden Einrichtung behandelt. Die Hautteile bilden unter Einwirkung der Säure und Temperatur nach 2- bis 4stündiger Behandlung eine Leimgallerte, die im Anschluß abzentrifugiert oder abgetropft wird. Zurück bleibt der textile Anteil.
  • In Ermangelung eines Vakuumapparats kann man auch in hermetisch verschlossenen Behältern, die mit Heißluft (bis 8o° C) umspült werden, die Gallertenbildung erreichen.
  • Der gewonnene textile Anteil wird anschließend bei 8o° C etwa t Stunde eingeweicht. Eine gewisse Bewegung der Flotte oder des Materials hat sich als vorteilhaft erwiesen. Anschließend wird in bekannter Weise, jedoch bei einer Temperatur von So' C, gewaschen.
    Das anfallende textile Material ergibt nach der
    Methode von P a ti 1 y (Diazoreaktion) untersucht,
    nur unwesentliche Anfärbungen, ist demzufolge
    sehr wenig geschädigt und findet selbst in der Filz-
    industrie Verwendung.

Claims (1)

  1. PATENT ANSh iiUCH: Verfahren zum Erstwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfälle unter besonderer Berüoksic'htigung der Leimgewinnung, dadurch gekennzeichnet, daß das zu begiandelnde 1VIaterial mit starksaurem iNiediuin in Anwesenheit eines geeigneten Netzmittels und hei einer Temperatur von 35° C einige Ständen bis zur größtmöglichen Quellung der Hautteile behandelt und anschließend im Vakuumkessel oder in hermetisch verschlossenen, mit Reißluft umspülten Behältern weit unter Kochtemperatur, einem Schwitzprozeß unterworfen wird, worauf 111 einer Zentrifuge oder Filterpresse die entstandene Leimgallerte und der textile Anteil getrennt und atifgearl>eitet werden.
DEP35608A 1949-03-03 1949-03-03 Verfahren zum Entwollen gegerbter und roher Pelz- sowie Hautabfaelle unter besonderer Beruecksichtigung der Leimgewinnung Expired DE853485C (de)

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