DE853686C - Rohrstumpfschweissverbindung mit beiderseits aufgemufften Rohrenden und eingelegtem Nippel - Google Patents
Rohrstumpfschweissverbindung mit beiderseits aufgemufften Rohrenden und eingelegtem NippelInfo
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Description
- Die N ippelschweißmuffe mit beiderseits aufgemüfften Rohrenden hat sich als eine besonders zuverlässige Schweißverbindung erwiesen. Bei starken Zugkräften in Richtung der Rohrachse tritt eine Abflachung im Übergang zwischen der- Aufmuffung und dem angrenzenden, nicht auf gemufften Rohrstück ein, so daß sich die abgeflachten Muffen-' teile auf die Enden des Nippels auflegen. Dadurch wird ein Teil der Zugkräfte vom Nippel übernommen und die Schweißnaht entlastet. Hierin dürfte der Grund für die besondere Güte der Nippelschweißmuffe zu suchen sein.
- Bei der Verlegung langer Rohrleitungen mit ihren zahlreichen Verbindungen ist mit Rücksicht auf die Herstellungstoleranzen - stets mit einem mehr oder weniger großen Zwischenraum zwischen den Muffen und dem Nippel zu rechnen. Dieser Zwischenraum ist jedoch nachteilig, da bei der Verschweißung der Rundnaht Schweißperlen durch den Zwischenraum hindurch in das Innere der Rohrleitung gelangen und zur Zerstörung der Pumpenanlagen führen können. Ein weiterer Nachteil ist der, daß ein mehr oder weniger großer Teil der Verbindungen in Zwangslage geschweißt werden muß und daß daher Kerben in der Schweißwurzel nicht mit Sicherheit vermieden werden können, insbesondere wenn es sich um die Herstellung von Überkopfnähten handelt. Man hat versucht, diese Nachteile durch Anwendung längsgeschlitzter Nippel zu beheben, wobei zur Herstellung der Schweißverbindung eine Spreizung des Nippels herbeigeführt wird.. Hierdurch konnten zwar die gefürchteten Schweißperlen von der Leitung ferngehalten werden, dagegen gelang es nicht, die Ausbildung der Schweißwurzel zu -verbessern. Der Grund hierfür ist darin zu suchen, daß sich der verhältnismäßig lange Nippel nur sehr schwer spreizen läßt und er sich daher nur sehr unvollkommen an die Innenwandung beider Muffen anlegt. Die Folgen sind verschieden große Spalte zwischen Muffenrand und angepreßtem Nippel, welche die Gefahr von Wurzelkerben eher vergrößern statt sie zu verringern. Außerdem geht die im ersten Absatz erwähnte Bedeutung des Nippels für die Entlastung der Schweißnaht bei Anwendung eines geschlitzten Nippels wieder verloren.
- Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, unter die Schweißfuge einen schmalen, vorzugs= weise aus einem Stück Band oder Flacheisen hergestellten, geschlitzten Ring zu legen. Dieser Ring läßt sich mit verhältnismäßig schwachen Kräften spreizen und auf dem gesamten Umfang zur einwandfreien Anlage bringen. Der Einlegering wird bei der Anfertigung der Wurzelschweiße zum Teil mit aufgeschmolzen, so daß auch in Zwangslage einwandfreie Wurzelschweißungen erhalten werden. Schließlich wird durch die Verschweißung des Einlegeringes die Höhe der Schweißraupe um die Dicke des Einlegeringes verstärkt.
- Häufig besteht der Wunsch, die Rohre in kleinen Abwinkelungen zu verlegen. Da jedoch die Schweißkanten an den Muff enenden in der Werkstatt so vorbereitet sind, daß sie in einer senkrecht auf der Rohrachse stehenden Ebene liegen, bildet sich bei der Abwinkelung ein unterschiedlich breiter Schweißspalt, der an der Außenseite der Al>-winklung, namentlich bei größeren Rohrdurchmessern, sehr groß wird und daher nur unter äußersten Schwierigkeiten oder überhaupt nicht mehr ordnungsgemäß verschweißt werden kann. Wird jedoch gemäß der Erfindung der Schweißspalt von einem Einlegering unterlegt, so sind auch größere Spalte leicht und sicher zu verschweißen, so daß es möglich ist, die durch das Spiel zwischen Nippel und Muffen gegebenen Abwinklungsmöglichkeiten weitestgehend auszunutzen.
- Schließlich wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, für den Einlegering einen Stahl mit möglichst niedrigem, höchstens 0,25010 betragendem Kohlenstoffgehalt zu verwenden mit der Maßgabe, daß der Kohlenstoffgehalt des Einlegeringes um so geringer ist, je höher der des Rohrwerkstoffes ist. Bei der Verschweißung von Rohren höherer Festigkeit wird daher für den Einlegering ein Stahl mit möglichst wenig Kohlenstoff, z. B. mit o,io% C, zu wählen sein. Durch diese Maßnahmen wird die Kerbempfindlichkeit der Schweißwurzel erheblich herabgesetzt und die Herstellung der Schweißverbindung wesentlich erleichtert.
- Der Einlegering liegt vorzugsweise in einer Ringnut des Nippels, so daß trotz Anwendung des Einlegeringes, der zweckmäßig einige Millimeter dick und wenige Zentimeter breit ist, die gebräuchlichen Abmessungen für Muffen und Nippel beibehalten werden können.
- Die Verwendung von Einlegeringen bei der Herstellung von Stumpfschweißrundnähten ist grundsätzlich bekannt, so daß auch die Erfindung lediglich- auf die Verwendung solcher Einlegeringe bei den ebenfalls bekannten Nippelschweißmuffen verschiedenster Bauart beschränkt ist.
- In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt. Die aufgemufften Rohrenden i, 2 sind durch die Schweißnaht 3 miteinander verbunden. Unter dieser Schweißnaht liegt der bei 5 geschlitzte Einlegering 4 vorzugsweise in einer Ringnut des Nippels 6.
Claims (3)
- PATENTANSPBÜC1-lE: i. Rohrstumpfschweißverbindung mit beiderseits aufgemufften Rohrenden und eingelegtem Nippel, wobei die Schweißfuge von einem geschlitzten, schmalen Eisenring unterlegt ist.
- 2. Rohrverbindung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlegering aus einem Stahl mit bis zu 0,25 % C, vorzugsweise mit etwa o,io% C, besteht.
- 3. Rohrverbindung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlegering in einer seinen Abmessungen angepaßten Ausdrehung des Nippels geführt ist.
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Also Published As
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