DE85382C - - Google Patents

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DE85382C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D41/00Caps, e.g. crown caps or crown seals, i.e. members having parts arranged for engagement with the external periphery of a neck or wall defining a pouring opening or discharge aperture; Protective cap-like covers for closure members, e.g. decorative covers of metal foil or paper
    • B65D41/02Caps or cap-like covers without lines of weakness, tearing strips, tags, or like opening or removal devices
    • B65D41/24Caps or cap-like covers made of shrinkable material or formed in situ by dipping, e.g. using gelatine or celluloid

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Packages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 64: Schankgeräthschaften.
Dr. GÜNTHER in DIRSCHAU. Gefäfsverschlurs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. April 1895 ab.
Wie bekannt, wird Gelatine unter der Einwirkung von heifsem Wasser oder Dampf biegsam und plastisch, so dafs sie sich nach Belieben formen läfst und selbst Stempelabdrücke genau wiedergiebt. Nach dem Erkalten wird die Gelatine glashart und behält die im Zustande der Biegsamkeit und Plasticität angenommene Gestalt bei.
Diese Eigenschaften der Gelatine machen sie zur Anwendung bei Gefäfsverschlüssen brauchbar. Es werden die im Handel erhältlichen, oder besser, bereits dem Durchmesser der zu verschliefsenden Gefäfsöffnung entsprechend gröfsere runde Gelatinefolien genommen, nach Erweichung in heifsem Wasser oder Dampf auf die Gefäfsöffnung gelegt und der vorstehende Rand der Folien um den Wulst der Gefäfsöffnung gebördelt. Wenn gewünscht, kann auch, so lange die Gelatine plastisch bleibt, durch Aufdrücken eines Stempels die Firma oder ein Waarenzeichen dem Verschlüsse eingeprägt werden.' Hierauf läfst man den Gefäfsverschlufs in einem mäfsig warmen Räume (z. B. Wohnzimmer) trocknen und auskühlen. Nach dem Erkalten sind diese Verschlüsse so fest geworden, dafs sie durch zufälliges Anstofsen nicht zerbrechen, auch adhäriren dieselben mit grofser Zähigkeit an der Gefäfsöffnung und verschliefsen diese luftdicht. Derartige Verschlüsse haben aufser den Vortheilen ihrer leichten Anbringung, Billigkeit und des luftdichten, festhaltenden Abschlusses noch jenen, dafs sie, auf Gefäfse aus undurchsichtigem Material angewendet, infolge der Durchsichtigkeit der Gelatine die Beobachtung des Gefäfsinhaltes gestatten.
Diese Verschlüsse eignen sich vorzüglich für Gefäfsinhalte, die gar kein oder nur sehr wenig Wasser enthalten. Gelatine ist nämlich, wie bekannt, hygroskopisch. Diese Eigenschaft der Gelatine wirkt bei dem gewöhnlichen Feuchtigkeitsgehalt der Luft nicht störend, d. h. die angegebenen Vorzüge der Gelatineverschlüsse werden durch diese Feuchtigkeit nicht in Frage gestellt. Anders ist dies aber, wenn das abzuschliefsende Gefäfs wässerige Gemische enthält. Um der schädlichen Einwirkung der aus dem Gefäfsinhalt selbst herrührenden Feuchtigkeit auf den Gelatineverschlufs vorzubeugen, mufs derselbe entweder durch eine die Feuchtigkeit nicht durchlassende Schicht vom Gefäfsinhalt getrennt, oder der Wassergehalt des Gefäfsinhaltes durch einen Körper voil höherer, hygroskopischer Eigenschaft als Gelatine gebunden werden.
Selbstverständlich lassen sich hier nicht alle jene Materialien, die wasserdicht oder hervorragend hygroskopisch sind, aufzählen, da dies ohnedem nutzlos wäre; es mufs vielmehr in jedem einzelnen Falle das passende Material gewählt werden. Beispielsweise sei hier erwähnt, dafs für Bier die Einschaltung eines Gummiplättchens, für Wein dagegen einer Oelschicht, wie dies gegenwärtig bei italienischen Weinen gebräuchlich ist, als die Feuchtigkeit nicht durchlassend, anzuempfehlen ist. Als Körper
von hervorragenden hygroskopischen Eigenschaften sei hier der Zucker erwähnt, welcher ohnedem allen Einmachefrüchten, Salsen u. s. w. beigegeben wird; eine Schicht gestofsenen Zuckers von der Stärke einiger Millimeter genügt, um die hygroskopischen Eigenschaften der Gelatine nicht zur Geltung gelangen zu lassen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gefä'fsverschlufs, gekennzeichnet' durch die Herstellung des Deckels aus Gelatinefolie, welche in durch heifses Wasser oder Dampf aufgeweichtem Zustande aufgebracht und nach dem Ueberziehen derselben über den Randwulst getrocknet und gekühlt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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