DE855902C - Wandduebel - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Wanddübel aus einer äußeren Metallhülse und einer darin befindlichen
Füllung aus Faserstoff oder plastischem Material mit einer mittleren Bohrung in der Füllung für die
Einführung einer Schraube.
Bei den bekannten Dübeln dieser Art haben sich bei der praktischen Verwendung Mängel insofern ergeben,
als die Schraube beim Einführen in den Dübel dazu neigt, die Füllung in der Metallhülse zum
Drehen zu bringen und Schraube sowie die Faserfüllung nach Einführung der Schraube wegen der
Weichheit der Hülse bei starker Beanspruchung leicht aus der Metallhülse vollständig herausgetrieben
werden.
Durch die verbesserte Bauart gemäß der Erfindung werden diese Mängel behoben. Im Sinne der Erfindung
besteht ein Wanddübel aus einer im wesentlichen zylinderförmigen äußeren Metallhülse mit
einer inneren Füllung aus Faserstoff oder plastischem Material, die mit einer mittleren Bohrung
versehen ist, und ist dadurch gekennzeichnet, daß die MetalJhülse Zacken oder Vorsprünge trägt, die
in das Innere hineinragen und mit der Füllung in Eingriff kommen. Diese Vorsprünge können die
Form von Zähnen haben oder auch dadurch gebildet sein, daß auf der Innenfläche der Metallhülse ein Gewinde
angebracht ist.
Die mittlere Durchbohrung der Dübelfüllung gewährleistet es, daß eine in dem Dübel getriebene
Schraube mit ihrer Achse konform mit der Mittellinie des Dübels verbleibt, so daß eine gleichmäßige
Ausdehnung der Füllung erreicht wird. Wenn die Füllung aus plastischem Material besteht, erleichtert
diese gleichmäßige Ausdehnung das Durchdringen
von Teilen der Füllmasse durch Schlitze, die in die Wandung der Met al lh ül se eingestanzt sein können
Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal dehnt
sich die mittlere Bohrung nicht über die ganze Länge des Dübels aus; das innere Ende der Füllung ist
massiv, übt somit einen stärkeren: Widerstand gegen
das Eintreiben einer Schraube aus und sichert eine größere Ausdehnung des· Dübels an seinem inneren
Ende.
ίο Die Erfindung wird noch leichter verständlich an
Hand der Zeichnung, die als Beispiel verschiedene Ausführungsformen veranschaulicht,
Fig. ι ist eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Stirnansicht des erfindungsgemäßen iS Wanddübels,
Fig. 3 ein Längsschnitt des in den Fig. ι und 2 gezeigten
Dübels auf Linie A-A,
Fig. 4 ein Längsschnitt ähnlich, Fig. 3, aber den Dül)el mit einem Flansch um sein äußeres Ende darstellend;
Fig. 5 ist ein Teillängsschnitt einer anderen' Ausführurigsform
des Dübels,
Fig. 6 ein Längsschnitt einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Dübels, und Fig. 7 stellt einen Längsschnitt des in Fig. 6 gezeigten
Dübels nach Einschrauben einer Schraube in ihn dar.
Wie man aus Fig. 1 bis 3 ersieht, besteht der erfindungsgemäße
Dübel aus einer metallenen zylinderförmigen Hülse 1 mit einer inneren Füllung 2 eines
nichtmetallischen, plastischen Materials. Dieses Material kanni ein Faserstoff, wie z. B. eine Fasermasse
aus Asbest, Jute od. dgl., oder homogener Art sein, wie thermoplastisches Harz. Die Füllung 2 ist
mit einer Bohrung in der Mitte versehen, die sich von einem Ende des Dübels, das· sein Außenende ist,
wenn der Dül>el in ein in eine Wand od. dgl. vorgestemmtes
Loch eingelassen wird, erstreckt, wobei der Zweck dieser Bohrung 3, wie bereits beschrieben,
der ist, daß ein in den Dübel getriebenes Befestigungsmittel
mit seiner Achse in Übereinstimmung mit der Mittellinie des.Dübels, d. h. ohne von ihr abzuweichen,
verbleibt.
Zwei oder mehrere sich der Länge nach erstreckende Schlitze 4 sind in der äußeren metallenen
Hülse angebracht, und zwar an einem Ende oder an beiden Enden. Durch diese Schlitze dringen Teile der
plastischen Füllung oder des Pfropfens 2 nach außen, wenn eine Schraube in den Dübel getrieben
wird, was dann eine Drehung der Dübelhülse 1 im
Loch der Wand verhindert. Man kann auch diesen \-erbesserten Dübel schon bei seiner Anfertigung,
d. h. vor Gebrauch, so herstellen, daß etwas von seiner inneren Füllung oder der Füllmasse 2 ein
wenig aus den Längsschlitzen 4 in der Wand der Hülse ι herausragt, wodurch dem Dübel dann von
vornherein ein gewisser erster Halt oder Griff auf die Wandung des Loches gegeben wird:, in das er,
bevor man die Schraube in ihn hineintreibt, eingesetzt wird.
Beim Stanzen der Längsschlitze in die Metallhülse
empfiehlt es sich, die Kanten 5 der Schlitze, wie in der Zeichnung gezeigt, nach außen1 zu biegen, um dadurch
weitere Zacken und Vonsprünge zu schaffen, die sich in der Wandung des Loches festbeißen und
dadurch die Drehung oder Bewegung der Hülse im Loch verhindern.
Um aber auch zu verhindern, daß sich die innere Füllung in der Hülse dreht, wenn eine Schraube in
den Dübel getrieben wird, und daß sie sich in der Hülse bei der durch Hineintreiben der Schraube erfolgenden
starken Beanspruchung des Dübels bzw. der Hülse löst, wird gleichzeitig eine Anzahl von
Zacken oder Vorsprüngen von z. B. dreieckiger Form mit eingestanzt, die in das Innere der Hülse zu
hineinragen, sich dadurch wie Zähne 6 in der Füllung festbeißen und auf diese Weise ihre Bewegung
verhindern.
Die innere Bohrung 3 des plastischen Stopfens oder der Füllung 2 des erfindungsgemäßen Dübels
hat, wie gezeigt, einen nach dem inneren Ende zu abnehmenden Durchmesser, wogegen Stopfen oder
Füllung allmählich an Stärke entsprechend, zunehmen, bis sie am Ende des Dübels massiv sind;, was
dem Dübel eine größere Ausdehnungsfähigkeit an seinem inneren Ende verleiht. Die Füllung 2 der
Metallhülse kann auch aus einer anorganischen faserigen Substanz, wie Asbestfasern gemischt mit
Gips oder Zement, bestehen. Ein Wanddübel mit dieser Füllung wird kurz vor Verwendung in Wasser go
getaucht. Wenn man dann die Schraube in ihn hinein treibt, wird ein sofortiger fester Griff durch
Zusammendrückung seines faserigen Bestandteils erzielt. Die Festigkeit des Sitzes des Dübels im
Mauerwerk wird dann noch beim Hartwerden der zementhaltigen Füllung erhöht, und zwar sowohl im
Dübel selbst als auch in Berührung (durch die Schlitze 4) mit der Oberfläche des Loches in dem
Mauerwerk.
Es empfiehlt sich, diesen neuartigen Dübel mit einem radialen Flansch 7 am äußeren Ende (vgl.
Fig. 4) zu versehen. Dieser Flansch sollte getrennt von der Metallhülse 1, also nicht mit ihr zusammen,
hergestellt werden. Durch den Einbiß der nach innen gebogenen Teile 8 des inneren Randes in die
plastische Füllung 2 wird er dann fest mit dem Dübel verbunden. Das Herausrutschen der Füllung 2
aus der Hülse 1 wird: durch diesen Außenflansch 7 verhindert.
Ein anderes Mittel, die Drehung der Metallhülse 1 und der plastischen Füllung 2 zu verhindern, zeigt
Fig. 5. Danach haben die nach innen gerichteten Vorsprünge die Form eines Gewindes 13 am inneren
Ende der Metallhülse, in das ein entsprechendes Gewinde 12 der Füllung eingreift. Diese Gewinde
werden am besten linksgängig eingeschnitten, d. h. η der der Drehrichtung der in den Dübel eingetriebenen
Schraube entgegengesetzten Richtung.
Bei einer anderen und bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird, wie in Fig. 6 und 7 ge-
zeigt, die innere Füllung der Metallhülse 1 in Form einer verknüpften oder verwebten Röhre 14 aus
Faserstoff hergestellt, wobei es gut ist, die die Röhre bildenden Fäden: mit einem thermoplastischen Stoff
oder Eiweiß zu imprägnieren. Hierbei sind auch ahne 6, wie beschrieben, und gegebenenfalls (nicht
dargestellte) Schlitze, ähnlich den Schlitzen 4, vorgesehen. Die Röhre 14 ist, abgesehen von dem durch
Zähne 6 vermittelten Halt, lose in die Hülse 1, wie in Fig. 6 gezeigt ist, eingesetzt, so daß bei Einschrauben
einer Schraube 15 in die Hülse die Röhre
gegen das innere Ende des Dübels und1 nach außen zu gegen die Hülse 1 gedrängt wird.
Die Herstellung der Metallhülse des Wanddübels kann in der Weise erfolgen, daß ein Streifen Metal 1-blech,
der in seiner Mitte herausgeschnittene Teile hat, der Länge nach in eine halbzylinderförmige
Rinne zurechtgebogen und danach zur Bildung einer zylindlerförmigen Röhre quer gefaltet wird.
Claims (12)
1. Wanddübel aus einer im wesentlichen zylinderförmigen äußeren Metallhülse mit einer
inneren Füllung aus Faserstoff oder plastischem Material, die mit einer mittleren Bohrung ver-
ao sehen ist, dadurch gekennzeichnet, diaß die Metallhülse
Zacken oder Vorsprünge trägt, die in das Innere hineinragen und mit der Füllung in
Eingriff kommen.
2. Wanddübel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die mittlere Bohrung nur über einen Teil der Länge des Dübels erstreckt.
3. Wanddübel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Querschnitt der mittleren
Bohrung von seinem Höchstdurchmesser am äußeren Ende des Dübels auf seinen Kleinstdurchmesser
an einem Punkte zwischen den Enden des Dübels verringert.
4. Wanddübel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallhülse
mit Schlitzen versehen ist, durch die plastischer Füllstoff bei Herstellung des Dübels
oder beim Hineintreiben einer Schraube herausgepreßt werden kann.
5. Wanddübel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitze mit nach außen
ragenden Vorsprüngen ausgebildet sind, die in die Wandung des vorgestemmten Loches, in das
der Dübel eingesetzt wird, eingreifen.
6. Wanddübel nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit einem radialen Flansch an seinem äußeren Ende
versehen ist.
7. Wanddübel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der von der Metallhülse getrennt hergestellte radiale Flansch mit dieser durch den Eingriff von nach innen gebogenen
Teilen seines inneren Randes in die plastische Füllung verbunden ist.
8. Wanddübel nach einem der Ansprüche 1
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sein inneres Ende eine runde oder konische Form hat, die
seine Einlassung ini ein vorgestemmtes Loch erleichtert.
9. Wanddübel nach einem der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet> daß die nach innen ragenden Vorsprünge durch ein Schraubengewindeteil
am inneren Ende der Metallhülse gebildet sind, das geeignet ist, mit einem enit^
sprechenden Schraubengewindeteil der Füllung zusammenzuwirken.
10. Wanddübel nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Füllung aus einer verknüpften oder verwebten
Röhre aus Faserstoff besteht, die, abgesehen, von dien nach innen gerichteten Vorsprüngen, in loser
Verbindung mit der Metallhülse steht.
11. Wanddübel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet',
daß die verknüpfte oder verwebte Röhre mit einem thermoplastischen Harz oder mit Eiweiß getränkt ist.
12. Verfahren zum Herstellen der Metallhülse eines Wanddübels nach einem der Ansprüche 1
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Streifen Metallblech, der in seiner Mitte herausgeschnittene
Teile hat, der Länge nach in eine halbzylinderförmige Rinne zurechtgebogen und danach
zur Bildung einer zylinderförmigen Röhre quer gefaltet wird.
Angezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 699 020.
Deutsche Patentschrift Nr. 699 020.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
I 5489 11.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1967048A GB661111A (en) | 1948-07-22 | 1948-07-22 | An improved wall plug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE855902C true DE855902C (de) | 1952-11-17 |
Family
ID=10133235
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DER1174A Expired DE855902C (de) | 1948-07-22 | 1950-03-11 | Wandduebel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE855902C (de) |
| GB (1) | GB661111A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1064707B (de) * | 1954-04-14 | 1959-09-03 | Tox Duebel Und Werkzeugfabrik | Faserstoffduebel |
| US3067546A (en) * | 1959-09-22 | 1962-12-11 | Het Spoorwegbouwbedrijf Nv | Sleeve-shaped plug for a pin-shaped fastening member |
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| DE699020C (de) * | 1933-06-09 | 1941-04-18 | Elisabeth Anita Krause | Duebel aus Faserstoffen oder aehnlichen Stoffen und einem in der Mauerbohrung erhaetenden Schutztraenkungsmittel |
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1948
- 1948-07-22 GB GB1967048A patent/GB661111A/en not_active Expired
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1950
- 1950-03-11 DE DER1174A patent/DE855902C/de not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB661111A (en) | 1951-11-14 |
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