DE856759C - Elektrothermischer Selbstausschalter oder Schutzapparat fuer elektrische Mehrphasenkreise - Google Patents
Elektrothermischer Selbstausschalter oder Schutzapparat fuer elektrische MehrphasenkreiseInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 24. NOVEMBER 1952
Bio8ioVIIIbl 2IC
Die Erfindung 1>etrifft einen elektrischen Selbstausschalter
oder Schutzapparat, insbesondere ein Relais zum Schutz von mehrphasigen Wechselstromgeräten
Regen Überlastung und einphasigen Betrieb. Die Vorrichtung arbeitet elektrothermisch
und hat mehrere temperaturkompensierte Bimetallwcrke,
z. B. Bimetallspiralen, ^bänder oder andere -elemente.
Jedes Bimetallelement wirkt erfindnungsgemäß auf einen mit Kontakten versehenen Arm, der eine
Winkeklrehung ausführen kann. Die Lager der verschiedenen Kontaktarme sind dabei koaxial angeordnet.
NOrmalerweise sind die Kontakte so lange geöffnet, als die Stromzuführungsleitungen annähernd
gleichmäßig belastet sind. Bei ungleichmäßiger Belastung der Stromzuführungsleitungen
dreht sich aber ein Kontaktarm gegenüber einem anderen oder gegenüber den anderen um einen vorbestimmten
Winkel, z. B. wenn ein mit dem erfindungsgemäßen Gerät geschützter Motor einphasig
läuft. Dann wird die durch die Drehung hervorgerufene Stellung der Kontaktarme dazu benutzt,
den Stromkreis einer Schaltschützspule zu öffnen oder zu schließen .und durch sie den Motor so zu
steuern, daß seine Stromzufuhr abgeschaltet wird.
Ein Kontaktarm kann ferner so eingerichtet sein, daß er bei Überlastung des geschützten Geriäts auf
einen stationären Gegenkontakt, den Überlastungs-
kontakt, einwirkt, um z. B. einen die Schaltschützspule durchfließenden Parallelistromkreis zu schließen,
wenn die totale Drehung dieses Kontaktarmes einen bestimmten Winkel übersteigt. Dieser Überlast'ungskontakt
kann auf denjenigen Wert einstellbar sein, bei dem der Apparat abschalten soll.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrielben.
Fig. ι zeigt einen-Grundriß der Relaisapparatur,
ίο worin jedoch gewisse Teile aus Gründen der Übersichtlichkeit
fortgelassen sind;
Fig. 2 veranschaulicht im Schnitt eine Vorderansiicht;
Fig. 3 eine Seitenansicht im Schnitt gemäß Linie !5 3"3 der Fig. 2, und
Fig. 4 das elektrische Schaltschema. Das ernndungsgemäße Relais enthält in einem
Gehäuse 21 drei besondere, koaxial angeordnete
thermische Einheiten oder Werke A, B, und C. Jedes Werk hat einen Vorwärmer 11 und zwei Bimetallspiralen
12 und 13. Deren äußere Enden sind durch einen Querriegel miteinander verbunden. Das
innere Ende der Spirale 12 ist auf einer Stange 15
l>efestigt. Sie geht durch das Zentrum der anderen Spirale 13 hindurch. Die Stange 15 wird von einer
Querschiene 16 getragen. Das innere Ende der Spirale 13 ist mit einem Kontaktarm 17 versehen. Er
hat an seinem rückwärtigen Ende 18 ein Gegengewicht 19. Die Spiralen 12 und 13 bestehen aus
Bimetallstreifen. Bei Temperaturänderungen dehnen sie sich aus oder ziehen sich zusammen. Die Spirale
\2 grenzt an den Vorwärmer und wird durch dessen Strahlung beeinflußt. Sie hat einen fest angeordneten
Mittelpunkt. Die andere Spirale 13 dagegen wird nur von der Lufttemperatur im Gehäuse beeinflußt.
Sie ist nämlich vor der Strahlung des Vorwärmers durch einen Schirm 20 geschützt. Ihre
beiden Enden können sich bewegen. Daher werden Temperaturänderungen der Luft durch eine Bewegung
des Querriegels 14 ausgeglichen, und der Arm 17 wird wegen der Differenzial- oder iKömpensationswirkung
der beiden Spiralenai2 und 13 nur durch die vom Vorwärmer ausgestrahlte Wärme
beeinflußt. Dalbei führt er eine Drehung im Winkel aus.
Jeder Vorwärmer enthält einen gestanzten Metallwiderstand. Dieser ist z. B. zwischen Glimmerscheiiben
eingeschlossen und wird von den Schenkeln eines Dreibeins"2i3 gehalten. Es ist auf einem runden
Schild 25 angebracht, das mit einer Niet 26 auf einer zweiten Querschiene 24 befestigt ist. Der
Schild 25 hält jegliche Strahlung von der Rückseite der Vorwärmers auf und verhindert dadurch eine
Einwirkung der Strahlung auf die Spiralen der zunächst liegenden Einheit.
Die drei koaxialen Werke A, B und C sind auf besonderen Isolierstützen 21 im Gehäuse 27 befestigt
mittels Querschienen 16, die an U-förmigen Stanzteilen 76 befestigt isind. Das Gehäuse 27 hat
eine abnehmbare Haube 28 mit einem durchsichtigen Fenster 29. Es ermöglicht die Besichtigung des
Gehäuseinnern. Die Haube 28 und zwei Vorwärmer 11 sind in Fig. 1 nicht dargestellt. Die beiden Anzeigeskalen
40, 48 sind teilweise weggelbrochen gezeichnet, um die Einzelheiten in ihrer Nähe zu
zeigen. Je ein Leitungspaar 30 verbindet jeden Vorwärmer 11 mit den Klemmen 31 am Boden des Gehäuses.
Darunter sind die Klemmen durch Leitungen 32 mit kerngesättigten Transformatoren verbunden.
Deren Primärwindungen haben mehrfache Anzapf ungen 22 und sind an mehrere Klemmen 34
angeschlossen. Sie können wahlweise mit Hauptstromtransformatoren an die entsprechenden Phasen
der Hauptzuführungsleitung angeschlossen werden, wie nachstehend ausgeführt ist. Entsprechend den
Stromstärken in den Phasenleitungen verursachen die Vorwärmer ία Winkelbewegungen der Kontaktarme
17 in parallelen Ebenen quer zu der gemeinsamen Achse der drei Werke A, B und C. Diese
Arme sind mit besonderen Kontakten und Gegenkontakten versehen, die paarweise miteinander
schalten, wenn sie z. B. den Steuerstromkreis für die Auslösespule eines Schaltschützen schließen
sollen. Solange al>er diese Arme annähernd ihre normale Stellung zueinander haben, d. h. solange
die Ströme in den drei Phasen innerhalib vorbestimmter Grenzen bleiben, schalten die Kontakte
und Gegenkontakte auf den drei Armen nicht. Dann wird auch das Schaltschütz nicht betätigt.
Das Maß der relativen Winkelbewegung, die zulässig ist, bevor die Kontakte und Gegenkontakte
schalten, wird vorzugsweise in folgender Weise l>estimmt: Der mittlere !Kontaktarm, der nachstehend
mit \yb !bezeichnet ist, ist mit zwei Kontaktpaaren
versehen, die mit den Gegenkontakten der beiden äußeren Arme 17" und iyc schalten. Jeder
Arm 17° und iyc schwingt zwischen einem Paar der
mittleren Kontakte. Sie haben einen Abstand voneinander, damit die zulässige relative Winkelbewegung
stattfinden kann. Wie die Fig. 1 und 4 am ioo besten zeigen, ist der mittlere Kontaktarm 17* zu
dem Zweck mit einer leitenden Brücke 35 versehen. Sie erstreckt sich parallel zu der gemeinsamen
Achse der drei Werke A, B und C. Die Brücke wird aus zwei parallelen Stegen gebildet, die durch einen
Gitterrahmen oder eine Kreuzverstrebung auseinandergehalten werden. Die vorstehenden Stegenden
der Brücke halben auf den sich gegenüberliegenden Stegflächen Kontakte 37. Die beiden äußeren
Kontaktarme 17s und iyc reichen in die Aussparungen
der entsprechenden Brückenenden. Jeder Arm hat zwei entgegengesetzt gerichtete Gegenkontakte
38. Damit kann er auf einen der einwärts gerichteten Kontakte 37 am Brückenende schalten, je nach
der Richtung der relativen Bewegung der verschiedenen Arme. Um die Kontakte 37 und 38 einzuchalten,
mag das Maß der relativen Winkelbewegung beispielsweise io° betragen. Das würde einer
Entfernung der Brückenstege von ungefähr 12,7 mm ntsprechen, wenn die Kontaktarme ungefähr
50,8 mm lang sind. Aber die Entfernung der Brückenstege umd die anderen Dimensionen können
offensichtlich je nach Wunsch geändert werden. Die Brückenkontakte 37 könnten auch auf einstellbaren
Schrauben od. dgl. angebracht sein, um die relative Winkelbewegung zu verändern. Dal>ei könnte der
Abstand zwischen den Kontakten 37 zur Anpassung an die Betriebsbedingungen auf jedem oder nur
einem Paar verändert werden.
Der mittlere Kontaktarm 17* oder die daran
leitend befestigte Brücke 35 kann mit einem Zeiger 39 versehen sein, der sich über einer zylindrischen
Skala 40 Ixnvegt. Sie ist so eingeteilt, daß sie" die
prozentuale Belastung anzeigt, mit der der Motor oder das geschützte Aggregat jeweilig betrieben
wird. Auf der Skala könnte beispielsweise eine Überlastung bis zu 50 °/o vermerkt sein.
Das Ausschalten bei Überbelastung wird durch die gleiche Spule des Schaltschützen in folgender
Weise erreicht: Es werden ein anderer Kontakt41 auf der Vorderkante der Brücke 35 und ihm gegenüber
ein feststehender Gegenkontakt 42 angebracht. Dieser ist mit dem gleichen Pol der Steuerleitung
wie die äußeren Kontaktarme 17" und iyc verbunden.
Die Berührung dieser beiden Kontakte 41 und 42 schließt den Steuerstromkreis, wenn der mittlere
' Arm 17'' nach einer Winkelbewegung eine Grenzstellung erreicht, die dem Maximum der zulässigen
Überlastung entspricht. Dieses Maximum kann dadurch verändert werden, daß der feststehende Gegenkontakt
42 auf einem verstellbaren Hebel 43 befestigt wird, der drehbar auf der Stange 15 des
Werkes A angeordnet ist. Der Hebel wird mittels eines Knopfes 44 eingestellt, der drehbar auf einer
Schraube 45 sitzt, welche in einem bogenförmigen Schlitz 46 einer festen Platte gleitet. Er kann in
jeder Lage seiner Einstellung durch Reibung festgehalten werden, wenn der Knopf 44 auf der Platte
47 festgeklemmt wird. Eine mit der prozentualen Überlastung bezeichnete Skala 48, z. B. bis zu 50 °/o,
ist neben dem Hebel 43 befestigt. Ein Zeiger 49 am Hebel zeigt auf der Skala48 bei jeder Einstellung
die zulässige Überbelastung an, bei der die Kontakte 41, 42 zur Berührung kommen und dabei das
Schaltschütz auslösen.
• 40 Fig. 4 zeigt das Schaltschema. Danach sind die drei Phasen der Stromzuführung mit 51, 52, 53
und der Hauptschalter mit 54 bezeichnet. Er kann durch eine Feder 74 geöffnet werden, wird aber in
eingeschaltetem Zustand durch eine Klinke 75 festgehalten, die unabhängig von einer Magnetspule 55
zu betätigen ist. Die Phasenleitungen 56, 57, 58 gehen vom Hauptschalter 54 zu den Klemmen 59,
60, 61 des geschützten Apparates oder Motors, der hier nicht dargestellt ist. Sie sind über die Primärwindungen
der Hauptstromtransformatoren 62, 63, 64 geführt.
Ihre Sekundärwindung«! sind an die veränderlichen Anzapfungen 22 der Primärwindungen der
Transformatoren 33 angeschlossen. Deren Sekundärwindungen sind durch die Leitungen 32", 32*
und 32C an die Anschlußstellen der Vorwärmer ii",
iift und ι ic geführt. Ein Abwärtstransformator 65
wird durch die Leitungen 66, 67 aus zwei Hauptphasen gespeist. Seine Sekundärseite ist einerseits
durch die Leitung 68 ül>er die Auslösespule 55 und die davon abgehende Leitung69 mit dem mittleren
Kontaktarm 17* verbunden, an den die Brücke 35 j und ihre Kontakte 37, 41 leitend angeschlossen sind, ι
Andererseits ist die Sekundärseite des Transformators 65 durch die Leitung 70 und die Abzweigungen
71, 72 mit den 'äußeren Kontaktarmen Vj", ijc und
dem stationären Kontakthebel 43 verbunden.
Die verschiedenen Anzapfungen 22 auf der Primärseite jedes Transformators 33 dienen dazu, die
Anpassung des Stromes in der Sekundärwicklung, welche den zugehörigen Vorwärmer 11 speist, an
den Vollaststrom der entsprechenden Phase des Motors oder des sonst geschützten Gerätes zu erleichtern.
In vielen Fällen entsprechen nämlich die Vollastströme des Motors nicht genau dem normalen
Übersetzungsverhältnis des Stromtransformators. Dann wird überlicherweise für den Motorschutzhalter
ein Stromtransformator mit dem nächsthöheren Übersetzungsverhältnis genommen. In solchen Fällen wind durch die Wahl der geeigneten
Anzapfung am Transformator 33 mit Sicherheit erreicht, daß die Charakteristiken und die Einstellung
des Relais im wesentlichen unverändert bleiben. Für diesen Zweck wird eine der von der
Sekundärseite des Hauptstromtransformators 62, 63 oder 64 abgehenden Leitungen 73 mit einer dafür
ausgewäihlten Anzapfung des Transformators 33 verbunden und das gewünschte Übersetzungsverhältnis
hergestellt, um das einzelne Heizelement zu speisen. Diese Vorkehrung ist für den erfolgreichen
Betrieb des Relais wichtig, denn seine Wirkung beruht auf den engen Verhältnissen zwischen den
Strömen in den Vorwärmern und den Vollastströmen in den Motorphasen.
Solange der iMotor im Betrieb nicht überbelastet ist und die Phasen im wesentlichen gleichmäßig
belastet sind, behalten die Kontaktarme 17 ihren normalen Zwischenraum zwischen den Kontakten
37, 38 und bleiben die Kontakte 41, 42 getrennt. Der Steuerkreis der Auslösespule 55 ist daher in
diesen Kreisen unterbrochen, und der Schalter 54 bleibt geschlossen. Bei schwer unsymmetrischen
Belastungen, z. B. beim einphasigen Lauf des Motors, heizt die stärker belastete Phase den entsprechenden
Vorwärmer 11 stärker, während die leichter belastete oder unterbrochene Phase den mit
der Phase verbundenen Vorwärmer weniger oder gar nicht heizt. Infolgedessen erreichen die Winkeilbewegungen
der drei Kontaktarme 17 nach dem Ablauf des Schaltverzuges, den solche thermische
Geräte haben, verschiedene Werte. Die Kontakte 37, 38 auf der einen oder der anderen Seite kommen
dabei miteinander in Berührung, dabei schließt der Steuerstromkreis, und zwar vom Transformator 65
über den Leiter 70 zu einem der äußeren Kontaktarme 17", j?c, dann über die Kontakte 37, 38 und
den mittleren Kontaktarm 17s. Von hier aus verläuft
der Stromkreis über die Leitung 69 durch die Auslösespule 55 in die Leitung 68 zurück zum
Transformator 65. Der Stromfluß in der Auslösespule 55 bewirkt ein Zurückziehen ihrer Klinke 75.
Dadurch wird die Spannung der Feder 74 aufgehoben und der Hauptschalter 54 unmittelbar geöffnet.
Der gleiche Effekt tritt, was 'beiläufig erwähnt wird, unabhängig davon ein, wenn einer der
äußeren Kontaktarme 17" und iyc mit seinem Kon-
takt 38 einen der Kontakte -37 auf der Brücke berührt, die mit dem mittleren Kontaktarm verbunden
sind.
Wenn der Motor auf zwei oder mehr Phasen überbelastet ist, schließt sich der Steuerkreis ebenfalls.
Dann schließt die Brücke35 ,gewöhnlich ihren vorderseitigen Kontakt 41 mit dem stationären
Kontakt 42 des Hebels 43, der an die Leitung 72 angeschlossen ist. Im übrigen sind die Schaltvorgänge
die gleichen wie sie schon für die unsymmetrische Belastung dargestellt sind.
Die Stromtransformatoren 33 haben vorteilhafterweise solche Magnetkerne, die bei oder etwas
oberhalb der normalerweise zulässigen Überlastungsströme gesättigt sind. Bei einem mit dem Gerät geschützten
Motor beispielsweise kann dann der Anlauf strom zeitweilig die obere zulässige Belastungsgrenze
überschreiten, ohne dadurch ein vorzeitiges Abschalten zu bewirken, denn das verhältnismäßig
kurze Anwachsen der Sekundärströme, mit denen die Vorwärmer 11 dann kurzzeitig versorgt werden,
ruft keine übermäßige [Winkelbewegung der Kontaktarme 17 in dieser wegen des Schaltverzuges
der Vorwärmer zulässigen Zeitspanne hervor.
Verständlicherweise ist die Erfindung auf die Anwendung der verbesserten Relaisapparaturen für
den hier beispielsweise angegebenen Zweck nicht begrenzt. Sie kann auch mit Vorteil benutzt werden,
um irgendwelche Stromkreise gleichmäißig zu belasten, die paarweise oder zu mehreren miteinander
verbunden werden. Das Gerät kann ferner ohne den Überlastungsauslöser oder -abschalter mit
seinen Schaltkontakten 41, 42 gebaut werden.
Claims (9)
1. Elektrothermischer Selbstausschalter oder Schutzapparat für elektrische Mehrphasenkreise
mit temperaturkompensierten Birnetallelementen, von denen jedes Element auf einen Kontaktarm
einwirkt, je einer Phasenleitung zugeordnet ist und durch ihre Belastung 'beeinflußt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kontaktarme um koaxiale Lagerstellen und in Abhängigkeit von
der Phasenbelastung so drehbar angeordnet sind, daß die Kontakte und ihre Gegenkontakte
bei annähernd gleicher Phasenbelastung voneinander getrennt sind, sich alber bei ungleichmäßiger
Belastung oder Überlastung berühren, sobald sich ein Arm um einen vorbestimmten Winkel gedreht hat.
2. Schalter oder Apparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontakt auf
einem Kontaktarm einem stationären Überlastungsgegenkontakt derart zugeordnet ist, daß
sich diese beiden Kontakte schließen, wenn die Winkeldrehimg dieses Kontaktarmes einen gegebenen
Wert übersteigt.
3. Schalter oder Apparat nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen Überlastungskontakt,
der auf denjenigen Wert einstellbar ist, bei dem der Apparat abschalten soll.
4. Dreiphasenschalter oder -apparat nach Anspruch I, bei dem drei drehbare Kontaktarme
mit koaxialen Lagerstellen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Arm
eine leitende Brücke parallel zur gemeinsamen Achse trägt und die Brückenenden zwei Kontaktpaare
als Gegenkontakte zu Kontakten auf den äußeren drehbaren Kontaktarmen haben, von denen jeder zwischen einem Paar von Mittelarmkontakten
pendelt, die so weit gespreizt sind, daß sie die vorgesehene 'Winkelbewegung
ermöglichen.
5. Schalter oder Apparat nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer
der Mittelarmkontakte in seinem Abstand zum Gegenkontakt verstellbar ist.
6. Schalter oder Apparat nach Anspruch '2 oder 3 und Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß dem stationären Überlastungskontakt ein Gegenkontakt auf der Brücke zugeordnet
ist.
7. Schalter oder Apparat gemäß Anspruch 3 und 4, 5 oder 6 mit drei in einem Gehäuse
koaxial angeordneten Kontaktarmen, drei temperaturkompensierten Bimetallwerken und den
entsprechenden Heizeinridhtungen, gekennzeichnet durch eine von außen sichtbare Skala zur
Anzeige der jeweiligen Belastung mittels eines auf der leitenden Brücke angebrachten Zeigers
und einer zweiten sichtbaren Skala, welche die zulässige Überlastung mit einem auf dem Uberlastungskontakt
justierten Zeiger anzeigt.
8. Schalter oder Apparat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizmittel durch Transformatoren gespeist werden, welche mit veränderlichen Anzapfungen
versehen sind, um damit die Heizströme den Belastungsströmen des geschützten
oder kontrollierten Apparates anzupassen.
9. Schalter oder Apparat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Transformatoren
Magnetkerne haben, welche bei oder etwas über den normalen Überlastungsströmen gesättigt
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 5498 11.52
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB868844A GB577092A (en) | 1944-05-08 | 1944-05-08 | Improvements in electric cut-out or protective apparatus suitable for polyphase circuits |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE856759C true DE856759C (de) | 1952-11-24 |
Family
ID=9857323
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB10810A Expired DE856759C (de) | 1944-05-08 | 1950-10-01 | Elektrothermischer Selbstausschalter oder Schutzapparat fuer elektrische Mehrphasenkreise |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH247327A (de) |
| DE (1) | DE856759C (de) |
| GB (1) | GB577092A (de) |
-
1944
- 1944-05-08 GB GB868844A patent/GB577092A/en not_active Expired
-
1945
- 1945-05-08 CH CH247327D patent/CH247327A/fr unknown
-
1950
- 1950-10-01 DE DEB10810A patent/DE856759C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB577092A (en) | 1946-05-03 |
| CH247327A (fr) | 1947-02-28 |
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