DE857733C - Lichtempfindliche Blaetter fuer Rasterreflexbilder in positiven Diazotypieverfahren - Google Patents

Lichtempfindliche Blaetter fuer Rasterreflexbilder in positiven Diazotypieverfahren

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DE857733C
DE857733C DEP30705A DEP0030705A DE857733C DE 857733 C DE857733 C DE 857733C DE P30705 A DEP30705 A DE P30705A DE P0030705 A DEP0030705 A DE P0030705A DE 857733 C DE857733 C DE 857733C
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Expired
Application number
DEP30705A
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English (en)
Inventor
Lodewijk Pieter Frans Grinten
Matheus Marinus Paulus Vallen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Grinten Chem L V D
Chemische Fabriek L Van der Grinten NV
Original Assignee
Grinten Chem L V D
Chemische Fabriek L Van der Grinten NV
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Publication date
Application filed by Grinten Chem L V D, Chemische Fabriek L Van der Grinten NV filed Critical Grinten Chem L V D
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
    • G03C5/18—Diazo-type processes, e.g. thermal development, or agents therefor
    • G03C5/20—Reflex-printing

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Manufacture Of Macromolecular Shaped Articles (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

Erteilt auf Grund des Ersten tlberleitungsgesetzes vom 8. Juli 1949
OWGBL S. 175)
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
AUSGEGEBEN AM 1. DEZEMBER 1952
DEUTSCHES PATENTAMT PATENTSCHRIFT
JVr. 857 733 KLASSE 57b GRUPPE 12o5
P 3°7°5 H'a 15/h V
Lodewijk Pieter Frans van der Grinten und Matheus Marinus Paulus Vallen, Venlo (Niederlande)
sind als Erfinder genannt worden
Chemische Fabriek L. van der Grinten, Venlo (Niederlande)
Lichtempfindliche Blätter für Rasterreflexbilder in positiven
Diazotypieverfahren
Palentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 1. Januar 1949 an Patentanmeldung bekanntgemacht am 14. Februar 1952
Patenterteilung bekanntgemacht am 9. Oktober 1952
Die Priorität der Anmeldungen in den Niederlanden vom 1. November 1945 und 23. April 1946
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen von lichtempfindlichen Hlättern zur Herstellung von Rasterreflexkopien von Originalen in positiven Diazotypieverfahren, welche fast oder ganz lichtundurchlässig sind, oder von zweiseitig bedruckten Originalen.
Um diese sogenannten Rasterreflexkopien auf
einem lichtempfindlichen und durchlässigen Film herzustellen, müssen die Lichtstrahlen bei ihrer
ίο Wirkung auf die lichtempfindliche Diazoschicht bei ihrem Durchtritt durch einen Raster gespalten
werden. Diese Lichtteilung muß besonderen Anforderungen genügen, in Gegensatz zu denen bei Halbtonrasterverfahren, bei denen eine Teilung mit abgestuften Unterschieden in der Intensität gefordert wird. Die Teilung bei Rasterreflexbildmethoden in positiven Diazotypieverfahren muß so sein, daß nur scharfe Übergänge von voller bis zu minimaler Intensität eintreten.
Diese besondere Teilung wird praktisch dadurch erreicht, daß das Licht durch einen Deckungsraste r mit ausschließlich scharfen Dichteunterschieden,
also ohne allmähliche Übergänge, durchtritt, wobei der Raster in engster Berührung mit der lichtempfindlichen Schicht liegt. Die unmittelbare Nachbarschaft von Raster und lichtempfindliicher Schicht ist deshalb erforderlich, da in der Praxis meist für die Belichtung diffuses Licht verwendet wird.
Der Raster und die lichtempfindliche Schicht dürfen sich während der Belichtung nicht relativ ίο zueinander bewegen, im besonderen, wenn die Belichtung in einem Kopiergerät stattfindet, in dem das Original, das kopiert werden soll, zusammen mit dem lichtempfindlichen Material durch ein Transporttuch über eine Glasplatte gezogen werden soll.
Die britische Patentschrift 425 126 beschreibt lichtempfindliche Blätter für die Rasterreflektographie in positiven Diazotypieverfahren, die selber einen Deckungsraster enthalten, der organisch mit dem lichtempfindlichen Film verbunden ist. Bei einigen dieser lichtempfindlichen Rasterblätter kann nach der Belichtung der Raster auf dem Film verbleiben, während derselbe bei anderen nach der Belichtung entfernt werden muß, da andernfalls das Rastermuster die Reflexkopie unbrauchbar machen würde.
Das Beispiel 3 der genannten Patentschrift behandelt die Herstellung der genannten Rasterreflexkopien mit solchen gerasterten lichtempfindlichen Blättern, bei denen der Raster nach der Belichtung entfernt wird. Ein Cellulosefilm wird dort mit einer Diazoverbindung lichtempfindlich gemacht, und ein Rastermuster wird mit einen besonderen Aluminimum-Kaseinlack, der aus 100 Teilen Wasser, 6 Teilen Kasein und 6 Teilen Zucker mit soviel Aluminiumpulver besteht, um ein genügendes Deckungsvermögen zu erhalten, auf die lichtempfindliche Schicht aufgedruckt; nach dem Kopieren wird das Rastermuster in einem Alkaldbad aufgeweicht und, wenn nötig, durch Wischen entfernt.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von lichtempfindlichen Blättern für die Rasterreflektographie in positiven Diazotypieverfahren, die mit einem Raster, der nach der Belichtung von dem Blatt abgehoben werden kann, versehen sind. Die zwei Haupthindernisse in der Herstellung derartiger Erzeugnisse sind:
1. Das Rastermuster muß ganz dicht und fest an dem lichtempfindlichen Film liegen, und es muß bis nach der Belichtung in diesem Zustand dort bleiben, da der Film während der Belichtung die Neigung hat, an der Glasplatte, über welche er in den üblichen Belichtungsgeräten wandert, hängenzubleiben.
2. Nach der Belichtung muß das Rastermuster rasch, leicht und vollständig von dem lichtempfindlichen Film, am besten ohne ein Aufweichbad benutzen zu müssen, entfernt werden können.
Die Schwierigkeit in der Herstellung eines ausgezeichneten Films dieses Charakters ist aus den entgegengesetzten Erfordernissen, die beachtet werden müssen, klar. Die bekannten gerasterten lichtempfindlichen Blätter, bei denen "das Rastermuster organisch zum lichtempfindlichen Film gehört, können kaum diese zwei Bedingungen erfüllen.
Das erfindungsgemäße, gerasterte und lichtempfindliche Blatt für Rasterreflexbilder in positiven Diazotypieverfahren enthält, um diese beiden Bedingungen zu erfüllen, einen Raster (ein Rastermuster), der (das) organisch (mit anderen Worten körperlich oder strukturell) mit einem bzw. einer weiterhin als Haut bezeichneten Film oder Schicht verbunden ist, welche Haut ihrerseits durch Adhäsion mit dem lichtempfindlichen Film verbunden ist; das Rastermuster besteht aus einer Unzahl winziger durchlässiger und undurchlässiger Flächen, also ohne allmähliche Dichteübergänge, und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu der lichtempfindlichen Schicht.
Das gerasterte Blatt nach der Erfindung hat den Vorteil, daß es zunächst den Hauptbedingungen bei der Anfertigung der Rasterreflexkopie in positiven Diazotypieverfahren in der Praxis genügt, nämlich: i. enge Berührung und feste Verbindung zwischen Rastermuster und lichtempfindlicher Schicht und 2., daß es leicht gehandhabt werden kann, ohne verletzt zu werden und daher der Verpackung, dem Versand und jeder Behandlung, im besonderen beim Transport durch ein Belichtungsgerät mit Reibungswiderstand, ausgesetzt werden kann. Des weiteren ist die Entfernung des Rasters durch Beseitigung der Adhäsion und durch Abheben der den Raster tragenden Haut leicht zu bewerkstelligen, so daß langes Einweichen und die Verwendung von Reinigungsstoffen od. dgl. unnötig werden.
Obwohl dies im allgemeinen nicht erforderlich ist, kann die Rasterhaut durch ein Klebemittel mit der lichtempfindlichen Filmschicht verklebt sein.
Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft weiter eine Form des gerasterten, lichtempfindlichen Blattes, bei der die Rasterhaut trocken von dem lichtempfindlichen Film abgezogen werden kann. Die Rasterhaut muß dann eine derartige Festigkeit haben, daß es möglich ist, dieselbe unter Aufhebung der Adhäsion, mit der sie mit dem lichtempfindlichen Film verbunden ist, nach der Belichtung, entweder von Hand oder mit anderen Mitteln, abzureißen oder abzuheben.
Diese Blattart, bei der die Rasterhaut trocken abgezogen werden kann, ist besonders vorteilhaft, wenn die lichtempfindliche Schicht zur Bildentwicklung keine andere Behandlung erfordert als eine Nachbehandlung mit einem alkalischen Gas, wie z. B. bei sogenannten Zweikomponentschichten der Diazotypie, die mit Ammoniakdampf entwickelt werden.
Es ergeben sich besondere Vorteile durch die Verbindung einer Rasterhaut mit einem durch eine Diazoverbindung lichtempfindlich gemachten Film. Hierbei kommt es oft vor. daß gegen Ende der Belichtung die Adhäsion zwischen Haut und Film nachläßt, so daß die Rasterhaut loser sitzt als vor der Belichtung. Dies fördert ihr Abheben, wobei dieses Lösen, so nimmt man an, die Folge der Ent-
wicklung von Stickstoff ist, der aus der Zersetzung der Diazoverbindung durch fotochemische Reaktion erfolgt.
Wenn in diesem Fall die Haut eine örtliche, rasterlose Fläche hat, mit anderen Worten, sie lokal vollständig lichtdurchlässig ist, so daß der mit einer Diazoverbindung lichtempfindlich gemachte Film auf dieser Fläche vollständig einer plötzlichen intensiven Belichtung ausgesetzt ist, so wird die Haut
ίο in dieser Fläche in einem noch größeren Maße gelöst werden, so daß das Abheben der Haut an diesem Punkt beginnen kann. Selbstverständlich wird dann die rasterlose Fläche vorzugsweise an einer Blattkante liegen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung stellt man gerasterte, lichtempfindliche Blätter her, deren Rasterhaut von dem lichtempfindlichen Film an einem oder dem anderen Punkt, vorzugsweise an einer Blattkante oder Ecke, gelöst ist, so
to daß das Abheben an diesem losen Teil beginnen kann.
Nach einem Verfahren zum Entfernen der Haut von dem lichtempfindlichen Blatt benutzt man eine Klebefläche, mit welcher das lichtempfindliche Blatt mit seiner gerasterten Seite in Berührung gebracht wird, wol>ei dann bei nachfolgender Trennung der beiden Flächen die genannte Fläche rrait der anhängenden Haut abgezogen werden kann. In diesem Fall muß die Klebefläche derart beschaffen sein, daß die Haut größere Klebekraft zu ihr hat als zum lichtempfindlichen Blatt.
Zweckentsprechend wird die Klebefläche durch ein endloses Band, z. B. einen Streifen Papier, gebildet, dessen eine Seite mit einem Klebemittel versehen ist. Es ist oft leichter, das Abheben der Haut auf diese Weise zu bewirken als durch Abziehen der Rasterhaut. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Rasterhaut sehr dünn und schwach ist, im besonderen bei Häuten, die weniger als 20 g/m2 wiegen.
Diese Einrichtung zum Abheben des Rasters ermöglicht es in vielen Fällen, die Rasterhaut in bekannter Weise mechanisch abzuheben.
Es ist zu bemerken, daß die Ausdrücke Klebers fläche u. dgl. im weitesten Sinn ausgelegt werden müssen. So umfaßt der Begriff Klebefläche z. B. auch eine sogenannte Vakuumoberfläche oder eine Kombination von Vakuum mit Klebefläche.
In der Praxis wird die lichtempfindliche Fläche des lichtempfindlichen Films manchmal glanzlos (matt) gemacht. Während dies die herzustellende Kopie verbessert, da diese leichter zu lesen ist und beschrieben werden kann, hat diese Mattierung aber den Nachteil, daß das durch die Rasteröffnungen während der Belichtung durchfallende Licht zerstreut und gehemmt wird.
Man hat festgestellt, daß dieser Einwand des matten lichtempfindlichen Films fortfällt, wenn nach der Erfindung die Rasterhaut vorgesehen ist und diese Haut mittels eines Klebemittels mit dem lichtempfindlichen Film verbunden ist. Der Klebestoff zwischen Haut und lichtempfindlichem Film neutralisiert die Mattierung, sie tritt aber, wenn nach der Belichtung die Haut zusammen mit dem Klebestoff entfernt wird, wieder auf.
Da bei der Belichtung der lichtempfindliche Film ganz oder teilweise seine Absorbierfähigkeit für die diesbezüglichen Strahlen verliert, kann das gerasterte Blatt nach der Erfindung durch eine vorhergehende Belichtung seiner Rasterseite lichtempfindlicher gemacht werden.
Die gerasterten Blätter nach der Erfindung sind handlich und sauber im Gebrauch, während die hiermit angefertigten Kopien durch zurückbleibende Teilchen des Rasters nicht entstellt werden, was in der Praxis bei den bekannten Typen gerasterter Blätter oft vorkommt, wo das Rastermuster organisch mit dem lichtempfindlichen Film vereinigt ist.
Beispiel ι
A. Ein einseitig mattierter Film aus Acetylcellulose von der Größe eines gewöhnlichen Briefbogens und einem Gewicht von 70 g/m2 ist an seiner mattierten Seite verseift und in der üblichen Weise mit Diazoäthylbenzylanilin lichtempfindlich gemacht.
B. Eine Haut von Acetylcellulose mit 35 g/m2 wird einseitig verseift und mit der folgenden Lösung lichtempfindlich gemacht: 6 g p-Diazo-o-chlordimethylanilinchlorid, 2 g Oxalsäure, ί g Phenol, go 20 g Äthylalkohol, 80 Wasser.
Ein Relief deckungsraster wird in folgender Weise hergestellt: Kleine Erhöhungen in Form von Rechtecken werden auf einer Glasplatte durch Ätzen hervorgerufen, deren Seiten annähernd 0,035 mm betragen und annähernd 0,015 mm hoch sind, wobei die Entfernung von Mitte zu Mitte dieser Rechtecke annähernd o,o|mm beträgt. Die erhabene Seite dieser Platte wird dann mit einer dünnen Silberschicht belegt und dann poliert. Dann ioo bleibt gemäß dieser Behandlung die spiegelähnliche Silberschicht in den Vertiefungen des'Reliefs zurück und verschwindet auf den Erhöhungen, so daß die erhabenen Rechtecke durchsichtig werden (britisches Patent 540 178).
Eine so hergestellte erhabene Rasterdecke wird mittels einer Bogenlampe auf die oben beschriebene lichtempfindliche Haut B derart kopiert, daß die lichtempfindlichen Flächen, dlie unter den lichtdurchlässigen Teilen der Rasterdecke liegen, ausgebleicht werden. Die Haut wird dann in Ammoniakdampf entwickelt. Die so erhaltene gerasterte Haut B wird dann auf ihrer Rasterseite mit einer dünnen Schicht Kautschuklatex versehen und dann getrocknet. Sie wird dann unter beträchtlichem Druck mit ihrer Latexseite auf der lichtempfindlichen Seite des Filmst, der mit p-Diazoäthylbenzylanilin lichtempfindlich gemacht wurde, angebracht. Wit einem so hergestellten lichtempfindlichen, gerasterten Blatt kann man bei Belichtung iao durch den Raster eine Reflexkopie herstellen, z. B. in einem Belichtungsgerät mit Reibungstransport. Die Belichtungszeit ist nicht langer, als wenn der lichtempfindliche Film nicht mattiert wäre. Nach der Belichtung wird die Rasterhaut zusammen mit der Klebeschicht an einer Ecke gelöst und das
Ganze von dem Film abgezogen, wonach das lichtempfindliche Blatt durch Aufbringen einer dünneu Schicht eines Diazotypieentwicklers, der mit Soda alkalisch gemacht wurde und eine Azofarbstoffkomponente, etwa Phloroglucie, enthält, entwickelt wird. Die erhaltene Rasterreflexkopie ist an der Oberfläche matt und kann beschrieben werden. Wird das gerasterte lichtempfindliche Blatt vor Anfertigung der Reflexkopie einer Vorbelichtung durch ίο das Rastermuster ausgesetzt, etwa mit einem j dunklen Hintergrund, dann kann die Belichtungs- >. zeit für die Reflexkopie gekürzt werden.
Beispiel 2
Hier kann das gleiche Verfahren wie beim Beispiel ι befolgt werden, nur daß dessen Film A in der üblichen Weise lichtempfindlich gemacht wurde mit einer wäßrigen Lösung von: 5 %> p-Diazodimethyl-m-toluidinsulfat, 2 °/o Oxalsäure, 1 %> Thioharnstoff, 1 °/o Phloroglucin, 0,1 °/o Gelatine, io°/o Äthylalkohol.
Nach der Belichtung wird die gerasterte Haut B abgezogen und das Blatt in Ammoniakdampf entwickelt.
B e i s ρ i e 1 3
A. Ein Acetylcellulosefilm mit einem Gewicht von 80 g/m2 wird einseitig verseift und auf dieser Seite lichtempfindlich gemacht mit einer wäßrigen
Lösung von: S % p-Diazodimethyl-m-toluidinsulfat, 2 °/o Oxalsäure, 1 °/o Thioharnstoff, i°/o Phloroglucin, 0,1 °/o Gelatine, io°/o Äthylalkohol.
B. Eine Haut aus Acetylcellulose von 15 g/m2, die auf glattem Papier befestigt ist, wird auf ihrer
freien Seite verseift und auf dieser Seite lichtempfindlich gemacht mit einer wäßrigen Lösung von: 6% p-Diazo-o-chlordimethylanilinchlorid, 2 %> Oxalsäure, 1 °/o Phenol, 20 °/o Äthylalkohol.
Auf diese lichtempfindliche Haut wird eine Reliefrasterdecke, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit einer Bogenlampe kopiert, worauf die Haut in Ammoniakdampf entwickelt wird. Die Rasterhaut wird mit einer verdünnten Lösung von Kautschuk in Benzol klebefähig gemacht, um mit der Rasterseite auf die lichtempfindliche Seite des Films A angeklebt zu werden. Daraufhin wird das Papier, an dem die Haut B befestigt war, abgezogen.
Das aus den Teilen A und B bestehende Blatt wird in der bei der Rasterreflektographie üblichen Weise belichtet, wonach es in ein Gerät mit seiner Rasterseite mit einem Klebepapier in Verbindung gebracht wird, das mit einer Lösung wie folgt behandelt wird: 4% Parakautschuk, 2%> Kolophonium, mit in Benzol nachfolgender Trocknung.
Die Rasterhaut B wird dann von dem Blatte abgetrennt und dieses in Ammoniakdampf entwickelt.

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Lichtempfindliches Blatt fürRasterreflektographie in positiven Diazotypieverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß ein lichtdurchlässiger Film mit lichtempfindlicher Diazoschicht durch Adhäsion mit einer Haut versehen ist, die ihrerseits mit einem aus einer Unzahl winziger durchlässiger und undurchlässiger Flächen bestehenden Rastermuster organisch verbunden ist, wobei das Rastermuster der Haut in unmittelbarer Nachbarschaft zu der lichtempfindlichen Filmschicht liegt.
2. Blatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterhaut mit der lichtempfindlichen Filmschicht verklebt ist.
3. Blatt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterhaut so ziehfest und das evtl. Klebemittel derart ist, daß die Haut trocken vom lichtempfindlichen Film abgezogen werden kann.
4. Blatt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die lichtempfindliche Schicht eine Zweikomponentenschicht für das Diazotypieverfahren ist.
5. Blatt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterhaut lokal rasterlose Teile hat.
6. Blatt nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterhaut an einer Ecke oder an anderer Stelle lose am lichtempfindlichen Film anliegt.
7. Blatt nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die die Haut tragende Seite des lichtempfindlichen Films aufgerauht ist.
8. Blatt nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterhaut über der ganzen Fläche weniger als etwa 20 g/m2 wiegt.
9. Verfahren zur Entfernung der Rasterhaut vom Blatt nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Blatt mit der die Haut tragenden Seite mit einer Klebefläche in Berührung gebracht und darauf wieder davon getrennt wird, wol)ei die Klebefläche eine so große Klebekraft aufweist, daß die Rasterhaut durch das Anhängen an der Klebefläche vom Blatt losgelöst wird.
10. Verfahren zur Entfernung der Rasterhaut vom lichtempfindlichen Blatt nach Anspruch ι bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Raster mechanisch abgezogen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5518 11.52
DEP30705A 1945-11-01 1949-01-01 Lichtempfindliche Blaetter fuer Rasterreflexbilder in positiven Diazotypieverfahren Expired DE857733C (de)

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NL230446X 1946-04-23

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DE (1) DE857733C (de)
FR (1) FR943633A (de)
GB (1) GB630874A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1003590B (de) * 1953-06-30 1957-02-28 Grinten Chem L V D Verfahren zur Herstellung von UEbertragungsbildern auf einer Oberflaeche insbesondere photomechanisches Verfahren zur Herstellung von Druckformen und lichtempfindliche Blaetter zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE959613C (de) * 1954-03-15 1957-03-07 Cinetechnik A G Verfahren zur Herstellung lichtempfindlichen kinematographischen und photographischen Materials

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DE959613C (de) * 1954-03-15 1957-03-07 Cinetechnik A G Verfahren zur Herstellung lichtempfindlichen kinematographischen und photographischen Materials

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FR943633A (fr) 1949-03-14
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