DE857733C - Lichtempfindliche Blaetter fuer Rasterreflexbilder in positiven Diazotypieverfahren - Google Patents
Lichtempfindliche Blaetter fuer Rasterreflexbilder in positiven DiazotypieverfahrenInfo
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- DE857733C DE857733C DEP30705A DEP0030705A DE857733C DE 857733 C DE857733 C DE 857733C DE P30705 A DEP30705 A DE P30705A DE P0030705 A DEP0030705 A DE P0030705A DE 857733 C DE857733 C DE 857733C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C5/00—Photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents
- G03C5/18—Diazo-type processes, e.g. thermal development, or agents therefor
- G03C5/20—Reflex-printing
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- Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)
- Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)
Description
OWGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 1. DEZEMBER 1952
JVr. 857 733 KLASSE 57b GRUPPE 12o5
P 3°7°5 H'a 15/h V
Lodewijk Pieter Frans van der Grinten und Matheus Marinus Paulus Vallen, Venlo (Niederlande)
sind als Erfinder genannt worden
Chemische Fabriek L. van der Grinten, Venlo (Niederlande)
Lichtempfindliche Blätter für Rasterreflexbilder in positiven
Diazotypieverfahren
Palentiert im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland vom 1. Januar 1949 an
Patentanmeldung bekanntgemacht am 14. Februar 1952
Patenterteilung bekanntgemacht am 9. Oktober 1952
Die Priorität der Anmeldungen in den Niederlanden vom 1. November 1945 und 23. April 1946
ist in Anspruch genommen
Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen von lichtempfindlichen Hlättern zur Herstellung
von Rasterreflexkopien von Originalen in positiven Diazotypieverfahren, welche fast oder ganz lichtundurchlässig
sind, oder von zweiseitig bedruckten Originalen.
Um diese sogenannten Rasterreflexkopien auf
einem lichtempfindlichen und durchlässigen Film herzustellen, müssen die Lichtstrahlen bei ihrer
ίο Wirkung auf die lichtempfindliche Diazoschicht
bei ihrem Durchtritt durch einen Raster gespalten
werden. Diese Lichtteilung muß besonderen Anforderungen genügen, in Gegensatz zu denen bei
Halbtonrasterverfahren, bei denen eine Teilung mit abgestuften Unterschieden in der Intensität gefordert
wird. Die Teilung bei Rasterreflexbildmethoden in positiven Diazotypieverfahren muß so
sein, daß nur scharfe Übergänge von voller bis zu minimaler Intensität eintreten.
Diese besondere Teilung wird praktisch dadurch erreicht, daß das Licht durch einen Deckungsraste r
mit ausschließlich scharfen Dichteunterschieden,
also ohne allmähliche Übergänge, durchtritt, wobei der Raster in engster Berührung mit der lichtempfindlichen
Schicht liegt. Die unmittelbare Nachbarschaft von Raster und lichtempfindliicher
Schicht ist deshalb erforderlich, da in der Praxis meist für die Belichtung diffuses Licht verwendet
wird.
Der Raster und die lichtempfindliche Schicht dürfen sich während der Belichtung nicht relativ
ίο zueinander bewegen, im besonderen, wenn die Belichtung
in einem Kopiergerät stattfindet, in dem das Original, das kopiert werden soll, zusammen
mit dem lichtempfindlichen Material durch ein Transporttuch über eine Glasplatte gezogen werden
soll.
Die britische Patentschrift 425 126 beschreibt lichtempfindliche Blätter für die Rasterreflektographie
in positiven Diazotypieverfahren, die selber einen Deckungsraster enthalten, der organisch mit
dem lichtempfindlichen Film verbunden ist. Bei einigen dieser lichtempfindlichen Rasterblätter kann
nach der Belichtung der Raster auf dem Film verbleiben, während derselbe bei anderen nach der
Belichtung entfernt werden muß, da andernfalls das Rastermuster die Reflexkopie unbrauchbar machen
würde.
Das Beispiel 3 der genannten Patentschrift behandelt die Herstellung der genannten Rasterreflexkopien
mit solchen gerasterten lichtempfindlichen Blättern, bei denen der Raster nach der Belichtung
entfernt wird. Ein Cellulosefilm wird dort mit einer Diazoverbindung lichtempfindlich gemacht, und ein
Rastermuster wird mit einen besonderen Aluminimum-Kaseinlack, der aus 100 Teilen Wasser,
6 Teilen Kasein und 6 Teilen Zucker mit soviel Aluminiumpulver besteht, um ein genügendes
Deckungsvermögen zu erhalten, auf die lichtempfindliche Schicht aufgedruckt; nach dem Kopieren
wird das Rastermuster in einem Alkaldbad aufgeweicht und, wenn nötig, durch Wischen entfernt.
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von lichtempfindlichen Blättern für die Rasterreflektographie
in positiven Diazotypieverfahren, die mit einem Raster, der nach der Belichtung von
dem Blatt abgehoben werden kann, versehen sind. Die zwei Haupthindernisse in der Herstellung derartiger
Erzeugnisse sind:
1. Das Rastermuster muß ganz dicht und fest an dem lichtempfindlichen Film liegen, und es muß bis
nach der Belichtung in diesem Zustand dort bleiben, da der Film während der Belichtung die Neigung
hat, an der Glasplatte, über welche er in den üblichen Belichtungsgeräten wandert, hängenzubleiben.
2. Nach der Belichtung muß das Rastermuster rasch, leicht und vollständig von dem lichtempfindlichen
Film, am besten ohne ein Aufweichbad benutzen zu müssen, entfernt werden können.
Die Schwierigkeit in der Herstellung eines ausgezeichneten Films dieses Charakters ist aus den
entgegengesetzten Erfordernissen, die beachtet werden müssen, klar. Die bekannten gerasterten lichtempfindlichen
Blätter, bei denen "das Rastermuster organisch zum lichtempfindlichen Film gehört,
können kaum diese zwei Bedingungen erfüllen.
Das erfindungsgemäße, gerasterte und lichtempfindliche Blatt für Rasterreflexbilder in positiven
Diazotypieverfahren enthält, um diese beiden Bedingungen zu erfüllen, einen Raster (ein
Rastermuster), der (das) organisch (mit anderen Worten körperlich oder strukturell) mit einem bzw.
einer weiterhin als Haut bezeichneten Film oder Schicht verbunden ist, welche Haut ihrerseits durch
Adhäsion mit dem lichtempfindlichen Film verbunden ist; das Rastermuster besteht aus einer Unzahl
winziger durchlässiger und undurchlässiger Flächen, also ohne allmähliche Dichteübergänge,
und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu der lichtempfindlichen Schicht.
Das gerasterte Blatt nach der Erfindung hat den Vorteil, daß es zunächst den Hauptbedingungen bei
der Anfertigung der Rasterreflexkopie in positiven Diazotypieverfahren in der Praxis genügt, nämlich:
i. enge Berührung und feste Verbindung zwischen Rastermuster und lichtempfindlicher Schicht und 2.,
daß es leicht gehandhabt werden kann, ohne verletzt zu werden und daher der Verpackung, dem
Versand und jeder Behandlung, im besonderen beim Transport durch ein Belichtungsgerät mit Reibungswiderstand,
ausgesetzt werden kann. Des weiteren ist die Entfernung des Rasters durch Beseitigung
der Adhäsion und durch Abheben der den Raster tragenden Haut leicht zu bewerkstelligen, so
daß langes Einweichen und die Verwendung von Reinigungsstoffen od. dgl. unnötig werden.
Obwohl dies im allgemeinen nicht erforderlich ist, kann die Rasterhaut durch ein Klebemittel
mit der lichtempfindlichen Filmschicht verklebt sein.
Eine Ausführungsform der Erfindung betrifft weiter eine Form des gerasterten, lichtempfindlichen
Blattes, bei der die Rasterhaut trocken von dem lichtempfindlichen Film abgezogen werden kann.
Die Rasterhaut muß dann eine derartige Festigkeit haben, daß es möglich ist, dieselbe unter Aufhebung
der Adhäsion, mit der sie mit dem lichtempfindlichen Film verbunden ist, nach der Belichtung,
entweder von Hand oder mit anderen Mitteln, abzureißen oder abzuheben.
Diese Blattart, bei der die Rasterhaut trocken abgezogen werden kann, ist besonders vorteilhaft,
wenn die lichtempfindliche Schicht zur Bildentwicklung keine andere Behandlung erfordert als
eine Nachbehandlung mit einem alkalischen Gas, wie z. B. bei sogenannten Zweikomponentschichten
der Diazotypie, die mit Ammoniakdampf entwickelt werden.
Es ergeben sich besondere Vorteile durch die Verbindung einer Rasterhaut mit einem durch eine
Diazoverbindung lichtempfindlich gemachten Film. Hierbei kommt es oft vor. daß gegen Ende der
Belichtung die Adhäsion zwischen Haut und Film nachläßt, so daß die Rasterhaut loser sitzt als vor
der Belichtung. Dies fördert ihr Abheben, wobei dieses Lösen, so nimmt man an, die Folge der Ent-
wicklung von Stickstoff ist, der aus der Zersetzung der Diazoverbindung durch fotochemische Reaktion
erfolgt.
Wenn in diesem Fall die Haut eine örtliche, rasterlose Fläche hat, mit anderen Worten, sie lokal
vollständig lichtdurchlässig ist, so daß der mit einer Diazoverbindung lichtempfindlich gemachte Film
auf dieser Fläche vollständig einer plötzlichen intensiven Belichtung ausgesetzt ist, so wird die Haut
ίο in dieser Fläche in einem noch größeren Maße gelöst
werden, so daß das Abheben der Haut an diesem Punkt beginnen kann. Selbstverständlich
wird dann die rasterlose Fläche vorzugsweise an einer Blattkante liegen.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung stellt man gerasterte, lichtempfindliche Blätter
her, deren Rasterhaut von dem lichtempfindlichen Film an einem oder dem anderen Punkt, vorzugsweise
an einer Blattkante oder Ecke, gelöst ist, so
to daß das Abheben an diesem losen Teil beginnen
kann.
Nach einem Verfahren zum Entfernen der Haut von dem lichtempfindlichen Blatt benutzt man eine
Klebefläche, mit welcher das lichtempfindliche Blatt mit seiner gerasterten Seite in Berührung gebracht
wird, wol>ei dann bei nachfolgender Trennung der beiden Flächen die genannte Fläche rrait der anhängenden
Haut abgezogen werden kann. In diesem Fall muß die Klebefläche derart beschaffen sein,
daß die Haut größere Klebekraft zu ihr hat als zum lichtempfindlichen Blatt.
Zweckentsprechend wird die Klebefläche durch ein endloses Band, z. B. einen Streifen Papier, gebildet,
dessen eine Seite mit einem Klebemittel versehen ist. Es ist oft leichter, das Abheben der
Haut auf diese Weise zu bewirken als durch Abziehen der Rasterhaut. Dies ist besonders dann der
Fall, wenn die Rasterhaut sehr dünn und schwach ist, im besonderen bei Häuten, die weniger als
20 g/m2 wiegen.
Diese Einrichtung zum Abheben des Rasters ermöglicht es in vielen Fällen, die Rasterhaut in bekannter
Weise mechanisch abzuheben.
Es ist zu bemerken, daß die Ausdrücke Klebers
fläche u. dgl. im weitesten Sinn ausgelegt werden müssen. So umfaßt der Begriff Klebefläche z. B.
auch eine sogenannte Vakuumoberfläche oder eine Kombination von Vakuum mit Klebefläche.
In der Praxis wird die lichtempfindliche Fläche des lichtempfindlichen Films manchmal glanzlos
(matt) gemacht. Während dies die herzustellende Kopie verbessert, da diese leichter zu lesen ist und
beschrieben werden kann, hat diese Mattierung aber den Nachteil, daß das durch die Rasteröffnungen
während der Belichtung durchfallende Licht zerstreut und gehemmt wird.
Man hat festgestellt, daß dieser Einwand des matten lichtempfindlichen Films fortfällt, wenn
nach der Erfindung die Rasterhaut vorgesehen ist und diese Haut mittels eines Klebemittels mit dem
lichtempfindlichen Film verbunden ist. Der Klebestoff zwischen Haut und lichtempfindlichem Film
neutralisiert die Mattierung, sie tritt aber, wenn nach der Belichtung die Haut zusammen mit dem
Klebestoff entfernt wird, wieder auf.
Da bei der Belichtung der lichtempfindliche Film ganz oder teilweise seine Absorbierfähigkeit für die
diesbezüglichen Strahlen verliert, kann das gerasterte Blatt nach der Erfindung durch eine vorhergehende
Belichtung seiner Rasterseite lichtempfindlicher gemacht werden.
Die gerasterten Blätter nach der Erfindung sind handlich und sauber im Gebrauch, während die hiermit
angefertigten Kopien durch zurückbleibende Teilchen des Rasters nicht entstellt werden, was in
der Praxis bei den bekannten Typen gerasterter Blätter oft vorkommt, wo das Rastermuster organisch
mit dem lichtempfindlichen Film vereinigt ist.
Beispiel ι
A. Ein einseitig mattierter Film aus Acetylcellulose
von der Größe eines gewöhnlichen Briefbogens und einem Gewicht von 70 g/m2 ist an seiner mattierten
Seite verseift und in der üblichen Weise mit Diazoäthylbenzylanilin lichtempfindlich gemacht.
B. Eine Haut von Acetylcellulose mit 35 g/m2 wird einseitig verseift und mit der folgenden Lösung
lichtempfindlich gemacht: 6 g p-Diazo-o-chlordimethylanilinchlorid,
2 g Oxalsäure, ί g Phenol, go 20 g Äthylalkohol, 80 Wasser.
Ein Relief deckungsraster wird in folgender Weise hergestellt: Kleine Erhöhungen in Form von
Rechtecken werden auf einer Glasplatte durch Ätzen hervorgerufen, deren Seiten annähernd
0,035 mm betragen und annähernd 0,015 mm hoch
sind, wobei die Entfernung von Mitte zu Mitte dieser Rechtecke annähernd o,o|mm beträgt. Die
erhabene Seite dieser Platte wird dann mit einer dünnen Silberschicht belegt und dann poliert. Dann ioo
bleibt gemäß dieser Behandlung die spiegelähnliche Silberschicht in den Vertiefungen des'Reliefs zurück
und verschwindet auf den Erhöhungen, so daß die erhabenen Rechtecke durchsichtig werden (britisches
Patent 540 178).
Eine so hergestellte erhabene Rasterdecke wird mittels einer Bogenlampe auf die oben beschriebene
lichtempfindliche Haut B derart kopiert, daß die lichtempfindlichen Flächen, dlie unter den lichtdurchlässigen
Teilen der Rasterdecke liegen, ausgebleicht werden. Die Haut wird dann in Ammoniakdampf
entwickelt. Die so erhaltene gerasterte Haut B wird dann auf ihrer Rasterseite mit einer
dünnen Schicht Kautschuklatex versehen und dann getrocknet. Sie wird dann unter beträchtlichem
Druck mit ihrer Latexseite auf der lichtempfindlichen Seite des Filmst, der mit p-Diazoäthylbenzylanilin
lichtempfindlich gemacht wurde, angebracht. Wit einem so hergestellten lichtempfindlichen,
gerasterten Blatt kann man bei Belichtung iao durch den Raster eine Reflexkopie herstellen, z. B.
in einem Belichtungsgerät mit Reibungstransport. Die Belichtungszeit ist nicht langer, als wenn der
lichtempfindliche Film nicht mattiert wäre. Nach der Belichtung wird die Rasterhaut zusammen mit
der Klebeschicht an einer Ecke gelöst und das
Ganze von dem Film abgezogen, wonach das lichtempfindliche
Blatt durch Aufbringen einer dünneu Schicht eines Diazotypieentwicklers, der mit Soda
alkalisch gemacht wurde und eine Azofarbstoffkomponente, etwa Phloroglucie, enthält, entwickelt
wird. Die erhaltene Rasterreflexkopie ist an der Oberfläche matt und kann beschrieben werden. Wird
das gerasterte lichtempfindliche Blatt vor Anfertigung der Reflexkopie einer Vorbelichtung durch
ίο das Rastermuster ausgesetzt, etwa mit einem j dunklen Hintergrund, dann kann die Belichtungs-
>. zeit für die Reflexkopie gekürzt werden.
Hier kann das gleiche Verfahren wie beim Beispiel ι befolgt werden, nur daß dessen Film A in
der üblichen Weise lichtempfindlich gemacht wurde mit einer wäßrigen Lösung von: 5 %>
p-Diazodimethyl-m-toluidinsulfat, 2 °/o Oxalsäure, 1 %>
Thioharnstoff, 1 °/o Phloroglucin, 0,1 °/o Gelatine,
io°/o Äthylalkohol.
Nach der Belichtung wird die gerasterte Haut B abgezogen und das Blatt in Ammoniakdampf entwickelt.
B e i s ρ i e 1 3
A. Ein Acetylcellulosefilm mit einem Gewicht von 80 g/m2 wird einseitig verseift und auf dieser
Seite lichtempfindlich gemacht mit einer wäßrigen
Lösung von: S % p-Diazodimethyl-m-toluidinsulfat,
2 °/o Oxalsäure, 1 °/o Thioharnstoff, i°/o Phloroglucin,
0,1 °/o Gelatine, io°/o Äthylalkohol.
B. Eine Haut aus Acetylcellulose von 15 g/m2,
die auf glattem Papier befestigt ist, wird auf ihrer
freien Seite verseift und auf dieser Seite lichtempfindlich
gemacht mit einer wäßrigen Lösung von: 6% p-Diazo-o-chlordimethylanilinchlorid,
2 %> Oxalsäure, 1 °/o Phenol, 20 °/o Äthylalkohol.
Auf diese lichtempfindliche Haut wird eine Reliefrasterdecke, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit einer Bogenlampe kopiert, worauf die Haut in Ammoniakdampf entwickelt wird. Die Rasterhaut wird mit einer verdünnten Lösung von Kautschuk in Benzol klebefähig gemacht, um mit der Rasterseite auf die lichtempfindliche Seite des Films A angeklebt zu werden. Daraufhin wird das Papier, an dem die Haut B befestigt war, abgezogen.
Auf diese lichtempfindliche Haut wird eine Reliefrasterdecke, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit einer Bogenlampe kopiert, worauf die Haut in Ammoniakdampf entwickelt wird. Die Rasterhaut wird mit einer verdünnten Lösung von Kautschuk in Benzol klebefähig gemacht, um mit der Rasterseite auf die lichtempfindliche Seite des Films A angeklebt zu werden. Daraufhin wird das Papier, an dem die Haut B befestigt war, abgezogen.
Das aus den Teilen A und B bestehende Blatt wird in der bei der Rasterreflektographie üblichen
Weise belichtet, wonach es in ein Gerät mit seiner Rasterseite mit einem Klebepapier in Verbindung
gebracht wird, das mit einer Lösung wie folgt behandelt wird: 4% Parakautschuk, 2%>
Kolophonium, mit in Benzol nachfolgender Trocknung.
Die Rasterhaut B wird dann von dem Blatte
abgetrennt und dieses in Ammoniakdampf entwickelt.
Claims (10)
1. Lichtempfindliches Blatt fürRasterreflektographie
in positiven Diazotypieverfahren, dadurch gekennzeichnet, daß ein lichtdurchlässiger
Film mit lichtempfindlicher Diazoschicht durch Adhäsion mit einer Haut versehen ist, die ihrerseits
mit einem aus einer Unzahl winziger durchlässiger und undurchlässiger Flächen bestehenden
Rastermuster organisch verbunden ist, wobei das Rastermuster der Haut in unmittelbarer
Nachbarschaft zu der lichtempfindlichen Filmschicht liegt.
2. Blatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterhaut mit der lichtempfindlichen
Filmschicht verklebt ist.
3. Blatt nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasterhaut so ziehfest und das evtl. Klebemittel derart ist, daß die Haut trocken vom lichtempfindlichen Film abgezogen
werden kann.
4. Blatt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die lichtempfindliche Schicht eine Zweikomponentenschicht für das Diazotypieverfahren
ist.
5. Blatt nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasterhaut lokal rasterlose Teile hat.
6. Blatt nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasterhaut an einer Ecke oder an anderer Stelle lose am lichtempfindlichen
Film anliegt.
7. Blatt nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Haut tragende Seite des lichtempfindlichen Films aufgerauht ist.
8. Blatt nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rasterhaut über der ganzen Fläche weniger als etwa 20 g/m2 wiegt.
9. Verfahren zur Entfernung der Rasterhaut vom Blatt nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Blatt mit der die Haut tragenden Seite mit einer Klebefläche in Berührung
gebracht und darauf wieder davon getrennt wird, wol)ei die Klebefläche eine so große
Klebekraft aufweist, daß die Rasterhaut durch das Anhängen an der Klebefläche vom Blatt losgelöst
wird.
10. Verfahren zur Entfernung der Rasterhaut vom lichtempfindlichen Blatt nach Anspruch
ι bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Raster mechanisch abgezogen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
5518 11.52
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL259142X | 1945-11-01 | ||
| NL230446X | 1946-04-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE857733C true DE857733C (de) | 1952-12-01 |
Family
ID=26643532
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP30705A Expired DE857733C (de) | 1945-11-01 | 1949-01-01 | Lichtempfindliche Blaetter fuer Rasterreflexbilder in positiven Diazotypieverfahren |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH259142A (de) |
| DE (1) | DE857733C (de) |
| FR (1) | FR943633A (de) |
| GB (1) | GB630874A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003590B (de) * | 1953-06-30 | 1957-02-28 | Grinten Chem L V D | Verfahren zur Herstellung von UEbertragungsbildern auf einer Oberflaeche insbesondere photomechanisches Verfahren zur Herstellung von Druckformen und lichtempfindliche Blaetter zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE959613C (de) * | 1954-03-15 | 1957-03-07 | Cinetechnik A G | Verfahren zur Herstellung lichtempfindlichen kinematographischen und photographischen Materials |
-
1946
- 1946-10-25 GB GB31787/46A patent/GB630874A/en not_active Expired
- 1946-10-29 CH CH259142D patent/CH259142A/fr unknown
- 1946-10-31 FR FR943633D patent/FR943633A/fr not_active Expired
-
1949
- 1949-01-01 DE DEP30705A patent/DE857733C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1003590B (de) * | 1953-06-30 | 1957-02-28 | Grinten Chem L V D | Verfahren zur Herstellung von UEbertragungsbildern auf einer Oberflaeche insbesondere photomechanisches Verfahren zur Herstellung von Druckformen und lichtempfindliche Blaetter zur Durchfuehrung des Verfahrens |
| DE959613C (de) * | 1954-03-15 | 1957-03-07 | Cinetechnik A G | Verfahren zur Herstellung lichtempfindlichen kinematographischen und photographischen Materials |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB630874A (en) | 1949-10-24 |
| FR943633A (fr) | 1949-03-14 |
| CH259142A (fr) | 1949-01-15 |
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