DE858032C - Anordnung zum Schuetteln von plastischen Massen, besonders Moertel, Beton, Sand und aehnlichem, in einem Behaelter - Google Patents
Anordnung zum Schuetteln von plastischen Massen, besonders Moertel, Beton, Sand und aehnlichem, in einem BehaelterInfo
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Description
- Anordnung zum Schütteln von plastischen Massen, besonders Mörtel, Beton, Sand und ähnlichem, in einem Behälter Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Schütteln von plastischen Massen, besonders Mörtei, Beton, Sand und ähnlichem, in einem Behälter, damit die Masse zusammensinkt. Dies ist von besoiiderer Bedeutung in Verbindung mit der Konsistenzbestimmung von Mörtel und Beton, wozu eine Sinkform (Setzkasten) verwendet wird. Diese Form besteht aus einem an beiden Enden offenen Kegelstumpf. der auf dem breiteren Ende stehend mit Masse gefüllt und danach entfernt wird. Dann wird der Träger (die Grundplatte) geschüttelt, damit die Masse zusammensinkt.
- Bei der 1 lerstellung von Beton ist eine solche Konsistenz des Mörtels von ausschlaggebender Bedeutung. laß er sich leicht mischen und zu einer homogenen Masse gießen läßt, d. h. also daß er eine gewisse Gießbarkeit oder Bearbeitbarkeit besitzt. Als Hilfsmittel zur Beurteilung der Gießbarkeit verwendet man Konsistenzmessungen mit Hilfe von Konsistenzmeßapparaten. Die in dieser Verbindung am meisten verwendete ausrüstung besteht aus der obenerwähnten Sinkform und dem Fließtisch. Diese Ausrüstung ist schon längere Zeit mit Vorteil zur Bestimmung von weichen Konsistenzen benutz worden, eignet sich aber weniger bei wasserarmen Mischungen, die bei der Einfuhrung von Schüttelbeton (vibriertem Beton) eine ausgedehnte Anwendung gefunden haben. Um diesen Mangel zu beheben, hat man später Konsistenzmeßapparate gebaut, mit denen die Gießbarkeit von trockenen Konsistenzen gemessen werden kann. Diese letztere Durchbildung eignet sich nun aller wieder nicht für die weichen Konsistenzen.
- Die Erfindung bezweckt nun, eine Schüttelanordnung herzustellen, die bei Konsistenzbestimmung von allen praktisch vorkommenden Beton- und Mörtelmischungen verwendet werden kann, ferner billig ist, niedriges Gewicht hat, einfach zu bedienen ist und wiederholbare Werte ergibt.
- Die Anordnung gemäß der Erfindung zeichnet sich durch einen Körper von bestimmtem Gewicht aus, der längs einer bestimmten Bahn derart bewegt wird, daß ihm eine bestimmte lehendige Kraft erteilt wird, die am Ende der Bahn durch Stoß an den Behälter abgegeben wird.
- Außer in Verbindung mit Konsistenzbestimmungen von Mörtel und Beton kann die Schüttelanordnung auch in Verbindung mit denjenigen Gießfornien verwendet werden, die zum Gießen voii Betonproben von bestimmten, vorgeschriebenen Abmessungen benutzt werden.
- Die Erfindung soll in Verbindung mit der Konsistenzbestimmung von Beton und Mörtel näher beschrieben werden. In der Zeichnung zeigt Fig. 1 einen oben offenen Behälter mit einem hohien Kegelstumpf im Aufriß uiid teilweise ini Schnitt, Fig. 2 im Grundriß; Fig. 3 zeigt im Aufriß eine Gießform für das Gießen von Probezylindern.
- Der Behälter gemäß Fig. I und 2 hat die Form eines an einem Ende offenen Hohlzylinders, dessen Boden mit 2 und die Wandung mit 3. + bezeichnet sind. Die obere Kante 7 ist abgedreht, so daß der Behälter ein bestimmtes Volumen faßt, z. B. 101.
- In diesem Behälter steht ein hohler Kegelstumpf 13, der oben um die kleinere Öffnung herum einen Flansch 14 hat. Dieser ragt über den Behälter hinaus, um zu vermeiden, daß die Masse, deren Konsistenz bestimmt werden soll, während des Einfüllens in den Behälter außen um den Kegel hinunterfalle.
- Gemäß international vereinbarten Vorschriften faßt der genante Kegelstumpf oder die Sinkform 5.5 1. Zur Bestimmung der Konsistenz eines Betons wird die Form 13 in dem Behälter 1 wie dargestellt angeordnet und danach schichtweise gefüllt. Während des Füllens müssen Hohlräume vermieden werden. Dazu stochert man im allgemeinen ede Schicht eine bestimmte Anzahl mit einem Stab.
- Sobald die kegelige Form bis zum obersten Rand, d. h. bis zur oberen Kante des Flansches 14, gefüllt ist, wird die Form 13 vorsichtig angehoben und entfernt. Dann wird der gegossene Kegelstumpf so lange geschüttelt, bis die Masse sich so weit gesetzt hat, daß sie zu der Höhenmarke 5 im Behäalter reicht. Diese Höhenmarke wird durch den Übergang zwischen den beiden Wandteilen 3 und 4 gebildet, indem der untere Teil 3 eine größere Wanstärke hat als der obere 4. Die Höhenmarke oder Kante 5 gibt ein Volumen von genau 51 an.
- Da der Betonkegel ein Volumen von 5,51 hat, wird über der Kante 5 eine kleine Erhöhung sein, die den restlichen 1/2 1 der durch das Schütteln umgebildeten Masse darstellt. I)ie für die Umbildung der Masse aus einem Kegelstumpf zu einem Zylinder mit Anhöhung aufzuwendende Arbeit ist ein Naß für die Konsistenz der Masse.
- Die Anordnung zum Schütteln des Behälters 1 hesteht gemäß der Erfindung aus einem Körper, im vorliegenden Falle dem Griff 10 des Behälters I.
- Dieser Griff wird entlang einer bestimmten nahn (der strichpunktierten Kreisförmigen Bahn A-B) bewegt. Die ihm dadurch erteilte bestimmte lebendige Kraft gibt er am Ende B der Bahn an deii 13ehälter I durch Stoß ab.
- Der Körper kann beliel)ige Form und Größe besitzen, so kann er z. B. eine Eisenkugel sein. Auch die Bahn kann eine beliebige Form haben. Beispielsweise kann der Körper durch freien Fall gegen den Behälter aus einer bestimmten Höhe fallen, oder es kann der Körper längs einer schrägen oder krummen Bahn gerollt werden. Jedoch ist die dargestellte Anordnung in der Form eines schwingbaren Griffes (Bügels) vorzuziehen, erstens wegen ihrer Einfachheit und zweitens, weil ein Behälter mit Griff auch fiir eine Reihe von anderen Zwecken auf einem Bauplatz Anwendung finden kann, so z. B. zur 13estimmung des spezifischen Gewichts (Raumgewichts) und der Feuchtigkeit von Zusätzen, des Luftinhalts, Raumgewichts und Zementverl)rauchs voii Beton, des Raumgewichts und der Wasseraufnahme von gehärtetem Beton sowie zu Sichproben, NVassermessungen und Prol>emi schungen. l)er Behälter wird auf diese Weise eine ausgedehnte Anwendung finden können und wird mit ganz wenig Zusatzausrüstung all das leisten, was man auf einem Bauplatz benötigt, um die nötigen Messungen vornehmen zu können.
- Damit die Masse sich in dem Behälter gerade einslelle, wird man den t,riff abwechselnd zu l>eideii Seiten fallen lassen.
- Da während des Einfüllens der Masse in die Form 13 und des Durchstechens, um Hohlräume zu entfernen, eine nach oben gerichtete Seitenkraft entsteht, die die Form zu heben sucht, wird durch einen Schließmechani smus dafür gesorgt, daß die Form während des wanzen Einfüllvorganges fest gegen den Boden 2 des Behälters gepreßt wird.
- Dieser Mechanismus kann sehr verschieden aus geführt werden, z.n. in der Form von zwei oder mehreren Haken, die am Behälter schwingl)ar befestigt sind, und aus entsprechenden Vorsprüngeii auf dem Kegel oder, wie im vorliegenden Falle, durch eine zweckentsprechende Formgebung des Griffes. Nahe am Schwingpunkt ist der Griff 8 zu einem Haken 9 geformt, der um den Zapfen 11 schwingt. Dieser ist an der oberen Wandung 4 des Behälters I befestigt. I)er Kegel 13 ist mit seitlichen Zapfen 15 ausgerüstet, welche gegebenenfalls mit dem Flansch 14 des Kegels über einen Verbindungsteil 16 verbunden sind. Der Haken 9 wird von den seitlichen Teilen 8 des Griffes auf beiden Seiten gebildet, die beiden Seiten sind durch ein gerades, massives Stück 10 verbunden, welches auch ziemlich dick ist und den wesentlichen Teil des Gewichts ausmacht, das den Stoß gegen die Wandung des Behälters bewirkt.
- Während des Füllens des hohlen Kegelstumpfes 13 nimmt der bügelförmige Griff 8, 9 die dargestellte T,age ein, wol>ei der Kegel gegen den Boden 2 des Behälters gedrückt wird, so daß aufwärts gerichtete Kräfte daran gehindert werden, den Kegel hochzudrücken.
- Voraussetzung dafür, daß die dem Behälter durch den Stoß des Griffes mitgeteilte lebendige Kraft voll auf den Behälter und von diesem weiter auf die Masse übertragen wird, ist, daß der Behälter daran gehindert wird, sich auf dem Boden zu bewegen. Dies kann auf vielerlei Weise vermieden werden, z. B. durch eine Festhaltevorrichtung oder ähnliches. Gemäß dem gezeichneten Ausführungsbeispiel besitzt der Boden 2 des Behälters unten messerförmige Spitzen 6, die in den Boden hineingedrückt werden Zweckmäßigerweise wird der Behälter 1 daher auf einer Unterlage von Holz angebracht, die selbst in Ruhe gehalten wird.
- Damit man den Hohlkegel I3 gerade aufwärts ziehen kann, ohne daß er während dieses Vorganges die Masse berührt und etwas davon herunterfällt, trägt der Kegel außen Steuerfahnen 17, z.H. in einer Anzahl voll drei.
- Wenii besonders feste Konsistenzen zu messen sind, die eine unverhältnismäßig große Anzahl Schläge mit dem Griff erfordern würden, ehe die hasse derart umgestaltet ist, daß sie zur liöhenmarke 5 reicht. kann es wünschenswert sein, das Ciewicht des Griffes zu steigern, zweckmäßigerweise um so viel, daß die Wirkung von einem Stoß mit dem schwereren Griff z. B. zwei Stößen mit dem gewöhnlichen Griff entspricht. Zu diesem Zweck sind die beiden Arme 8 des Griffes mit Verlängerungen versehen, die je ein durchgehendes Loch 12 tragen, um eine stangenförmige Zusatzbelastung festhalten zu können.
- Fig. 3 zeigt eine Schüttelanordnung der gleichen Ausführung wie in Fig. 1 und 2, aber in Verbindung mit einer gießform 18 verwendet, die zur Herstellung von zylinderförmigen Betonproben voii vorgeschriebenen Abmessungen dient. Diese Probestücke werden dann im Laboratorium probiert. Die Form 18 ist als Hohlzylinder oder zylindrischer Behälter ausgeführt, der auf der Unterlage 23 ruht.
- Ein Griff 21 mit Schenkeln 19 ist auf Zapfen 20 am Zylindermantel schwingbar gelagert.
- Nachdem die Betonmasse in den Zylinder gefüllt ist, was in vorschriftsmäßiger Weise in drei Schichten geschehen soll, die je eine bestimmte Anzahl mal durchstochen werden, um Hohlräume zu entfernen wird die Masse mit Hilfe des bugelför migen Griffes 19, 21 geschüttelt. Der Griff wird jedesmal auf der einen n und der anderen Seite aus der obersten lage losggelassen. so daß er mit seinem Eingengewicht auf den Behälter fällt und diesem seine lel>endige Kraft algiht. I)ie Pfeile 22 deuten dies an. Die Anzahl Stöße, der man die Masse aussetzen soll, kann vorher durch eine Konsistenzmessung bestimmt werden, z. B. wie in Verbindung mit Fig. I und 2 beschrieben ist.
- PATENTANSPROCHE: 1. Apparatur an Behältern zum Schütteln voii plastischen Massen, besonders Mörtel, Beton, Sand und ähnlichem, um die Masse zum Zusammensinken zu bringen, dadurch gekennzeichnet, daß einem Körper von bestimmtem Gewicht eine Bewegung längs einer bestimmten Bahn gegeben und dadurch eine bestimmte lebendige Kraft erteilt wird, die am Ende der Bahn durch Stoß an den Behälter abgegeben wird.
Claims (1)
- 2. Apparatur gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper von einer bestimmten Höhe aus zum freien Fall gegen den Behälter gebracht wild.3. Apparatur gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper zwangmäßig längs einer Bahn von bestimmter Form und Länge gesteuert wird.4. Apparatur gemäß den Ansprüchen I und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper ein auf dem Behälter schwingbar gelagerter Griff (Bügel) ist.5. Apparatur gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Griff Einrichtungen für die Befestigung von Zusatzgewichten besitzt.6. Apparatur gemäß den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der auf der Unterlage stehende Teil des Behälters mit spitzen Organen versehen ist, die in die Unterlage hineingedrückt werden, um den 13ehälter während des Schüttelns auf der Unterlage festzuhalten.7. Apparatur zur Bestimmung der Konsistenz (Bearbeitbarkeit von plastischen Massen), dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter mit den in einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche angegebenen Anordnungen zusammen in Verbindung mit einem an sich bekannten, hohlen Kegelstumpf (13) verwendet wird, der in einen oben offenen Behälter (I, 2, 3, 4) hineingesetzt und in an sich bekannter Weise mit Masse gefüllt und danach entfernt wird, worauf der Behälter (1, 2, 3, 4) so lange geschüttelt wird, bis die Masse so weit umgeformt ist, daß sie bis zu einer bestimmten Höhenmarke im Behälter reicht.S. Apparatur gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Höhenmarke in Form einer innen herumlaufenden Rille (5) gegehen ist.9. Apparatur gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rille (5) durch den Übergang zwischen zwei verschiedenen Wandstärken des Behälters gebildet ist.10. Apparatur gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet. daß der an sich bekannte hohle Kegelstumpf (13) außen mit Steuerfahiien (17) versehen ist, die den Kegel sowohl während des Einfüllens der Masse als auch während des Hochziehens des Kegels im Gefäß zentriert halten.11. Anordnung gemäß Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (I, 2, 3, 4) und der Kegelstumpf (13) mit Sperr- oder Festhaltevorrichtungen (z. B. 9, I5) versehen sind, die den Kegel während des Einfüllens ul,(l etwaigen Stampfens der Masse gegen den Boden des Behälters angedrückt halten.12. Anordnung gemäß Anspruch II, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrvorrichtung aus Zapfen (I5), die von der Wandung des Kegels hervorragen, und aus Haken (g) od. ähnl. auf dem Behälter (I, 2, 3, 4) besteht.13. Anordnung gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen (I5) mit einem Flansch (I4) verbunden sind, der sich rund um die obere Öffnung des Kegelstumpfes erstreckt, um die Zapfen (15) Zu versteifen.14. Anordnung gemäß den Ansprüchen 7, II, 12 und I3, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden des bügelförmigen Griffes (8, 10) nahe dem Schwingpunkt (II) zu Haken gebogen sind, die dazu dienen, den Kegel (I3) festzuhalten.15. Anordnung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter als eine zylindrische Gießform (I8) für das Gießen von Betonprobestücken ausgeführt ist.
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