DE85819C - - Google Patents

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DE85819C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
    • B28B3/02—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form
    • B28B3/021—Ram heads of special form
    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B7/00—Moulds; Cores; Mandrels
    • B28B7/16—Moulds for making shaped articles with cavities or holes open to the surface, e.g. with blind holes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Cultivation Receptacles Or Flower-Pots, Or Pots For Seedlings (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thon- und Steinwaaren - Industrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. Januar 1895 ab.
Das Wesentliche der vorliegenden Maschine besteht in einem Mittel zur Vermeidung des Festklebens des fertigen Gefäfses an der die Innenflächen desselben bildenden sogenannten Vollform. Es besteht in einer Kurvenscheibe, welche derart wirkt, dafs das Thonmaterial zunächst langsam, im letzten Augenblick aber ziemlich schnell ausgepreist, sodann zur Verhinderung des Anklebens wieder gelockert und gleich darauf nochmals ein- oder mehrmals schnell und kräftig geprefst wird, so dafs die Thonmasse selbst Zeit behält, vermöge der ihr innewohnenden geringen Elasticität die Formen nach endgültiger Fertigstellung des Gegenstandes von sich abzustofsen.
Dieses angedeutete Abstofsen der Formen erreicht selbstverständlich nur einen sehr geringen Grad und tritt eben auch nur dann ein, wenn die in dem Thon eingeschlossenen Luftbläschen keine Zeit finden, aus den Formen zu entweichen, wenn also die Fertigpressung des Topfes, während welcher auch die Glättung der Innenflächen desselben stattfindet, sehr schnell bewirkt wird.
Das Anhaften des Topfes an der Hohlform läfst sich, da diese letztere bequemerweise nicht gut rotiren kann, zweckmäfsig durch eine energische Trocknung der äufseren Mantelfläche des gefertigten Gegenstandes, während sich dieser in der Hohlform befindet, verhindern. Die Einschrumpfung des Topfes infolge des Trocknens seiner äufseren Fläche und die sich bildenden Dämpfe führen die Loslösung des Topfes von der Hohlform herbei.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der in Rede stehenden Maschine, und zwar ist die' Fig. 1 zum gröfsten Theil ein verticaler Querschnitt durch das eine Endgestell der Zwillingsmaschine, während die Fig. 2 zwei verschieden gelegte verticale Längsschnitte durch die Maschine darstellt.
Die Fig. 1 zeigt die linke Seite der Fig. 2 und die Fig. 2 zeigt ihrerseits die rechte Seite der Fig. 1.
In beiden Fig. r und 2 ist der fertige Topf in drei verschiedenen Stellungen gezeigt.
Mit c ist in allen Figuren der Blumentopf bezeichnet. Die in der Zeichnung Fig. 2 dargestellten beiden Vollformen d werden von der Hauptwelle f der Maschine aus durch die aus der Zeichnung ohne Weiteres erkennbaren Uebertragungsmittel in schnelle Umdrehung versetzt.
g deutet in Fig. 2 den Antriebsriemen an, w.elcher mittelst der Riemscheibe h die Welle f in Umdrehung versetzt, i k ist die Hohlform, deren Theil i zur Herstellung der Aufsenfläche des Topfes dient und mit k in beliebiger Weise so fest und dicht verbunden wird, dafs in den Hohlraum / zwischen beiden mittelst der Stutzen m Heizdampf eingelassen werden kann.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Maschine ist angenommen, dafs die Vollformen ihre Lage nicht ändern, die Hohlformen dagegen in ihrer Achsenrichtung auf- und niederbewegt werden, η sind die Führungsflächen des bewegten Formtheiles und ο die Führungsschienen des Maschinengestelles. Zur Bewegung der Hohlformen dienen die beiden Kurvenscheiben p, welche auf der Welle f drehbar und gegen axiale Verschiebung gesichert festsitzen. Die Bewegungs- und Kraftübertragung von den Kurvenscheiben auf die Hohlformen i k wird durch Rollen q bewirkt, welche mittelst eines in verticaler Richtung verstellbaren Armes r an dem Formtheil k befestigt ist. Die Schraube s dient zur verticalen
Verstellung der Rolle; mittelst derselben vermag man dementsprechend der Hohlform k i genau die erforderliche Höhenlage in Bezug auf die Vollform b zu geben. Mit t ist der Stempel bezeichnet, welcher in der aus den Fig. ι und 2 ohne Weiteres ersichtlichen Weise in dem oberen Formtheil i mittelst seiner Stange u geführt wird und dem Boden des Topfes die gewünschte äufsere Gestaltung giebt.. Auch tu ist mit einer Rolle ν ausgerüstet, welche zeitweise auf einem Segment w der Kurvenscheibe ρ rollt. Mit χ. ist in beiden Figuren eine zeitweise von zwei Stangen y unterstützte Platte bezeichnet, welche den oberen Rand des Topfes formt.
Die Maschine wirkt in folgender Weise :
Nachdem die Kurvenscheibe ρ ihre tiefste Lage eingenommen hat, wird auf den Stempel t, welcher alsdann, wie die Fig. 2 rechts zeigt, aus der Unterform i k hervorragt und auf einem Ansatz \ des oberen Lagerdeckels der Welle f ruht, ein Thonklofs gelegt. Durch die Kurvenscheibe wird die Unterform i k gehoben, bis t vom Boden der Hohlform i mitgenommen wird. Bei weiterer Drehung der Kurvenscheibe ρ nähert sich die Unterform der Oberform so weit, dafs zwischen beiden aus dem Thonklofs der gewünschte Topf geprefst wird. So lange, bis die Rolle q bei der in Fig. i. angedeuteten Drehrichtung der Kurvenscheiben bei dem Punkte a' der Scheibe angelangt ist, bewegt sich der Formtheil ik mit derjenigen Beschleunigung aufwärts, welche ihm durch eine gewöhnliche Kurve oder Excenterscheibe mitgetheilt wird; von diesem Punkte ab wird jedoch die Rolle q und dementsprechend auch der mit ihr verbundene untere Formtheil durch eine kleine Erhöhung am Umfange von ρ ziemlich schnell nahezu oder ganz bis in die äufserste Höchstlage hinaufgetrieben und gleich darauf ebenso schnell wieder so weit herabgelassen, dafs sich die Rolle ν des Stempels ρ auf das Segment w, welches sich jetzt gerade oben befindet, aufsetzen und den Topf, welcher sich bei der erwähnten schnellen Schlufsbewegung der Unterform bildete, von dieser letzteren abheben kann.
Die Fig. 2 zeigt auf der linken Seite diesen Augenblick.
Gleich darauf wird die Unterform durch eine zweite Erhöhung am Umfange der Kurve j? nochmals schnell in die Höchstlage gehoben und darauf ebenso rasch wieder heruntergelassen. Während der nun folgenden Weiterdrehung der Kurvenscheibe ρ senkt sich die Unterform langsam wieder bis in die in Fig. 2 rechts angedeutete tiefste Lage, in welcher sie, da hier die Kurve ρ nach einer Kreislinie um den Mittelpunkt der Welle f verläuft, eine kurze Zeit unbeweglich stehen bleibt. Während dieses Niederganges der Unterform setzte sich auch die Stange u des Stempels t wieder auf den Anschlag jj· auf und hob dadurch den fertigen Topf- vollständig aus der Unterform heraus.
In Fig. 2 rechts sieht man den Topf c durch Strichpunktirung angedeutet auf dem Stempel t stehen. Er kann nun abgenommen werden.
Es empfiehlt sich, die Unterform durch die erste Erhöhung der Kurvenscheibe, nicht ganz bis zur höchsten Stellung emporzuheben, weil in diesem Falle das Gefäfs vorläufig noch etwas stärker bleibt, als es endgültig sein soll, und sich deshalb nach der ersten Pressung, ohne verbogen zu werden, leichter in der Unterform lockern läfst.
Erwähnt mag noch sein, dafs sich die Platte x, welche vermöge ihres Eigengewichtes den oberen Rand des Topfes glatt preist, beim Niedergehen der Unterform i k nur in 'geringem Grade senkt (s. beide Seiten der Fig. 2), weil sich die Stangen bei b' im Maschinengestell aufsetzen.
Die Augen b' und eine horizontale Rippe an der Unterform sorgen für die richtige Stellung der Platte x. Da, wie erwähnt, Platte x. nur mit ihrem Eigengewicht wirkt, so vermag sie mit Leichtigkeit etwa überschüssigen Thon am oberen Rande der Unterform austreten.zu lassen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zur Herstellung von Gefäfsen, wie Blumentöpfe, Teller, Tassen etc., gekennzeichnet durch die Kurvenscheiben fp), welche derart eingerichtet sind, dafs die beiden den Gegenstand herstellenden Formtheile (di) anfangs nur langsam, gegen das Hubende der Kurvenscheibe aber schnell sich einander nähern, dann ein Geringes aus einander gehen und schliefslich zu dem Zwecke einer nochmaligen Pressung des Gegenstandes abermals einander genähert werden.
  2. 2. Eine Ausführungsform der durch den Anspruch 1 gekennzeichneten Kurvenscheibe (ρ) dahin, dafs dieselbe mit zwei oder mehreren
    : nahe an einander befindlichen kleineren Daumen versehen wird, um die schnelle Schlufspressung des geformten Gegenstandes mehrmals zu wiederholen, wobei die Anordnung auch derart getroffen werden kann, dafs erst der letzte Daumen dem zu fertigenden Gegenstande die endgültig gewünschte Wandstärke giebt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT85819D Active DE85819C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1153669B (de) * 1960-04-25 1963-08-29 Hans Dieter Hoffmann Vorrichtung zum selbsttaetigen Formen von Gefaessen aus keramischer Masse

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1153669B (de) * 1960-04-25 1963-08-29 Hans Dieter Hoffmann Vorrichtung zum selbsttaetigen Formen von Gefaessen aus keramischer Masse

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