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Verfahren zur Herstellung von Lactoflavin-phosphorsäureester Die vorliegende
Erfindung betrifft die Herstellung des Lactoflavin-phosphorsäureesters.
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Lactoflavin (Vitamin B2) ist schwerlöslich in Wasser (etwa 12 mg in
ioo ccm Wasser bei z7,5° C). Die Salze des Lactoflavin-phosphorsäureesters sind
dagegen recht gut löslich und eignen sich besonders für die orale oder parenterale
Verabreichung von Lactoflavin. Die schwache Löslichkeit von Lactoflavin in den meisten
Lösungsmitteln macht es aber sehr schwierig, die Lactoflavinester von anorganischen
Säuren herzustellen. Die Schwierigkeit der Esterifizierung konnte wohl dadurch teilweise
behoben werden, daß das Lactofiavin in Pyridinlösung esterifiziert wird. So beschreibt
die britische Patentschrift 451938 ein Verfahren zur Herstellung von Lactoflavinphosphorsäureester,
wonach das Lactoflavin mittels Phosphoroxychlorid in Pyridinlösung phosphoryliert
wird. Immerhin ist die Verwendung von Pyridin nicht ohne Nachteile, denn Pyridin
ist kein besonders gutes Lösungsmittel für Lactoflavin, so daß große Mengen davon
gebraucht werden müssen. Die Aufarbeitung der Reaktionsmischung begegnet denn auch
erheblichen Schwierigkeiten. Die genannte Patentschrift erwähnt auch beiläufig die
Verwendung von Phosphorpentoxyd an Stelle des Phosphoroxychlorids, allerdings ohne
Einzelheiten anzugeben. Phenol ist dagegen ein befriedigendes Lösungsmittel für
Lactoflavin, und es ist als solches schon zur Veresterung von Lactoflavin mit organischen
Säuren, wie Zitronensäure, Weinsäure und Maleinsäure, gebraucht worden (amerikanische
Patentschrift 2 449 003); die Temperatur wird hierbei zwischen ioo und I85° C gehalten.
Gemäß
der vorlieg#enden Erfindung ist nun festgestellt worden, daß Lactoflavin-phosphorsäureester
in guter Ausbeute durch Phosphorylierung von Lactoflavin bei wenig erhöhten Temperaturen
mittels Phosphorpentoxyds in @lt_r@c;l, in welchem bei,-se löslich sind, hergestellt
werden kann.
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Das erfindungsgemäße @."erfalircr zur Her@,tc>llung des Lactoflavin-pboaphorsäureester:;
ist dadurd-r gekennzeichnet, daß in Pheitoi_ gelöstes Lactoflavin niit Phosphorpentoxyd
beiTempera- t riren unterhalb _oo` C, zweckmäßig zwischen etwa -2r- und o' C, behandelt
wird.
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Da Phenol bis zu I_3' C fest ist, kann es nötig sein, so viel inertes
organisches Lösungsmittel zuzusetzen, daß das Phenol bei der erwünschten Reaktiontemperatur
verflüssigt wird. Unter inerter Lösungsmitteln werden solche organischen Lösungsmittel
verstanden, die weder mit üern Laetofiavin noch mit crem Phosphorpentoxyd bzw. dem
Plierol chemisch reagieren.. Solche Lösungsmittel sind beispielsweise Chloroform,
Äthylendichlorid und andere polyhalogenierte Alkane sowie Benzol.
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Zweckmäßigerweise wird das nötig durch Erwärmen, zunächst im Phenol
bzw. in. einer Lösung von Phenol in einem inerten Lösungs mittel aufgelöst und die
erhaltene Flüssigkeit sodann, nach Abkühlung auf die gewollt-- Reaktionstemperatur,
mit dem Phosphorpentoxyd versetzt. Die Umsetzung ist nach etwa 5 Stunden öder weniger,
je nach der Temperatur, beendet. Das arbeiten bei der bevorzugten Temperaturspanne
bewirkt eine geringere Bildung von Nebenprodukten.
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Die Struktur des Endproduktes ist nicht mit Sicherheit bekannt, doch
besteht es wahrscheinlich zur Hauptsache aus dem Lactoflavin-5'-phosphorsäüreester.
Das erhaltene Produkt kann mit Vorteil über das entsprechende 1Ionodiäthanolaminsalz
,#,ereini%t werden. hrispie1 Eine Mischung von 3,76 Gewichtsteilen trockenem Lactoflavin,
r-z(i Gewichtsteilen Phenol und so Raumteilen trockenem Chloroform wird unter Rühren
erhitzt, bis man eine klare Lösung erhält. Nach Kühlen auf 2o' C werden 5 Gef"clitsteiie
Phosphorl,entoxy:dzugefügt und die 'eliscliung bei Raumtemperatur während 5 Stunden
gerührt. Die klare rote Lösung wird-hernach in 5oo Raumteilen trockenen Äther ge=
gossen und die Mischung während 16 Stunden gekühlt. Der gelbe 'Niederschlag wird
abfiltriert, mit trockenem Äther gut gewaschen und sofort im Vakuum über Phosphorpentoxyd
getrocknet.
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Die trockene Masse wird in io Raumteilen konzentrierter Salzsäure
gelöst, und die klare rote Lösung wird während 2 Stunden bei Raumtemperatur gehalten.
3o Raumteile Wasser werden zugegeben und die Mischung während 16 Stunden gekühlt.
Der orangefarbige Niederschlag wird abfiltriert, mit verdünnter 3 ii-5alzsäure und
Aceton gewaschen und im s'al@uum über Phosphorpentosyd getrocknet. Das so erhaltene
Produkt (3,i Gewichtsteile, 68 (l/o) besteht hauptsächlich aus Lactofla-#in-rnonophosphorsäureester.
Bei potentiometrischer Titration zeigt die Säure pH-Sprünge-bei PH 4,.1- und pH
8,4; die Alkaliaufnahme beträgt -an diesen Stellen 92 °/o bzw. 87 °;a der theoretischen
Werte.
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Das Produkt kann auf folgende Weise durch Um-«'andluil..Q in das hlonodiäthanolaminsalz
weiter gereinigt werden: i,5 Gewichtsteile der rohen Säure werden mit einer Lösung
von o,55 Gewichtsteilen Diäthanolamin in 2o Raumteilen destilliertem Wasser gerührt.
-De.- erhaltene trübe Lösung wird durch Filtration durch Zellstoff geklärt. Das
Filtrat und die -Waschwässer werden durch Verdampfen im Vakuum auf die Ausgangsmenge
von 2o Raumteilen eingeengt, das pq der Lösung wird mit Essigsäure auf 4,9 eingestellt
und das Salz durch Zusatz von 200 Raumteilen Alkohol ausgeschieden.. .Nach Stehen
über Nacht wird die -überstehende Lösung dekantiert, der Rückstand wird filtriert
und mit Alkohol und Aceton gewaschen. Das gewonnene Produkt (i,3 Gewichtsteile)
hat einen Schmelzpunkt von Zog bis 2io' C und erweist sich bei der Analyse als Dihydrat
des 'Vlonodiäthanolaniinsalzes - des Lactoflavin-monophosphorsäureesters.