DE861085C - Saugfaehiger Stoff fuer Bekleidungen, insbesondere Futterstoff - Google Patents

Saugfaehiger Stoff fuer Bekleidungen, insbesondere Futterstoff

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DE861085C
DE861085C DER6436A DER0006436A DE861085C DE 861085 C DE861085 C DE 861085C DE R6436 A DER6436 A DE R6436A DE R0006436 A DER0006436 A DE R0006436A DE 861085 C DE861085 C DE 861085C
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DE
Germany
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absorbent
textile
absorbency
fabric according
rubber
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Expired
Application number
DER6436A
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English (en)
Inventor
Peter Dipl-Chem Rathgeber
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RATHGEBER FA KARL
Original Assignee
RATHGEBER FA KARL
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D27/00Details of garments or of their making
    • A41D27/02Linings
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M23/00Treatment of fibres, threads, yarns, fabrics or fibrous goods made from such materials, characterised by the process
    • D06M23/16Processes for the non-uniform application of treating agents, e.g. one-sided treatment; Differential treatment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Saugfähiger Stoff für Bekleidungen, insbesondere Futterstoff Wenn es sich darum handelt, eine textile Unterlage zu gummieren, also beispielsweise ein Gewebe oder Gewirke mit einem Gummibelag zu versehen, was in bekannter Weise durch Bespritzen, Eintauchen, Aufgießen oder Bestreichen geschehen kann, so ergibt sich häufig der Übelstand, daß die verwendete Kautschukdispersion od. dgl. durch die textile Unterlage durchschlägt. Ein solches Durchschlagen ist aber in vielen Fällen unerwünscht, besonders dann, wenn die textile Unterlage als Futterstoff irgendeiner Bekleidung dient, so daß sie, mittelbar -oder unmittelbar, mit der menschlichen Haut in Berührung kommt.
  • Diese Gefahr ist um so größer, je höher die Anforderungen sind, die man an die Luftdurchlässigkeit der gummierten Ware stellt. Gute Luftdurchlässigkeit läßt sich bekanntlichdurchVerwendungvon Schaumgummi oder verschäumten Kunststoffernulsionen erzielen, da man auf diese Weise eine feinporöse Struktur der Gummi- oder gummiartigen Deckschicht erlangt. Um die gute Luftdurchlässigkeit nicht zu beeinträchtigen, muß man in diesem Falle auch eine genügend luftdurchlässige Textilie als Unterlage wählen, die ihrerseits 'aber wiederum den Nachteil mit sich bringt, daß die aufgetragene Schaummasse besonders leicht durchschlägt.
  • Durch die Erfindung wird insbesondere die Aufgabe gelöst, diesem Übelstand abzuhelfen, also eine gut luftdurchlässige Ware zu schaffen, bei der die Gummi-oder gummiähnliche Deckschicht nicht durchgeschlagen ist, die freie Seite der textilen Unterlage also in ihrer ursprünglichen Beschaffenheit voll erhalten bleibt.
  • Die Erfindung beruht auf der Beobachtung, daß die verschiedenen Textilien recht unterschiedliche Saugfähigkeit haben. So ist beispielsweise die Saugfähigkeit bei Baumwollgarn geringer als z. B. bei Viskosegarn. Im Falle einer Verwendung für Futterstoffe, die dem Einfluß der menschlichen Haut unter-, liegen, wirken solche saugfähigen Textilien bekanntlich in der Weise, daß sie leicht Feuchtigkeit (Schweiß) aufnehmen und die aufgesaugte Feuchtigkeit später beim Lagern durch Verdunstung wieder abgeben. Auf diese sogenannte Wasserarbeit eines textilen Futterstoffes od. dgl. ist es zurückzuführen, daß man beispielsweise in einem Hausschuh trotz Schweißabsonderung einen trockenen Fuß behält, sofern die zur Ausfütterung dienende Textilie richtig gewählt ist, d. h. eine genügende Wasserarbeit leistet.
  • Weiterhin ist die Erkenntnis wichtig, daß die an die Textilie herangetragene Feuchtigkeit (Schweiß) stets nach der Zone der höchsten Saugfähigkeit (Sorbtion) strebt. Wählt man also einen Futterstoff mit Zonen unterschiedlicher Saugfähigkeit und legt die Zone mit -der größten Saugfähigkeit an die der Haut abgewendete Seite, so bleibt die der Haut zugekehrte Schicht stets trocken, weil die Feuchtigkeit zwangsläufig in die außenliegende Zone der größten Saugfähigkeit wandert.
  • Die auf Grund der vorstehenden Erkenntnis gewonnene Regel, die also dahin geht, einen mit der menschlichen Haut mittelbar oder unmittelbar in Berührung kommenden Futterstoff od. dgl. so herzu-* stellen, daß sich Zonen unterschiedlicher Saugfähigkeit ergeben, wobei die Zone mit der größten Sangfähigkeit an der der Haut abgewendeten Seite zu liegen kommt, eine Regel, die bereits einen wesentlichen Bestandteil der vorliegenden Erfindung bildet, führt aber in Anwendung auf die Gummierungstechnik noch zu einem weiteren, sehr bemerkenswerten Ergebnis.
  • Wird nämlich der die Zonen unterschiedlicher Sangfähigkeit aufweisendem zum mindesten also bizonale Futterstoff od. dgl. als Unterlage für eine Gummi-oder gummiähnliche Schicht benutzt, derart, daß die, vorzugsweise in verschäumtem Zustand, aufgetragene Dispersion aus Kautschuk und/oder Kunststoff diejenige Seite der textilen Unterlage bedeckt, welche die größere Saugfähigkeit hat, so ist ein Durchschlagen der Mischung nicht mehr zu befürchten; denn die 'Dispersion verbleibt naturgemäß in der Zone der größeren Saugfähigkeit, während die nachfolgende Zone oder Zonen ihrem etwaigen Eindringen einen ausreichenden Widerstand entgegensetzen, der sich aus der geringeren Saugfähigkeit der inneren Zone oder Zonen ergibt.
  • Es versteht sich natürlich, daß die Saugfähigkeit der der gummiartigen Deckschicht zugekehrten Seite zweckmäßig in solchen Grenzen gehalten wird, daß selbst in diese Schicht keine nennenswerte Menge der aufgetragenen Dispersion od. dgl. eindringen kann. Günstig ist hierbei, daß die nachfolgende, weniger saugfähige Schicht der Unterlage das Eindringen der Dispersion od. dgl. in die äußere Schicht noch zusätzlich hemmt.
  • Ein Stoff mit unterschiedlicher Saugfähigkeit läßt sich ohne weiteres dadurch erzielen, daß man seine eine (äußere) Lage aus einer stärker saugfähigen Textilie, z. B. aus Viskosegarn, und seine andere (innere) Lage aus einer schwächer saugfähigen Textilie, z. B. Baumwollgarn, herstellt. Dieselbe Wirkung kann man auch durch eine chemische Behandlung des Futterstoffes od. dgl. erreichen, nämlich durch Netzmittel zur Erhöhung der Saugfähigkeit einerseits und durch wasserabstoßende Mittel anderseits. Die gewünschte unterschiedliche Saugfähigkeit läßt sich ferner durch eine mechanische Behan-dlung, z. B. leichtes Anrauhen auf einer Seite, erzielen, d. h. 'dadurch, daß man die Kapillarität und somit die Sorbtion ändert, Ein Futterstoff od. dgl. im Sinne der Erfindung hat einmal den Vorteil, daß er die Feuchtigkeit (Schweiß) von der der Haut zugewendeten Seite nach außen abbefördert und dadurch an seiner Innenseite stets trocken bleibt, während er anderseits eine durchschlagfrei gummierte Ware ergibt, da die auf seine eine stärkere Saugfähigkeit aufweisende Außenseite aufgetragene wäßrige Dispersion nicht oder doch nicht nennenswert in die textile Unterlage eindringen kann.
  • Der Erfindungsgedanke läßt sich mit Erfolg für die verschiedenartigsten Bekleidungszwecke, d. h. grundsätzlich überall da benutzen, wo man eine innen trocken bleibende Ware benötigt. Besonders geeignet ist die Erfindung für die Herstellung einer gut luftdurchlässigen Ware, die aus einer textil abgedeckten Schaumgummi- oder schaumgummiähnlichen Schicht besteht. Solche textil abgedeckten Schaumschichten können auf sehr wirtschaftliche Weise als Platten oder noch besser als endlose Bahnen erzeugt werden, aus denen sich dann die mannigfachsten Gegenstände im Zuschnittverfahren herstellen lassen, wie beispielsweise Unterbekleidungsstücke aller Art, ferner u. a. Oberteile für hochwertige, gut luftdurchlässige Hausschuhe, sogenannte Leichtschuhe.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Saugfähiger Stoff für Bekleidungen, insbesondere Futterstoff, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff unterschiedliche Saugfähigkeit aufweist, wobei die Zone mit der geringeren Saugfähigkeit an der der Haut zugewendeten Seite liegt.
  2. 2. Stoff nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß er bizonal ausgebildet ist, indem seine eine (äußere) Zone aus einer stärker sangfähigen Textilie, z. B. Viskosegarn,- und seine andere (innere) Zone aus einer schwächer saugfähigen Textilie, z. B. Baumwollgarn, besteht. 3. Stoff nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche Saugfähigkeit durch eine chemische Behandlung, z. B. Netzmittel einerseits undwasserabstoßende Mittel anderseits, erzielt wird. 4. Stoff nach Anspruch »i, dadurch gekennzeichnet, daß man die unterschiedliche Saugfähigkeit durch eine mechanische Behandlung, z. B. leichtes Anrauhen auf einer Seite, erreicht. 5. Stoff nach Anspruch i oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,* daß er auf seiner stärker saugfähigen Seite mit einer als wäßrige Dispersion aufgetragenen Gummi- oder gummiähnlichen Schicht bedeckt ist. 6. Stoff nach Anspruch i oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auch ihrerseits luftdurchlässige und unterschiedlich saugfähige Textilie (Gewebe oder Gewirke) -an der stärker saugfähigen Seite eine Schaumschicht aufweist, die als Schaummasse aus Kautschukmilchschaummischungen und/oder verschäumten Kunststoffemulsionen aufgetragen wurde.
DER6436A 1951-07-31 1951-07-31 Saugfaehiger Stoff fuer Bekleidungen, insbesondere Futterstoff Expired DE861085C (de)

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DE (1) DE861085C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1262180B (de) * 1959-04-15 1968-03-07 Glanzstoff Ag Bergsteigerjacken, Schlafsaecke u. dgl.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1262180B (de) * 1959-04-15 1968-03-07 Glanzstoff Ag Bergsteigerjacken, Schlafsaecke u. dgl.

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