DE861305C - Akustisches, nach dem Echolotverfahren arbeitendes Blindenleitgeraet - Google Patents

Akustisches, nach dem Echolotverfahren arbeitendes Blindenleitgeraet

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DE861305C
DE861305C DEP10903A DEP0010903A DE861305C DE 861305 C DE861305 C DE 861305C DE P10903 A DEP10903 A DE P10903A DE P0010903 A DEP0010903 A DE P0010903A DE 861305 C DE861305 C DE 861305C
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DE
Germany
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ear
distance
echo
blind
delay
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Expired
Application number
DEP10903A
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English (en)
Inventor
Willy Dr Kunze
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Atlas Werke AG
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Atlas Werke AG
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Publication date
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Publication of DE861305C publication Critical patent/DE861305C/de
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Classifications

    • G—PHYSICS
    • G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09B—EDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B21/00—Teaching, or communicating with, the blind, deaf or mute
    • G09B21/001—Teaching or communicating with blind persons
    • G09B21/006—Teaching or communicating with blind persons using audible presentation of the information

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Audiology, Speech & Language Pathology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Description

  • Akustisches, nach dem Echolotverfahren arbeitendes Blindenleitgerät Um Blinden die Orientierung im Raum zu erleichtern, ist bereits vorgeschlagen worden, das Vorhandensein von Hindernissen sowie ihre Lage zum Blinden auf akustischem Wege festzustellen, in ähnlicher Weise, wie es in der Natur beim Nachtflug der Fledermaus vorgebildet ist oder wie es in der Technik bereits durch das zur Ortung im See- und Luftverkehr verwendete Echolotverfahren bekahntgeworden ist. Um die Entfernung der reflektierenden Objekte dem Binden wahrnehmbar anzuzeigen, ist vorgeschlagen worden;, die Entfernung durch akustische Zeichen .unterschiedlicher Tonhöhe wahrnehmbar zu machen, während die Richtung mechanisch -durch Drehen des entsprechend- scharf gerichteten Senders ermittelt wird.
  • Eine der Zweckbestimmung der Blindenleitung besonders - gut angepaßte Entfernungsanzeige läßt sich dadurch erzielen, daß für die Wahrnehmung der Entfernung von Hindernissen im Weg des Blinden die unter dem Namen Binauraleffekt bekannte Fähigkeit des menschlichen Gehörorgans ausgenutzt wird, zeitliche Unterschiede in der Ankunft von Schallimpulsen an beiden Ohren als Richtungseindruck zu empfinden. Für den Blinden kommt es weniger darauf an, genau zu erkennen, ob sich ein Objekt in 5 oder 1o m Entfernung befindet, als vielmehr darauf, sinnfällig zu bemerken, ob sich ein- Hindernis in - gefährlicher Nähe befindet. Die Anzeige muß zweckmäßigerweise in Form eines sinnfälligen Warnungssignals erfolgen, beispielsweise wenn das Hindernis sich in, einer Entfernung von z oder 2 m vor dem Blinden befindet, so daß er sich leicht durch Ausstrecken des Armes und Berühren von dem Vorhandensein des Hindernisses überzeugen kann. Diese Möglichkeit eines Warnungssignals für gefahrdrohende Annäherung an ein Hindernis wird durch Ausnutzung des Binauraleffekts beim Abhören der Echowirkungen in folgender Weise erzielt: Die vom Ultraschallsender ausgesandten Schallimpulse werden nach ihrer Reflexion an vorhandenen Hindernissen erfindungsgemäß nur von einem Echoempfänger aufgenommen und nur dem einen Ohr des Blinden zugeführt und dort zur Wahrnehmung gebracht. Das andere Ohr dagegen wird unmittelbar durch elektrische Impulse, die unter Zwischenschaltung einer bestimmten Verzögerung einen Telefonhörer zur Abgabe entsprechender Schallimpulse veranlassen, erregt. Der Echoimpuls auf das eine Ohr und die Erzeugung des entsprechenden Schallimpulses am anderen Ohr verschmelzen infolge des Binauraleffektes zu einem einheitlichen Schallbild, das je nach der Zeitdifferenz, mit der das rechte und linke Ohr von den entsprechenden Impulsen erregt wird, mehr oder weniger rechts- bzw. linksseitlich empfunden wird. Wird beispielsweise die Verzögerungszeit, die in den Stromkreis des einen Telefonhörers eingeschaltet wird, so bemessen, daß sie einem Schallwegunterschied von 2 m entspricht, d. . h. einer Echoentfernung von i m, und wird dieser Telefonhörer mit dem linken Ohr verbunden, so werden alle reflektierenden Objekte, die sich in einer größeren Entfernung als i m vor dem- Blinden befinden, linksseitlich gehört. Nähert sich der Blinde einem reflektierenden Objekt bis etwa i m, so,. be- . girint plötzlich dieser Richtungseindruck von links seitlich nach der Mitte zu wandern; der Mitteneindruck ist erreicht, wenn das Objekt sich i m vor dem Blinden befindet, und wandert dann nach rechts seitlich, sobald sich der Blinde dem Objekt weiter nähert. Dieses Wandern des Richtungsein- ' druckes von links seitlich über die-Mitte nach rechts. seitlich erfolgt in .der kritischen Lage sehr schnell, nämlich bei einer Änderung des Abstandes des reflektierenden Objekts vori i,io m auf 90 cm. Dieses plötzliche Springen des Richtungseindruckes von links nach rechts wird vom Blinden als sinnfälliges Warnungszeichen empfunden, @daß sich das Objekt in unmittelbarer Nähe vor ihm befindet. Solange Objekte sich in sehr großer Entfernung befinden, so daß sie den Echoempfänger nicht 'zu nennenswerten Lautstärken erregen können, wird nur das Arbeiten des Gerätes durch einen in regelmäßigen Zeitabständen empfundenen Schallimpuls am einen Ohr wahrgenommen. Tritt ein Hindernis in den Wirkungsbereich des Gerätes; d. h. wird,der Echoempfänger, der mit dem anderen Ohr verbunden ist, so stark erregt, daß ein hörbarer Impuls auf das andere Ohr gegeben wird, so macht sich dies durch ein Herausspringen des im linken Ohr empfundenen Schallbildes nach links seitlich bemerkbar. Diese Linksseitlichkeit bleibt so lange erhalten, bis sich der Blinde dem Objekt auf etwa i m genähert hat. Intensitätsunterschiede in der Erregung der beiden Ohren haben keinen großen Einsfuß, da .der Binauraleffekt, insbesondere bei niederfrequenten Schalleindrücken, verhältnismäßig unabhängig vom Intensitätsverhältnis an beiden Ohren ist.
  • Zweckmäßig wird die Einrichtung so getroffen, daß die Verzögerungszeit, die in den Stromkreis des direkt erregten Telefonhörers eingeschaltet ist, wahlweise ein- und ausschaltbar ist bzw. in ihrer Länge veränderbar. Auf diese Weise ist es dem Blinden möglich, sich die Entfernung, in der er das Warnungszeichen von einem reflektierenden Objekt erhalten will, selbst einstellen zu können. Wird die Verzögerungszeit ganz ausgeschaltet und .der entsprechende Telefonhörer mit einem zweiten Echoempfänger, der sich in einem bestimmten horizontalen Abstand vom ersten Echoempfänger befindet, verbunden, so kann -das Gerät -als normales Binauralhörgerät benutzt werden, d. h. der Blinde kann Schallrichtungen wie beim natürlichen freiohrigen Hören -dann unmittelbar empfinden und die Objekte entsprechend ihrer seitlichen Lage im Raum wahrnehmen.
  • Die Erfindung möge an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert werden. Durch einen gerichteten Schallsender i, der mit einem Generator 2 verbunden ist, werden in regelmäßigen Zeitabständen kurze Schallimpulse innerhalb eines nach vorn gerichteten Sektors 3 ausgesandt. Das rechte Ohr ist über einen Telefonhörer q. mit einem Echoempfänger 5 verbunden, während das linke Ohr durch den Telefonhörer 6 durch direkt vom Generator 2 über ein Verzögerungsglied 7 kommende Impulse erregt wird. Die Verzögerungszeit, -die das Glied 7 bewirkt, wird zweckmäßig so gewählt, daß sie einem Echoweg von i m entspricht. Wenn der Generator.2 einen elektrischen Impuls abgibt, strahlt der Schallsender i diesen Impuls im Sektor 3 aus. Befindet sich kein reflektierendes Objekt in diesem Sektor; so wird auf dem rechten 'Ohr"kein Schalleindruck wahrgenommen: Das linke Ohr dagegen wird im Augenblick der Schallaussendung erregt. Befindet sich ein reflektierendes Objekt beispielsweise bei 811 in einem Abstand von 2 m., so wird der Echoempfänger 5 von den rückkehrenden Schallimpulsen getroffen, und zwar um einen gewissen Zeitbetrag später, als die Erregung des linken Ohres erfolgte. Es entsteht infolgedessen durch Verschmelzung der beiden Schalleindrücke am rechten und linken Ohr ein- einheitliches Schallbild, das links seitlich empfunden. wird. Befindet sich bei weiterer Annäherung des Blinden an das Hindernis dieses bei 8b in einer Entfernung von etwa i m, so wandert-das Schallbild von links seitlich über Mitte plötzlich nach rechts seitlich, da die Zeitdifferenz zwischen der Erregung des Echoempfängers 5 und dem linken Ohr 6 des Beobachters immer geringer wird und bei Erreichung des Abstandes von i m zu Null geworden ist. -Bei weiterer Annäherung an das Objekt bis zur Lage 8c wird der Echoempfänger 5 und damit das rechte Ohr des Beobachters q. früher erregt als das linke Ohr, und der Schallrichtungseindruck liegt jetzt rechts. Der Übergang des ursprünglich als links seitlich empfundenen - Schalleindruckes über Mitteneindruck nach rechts seitlich vollzieht sich sprunghaft und für den Blinden leicht wahrnehmbar, so daß er als Warnungssignal für die Annäherung an das Hindernis empfunden wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Akustisches, nach dem Echolotverfahren arbeitendes Blindenleitgerät, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Reflexion der ausgesandten Schallimpulse am Hindernis entstehenden Echoimpulse nur dem einen Ohr des Blinden zugeführt werden, während. auf das andere Ohr entsprechende Schallimpulse unter Zwischenschaltung einer bestimmten Verzögerung direkt zur Einwirkung gebracht werden, so daß binaurale Richtungseindrücke entstehen, ,die abhängig von der Entfernung des reflektierenden Objekts sind und als Maß für die Entfernung dienen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die -vor das Hörgerät (6) des einen Ohres eingeschaltete Verzögerungseinrichtung (7) die Verzögerungszeit derart bemißt, daß sich für Echos von Objekten, die sich in etwa i m Abstand befinden, Mitteneindruck ergibt, während Objekte in größerer bzw. kleinerer Entfernung seitlich rechts bzw. links wahrgenommen werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzögerungseinrichtung (7) wahlweise ein- und ausschaltbar ist bzw. die Verzögerungszeit in ihrer Länge veränderbar ist. q.. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, @daß das Hörgerät (6) des einen Ohres wahlweise über die Verzögerungseinrichtung (7) mit dem Schallerzeuger (2) oder mit einem zweiten, in bestimmtem horizontalem Abstand von dem ersten Echoempfänger angeordneten Echoempfänger verbindbar ist.
DEP10903A 1948-10-02 1948-10-02 Akustisches, nach dem Echolotverfahren arbeitendes Blindenleitgeraet Expired DE861305C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004047489A1 (en) * 2002-11-20 2004-06-03 Koninklijke Philips Electronics N.V. Audio based data representation apparatus and method

Cited By (2)

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CN1714598B (zh) * 2002-11-20 2010-06-09 皇家飞利浦电子股份有限公司 基于音频的数据表示设备和方法

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