DE86191C - - Google Patents

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DE86191C
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DE
Germany
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construction
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tunnel
pillars
carried out
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DENDAT86191D
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02DFOUNDATIONS; EXCAVATIONS; EMBANKMENTS; UNDERGROUND OR UNDERWATER STRUCTURES
    • E02D29/00Independent underground or underwater structures; Retaining walls
    • E02D29/045Underground structures, e.g. tunnels or galleries, built in the open air or by methods involving disturbance of the ground surface all along the location line; Methods of making them
    • E02D29/05Underground structures, e.g. tunnels or galleries, built in the open air or by methods involving disturbance of the ground surface all along the location line; Methods of making them at least part of the cross-section being constructed in an open excavation or from the ground surface, e.g. assembled in a trench

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Paleontology (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Tunnels für Untergrundbahnen oder für beliebige andere Zwecke ist für alle Bauten von Untergrundbahnen anwendbar, auch für solche, deren Sohle tiefer 'liegen kann als jene der sogen. Unterpflasterbahnen bis zu den Grenzen, wo die Herstellung des Tunnels eine ausschliefslich bergmännische Arbeit erforderlich macht.
Hauptsächlich ist das Verfahren gekennzeichnet dadurch, dafs es zwei Methoden, den Bau zu bewerkstelligen, verbindet; und zwar einestheils das sogen. Tagbauverfahren, anderntheils die Triebarbeit, d. h. der Bau der verticalen Wände mit ihrer Fundirung und die Eindeckung bezw. Einwölbung des Tunnels, als auch die Wiederherstellung des Pflasters wird als Tagbau, hingegen die Ausnehmung des lichten Querschnittes des Tunnels, die Legung der Sohle und die ganze innere Vollendung des Baues wird unterirdisch vorgenommen.
Ein anderes wesentliches Merkmal des hier vorliegenden Verfahrens besteht darin, dafs die Herstellung der Seiten- und Mittelmauern bezw. Pfeilerreihen, sowie der Eindeckung und Wiederherstellung des Pflasters bezw. der Oberfläche nicht gleichzeitig für den ganzen Querschnitt, sondern dem Orte nach getrennt vorgenommen wird, d. h. im Sinne der Bahnachse gemessen hinter einander und gruppenweise zur Ausführung gelangt.
In der beiliegenden Zeichnung ist vorausgesetzt, dafs die Aushebung der zur Ausführung der Mauern oder Pfeilerreihen zu entfernenden Erde mit Maschinen, eventuell unter Verwendung elektrischer Kraftübertragung vorgenommen wird; aber auch wenn diese Erdaushebung mit Handarbeit bewirkt würde, ist es ein Vorzug des Verfahrens, dafs die Herstellung der Mauern oder Pfeilerreihen hinter einander und staffelartig derart vorrückt, dafs zuvörderst die eine Seitenmauer U, weiter rückwärts die Mittelmauer oder mittlere Pfeilerreihe V und noch weiter hinten die andere Seitenmauer W hergestellt wird.
In ähnlicher gruppenweiser Anordnung der Arbeitsausführung folgt man bei der Herstellung der Decke H und der damit verbundenen Neupflasterung.
Dieses staffelförmige Vorwärtsarbeiten hat den Zweck, durch Theilung . des Arbeitsfeldes in mehrere kleinere Complexe so viel Raum auf der Strafsenoberfläche frei zu lassen, dafs die Strafsenfuhrwerke auch während des Baues ungehindert verkehren können, der Strafsenverkehr also nicht völlig während des Baues eingestellt werden mufs.
Für die Zwecke der detaillirten Beschreibung des Verfahrens ist angenommen worden, dafs es sich um den Bau einer unterirdischen elektrischen Bahn handle.
Im Zusammenhange nun mit der oben erwähnten Trennung der Bauausführung in oberirdische, und unterirdische Arbeiten ist es er-
wähnenswerth, dafs entgegen der beim Tagbau bisher üblichen Ausführungsweise die oberirdischen Arbeiten in der Richtung der Tunnelachse vorwärtsschreitend ausgeführt werden können.
Dies wird erreicht, indem mittelst Baggermaschinen B oder Handarbeit die Erdaushebung für die Mauerungsarbeiten in ganz kleinen Abschnitten bis zur vollen Tiefe (Fundamentsohle) vorgenommen wird, damit zum Zwecke der Mauerungsarbeiten das Erdreich mittelst Pfosten und dazwischengelegten auseinanderschraubbaren Spannbolzen gestützt wird und unmittelbar der Erdaushebung folgend die Wände UVW aufgeführt werden. Die Herstellung der Wände, eingerechnet Erdaushebung und Stützung, nimmt daher nur wenige Quadratmeter Oberfläche Raum in Anspruch. Derselbe Plan wird auch für die Ausführung der Eindeckung H und die Wiederherstellung der Strafsenoberfläche innegehalten, wodurch bezweckt wird, dafs sämmtliche Arbeiten in beliebig kurzen Staffeln vorwärts· gehen.
Jener Gruppe von Arbeiten, welche die Mittelwand oder mittlere Pfeilerreihe F herstellt, folgt erst eine andere, welche die eine Hälfte der Eindeckung bezw. Einwölbung vornimmt, wobei der betreffende Strafsentheil bis zum Niveau der Deckenunterkante abgetragen wird und die Wölbung oder Trägerlage auf die schon fertigen Mauern UVW gesetzt wird. Nachdem die Decke des Tunnels zur einen Hälfte hergestellt ist, wird die Strafse an den aufgerissenen Stellen neu gepflastert. Demnach ist eine Hälfte der Strafse wieder vollkommen befahrbar, trotzdem der Tunnel erst halb fertig ist.
Entsprechend dem, wie man den Bau der Mittelwand V dem der ersten Seitenwand U in einer von den localen Verhältnissen abhängigen Entfernung nachfolgen läfst, so folgt auf den Bau der Mittelwand oder Pfeilerreihe V die Ausführung der zweiten Seitenwand W in der oben angeführten Weise.
Die Bauausführung unter ständigem Aufrechterhalten von Entfernungen zwischen den einzelnen Arbeitergruppen, welche mit dem Bau der Wände bezw. Pfeilerreihen beschäftigt sind, und zwischen den einzelnen Apparatengruppen -B M verfolgt auch noch den Zweck, die zu den oberirdischen Arbeiten nothwendigen Materialien ohne weitere Behinderung des Strafsenverkehres herbeiführen und lagern zu können.
Im Zusammenhange mit den schrittweisen Fortschritten der oberirdischen Arbeiten werden auch die unterirdischen Arbeiten gruppenweise vorgenommen, und zwar der Reihenfolge nach: zuvörderst die Aushöhlung des durch die erste Seitenwand U, die Mittelmauer V und die Decke H bestimmten Tunnelquerschnittes, darauffolgend die Herstellung der Tunnelsohle T und schliefslich die Herstellung des Oberbaues der Bahn selbst.
In der beiliegenden Zeichnung wurde angenommen, dafs auch die unterirdischen Arbeiten so weit als möglich mit Maschinen bezw. mittelst elektrischer Kraftübertragung vorgenommen werden; es erscheint demzufolge in derselben eine Stollenbohrmaschine D, eine hängende Förderbahn mit den Hunden h und eine elektrische Lokomotive c sammt einem Materialzug dargestellt. Die Arbeitseintheilung, wie sie sich z. B. für gepflasterte Strafsen ergiebt, ist aus den Zeichnungen ohne Weiteres entnehmbar.
Die Arbeiten sind, wie schon eingangs erwähnt, in oberirdische und unterirdische getheilt und werden dem Orte und der Zeit nach unabhängig von einander vorgenommen.
Zuerst wird das Strafsenpflaster in jener geringen Breite aufgebrochen, welche der Apparat zur Herstellung der ersten Seitenwand U erfordert. Demnächst werden die Schwellen und Schienen verlegt, auf welchen die Apparatengruppe, bestehend aus einem Trockenbagger B und Betonbereitungsapparat M, vorwärts geschoben wird.
Zunächst wird nun mit dem Bagger B das Erdreich in der zur Aufführung der ersten, Seitenwand U des Tunnels erforderlichen Breite und Tiefe ausgehöhlt und die aufgebrachte Erde in einem bereit stehenden Wagen/ abgeführt.
Zum Aufmauern der ersten Seitenmauer in ihrer erforderlichen Ausdehnung führt der Betonbereitungsapparat M den Schotterwagen 's mit den eigentlichen Betonbereitungswagen mit der Rührtrommel r und dem Cementbehälter c mit sich.
Nach Vollendung eines Theiles der Mauer U wird das Schienen- und Schwellenmaterial hinter der dazugehörigen Apparatengruppe abgebrochen und weiter vorn wieder aufgelegt.
Eine ähnlich zusammengesetzte Apparatengruppe arbeitet in entsprechender Weise weiter rückwärts an der Herstellung der Mittelmauer oder Pfeilerreihe V und. eine dritte schliefslich noch weiter hinten an der Aufführung der zweiten Seitenmauer W.
Hinter der zweiten der genannten Gruppen von Apparaten wird die Herstellung der ersten Deckenhälfte H vorgenommen, und zwar durch Aufbrechen des Strafsenpflasters, Niederlegen der Steine und Aufgrabung des Strafsenkörpers bis zur Unterkante der herzustellenden Eindeckung. Hierauf wird das Material auf die weiter hinten befindliche, bereits fertiggestellte Eindeckung übergeworfen und gleichzeitig mit dem Fortschreiten der Eindeckungsarbeiten das allmäh-
liehe Nachrücken der über die Mittelmauer gelegten Holzbrücke k bewirkt, damit der Wagenverkehr auf den unversehrt gebliebenen Pflastertheilen erfolgen kann.
Die Zuführung der Materialien auch für diese Apparatengruppe wird auf einem provisorisch hergestellten Schienenwege besorgt.
Nachdem die Eindeckung bezw. Einwölbung erfolgt ist, wird das Strafsenpflaster wieder ergänzt.
In gleicher Weise, wie die Herstellung der ersten Deckenhälfte H fortschreitet, wird weiter hinten an der Ausführung der zweiten Deckenhälfte H gearbeitet. .
Ganz unabhängig von den oberirdischen Arbeiten gehen die unterirdischen vor sich.
An dem einen Ende der zu erbauenden Untergrundbahn, wie im vorliegenden Falle z. B. angenommen, wird zunächst der lichte Querschnitt des Tunnels vermittelst einer Stollen- bezw. Tunnelbohrmaschine D ausgenommen und die gewonnene Aushöhlung für das Verlegen des Schienenoberbaues und der elektrischen Leitungen brauchbar gemacht.
Dem Fortschreiten der Aushöhlung folgt die Montirung einer hängenden Bahn mit den Hunden /z, welche dem Zwecke dient, das überflüssige Erdreich den bereitstehenden Materialzügen ν zur Abführung zu überliefern.
Der Materialzug führt zugleich eine Betonmischmaschine c und einen Materialwagen t mit sich, welcher mit jedem Zuge aus dem Tunnel geht und mit Rinnsteinen, Schotter, Cement etc. beladen in den Tunnel zurückkehrt.
In gleicher Weise erfolgt, wie in dem besonders hier angeführten Fall, die Herstellung der zweiten Tunnelhälfte.
Die letzterwähnten Materialzüge 'werden entweder mit Pferden oder mit Lokomotiven befördert.
Die im Vorstehenden angeführten Mafsregeln des Baues beziehen sich naturgemäfs nicht nur auf den hier vorausgesetzten Fall, sondern können unter Aenderung der Arbeitseintheilung, sowie Anzahl der Apparate (Baggermaschinen, Materialzüge, Förderbahnen, Stollen- bezw. Tunnelbohrmaschinen etc.) für jeden beliebigen ähnlichen Zweck nutzbar gemacht werden, wobei die den Arbeitsplan bestimmenden Mafsgaben stets von den localen Verhältnissen, der Beschleunigung des Baues und von dem gewählten Tunnelquerschnitt abhängig sein werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung von Tunnels u. dergl., bestehend darin, dafs der Bau der verticalen Stützwände oder Pfeilerreihen und die Einwölbung des Tunnels der Zeit und dem Räume nach nach einander durch Tagbau von oben aus, dagegen die Aushöhlung seines lichten Querschnittes und die Herstellung der Sohle des Tunnels durch Triebarbeit unterirdisch vorgenommen wird.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT86191D Active DE86191C (de)

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