DE862512C - Verfahren zur Herstellung geformter Massen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung geformter Massen

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DE862512C
DE862512C DEF2724D DEF0002724D DE862512C DE 862512 C DE862512 C DE 862512C DE F2724 D DEF2724 D DE F2724D DE F0002724 D DEF0002724 D DE F0002724D DE 862512 C DE862512 C DE 862512C
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DE
Germany
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production
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shaped masses
mentioned
parts
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Application number
DEF2724D
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Inventor
Heinrich Schneider
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Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08K—Use of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00—Use of organic ingredients
    • C08K5/16—Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/34—Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring
    • C08K5/3412—Heterocyclic compounds having nitrogen in the ring having one nitrogen atom in the ring
    • C08K5/3415—Five-membered rings
    • C08K5/3417—Five-membered rings condensed with carbocyclic rings
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung geformter Massen Vorliegende Erfindung betrifft Verbesserungen in der Herstellung geformter Massen aus halogenhaltigen hochmolekularen Stofien, und insbesondere solchen auf Basis von Vinylchlorid, wie z. B. Polyvinylchlorid selbst oder Mischpolymerisate des Vinylchlorids mit anderen polymerisierbaren Stoffen wie Acrylsäureestern, ferner Chlorkautschuk, Mischpolyrnerisate aus Äthylidenchlorid, Chloroprenpolymerisate ti. dgl. Die genannten Produkte und insbesondere des Polyvinylchlorid selbst neigen sowohl zu einer unerwünschten Verfärbung als auch zur Abspaltung von Salzsäure. Diese Nachteile treten im allgemeinen um so stärker in Erscheinung, je höher idie Verarbeitungstemperatur ist und je länger die thermische Beanspruchung dauert. Man hat bereits Verbindungen mit Äthylenoxydgruppen sowie alkalisch reagierende Zusatzst#ff# wie Soda als Stabilisatoren fürderartige Produkte vorgeschlagen. Die stabilisierende Wirkung dieser Zusatzstoffe erschöpft sich jedoch in einem Abfangen von abgespaltener Salzsäure. Ihre stabilisierende Wirkung geht dagegen. nicht in der Richtung, daß die Abspaltung von Salzsäure verzögert wird, außerdem können sie eine Verfärbung der betreffenden Materialien nicht in genügendem Maße verzögern bzw. verhindern. Es bestellen daher erhebliche Schwierigkeiten, die halogenhaltigen hochmolekularen Stoffe der oben definierten Art für alle solche Verarbeitungsverfahren und Anwendungsgebiete einzusetzen, bei denen eine länger; dauernde Beanspruchung bei höheren Temperaturen in Frage kommt. Insbeson-,dere ist in diesem Zusammenhang das Spritzgußverfahren zu erwähnen, bei dem besonders hohe TemperatuAeanspruchungen erforderlich sind. Ferner seien solche Verarbeitungsmethoden erwähnt, bei denen eine besonders lange Einwirkung höherer Temperaturen unvermeidlich ist, beispielsweise die Herstellung von Kabelmassendurch Umspritzen; in diesem Fall tritt die lange Temperaturbeanspruchung insbesondere dadurch ein, daß erhebliche Mengen an Materialabfall entstehen, die wieder aufgearbeitet werden, müssen. Schwierigkeiten dergenannten Art bestehen insbesondere bei Polyvinylchlorid selbst. Dieses Material erfordert, falls keine Weichmacher zugegen sind, z. B. eine Spritztemperatur vonetwa 2,oo'. Durch Zugabe von Weichmachern kann zwar die Spritztemperatur herabgedrückt werden, jedoch treten bei länger dauernder Einwirkung dieser Temperaturen die erwähnten Nachteile ebenfalls auf.
  • Es wurde nun gefunden, daß die genannten Schwierigkeiten leicht dadurch beseitigt werden können, wenn man die Verarbeitung der genannten Materialien in der Wärme und unter Druck in Gegenwart von geringen Mengen von Indol oder Derivaten desselben mit ankondensierten Ringen und/oder mit beliebigen aliphätischen und/oder aromatischen C-Substituenten durchführt. Geeignete Mittel dieser Art sind neben,dern Indol selbst beispielsweise a-Alkyl- oder a-Arylsubstitutio-nsprodukte desselben sowie Naphthindole und Verbindungen vom Typ -des Tetrahydrocarbazols, Letztere fallen insofern unter die vorstehende Definition, als man sie als Indole mit zwei (zu einer Kette geschlossenen) aliphatischen Substituenten auffassen kann. Die Zusatzstoffe der genannten Art wirken bereits in außerordentlich geringen Mengen von beispielsweise o,i bis 5 %. Esempfiehlt sich, die genannten Hilfsmittel den halogenhaltigen Verbindun-gen in einem möglichst frühen Zeitpunkt der Verarbeitung einzuverleiben, beispielsweise auf einer Mischapparatur, gegebenenfalls zusammen mit den sonst noch einzuverleibenden Füllstoffen, Weichmachern u. dgl. Beispiel i ioo Gewichtsteile Polyvinylchlorid werden unter Zusatz von i Gewichtsteil a-Methylindol während kurzer Zeit in einer Kugelmühle behandelt. Die Weiterverarbeitung dieses Gemisches erfolgt auf einer MischwalzQ bei Temperaturen von i6o bis ii8,o' zwecks Plastifizierung. Das so erhaltene Walzfell wird nunmehr auf einer Druckpresse bei Temperaturen von 117o bis iSo' verpreßt. Die Preßlinge sind durch eine sehr helle Eigenfarbe und durch gute Transparenz sowie dadurch ausgezeichnet, .daß auch bei'Anwendting längerer Preßzeiten nur eine geringe Verfärbung derselben eintritt. Beispiel 2 go Gewichtsteile Polyvinylchlorid werden unter Zusatz von io Gewichtsteilen Trikresylphosphat und i Gewichtsteil 2-Phenylindol kurze Zeit in einer Mischapparatur behandelt. Anschließend wird das Ganze auf einer Mischwalze bei 16o bis i,7o' zu einem Walzfell weiter verarbeitet. Das Walzfell wird in einem Brecher auf eine für den Spritzguß geeignete Korngröße zerkleinert. Bei der Verarbeitung dieserMasse auf einerSpritzgußmaschine oder bei Wrwendung dieser Masse zum Umspritzen von Kabeln erhält man ein sehr hellfarbiges Endprodukt. Beispiel 3, ioo Gewichtsteile Polyvinylchlorid werden unter Zusatz von i Gewichtsteil :z-Ph#enyl-a-napht#hindol während kurzer Zeit in einer Mischapparatur behandelt und anschließend auf einer Mischwalze bei 1:7o bis i8,o,' zu Folien verarbeitet. Die hell-farbigen bzw. farblosen Folien werden bei etwa 170 bis 1851 zu Platten kaschiert.
  • Die auf diese Weise hergestellten Platten zeichnen sich durch eine sehr helle Eigenfarbe sowie durch gute Transparenz aus. Beispiel 4 iooGewichtsteile eines Mischpolymerisates aus 8o Gewichtsteilen Polyvinylchlorid und :2o #Gewichtsteilen Polyacrylsäuremethylester werden mit o,5 Gewichtsteilen Tetrahydrocarbazol während kurzer Zeit in einer Mischapparatur behandelt. Die Weiterverarbeitung zu Folien erfolgt bei etwa #ioo bis iiol auf einer Mischwalze. Die praktisch farblosen Folien werden bei 15o bis 16o' zu Platten verpreßt. Die Preßlinge sind durch eine sehr helle Eigenfarbe sowie durch gute Transparenz ausgezeichnet. Beispiel 5 ioo Gewichtsteile Polyvinylchlorid werden unter Zusatz von i Gewichtsteil 2-Naphthylindol innig gemischt. Das Ganze wird nach einigem Stehen auf einer Mischwalze bei Temperaturen von 175 bis 185" plastifiziert und zu einem Walzfell verarbeitet. Das Walzfell wird nach dem Erkalten in einem Brecher auf die für Spritzmassen übliche Korngröße zerkleinert. Bei der Verarbeitung dieser Masse nach dem Spritzgußverfahren resultieren hellfarbige Spritzlinge von ggtem Aussehen und guter Temperaturbeständigkeit. -

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von geformten Massen aus hochmolekularen halogenhaltigen Produkten durch Verarbeitung in der Wärme -und unter Druck, dadurch gekennzeichnet, #daß in Gegenwart von geringen Mengen Indol oder Derivateri desselben mit ankondensierten Ringen und/oder mit beliebigen aliphatischen und/oder aromatischen C-Substituenten gearbeitet wird.
DEF2724D 1942-08-25 1942-08-26 Verfahren zur Herstellung geformter Massen Expired DE862512C (de)

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