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Schaltungsanordnung zur Beeinflussung der Resonanzfrequenz eines Schwingungskreises
Die Erfindung betri:fft in erster Linie die schaltungsmäßige Ausgestaltung der Steuersenderstufen
von Sendern, die frequenzmodulierte '\Nlellen ausstrahlen. Es ist bekannt, daß der
Anschluß eines Reaktanzrohres an, einen Schwingungskreis eine Dämpfung des Schwingungskreises
bedingt. Diese Dämpfting kann allein infolge des durch die Entladungsstrecke des
Reaktanzrohres bedingten hochfrequenten Wirkstromes gegeben sein. Bei der Verwendung
einer Schirmgitterröhreals Reaktanzröhre ist jedoch infolge des hohen inneren Widerstandes
Jieses Röhrentyps die Dämpfung sehr klein. And#ers verhält es sieh jedoch mit der
Dämpfung des Schwingungskreises, die infolge entsprechender, ü,ber ein Gitter b,-wirkter
hochf requenter Steuerung des Anodenstromflusses vorhanden ist. Bekanntlich erhält
die Entladungsstrecke einer Reaktanzröhre dadurcheinenblindwiderstandsähnlichenCharakter,
daß der "#,nodien,-#;,tr-omfl#uß durch eine Gitterspannung gesteuert wird, die gegenüber
der Schwingkreiskleininenspannung um einen bestimmten, Winkel, vorzugsweise go',
phasenverschoben ist. Ist die Phasenverschiebung nicht genau gleich go', so fließt
auch ein hochfrequenter Wirkstrom infolge
der Steuerung des Anodenstroniflus-ses
durch die Röhre, der eine-positive oder'negative Dämpfung des angeschlossenen Schwingungskreises
zur Folge .hat. Letzteres ist in besonders starkern Maße vorh,anden, wenn absichtlich
eine Phasenv#rschiebun#g der Reaktanzrohrgittersteuerspannung angestrebt 'wird-,
die merklich von go' abweicht, vorzugsweise 45' beträgt. Einie solche Schaltung
wird angewendet, um bei über einen größeren, Abstimmbereich veränderbaren Schwingungskreisen
einen jeweils konstanten Frequenzhub zu erhalt-en; denn die Gliedier der Potentiorneteranordnung,
über die das Reaktanzrohrsteuergitter aneinHochfrequenzpotential des Schwiiiigungskreis,es
bzw. an, Kathodenpotential gelegt ist, weisen in einem solchen, Falle eine praktIsch
frequenzunab'hängige Spannungsteilung für die Blindkomponente der Gittersteuerspaninung
auf; eine solche Potentiorneteranordnung leitet also von der Wechselspannung des
Schwingungskreises eine am Steuergitter der Reaktanzröhre. wirksam werdende Blindkomponente
ab, deren Größe- frequenzunabhängig proportional ist - der Hochfrequenzspannung
an dem Punkt des Schwingungskreises, an den die Potentiometeranordnung angeschlossen
ist. Für die in den, meisten Fällen erwünschte Kon--stanz des- Frequenzhubes ist
bei einer Reihe von Reaktanzrohrschaltungen (Variometerabstimmung) Bedingung, idaß
die erwähnte Blindkomponente, der Steuergitterspannung am Reaktanzrohr über den-Abstimmbereich
des zu beeinflussenden, Schwingungskreises hin von gleichbleibender Größe ist; .demnach,
muß bei diesen Schaltungen die Potentiometeranordnun.g an einen solchen Punkt des
Schwingungskreises angeschlossen werden, dessen Wechselspannung über den, Abstimmbereich
hin konstant ist; bei anderen Schaltungen (Kondensatorabstimmung) muß sich( die
Wechselspannung des# Punktes, an dem die Potentiometeranordnung an den Schwingungskreis
angeschlossen ist, zur Gewährleistung einer Frequenzhubkonistanz mit der Abstimmung
nach einer gewissen Gesetzmäßigkeit ändern-.
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In -derartigen, Fällen ist also zwangsläufig eine erhebliche positive
oder negative Dämpfling des Schwingungskreises durch das Reaktanzrohr in Kauf zu
nehmen. Dieser Umstand, ist aber im Regelfalle durchaus unerwünscht, da er eine
nachteilige Schwächung bzw. ungünstige Unstahilität -
,der Schaltungsanordnung
zur Folge hat, vor allen Dingen aber auch bei der Durchführung einer Frequenzmodul-ation
eine störende Amplitudenmodulation hervorruft.
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Gemäß der Erfindun,- wird ein solcher in einer Schaltungsanordnung
zur Beeinflumung der Resonanzfrequenz eines Schwingungskreises mittels eines Reaktanzrohres
enthaltene Übelstand dIadurch beseitigt, daß in, einfacher Weise der erwähnte Dämpfungseffekt
kompensiert wird, und zwar wird die an sich infolge entsprechender, über ein Gitter
bewirkter hochfrequenter Steuerung des Anodenstromflusse-s der Reiaktan7röhre vorhandene
positive oder negative Dämpfung des Schwingungskreises durch einen solchenAnis-,hluß
derEntladungsstrecke des Reaktanizrohres an den Schwingungskreis ausgeglichen, daß
die sich infolge der Anodenrückwirkung ergebende Steuerung des Anodenstromflusses
die die Dämpfung verursachende Komponente der hochfrequenten- Gittersteuerspannung
aufhebt. Diese Betrachtungsweise setzt, wie bereits dargelegt, voraus, daß die infolge
der über ein Gitter bewirkten hochfre-quenten Steuerung des Anodenstromflusses desReaktanz-rohres
vorhandene, Dämpfung der primäre Sachverhalt ist. Es kann selbstverständlich auch
sein, daß sie infolge des allein durdh die Entladungsstrecke der Reaktanzröhre bedingten
hochfrequenten Wirkstr=es an sich gegebene Dämpfung des Schwingungskreises die vorgegebene
und zu kompensierende Erscheinung ist. In diesem F-alle muß die Größe und
-die Phasenlage der Gittersteuerspannung des Reaktanzrohres im ausgleichenden Sinne
gewählt werden. Wie bereits erwähnt, gewinnt der Erfindungsgegenstand besondere
Bedeutung für den schaltungsmäßigen, Aufbau, von Steuersendersttifen solcher Sender,
clie über einen größeren, Wellenbereich hin abstimmbar sind. In solchen, Fällen
werden die Glieder der Potentiometeranordnung, die von der Hochf requenzspannung
des Steuersenderkreises eine Bliindkomponente an dias Gitter der Reaktan#zröhre
ableiten, iso ausgebildet, daß die Größe !dieser Blindkomponente über den A.bstimmbere-ich
des Schwingungskreises hin proportional dem Wechselspannungsbetrag an dem Punkt
des Schwingungskreises ist, an dem die Potentiorneteranordhung an letzteren angeschlossen
ist; hierbei muß eine Wirkkomponente der Spannung am Reaktanzrohrsteuergitter inKauf
genommen werden.Urn unter solchen Voraussetzungen, eine ausreichende Kompensation
der Dämpfungserscheinung zu gewinnen, wird gemäß einem Teil der Erfindung als- Reaktanzröhre
eine solche Röhre in einer solchen Schaltung verwendet, daß der Anodenstrorn durch,
zwei Elektroden, gesteuert wird; das ist- z. B. der Fall bei einer Triode, die #bekanntl#ich
einen verhältnismäßig großen Anodendurchgriff aufweist.
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Ist der Schwingungkreis durch eine veränderbare Selb,stinduktanz abstimmbar,
so ergibt sich zwangsläufig, daß die Kompensation der positiven oder neggativen,Dämpfungserscheinung,
die durch die Reaktanzröhre bedingt ist, nur für eine der Bereichsfrequenzen des
Schwingungskreises möglich ist. Dieser Umstand läßt sich in vorteilhafter Weise
durch eine solche Wahl der Verhältnisse ausnutzen, daß die Kompensation 'bei einer
mittleren, Frequenz des Abstimmbereiches des Schwingungskreises eine vollständige
ist -und daß bei den Resonanzfrequenzen des Schwingungskreises, bei denen, der Schwingungskreis,
unter Voraussetzung jeweils gleicher Klemmenspannung, eine größere Blindleistung
aufnimmt und des-,vegen eine größere Verlustleistung aufbringen muß, eine entdämpfende
Wirkung durch das Reaktanzrohr herbeigeführt wird, und umgekehrt.
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Durch das schematische Schaltbild sei ein AusführungsbeispieldesErfindungsgegelistandes
veran-. schaulicht. Der in seiner Resonanzfrequenz zu beeinflussende
Schwingungskreis
besteht aus der veränderbaren Selbstinduktanz i und den. in Reihe liegenden Kondensatoren-:2
und 3 mit festem Kapazitätswert.
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Die Entladungsstrecke der Reaktanzröhre 4 liegt parallel zum Kondensator
2. Erfindungsgemäß ist als Reaktanzrohr eine Triode verwendet, die durch Zusammenschluß
der Anode und des Schirmgitters einer Pentode gewonnen ist. Ohne Beeinträchtigung
des Prinzips der Schaltung könnte eine Abwandlung desselben darin bestehen"daß das
Sch-irmgitter an einen Schaltungspunkt des Schwingungskreises angeschlossen wird,
ander ein geringeres Wechselpotential als an der Anode der Reaktanzröhre vorhranden
ist. Auf diese Weisic kann gewissermaßen ein gewünschter Betrag der Anoden#rückwirkung
g gewonnen I wer den. An den SchaltungsPunkt 5 des Schwingungskreises ist
das Steuergitter der Reaktan-zröhre über das phasenschiebende Potentionieter
6, 7 angesichlossen. Die Klemmen 9 dienen dem Anschluß der Modulationsspannungsquelle,
die durch den, Kondensator io überbrückt ist. Zuir Erzielung einer Frequenzhubkonstanz
sind die Ankopplungsglieder 6, 7 so gewählt, daß sich infolge der gegebenen(
Steuergitterkathodenkapazität 8 eine Steuerspannung ergibt, die gegenüber
der Klemmspannung des Schwingungskreises um nur etwa 45' phasenverschoben ist. Dadurch
ist die effektive Größe der Steuergitterspannung in erster Annäherung frequenzunabhängig
und damit auch der durch die Entl-adungsstrecke der Röhre 4 fließende Hochfrequenzstrom
über den Abstimmbereich des Schwingungskreises nahezu gleich groß, was eine ausreichende
Konstanz des Frequenzhubes gewährleistet. Die Dämpfung des Schwingungskreises infolge
des hochfrequenten, Wirkstromflusses durch die Entladungsstreckee! der Röhre 4 wird
erfindungsgemäß dadurch in ihrer Wirkung aufgehoben, daß die Anode der Triode mit
dem oberen Ende der Selbstinduktanz i verbunden ist, das ein Hochfrequenizpotential
führt,dessen Phasenlage, auf Kathode bezogen, sich gegenüber derjenigen des Potentials
des. Schaltungspunktes 5 und somit auch gegen die Stenergitterspannung um
18o' unterscheidet. Die Verhältnisse sind nun gemäß den eingangsdargelegtenZusammenhängen
so gewählt,daß sich die Hochfrequenzspannungder Anodeund die Wirkkomponente der
Steuergitterspannung in bezug auf den Anodenstrornfluß aufheben, so daß damit die
dämpfende bzw. entdämpfende Wirkung des Reaktanzrohres in bezug auf den Schwingungskreis
ausgeglichen wird.