DE863476C - Verfahren zur Fabrikation von keramischen Produkten - Google Patents

Verfahren zur Fabrikation von keramischen Produkten

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DE863476C
DE863476C DEG2830D DEG0002830D DE863476C DE 863476 C DE863476 C DE 863476C DE G2830 D DEG2830 D DE G2830D DE G0002830 D DEG0002830 D DE G0002830D DE 863476 C DE863476 C DE 863476C
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DE
Germany
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sand
glass
sands
ceramic products
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DEG2830D
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English (en)
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Fernand Parentani
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Glaceries de la Sambre SA
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Glaceries de la Sambre SA
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B33/13Compounding ingredients
    • C04B33/1315Non-ceramic binders
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B33/00Clay-wares
    • C04B33/02Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B33/13Compounding ingredients

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Fabrikation von keramischen Produkten Es ist bekannt, daß die keramischen Produkte, mit Ausnahme der feuerfesten Keramik, komplexe Silicate des Aluminiums und der Soda oder der Pottasche sind. Sie werden erhalten durch Brennen eines Gemisches, das im großen ganzen aus Ton, Sand und Feldspat besteht. Der Anteil jedes dieser Elemente ist veränderlich mit Rücksicht auf das Produkt, das man erhalten will, den Grad des Brennens und die Art der chemischen Zusammensetzung der verwendetenAusgangsstoffe. Der Sand und der Feldspat müssen vor dem Vermischen mit dem Ton einen langwierigen und kostspieligen Brechvorgang durchmachen.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, keramische Produkte unter Zugrundelegung eines entsprechenden Gemisches herzustellen, bei dem der Feldspat durch Glas ersetzt wird. Bei diesem Verfahren müssen der Sand und das Glas ebenfalls einen langwierigen und kostspieligen Brechvorgang durchmachen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von keramischen Produkten, das nicht nur die oben. .gerügten Unzuträglichkeiten .beseitigt, sondern auch dazu dient, die Spiegelgrashütten von ungeheuren Mengen von Absanden zu befreien, die von dem Schleifen des Spiegelglases herrühren und die man bisher jedes Jahr auf die Halde bringen mußte, wodurch der Gestehungspreis der Gläser infolge der wachsenden Entfernung der Halden mehr und mehr belastet wurde. Bei dem Verfahren zur Fabrikation von keramischen Produkten gemäß der Erfindung verwen= det man als zu brennendes Gemisch ein solches, das im wesentlichen Ton und die Absande der Glasschleifereien enthält.
  • Die zu verwendenden Absande können von einer Halde - abgehofmen werden, wo sie im Gemisch mit-anderen Rückstandsstoffen abgelagert wurden. In diesem Fall ist es offenbar nötig, sie von den darin enthaltenen Verunreinigungen zu befreien, je nachdem diese Verunreinigungen die Güte des zu fabrizierenden keramischen Produkts zu beeinträchtigen geeignet sind.
  • Anderseits hat man festgestellt, daß der Anteil an Glas in diesen Absanden von verschiedenen Stellen einer und derselben Halde sehr verschieden ist und daß im Durchschnitt die von alten Halden herrührenden Sande weniger reich an Glas sind als die von im Betrieb befindlichen Halden genommenen. Das erklärt sich nicht sowohl aus einer Veränderung der Zusammensetzung einer gegebenen Halde mit dem Jahr der Ablage als auch vielmehr durch die verschiedenen Zusammensetzungen der Absände je nach den Zeiträumen, in denen sie niedergelegt worden sind, und zwar infolge der in der Zwischenzeit vorgenommenen Vervollkommnungen der Technik der Herstellung und des Schleifens von Spiegelglas.
  • Es ist deshalb ebenfalls notwendig, solche -Absande zu benutzen, die die für die Herstellung bestimmter Produkte erforderliche Glasmenge ent-.halten. Grundsätzlich kann der gewünschte Glasgehalt gegebenenfalls dadurch erzielt werden, daß man die Absande mit verschiedenem Glasgehalt verwendet, Um die von einer Halde entnommenen Absande von gewöhnlichem Ton und von dem Lehm zu befreien, die sie enthalten, genügt es, sie in einem Wasserstrom in Suspension zu bringen. Der Sand setzt sich rasch genug ab, während der Ton und der Lehm in Suspension bleiben und durch den Wasserstrom abgeführt werden.
  • Um diese Sande von dem Gips zu befreien, der zum Festkitten der Spiegelglasscheiben auf der' Tischen gedient hat und der sich fast in seiner Gesamtheit in Stücken findet, die größer sind als die der zu behandelnden Sande, genügt es, sie abzusieben.
  • Um die Absande von dem Gußeisenstaub zu befreien,- der von der Abnutzung der Schleifeisen herrühri, genügt es, sie der Einwirkung eines Elektromagneten auszusetzen. Im Grundsatz kann idiesier Vorgang vor oder nach dem Waschen und Sieben der Sande erfolgen; es ist aber immerhin vorteilhafter, bereits gewaschene und gegebenenfalls gesiebte Sande der Einwirkung der Elektromagnete auszusetzen, weil -die zu behandelnde Masse geringer ist infolge der vorherigen Ausscheidung von Tön und gegebenenfalls von Gips.
  • ' Falls man- keramische Produkte von reinem Weiß, beispielisweise Fayence oder Porzellan, erhalten will; ist- es nötig, so gut wie möglich die Eisen enthaltenden Verbindungen, wie Gußeisen oder Eisenoxyd, zu entfernen, die von der Oxydation von Gußeisenabfällen im Laufe der Jahre herrühren. In diesem Fall behandelt man vorteilhafterweise die Absande, die vorzugsweise vorher durch elektromagnete Einwirkung gereinigt sein sollen, mittels einer Säure, die ein lösliches Eisensalz bildet: Man kann zu diesem Zweck beispielsweise etwa Salzsäure, Schwefelsäure oder Oxalsäure benutzen. ;Nachfolgend scheidet man durch Auswaschen das gebildete Eisensalz aus. Im Laufe der mit den Sanden einer gegebenen Halde gemachten Erfahrungen konnte man das gesamte Eisen und das gesamte Gußeisen ebenso wie einen wesentlichen Teil des Eisenoxyds entfernen, indem man 70 kg handelsüblicher Salzsäure (mit 2,o° Be) je Tonne Absand verwendete. Die zu verwendende Säuremenge ist offenbar proportional dem Gehalt an Eisen.
  • Die Säurebehandlung kann in der Kälte vor sich gehen, jedoch verläuft die Behandlung in der Hitze rascher.
  • Um der 'Unregelmäßigkeit in der Verteilung des Glasgehaltes in den einer gewissen Lagerstelle entnommenen Absanden leicht abzuhelfen, klassiert man gemäß der Erfindung die Sande nach ihrem Feinheitsgrad in verschiedene - Kategorien, denen bestimmte Gehalte an Glas entsprechen, und verwendet die dem gewünschten Glasgehalt entsprechende Kategorie oder ein Gemisch von mehreren Kategorien, das den gewünschten Glasgehalt ergibt.
  • Die große Vereinfachung der Wahl der- Sande, die für die Herstellung ganz bestimmter keramischer Produkte geeignet sind, beruht auf der Feststellung, daß für eine gegebene Lagerstelle jedem Feinheitsgnud des Sandes ein konstanter Gehalt an Glas, also Alkali, entspricht. Man hat gleichzeitig festgestellt, daß der Gehalt an Glas mit der Feinheit des Sandes zunimmt.
  • Für die Sande @derselben Lagerstelle, wieder oben in Verbindung mit der Salzsäurebehandlung bereits erwähnten, wurden beispielsweise die folgenden Gehalte festgestellt:
    Für Sande von weniger als 50,u: 1,66 Nag O,
    4o /i : :2,88 Nag O,
    z5 ,'c : 3,75 Na20,
    5,u:4,IONa20.
    In der Praxis kann man die Klassierung so bewirken, daß die Gehalte an Glas und demgemäß an Na20 jeder Kategorie genau den Gehalten entspricht, die für die Fabrikation von bestimmten keramischen Produkten erforderlich sind.
  • Die Klassierung der Sande in Funktion ihrer Feinheit kann im Grundsatz in beliebiger Weise erfolgen. Es ist jedoch vorteilhaft, die Sande - in Suspension in einem Wasserstrom zu bringen, der nacheinander über eine Anzahl von Becken strömt, die mit einer Auslaßöff-nung für die Feststoffe versehen sind, die, sich von dem Wasser trennend, absinken. Die Sand- und Glaskörner setzen -sich mit abnehmender -Dicke in 'den immer weiter von der Stromduelle entfernten Becken-ab. Man kann die Klassierung leicht beeinflussen, indem man die Strömungsgeschwindigkeit des `'Wassers und die Menge des Sandes verändert, die je Volumeneinheit Wasser in Suspension gebracht wird. Eine Klassierung dieser Art ist übrigens entsprechend derjenigen, die in den Glashütten zur Wiederklassierung von Sanden benutzt wird, die bereits zum Verschwächen des zu schleifenden Spiegelglases gedient haben, um die Kategorie zu erhalten, deren Feinheit einer feineren Arbeit entspricht.
  • Die Klassierung durch trockenes Sieben ermöglicht nicht mit der gleichen Leichtigkeit so zahlreiche Kategorien mit wohl bemessenen Gehalten an ha, O zu erhalten.
  • Der Vorgang der Fabrikation von keramischen Produkten gemäß der Erfindung kann erheblich vereinfacht werden in dem Fall, wo im Augenblick des Schleifens Vorsorge dafür getroffen wird"daß die Absande unmittelbar für die Herstellung von keramischen Produkten verwendet werden. In diesem Fall kann die Spiegelglashütte, statt die von dem Waschen des frischen für das Schleifen der Glasscheiben zu verwendenden Sandes herrührenden Wässer auf dieselbe Lagerstelle zu führen wie die Absande, diese Wässer unmittelbar an einen anderen Ort bringen, als die mit dem Absande beladenen Wässer- Desgleichen kann die Spiegelglashütte die Lehm führenden Abwässer vom Waschen der geschliffenen Gläser nach einem anderen Ort bringen als die Lagerstelle der Absan,de. Diese brauchen dann nicht mehr in Suspension gebracht zu werden, um sie von gewöhnlichem Ton und Lehm zu befreien, wie dies dr Fall ist, wenn man -,i.e auf die bestehenden Lagerstellen bringt.
  • Die Spiegelglashütte kann desgleichen für gesonderte Entleerung der `Fässer sorgen, die mit Absanden von verschiedenen Feinheitsgraden beladen sind, so wie sie für den Schleifvorgang benutzt «-erden, weil diese Sande bereits notwendigerweise mit der größten Sorgfalt-klassiert werden mußten.
  • Wenn man nun diese nach ihrer Feinheit klassierten Absande mit einem geeigneten Ton vermischt, kann man die Massen erhalten, die erforderlich sind für die Fabrikation der ganzen Reihe von keramischen Produkten, von den Bodenfliesen und den Verblendsteinen (Produkte, die Unreinheiten enthalten und. gefärbt sein können) bis zum Porzellan (ein Feinprodukt von reinem Weiß).
  • Von derartigen Produkten sind anzuführen sog. Saargemünder Bodenfliesen, feine keramische Bodenplatten, Vitreouschina, säurefeste Fliesen, Glasursteine, Platten für sanitäre Zwecke, Fayence und Porzellan. Es ist einleuchtend, daß man, wenn man keramische Produkte von geringerer Feinheit herstellen will, beispielsweise Bodenfliesen, es nicht unbedingt notwendig ist, die Sande der ganzen Reihe von Behandlungsstufen zu unterwerfen, von denen weiter oben .die Rede war.
  • Die brennfähige Masse zur Fabrikation von keramischen Produkten nach dem Verfahren gemäß der Erfindung kann einen Anteil an Absanden enthalten, der im Mittel ungefähr 6o% beträgt. Im folgenden werden beispielsweise einige Zusammensetzungen angegeben, die zur Fabrikation von bestimmten keramischen Produkten geeignet sind: Bodenfliesen: 6o% Absande von mindestens 60 ,ls, nur gewaschen, -I- .lo % Ton von 25 % Al.., O;1 ; die Porigkeit dieser Platten beträgt 5 %, die Brenntemperatur 128o° C.
  • Feine keramische Fliesen: 6o% Absande von mindestens 6o it, gewaschen und mit dem Elektromagneten behandelt, -f- q:o% Westerwaldton; die Porigkeit dieser Fliesen beträgt i % und ihre Brenntemperatur 128o° C.
  • Weiße Fayence: 6o% Absande von mindestens 6o,u, gewaschen, mit dem Elektromagneten und mit Salzsäure behandelt, + 251/o Ton (argile de Provins) -f- 15% Kaolin; die Porigkeit dieser Fayence beträgt 12,5o %, die Brenntemperatur 1280' C.
  • Porzellan: 6o 1/o Absande von mindestens 5o/1, gewaschen, mit dem Elektromagneten und mit Salzsäure behandelt, + 25% Ton (argile de Prov ins) + i 5 % Kaolin; die Porigkeit dieses Porzellans beträgt o%, die Brenntemperatur 128o.° C.
  • Die angegebenen Verhältnisse sind nach der Zusammensetzung der verwendeten Tone veränderlich.
  • In manchen Fällen kann man bis zu 8o% Absande verwenden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren: zur Fabrikation von keramischen Produkten, wobei ein Gemenge von Ton, Sand und Glas gebrannt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als zu brennendes Gemisch ein solches dient, das in der Hauptsache Ton und vom Schleifen des Spiegelglases herrührende AUsande enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Glasschleifabsanden mit lehmigen Bestandteilen, die z. B. der Halde entnommen wurden, eine Reinigung durch Waschen und Sieben vorgenommen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, gekennzeichnet durch die Verwendung von Absanden, die zwecks Befreiung von Gußeisenabfällen der Einwirkung eines Elektromagneten unterworfen wurden. d..
  4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Absande der Einwirkung eines EI1ttromagneten aussetzt, nachdem sie :gewaschen unid gesiebt wurden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i bis d, dadurch gekennzeichnet, daß man die Absande mit einer Säure behandelt, die mit den Eisenabfällen und dem größten Teil des in ihnen enthaltenen Eisenoxydes lösliche Eisensalze bilden, die dann ausgewaschen werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die Absande nach ihrer Feinheit in verschiedene Kategorien klassiert, denen jeweils ein bestimmter Gehalt an Glas entspricht, und daß man dann die dem gewünschten Gehalt entsprechende Kategorien oder ein entsprechendes Gemisch verschiedener Kategorien verwendet.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet; daß man die Absande in Kategorien klassiert, deren Feinheit genau dem jeweils zur Herstellung von bestimmten keramischen Produkten erforderlichen Glasgehalt entspricht.
DEG2830D 1944-03-24 1944-06-29 Verfahren zur Fabrikation von keramischen Produkten Expired DE863476C (de)

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