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Verfahren zur Herstellung von chromierbaren Monoazofarbstoffen Das
vorliegende Verfahren betrifft die Herstellung von chromierbaren Monoazofarbstoffen,
die sich besonders durch günstiges Verhalten beim Färben von Wolle nach der Einbadchromiermethode
auszeichnen und dabei echte, rote Färbungen ergeben.
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Die Einbadchromiermethode ist in der Wollechtfärberei sehr beliebt
wegen der im Vergleich mit der Nachchromiermethode einfachen Arbeitsweise und besonders
auch wegen der Möglichkeit zur direkten Beurteilung des entwickelten Farbtons auf
dem Färbegut, was dem Färber das Nuancieren sehr erleichtert. Farbstoffe, die zum
Färben von Wolle im Einbadchromierverfahren in einer Ammonsalze, wie Ammoniumsulfat,
und chromsaure Alkalisalze, wie Natriumchromat, enthaltenden Färbeflotte geeignet
sind, werden auch darum sehr gesucht, weil die wenigsten Nachchromierfarbstoffe
auch die Bedingungen für die Eignung im Einbadchromierprozeß erfüllen. Ein Einbadchromierfarbstoff
muB genügend wasserlöslich sein, um durch die Entwicklungssalze des Färbebades nicht
ausgefällt zu werden; er darf die chromsauren Salze nicht reduzieren und soll in
der Färbeflotte keine komplexen Chromverbindungen bilden, die entweder unlöslich
ausfallen können oder nicht auf die Fasern aufziehen; ferner muB er schon in neutralem
bis schwachsaurem Bade eine sehr gute Affinität zur Wolle besitzen, um unter möglichst
vollständiger Erschöpfung des Bades möglichst volle Farbtöne zu entwickeln. Bestes
Kriterium für die Eignung als Einbadchromierfarbstoff ist darum die vollständige
Erschöpfung der
ohne Säurezusatz bereiteten Färbeflotte innerhalb
der üblichen Färbezeit und die Entwicklung voller, die nachchromierte Färbung in
der Farbtiefe erreichender Farbtöne. Die erfindungsgemäßen Monoazofarbstoffe erfüllen
die Bedingungen für Einbadchromierfarbstoffe in sehr vollkommener Weise und liefern
in der üblichen Färbezeit unter vollständiger Erschöpfung der Färbebäder sehr schöne.,
volle und echte Wollfärbungen.
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Man erhält die erfindungsgemäßen Farbstoffe durch Kupplung von diazotierten
6-Nitro-4-alkyl- . bzw. -4-cycloalkyl-2-aminophenolen, welche einen äliphatischen
oder alicyclischen Kohlenwasserstoffrest von 5 bis 8 Kohlenstoffatomen in q.-Stellung
der Diazokomponente besitzen, mit i-(3'-Chlorphenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäuren,
1-(3', 4.'-Dichlorphenyl)-5-pyrazolon-3-cärbonsäure oder 1-(3', 6'-Dichlorphenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure
bzw. ihren Alkalisalzen als Azokomponente nach üblichen Methoden, zweckmäßig in
neutralem bis schwach alkalischem, wäßrigem Medium in Form ihrer dunkel gefärbten
Alkalisalze. Diese können entweder direkt oder zweckmäßiger nach Vermischen mit
Puffersalzen, wie Natriumpyrophosphat, oder anderen dispergierend wirkenden Substanzen
zum Färben von Wolle nach dem Einbadchromierverfahren mit sehr gutem Erfolg verwendet
werden.
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Die erfindungsgemäßen neuen Farbstoffe übertreffen die bekannten ähnlichen
Farbstoffe mit Sulfonsäuregruppen oder 2 Carboxylgruppen enthaltenden Azokomponenten
in ihrer Eignung im Einbadchromier-, verfahren.
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Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Die Teile
bedeuten, sofern nichts anderes vermerkt, Gewichtsteile. Gewichtsteile stehen zu
Volumteilen im gleichen Verhältnis wie Kilogramm zu Liter. Beispiel 1 23,6 Teile
6-Nitrö-4-cyclohexyl-2-amino-i-oxybenzol werden mit 4,1 Teilen Natronlauge (iooo/oig)
in Zoo Teilen Wasser gelöst und zusammen mit einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit
in 35 Teilen Wasser in die Mischung von 25 Teilen konzentrierter Salzsäure und ioo
Teilen Wasser bei o bis 3° aufgetropft, wobei der Diazokörper in Form einer dicken,
grüngelben Suspension anfällt. Nach dem Verschwinden der Nitritreaktiön wird mit
etwas Natriumbicarbonat die Azidität der Diazosuspension auf kongoneutral abgestumpft,
worauf man eine Lösung von 24Teilen 1-(3'-Chlorphenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure
und 8,1 Teilen Natronlauge (iooo/oig) in Zoo Teilen Wasser zugibt. Darauf tropft
man innerhalb einer halben Stunde noch so viel konzentriertes wäßriges Ammoniak
zu, bis das Kupplungsgemisch schwach phenolphthaleinalkalische Reaktion aufweist,
und rührt bei einer langsam auf 20° ansteigenden Temperatur, bis die Kupplung beendet
ist. Der Farbstoff wird dann abfiltriert, mit 21/so/oiger Kochsalzlösung gewaschen
und getrocknet.
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Er stellt ein dunkles, schwarzviolettes Pulver dar, das sich in Wasser
nur wenig mit rotvioletter und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauroter Farbe
löst. Für die praktische Anwendung wird der Farbstoff dann zweckmäßig mit io % seines
Gewichtes an Natriumcarbonat und einem Dispergiermittel gut vermischt. Er färbt
Wolle aus saurem Bade in gelborangem Farbton, der beim Chromieren in ein blaustichiges
Rot übergeht. Nach dem Einbadchromierverfahren erhält man ohne oder mit nur geringem
Säurezusatz unter völliger Erschöpfung des Färbebades gleiche Färbungen. Sowohl
die nach dem Nachchromier- wie die nach dem Einbadchromierverfahren erhaltenen Färbungen
weisen sehr gute Naß- und Lichtechtheiten auf. Beispiel 2 22,¢ Teile 6-Nitro-q.-tert.-amyl-2-amino-i-oxybenzol
werden mit 4,1 Teilen Natronlauge (iooo/oig) in Zoo Teilen Wasser gelöst und zusammen
mit einer Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in 35 Teilen Wasser in eine
Lösung von 25 Teilen konzentrierter Salzsäure und ioo Teilen Wasser einlaufen gelassen,
wobei der gelbgefärbte Diazokörper als eine dicke Suspension anfällt. Durch Zugabe
von etwas N atriumbicarbonat wird nach beendeter Diazotierung die Azidität der Diazosuspension
bis kongoneutral abgestumpft, worauf eine Lösung von 24 Teilen i-(3'-Chlorphenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure
und 8,1 Teilen Natronlauge (iooo/oig) in Zoo Teilen Wasser zugegeben wird. Schließlich
stellt man das Kupplungsgemisch mit io Teilen konz. wäßrigem Ammoniak schwach phenolphthaleinalkahsch
und läßt die Temperatur langsam von 3 auf 2o° steigen. Nach beendeter Kupplung wird
der schwerlösliche Farbstoff direkt abfiltriert und mit 21/2 /oiger Kochsalzlösung
gewaschen und getrocknet. Darauf wird er vorteilhaft mit Natriumpyrophosphat und
einer dispergierend wirkenden Substanz verschnitten.
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Der Farbstoff stellt ein dunkelviolettes Pulver dar, das sich in Wasser
mit rotvioletter Farbe löst; die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist gelbstichig
rot. Er färbt Wolle aus saurem Bad mit braunstichiggelbem Farbton, der beim Nachchromieren
ein blaustichiges Rot ergibt.
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Der große Vorteil des Produktes besteht darin, daß es auch im Einbadchromierverfahren
unter vollständiger Erschöpfung des Färbebades mit geringem oder ohne Säurezusatz
die Wollfaser farbton- und stärkegleich wie nach der Nachchromiermethode färbt.
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Einen ganz ähnlichen Farbstoff erhält man, wenn man im obigen Beispiel
222,4 Teile 6-Nitro-q.-tert.-amyl-2-amino-i-oxybenzol durch 26,6 Teile 6-Nitro-q.-octyl-2-amino-i-oxybenzol
ersetzt.
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Beispiel 3 22,4 Teile 6-Nitro-2-amino-4-tert.-amyl-i-oxybenzol werden
mit 4,1 Teilen Natriumhydroxyd in Zoo Teilen Wasser gelöst und zusammen mit einer
Lösung von 6,9 Teilen Natriumnitrit in 35 Teilen Wasser in die Mischung von 25 Volumteilen
konzentrierter Salzsäure und iooTeilen Wasser bei einer 3° nicht übersteigenden
Temperatur eingetropft.
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Der Diazokörper bildet eine gelbgefärbte Suspension. Durch Zugabe
von etwas Natriumbicarbonat wird nach beendeter Diazotierung die Azidität der Diazosuspension
bis kongoneutral abgestumpft, worauf eine Lösung von 27,6 Teilen 1-(3', 4.'-Dichlorphenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure
und 8,1: Teilen Natriumhydroxyd in Zoo Teilen Wasser zugegeben wird.
Schließlich
wird das Reaktionsgemisch durch Zugabe von i5°/oiger Natriumcarbonatlösung schwach
phenolphthaleinalkalisch gestellt. Man rührt über Nacht und läßt nun die Temperatur
von 3 auf 20' steigen.. Der ausgeschiedene Farbstoff wird abfiltriert, mit 21/2"/oiger
Kochsalzlösung gewaschen un - getrocknet.
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Das Proäukt stellt ein schwarzviolettes Pulver dar, das sich in heißem
Wasser mit rotvioletter, in konzentrierter Schwefelsäure mit rotoranger Farbe löst.
Für den praktischen Gebrauch wird der Farbstoff zweckmäßigerweise mit etwas Natriumcarbonat
uni einem Dispergiermittel gut vermahlen. Der Farbstoff färbt Wolle aus saurem Bade
mit rotorangem Farbton, der beim Nachchromieren in ein blaustichiges Rot übergeht.
Nach dem Einbadchromierverfahren erhält man ohne oder mit nur geringem Säurezusatz
unter völliger Erschöpfung des Färbebades farbton- und stärkegleiche Färbungen,
die sehr gute Naß- und Lichtechtheiten- aufweisen.
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Einen ganz ähnlichen Farbstoff erhält man, wenn man im obigen Beispiel
22,4 Teile 6-Nitro-2-amino-4-tert.-amyl-i-oxybenzol durch die äquivalente Menge,
nämlich 26,6 Teile, 6-Nitro-2-amino-4-cyclohexyli-oxybenzol ersetzt.
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Beispiel 4 22,4 Teile 6-Nitro-2-amino-4-tert.-amyl-i-oxybenzöl werden
mit 4,1 Teilen Natriumhydroxyd in Zoo Teilen Wasser gelöst und zusammen mit einer
Lösung v @jn 6,9 Teilen Natriumnitrit in 35 Teilen Wasser in die Mischung von 25
Volumteilen konzentrierter Salzsäure und ioo Teilen Wasser bei einer Temperatur
von o bis 3' eingetropft.
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Nach beendeter Diazotierung wird die gelbe Suspension mit wenig Natriumbicarbonat
bis zur kongoneutralen Reaktion abgestumpft und dann eine Lösung von 27,6 Teilen
i-(3', 6'-Dichlorphenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure und 8,1 Teilen Natriumhydroxyd
in Zoo Teilen Wasser zugegeben. Schließlich wird das Reaktionsgemisch durch Zugabe
von i5 °/oiger Natriumcarbonatlösung schwach phenolphthaleinalkalisch gestellt.
Man rührt über Nacht bei einer auf 20' ansteigenlen Temperatur, filtriert dann den
Farbstoff ab, wäscht ihn mit 21/,°/oiger Kochsalzlösung und trocknet ihn.
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Der Farbstoff stellt ein dunkelbraunviolettes Pulver dar, das sich
in heißem Wasser mit rot-violetter, in konzentrierter Schwefelsäure mit bräunlichgelber
Farbe löst. Für den praktischen Gebrauch wird der Farbstoff zweckmäßigerweise mit
etwas Natriumcarbonat und einem Dispergiermittel gut vermahlen. Der Farbstoff färbt
Wolle aus saurem Bade mit rotorangem Farbton, der beim Nachchromieren in Blaurot
umschlägt. Nach dem Einbadchromierverfahren erhält man ohne oder mit nur geringem
Säurezusatz unter völliger Erschöpfung der Färbebä'er Farbton- und stärkegleiche
Färbungen von guten Naß- und Lichtechtheiten.
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Einen ganz ähnlichen Farbstoff erhält man, wenn man im obigen Beispiel
22,4 Teile 6-Nitro-2-amino-4-tert.-alnyl-i-oxybenzol durch die äquivalente Menge
von 26,6 Teilen 6-Nitro-2-amino-4-octyl-i-oxybenzol ersetzt.