DE864111C - Schaltungsanordnung zur selektriven UEbertragung von elektrischen Signalen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur selektriven UEbertragung von elektrischen SignalenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur selektiven Übertragung eines elektrischen
Signals ■ von einem Kanal unter einer Vielzahl individueller elektrischer Kanäle auf
einen gemeinsamen elektrischen Kanal und umgekehrt. Ihr liegt die Aufgabe zugrunde, die zyklische
Abtastung des elektrischen Zustandes von zu einer oder mehreren Gruppen zusammengefaßten Stromkreisen,
die zur Verbindung der individuellen Kanäle mit dem gemeinsamen Kanal dienen, mit Hilfe
statischer Schaltmittel zu ermöglichen. Diese Kanäle können die Gestalt von Übertragungsleitungen oder
von elektrischen Geräten irgendwelcher Art haben, unter denen eine Auswahl erfolgen soll, um z. B. ein
bestimmtes Signal zu übertragen oder einen bestimmten Steuervorgang auszulösen. Nach der
Erfindung wird durch einen Spannungsvergleich während der Abtastung der gewünschte Auswahl-,
Signalisierungs- oder Steuervorgang herbeigeführt, und zwar mit Hilfe einer einfachen und übersichtlichen
Schaltungsanordnung, die ohne mechanische Kontakte auskommt und erfindungsgemäß darin besteht, daß die individuellen Kanäle sämtlich
über einen gemeinsamen Punkt mit dem gemeinsamen Kanal verbunden sind und an bestimmte
Punkte in den Stromkreisen zwischen den individuellen Kanälen und dem gemeinsamen Punkt
Impulsstromquellen angeschaltet sind, die Impulsreinen gleicher Impulsfrequenz liefern, deren Einzelimpulse
kürzer sind als die Impulspausen und in den verschiedenen Impulsreihen unterschiedliche
Zeitlage besitzen, daß weiter diese Impulsstromquellen derart über individuelle Gleichrichter an die
genannten Stromkreise angeschaltet sind, daß der Gleichrichter für Impulse aus der ihm zugeordneten
Stromquelle sperrend wirkt, daß ferner eine An-
Ordnung zur selektiven Anschaltung einer Signalspannung
an die individuellen Kanäle vorgesehen ist, deren Betrag mindestens gleich dem der Impulsspannungen
ist, und daß in die genannten Stromkreise Widerstände derart eingeschaltet sind, daß
jeder etwa durch einen Gleichrichter fließende Strom auch den entsprechenden Widerstand durchfließt,
während jedoch ein Stromfluß zwischen den Stromkreisen durch Sperrschaltmittel verhindert ist.
ισ Gemäß der weiteren Erfindung kann jeweils eine
• Anzahl individueller Kanäle zu einer Gruppe zusammengefaßt werden, und die Verbindungsstromkreise
jeder Gruppe sind für sich an einem gemeinsamen Punkt zusammengeschaltet. Diese Punkte
über weitere Verbindungsstromkreise, die zur . Unterscheidung von den erstgenannten Stromkreisen
Gruppenkanäle genannt sein mögen, sind mit dem gemeinsamen Kanal über einen weiteren
gemeinsamen Punkt verbunden. An diese Gruppenkanäle werden dabei weitere Impulsstromquellen,
für jeden solchen Kanal eine, angeschaltet, und zwar über Gleichrichter, welche die gleiche Polung
besitzen wie die obengenannten Gleichrichter in den Impulsstromkreisen für die individuellen Kanäle.
Die von diesen zusätzlichen Impulsstromquellen - -gelieferten Impulse unterscheiden sich jedoch von
den anderen Impulsen sowohl in der Impulsfrequenz als auch in der Impulsdauer. Erstere beträgt lediglich
einen Bruchteil von der Impulsfrequenz der den individuellen Stromkreisen zugeführten Impulse,
" während die Impulsdauer so groß ist, daß sie eine volle,-'den individuellen Stromkreisen zugeordnete
Impulsreihe überdeckt. Als Impulsreihe ist dabei die Zahl von Impulsen bezeichnet, die sich aus den
zeitlich gestaffelt den einzelnen Stromkreisen einer ,Gruppe zugeführten Einzelimpulsen zusammensetzt.
Diese Gruppenbildung kann sinngemäß erweitert werden, so daß mehrere aufeinanderfolgende
Stufen von vielfach geschalteten Kanälen und Kanälgruppen mit entsprechenden Gruppen von
Impuls Stromquellen gebildet werden, und die Einzelimpulse in jeder Stufe besitzen eine solche Dauer,
daß sie jeweils eine volle Impulsreihe in der vorhergehenden
Stufe umfassen. Hierdurch wird bei wachsender Kanalzahl die Zahl der erforderlichen
Impulsstromquellen vermindert.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung einiger, Ausführungsbeispiele hervor, auf welche die Erfindung jedoch
So nicht beschränkt ist. Die Ausführungsbeispiele sind in den Figuren dargestellt.
Fig. ι zeigt das Grundprinzip der Erfindung an einer Abtasteinrichtung für eine Gruppe von Leitungen;
in
Fig- 2 ist die Gruppenbildung dargestellt, während !- ' "
Fig. 3 und 4 zwei verschiedene, von der Anordnung
nach Fig. 2 abweichende Schaltungsänordnungen wiedergeben, deren Wirkungsweise jedoch
dem Grundprinzip der Erfindung entspricht.
Fig. ι zeigt eine Anordnung von Stromkreisen, bestehend aus drei Hauptkreisen EiB, E 2 B, E 3 B,
die je einen Widerstand R und einen Gleichrichter S
enthalten. Diese Stromkreise liegen parallel an dem Punkt B, und die Gleichrichter ^ 1 bis 6" 3 sollen
einen Stromkreis zwischen den Klemmen E verhindern, wenn die Spannung an einer dieser
Klemmen niedriger ist als die an einer oder beiden anderen Klemmen. Diese Klemmen Ex bis E 3 sind
mit den abzutastenden Stromkreisen verbunden, über welche entweder eine Spannung Vi oder eine
Spannung V 2 an die Klemmen angeschaltet werden kann. Außerdem ist an jeden der Abtaststromkreise
ein Nebenschlußkreis Ai-Fi, A2-F2 und ^3-.F 3
angeschlossen, in welchen Gleichrichter Q i, Q 2, Q 3
eingeschaltet sind. Die Klemmen Fi, F2 und .F 3
sind entsprechend mit drei Impulsstromquellen verbunden, die ihr Potential mit der gleichen Impuls-•
frequenz, jedoch zu jeweils verschiedenen Zeitpunkten zwischen den Spannungswerten Vi und
V 2 impulsweise verändern, und es ist angenommen, daß sie untereinander zeitlich um ein Drittel einer
Impulsperiode verschoben sind.
Wenn die Spannung an der Klemme E1 den Wert
V ι hat und die Spannung an der Klemme F1 den
Wert V2, dann ist, wenn V2 größer als Vi ist,
der Gleichrichter Q τ nichtleitend, und der Punkt A ι bleibt auf dem Potential V1; wenn jedoch das
Potential der Klemme E1 den Wert V 2 besitzt und
das der Klemme F1 den Wert V1, so ist der Gleich- go
richter Q 1 durchlässig, und es fließt ein Strom von
dem Generator, der mit der Klemme E1 verbunden
ist, nach dem Generator an der Klemme Fi. Dieser
Stromfluß verursacht einen Spannungsabfall in dem Widerstand Ri. Bei entsprechender Wahl des
Widerstandswertes und unter Berücksichtigung der Werte der anderen Stromkreiselemente kann dabei
erreicht werden, daß das Potential am Punkt A1
wieder auf dem Wert V1 gehalten wird. Wenn die
Klemmen Ei und Fi zur gleichen Zeit an der
Spannung V2 liegen, dann ist auch der Punkt Al
auf diese Spannung gebracht. In gleicher Weise werden auch die Punkte A 2 und A 3 auf das Potential
V 2 gebracht, wenn dieses Potential gleichzeitig an die Klemmen E 2, F 2 und E 3, F 3 angelegt
wird.
. Der Punkt B wird stets dann über die Gleichrichter
Si, S 2, S3 auf "das Potential V 2 gebracht,
wenn einer der Punkte A1, A2 oder Aj1 dieses
Potential V 2 aufweist.
Hieraus ergibt sich, daß in Übereinstimmung mit einem vorbestimmten Impulszyklus das Potential
des Punktes B zu bestimmten Zeitpunkten dem Potential an einer bestimmten der Klemmen Ei, E2
oder £3 entspricht. Wenn das Potential an den
Klemmen E den Zustand der abzutastenden Leitungen charakterisiert, dann kennzeichnet ' das
Potential des Punktes B nacheinander den Zustand dieser Leitungen. Man erhält so ein aufeinanderfolgendes
und sich ständig wiederholendes Abtasten der mit den Klemmen jEi, E2,- £3 verbundenen
Leitungen.
Erhöht man die Zahl der periodisch Impulse aussendenden Stromquellen und gibt diesen Stromquellen
untereinander eine entsprechende Phasenverschiebung, so daß zu einem bestimmten Zeit-
punkt stets nur ein Einzelimpuls auftritt, so kann man auch die Zahl der abzutastenden Leitungen
entsprechend erhöhen; jede Impulsstromquelle wird einer bestimmten Leitung zugeordnet. ,
Die praktisch abtastbare Anzahl von Leitungen ist allerdings begrenzt durch die Zahl der praktisch realisierbaren verschiedenen Stromquellen.
Die praktisch abtastbare Anzahl von Leitungen ist allerdings begrenzt durch die Zahl der praktisch realisierbaren verschiedenen Stromquellen.
Die Anordnung nach Fig. 2 gestattet, eine große Zahl von Stromkreisen mit einer Anzahl von
Stromquellen abzutasten, die niedriger ist als die Zahl der Stromkreise. Es ist beispielsweise angenommen
worden, daß die dargestellten sechs Stromkreise, die abgetastet werden sollen, in zwei Gruppen
entsprechend der in Fig. 1 gezeigten Anordnung aufgeteilt sind, deren gemeinsame Ausgänge B1 und
B 2 über je einen Gleichrichter S'1 und S'2 mit
einem gemeinsamen Punkt C verbunden sind. Die Punkte Bi und B2 sind ihrerseits noch mit
Klemmen Fb 1 und Fb 2 über Gleichrichter Q' 1 und
Q'2 verbunden. Die Klemmen Fb 1 und Fb 2 sind
mit je einer ihnen individuell zugeordneten Impulsstromquelle verbunden, welche Impulse liefern,
deren Dauer der eines gesamten Zyklus aufeinanderfolgender kurzer Impulse entspricht, wie sie von
den an die Klemmen Fai, Fa2, Fa^ angeschalteten
Stromquellen geliefert werden.
Außerdem sind die von den beiden Stromquellen an den Klemmen Fb 1, Fb 2 gelieferten langen
Impulse zeitlich gestaffelt, d. h. daß zu einem gegebenen Zeitpunkt jeweils nur eine der Stromquellen einen Impuls überträgt. Die Dauer einer
aus zwei aufeinanderfolgenden langen Impulsen gebildeten Impulsreihe ist gleich der Dauer von zwei
aufeinanderfolgenden Impulsreihen kurzer Impulse.
Jede der beiden Stromquellen für lange Impulse kennzeichnet eine der beiden obengenannten Leittmgsgruppen.
Wenn die Stromquellen für lange Impulse nicht an die Punkte Bi und B 2 angeschlossen wären,
würde ein an der Klemme Fai ankommender kurzer Impuls beispielsweise, wie bereits bei der Fig. 1
beschrieben, das gleichzeitige Inerscheinungtreten eines Impulses der Spannung V 2 an den Punkten
B ι und B 2 verursachen, wenn die beiden Klemmen
Ex und E4 dieses Potential V2 gerade besäßen.
Dadurch, daß die Punkte B1 und B 2 mit den Klemmen
Fb ι und Fb 2 über die Gleichrichter Q' 1 und
Q' 2 verbunden sind, kann jedoch ein gleichzeitiges Auftreten eines Impulses der Spannung V2 an Bi
und B 2 nicht erfolgen. Tatsächlich kann, wenn die Klemmen Ei und E4. das Potential V2 besitzen
und über die Klemme Fai ein Impuls von der Spannung V 2 empfangen wird, ein langer Impuls
nur auf einer der beiden Klemmen Fb 1 oder Fb 2 empfangen werden. Es sei angenommen, daß dieser
lange Spannungsimpuls V2 gerade an der Klemme
Fb ι auftritt. Da das von der Klemme B1 gelieferte
Potential an dem Punkt B1 ebenfalls den Wert V2
hat, ist der Punkt B ι auf das Potential V2 gebracht,
welches über den Gleichrichter S' 1 auf den Punkt C übertragen wird. Zum gleichen Zeitpunkt ist die
Klemme Fb 2 auf dem Potential V1. Auf Grund der
Tatsache, daß die an die Klemme E 4 angelegte Spannung V2 auf den Punkt B 2 übertragen wird,
besitzt dieser Punkt B 2 ein höheres Potential als die Klemme Fb 2, und der Gleichrichter Q'2 ist
durchlässig. Es wird daher ein Strom von der mit E 4 verbundenen Stromquelle nach der mit Fb 2
verbundenen Stromquelle fließen, der im Widerstand R 4 einen Spannungsabfall verursacht, welcher
das Potential des Punktes B 2 auf den Wert Vi
herabsetzt. Es findet also dann keine Anzeige des elektrischen Zustandes an der Klemme E4 auf den
gemeinsamen Punkt C statt.
Es ergibt sich hieraus, daß es möglich ist, an dem Punkt C nacheinander eine Anzeige des elektrischen
Zustandes an den sechs verschiedenen Klemmen E zu erhalten. Wenn man also beispielsweise zehn
zeitlich gestaffelte Stromquellen für kurze Impulse vorsieht und weiter zehn Quellen für lange Impulse,
die ebenfalls zeitlich gestaffelt sind und von denen jeder Impuls gleich der Dauer einer Reihe von aufeinanderfolgenden
kurzen Impulsen ist, so kann man hundert Klemmen, die in zehn Gruppen zu je zehn Klemmen unterteilt sind, nacheinander abtasten.
Die Gleichrichter S'i und S' 2 dienen dazu, eine
Beeinflussung des an einer der Klemmen Bi oder
B 2 empfangenen Potentials V 2 durch das gleichzeitig an einem der anderen dieser Punkte B ι oder
B 2 auftretenden niedrigeren Potentials V ι zu verhindern.
Aus obigem geht hervor, daß am Ausgangspunkt der Abtasteinrichtung nacheinander die elektrischen
Zustände der abzutastenden Leitungen auftreten. In einem automatischen Fernsprechsystem zum
Beispiel kann man auf diese Weise den Zustand jedes beliebigen Ausganges erhalten, der z. B. die
Klasse und Gruppe kennzeichnet, zu welcher dieser betreffende Ausgang gehört, ferner, ob er frei oder
besetzt ist bzw. ob es sich um eine anrufende oder nichtanrufende Leitung handelt. Alle diese verschiedenen
Zustände werden durch ein zu einem bestimmten Zeitpunkt auftretendes bestimmtes Potential gekennzeichnet.
Es ist selbstverständlich, daß die Zahl der 'abzutastenden
Stromkreise je Gruppe und die Anzahl von Gruppen durch Verwendung von Impulsen
kurzer und langer Dauer in der jeweils nötigen Zahl beliebig vergrößert werden kann.
Diese elektrischen Zustände können dann mit dem zur Erzielung eines bestimmten Auswahlvorganges
oder bestimmter Signalisierung oder Steuervorgänge erforderlichen elektrischen Zustand verglichen
werden.
Als Vergleichseinrichtung kann man eine Einrichtung verwenden, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist.
Diese hat folgende Wirkungsweise: Wenn an der Eingangsklemme C kein Impuls empfangen wird,
besitzt diese Klemme ein Potential Vi. Unter diesen Bedingungen wird das an die Klemmen E' ι
bis E'6 angelegte Potential ebenfalls auf dem Wert V ι gehalten. Es sei nun beispielsweise lediglich der
mit der Klemme E' 1 verbundene Stromkreis näher betrachtet. Wenn ein Impuls V 2 gleichzeitig an den
Klemmen F'a 1 und F'b ι empfangen wird, dann
wird die Spannung V 2 der mit der Klemme BG verbundenen
Stromquelle nach der mit dem Punkt C verbundenen Stromquelle abfließen, weil das Potential
des Punktes B' 1 nöher ist als das des Punktes C 1
und demzufolge die Gleichrichter S' 1 und S'b 1
durchlässig sind. Der Spannungsabfall im Widerstand R''χ hält den Punkt F'χ und demzufolge auch
die Klemme ΕΊ auf dem Potential Vx.
Wenn an der Klemme C ein Impuls der Spannung V 2 auftritt, dann erhält die Klemme E desjenigen
Stromkreises, dessen angeschlossene Stromquellen zu dem gleichen Zeitpunkt ein Potential V 2 führen,
,ebenfalls dieses Potential V 2. Die übrigen Klemmen B' bleiben auf dem Potential Vi. Es sei
beispielsweise wieder der mit der Klemme E' 1 ver-.bundene
Stromkreis näher betrachtet. Wenn zur gleichen Zeit des Auftretens eines Impulses V 2 an
der KlemmeC ein Impuls V2 auch am Punkte' 1
von der mit der Klemme F'a 1 verbundenen Stromquelle empfangen wird, dagegen am Punkt B' 1 von
.der Klemme F'b χ her kein Impuls empfangen wird,
dann wird sich die mit der Klemme BG verbundene Spannungsquelle V 2 in die mit der Klemme F'b x
.verbundene Stromquelle entladen, da diese Klemme in dem betrachteten Zeitpunkt das Potential Vx
besitzt.. Der Punkt F' ι wird auf Grund des .Spannungsabfalls im Widerstand R' 1 auf dem
.Potential Vx gehalten. Das Potential V 2 an der
Klemme C kann nicht auf die Klemme B' χ gelangen, da der Gleichrichter S'b 1 sperrt. In gleicher
Weise wird der Punkt F'χ auf dem Potential Vx
gehalten,, wenn an der Klemme F'b 1 das Potential
V2 liegt, die Klemme F'ax dagegen ein Potential
Vx hat, da dn diesem Falle ein Strom von der
Klemme .BG nach der Klemme F'a χ fließt. Wenn andererseits ein Spannungsimpuls vom Werte V 2
gleichzeitig an den Klemmen F'ax, F'b χ und C
empfangen wird, kann kein Strom fließen, und das Potential V 2 der mit der Klemme BG verbundenen
Stromquelle .wird an die Klemme E' 1 angelegt.
- Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß es auf diese Weise möglich ist, zu einem gegebenen Zeitpunkt
das Potential V 2 nur an eine einzige Klemme E anzulegen.
Welche dieser Klemmen dabei in Frage kommt, hängt ab von der Zeitlage des über die
Klemme· C empfangenen Impulses V2. Das an den Klemmen E empfangene Potential V2 kann zu
irgendwelchen gewünschten Steuer- oder Signalzweeken ausgenutzt werden.
Selbstverständlich kann die in Fig. 3 gezeigte .Vergleichseinrichtung hinsichtlich ihrer Aufnahmefähigkeit
vergrößert werden, indem man entweder die Zahl der sekundären Vergleichsstromkreise
jeder Gruppe vergrößert oder indem man die Anzahl der Gruppen Vergrößert und die entsprechende Zahl
von kurzen und langen Impulsen anwendet.
Eine andere Ausführungsform ■ einer solchen Vergleichseinrichtung zeigt Fig. 4. Zur Beschreibung
ihrer Wirkungsweise seien zunächst einmal lediglich-die mit den Klemmen E'x, E'2 und E'3
verbundenen Stromkreise betrachtet und dabei angenommen, daß die Punkte A' 1, A' 2 und A' 3
jeweils mit den Klemmen F'a x, F'a 2 und F''a 3 verbunden
seien, dagegen die Punkte B' x, B' 2 und B' 3 keine Verbindung mit der Klemme F'b χ besaßen.
Wenn an der Eingangsklemme B' der Vergleichseinrichtung kein Impuls auftritt, so besitzt diese
Klemme das Potential Vi, welches sie über die
Klemmen E' 1, E'2, E' 3 erhält. Dieses Potential Vl
kann keinen Vorgang auslösen. Wenn ein Impuls des Potentials V 2 an einer der Klemmen F'ax, F'a2,
F'ai> auftritt und der Punkt C zum gleichen Zeitpunkt
das Potential V χ besitzt, dann befinden sich die Punkte A' 1, A' 2 oder A' $ auf einem niedrigeren
Potential als die Klemme F' a, und die Gleichrichter Q' i» Q' 3>
Q' 5 sind auf Grund ihrer Polung nichtleitend, die Punkte A' x, A' 2 bzw. A' 3 sind demnach
auf dem Potential Vx gehalten. Es sei nun angenommen,
daß ein Spannungsimpuls V 2 an der Klemme C empfangen wird und das Potential an
der Klemme F'ax auf dem Wert Vχ ist. Das Potential
des Punktes A' χ ist in diesem Falle höher als
das an der Klemme F'ax, der Gleichrichter Q' 1 ist
durchlässig, und es fließt ein Strom von der mit der
. Klemme C verbundenen Stromquelle in die an die Klemme F' α ι angeschlossene Stromquelle. Dieser
Stromfluß ruft einen Spannungsabfall in dem Widerstand R' χ hervor, dessen-Wert so gewählt ist,
daß unter Berücksichtigung der übrigen Schaltungselemente dieses Stromkreises das Potential an dem
Punkt A' ι und demzufolge auch an dem Punkt E' 1
auf dem Wert V x gehalten wird. Wenn andererseits
ein Impuls V 2 gleichzeitig an der Klemme C und
an der Klemme F'ax empfangen wird, dann fließt durch den Gleichrichter Q Ί kein Strom, da die
Punkte A'χ und F'ax an dem gleichen Potential
liegen. Die Spannung V 2 gelangt in diesem Falle an die Klemme E' 1 und bewirkt dort den gewünschten
Steuer- oder Signalvorgang.
Auf Grund der Tatsache, daß Spannüngsimpulse vom Werte V2 an den Klemmen F'ax, F'a2, F'a$
zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten, kann beim Empfang eines Impulses V 2 an der Klemme C nur
eine einzige der Klemmen E' x, E' 2 bzw. £'3 auf
das Potential V2 gebracht werden, und zwar jeweils
die Klemme der Vergleichseinrichtung, deren Stromkreis über den Nebenschlußkreis einen Impuls
empfängt, der die gleiche zeitliche Lage hat wie der an der Klemme C auf tretende Impuls.
Selbstverständlich kann man, ohne aus dem Rahmen der Erfindung herauszufallen, die Zahl der Vergleichsstromkreise
erhöhen, indem man ebenso viele Impulsstromquellen vorsieht; als Vergleichsstromkreise
vorhanden sind und die Impulse der verschiedenen Stromquellen sämtlich zeitlich staffelt.
Es sei nun die Wirkungsweise der gesamten Anordnung gemäß Fig. 4 näher beschrieben. Es ist
dabei lediglich beispielsweise angenommen worden, daß die Vergleichseinrichtung aus zwei Gruppen zu
je drei Vergleichsstromkreisen besteht. Die Stromkreise E' χ und E' 4 sind mit der gleichen Klemme
F'ax über Gleichrichter Q'χ bzw. Q'2 verbunden.
Entsprechend sind die Stromkreise E' 2 und E'5
mit der Klemme F' a 2 und die Stromkreise E'3 und £'6" mit der Klemme F' a 3 verbunden. Außerdem
sind die Punkte B' x, B'2 und B'3 der drei Strom-
kreise der ersten Gruppe über ihnen individuell zugeordnete Gleichrichter Q" ι, Q" 2 und Q"3 mit
der Klemme F'bi und die Punkte B' 4, B' 5 und
B' 6 über die individuellen Gleichrichter Q" 4, 0"5
und Q" 6 mit der Klemme F'b2 verbunden. Die genannten Klemmen F'bi und F'b2 sind mit zwei
besonderen Impulsstromquellen verbunden. Die Dauer der von diesen Stromquellen gelieferten Impulse
ist gleich der eines Impulszyklus, der gebildet wird durch je einen der zeitlich versetzten Impulse
aus den mit den Klemmen F'α ι bis F' a 3 verbundenen
Stromquellen. So wird beispielsweise während des Empfanges eines Spannungsimpulses
an der Klemme F'bi nacheinander je ein Spannungsimpuls
an jeder der Klemmen F'ai,F'a 2 und F'aT, auf treten. Außerdem ist die Reihenfolge der von
den mit den Klemmen F' bi und F' b 2 verbundenen
Stromquellen gelieferten Impulse so ausgebildet, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt jeweils nur ein
einzelner Spannungsimpuls von der einen oder der anderen dieser Stromquellen empfangen wird.
Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu ersehen, daß, um an der Klemme E ein Steuerpotential
F 2 zu empfangen, dieses Potential gleichzeitig an den Klemmen C, Fb und Fa auftreten muß. Wenn
beispielsweise zu einem bestimmten Zeitpunkt die Spannung V2 an die Klemmen C, F'bi und F'a
angelegt wird, so wird diese Spannung auch an die Klemme E' 1 angelegt. Dagegen wird die Spannung
V 2 an der Klemme E' 4 nicht empfangen, denn bei dem ins Auge gefaßten Zeitpunkt liegt unter den
getroffenen Voraussetzungen an der Klemme F'b2 ein Potential Vi. Die mit der Klemme F'b2 verbundene
Stromquelle absorbiert dann die von der Klemme C auf den Stromkreis der Klemme E'4
übertragene Spannung V 2 und verursacht in dem Widerstand R'4 einen Spannungsabfall, welcher
den Punkt B 4 auf das Potential Vi bringt.
Es folgt hieraus, daß unter den genannten Bedingungen zu einem gegebenen Zeitpunkt lediglich
eine Gruppe von Vergleichsstromkreisen sich in einem Zustand befindet, der es ermöglicht, das
Steuerpotential auf einen der Ausgänge dieser Vergleichsstromkreise zu übertragen. Es ist daher
möglich, mit Hilfe dieser Methode zu erreichen, daß ein einzelner Befehl aus einer Anordnung von zu
Gruppen zusammengefaßten Stromkreisen mit Hilfe einer Anzahl von Impulsstromquellen ausgewählt
werden kann, die kleiner ist als die gesamte Zahl von vorhandenen Vergleichsstromkreisen.
Selbstverständlich kann die Kapazität auch dieser Vergleichsanordnungen entweder durch Erhöhung
der Zahl von Vergleichsstromkreisen in jeder Gruppe oder durch Erhöhung der Gruppenzahl oder
durch Kombination der Gruppen in verschiedener Weise sowie durch die Verwendung von Impulsstromkreisen,
welche Impulse verschiedener Zeitdauer und vorbestimmter Zeitlage liefern, entsprechend
vergrößert werden.
Claims (11)
- PATE NTA N S P R C C H E:I. Schaltungsanordnung zur selektiven Übertragung eines elektrischen Signals von einem unter einer Vielzahl individueller elektrischer Kanäle auf einen gemeinsamen Kanal und umgekehrt, dadurch gekennzeichnet, daß die individuellen Kanäle sämtlich über einen gemeinsamen Punkt mit dem gemeinsamen Kanal verbunden sind und an bestimmte Punkte in den Stromkreisen zwischen den individuellen Kanälen und dem gemeinsamen Punkt Impulsstromquellen angeschaltet sind, die Impulsreihen gleicher Impulsfrequenz liefern, deren Einzelimpulse kürzer sind als die Impulspausen und in den verschiedenen Impulsreihen unterschiedliche Zeitlage besitzen, daß weiter diese Impulsstromquellen derart über individuelle Gleichrichter an die genannten Stromkreise angeschaltet sind, daß der Gleichrichter für Impulse aus der ihm zugeordneten Stromquelle sperrend wirkt, daß ferner eine Anordnung zur selektiven Anschaltung einer Signalspannung an die individuellen Kanäle vorgesehen ist, deren Betrag mindestens gleich dem der Impulsspannungen ist, und daß in die genannten Stromkreise Widerstände derart eingeschaltet sind, daß jeder etwa durch einen Gleichrichter fließende Strom a«ch den entsprechenden Widerstand durchfließt, während jedoch ein Stromfluß zwischen den Stromkreisen durch Sperrschaltmittel verhindert ist.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalspannung konstant ist und an einen oder mehrere der individuellen Kanäle selektiv angeschaltet wird.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände jeweils zwischen den Anschaltepunkten für die Impulsstromquellen und denjenigen für die Anschaltung der Signalspannungen in die Verbindungsstromkreise eingeschaltet sind.
- 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhinderung eines Stromflusses zwischen den Verbindungsstromkreisen Gleichrichter in jedem dieser Stromkreise dienen, die so gepolt sind, daß ein Stromfluß über den Verbindungsstromkreis nach dem gemeinsamen Punkt hin stattfindet.
- 5. Gruppenweise Zusammenfassung von Schaltungsanordnungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstromkreise der individuellen Kanäle jeder Gruppe mit einem ihr individuell zugeordneten Gruppenstromkreis über einen gemeinsamen Punkt verbunden sind und daß diese Gruppenstromkreise ihrerseits über einen weiteren gemeinsamen Punkt mit dem gemeinsamen Signalkanal und außerdem mit weiteren Impulsstromquellen für jeden Gruppenstromkreis verbunden sind, deren Impulsfrequenz untereinander gleich, gegenüber der Impulsfrequenz der an die individuellen Verbindungsstromkreise angeschlossenen Impulsstromquellen jedoch verschieden ist.
- 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsfrequenzder den Gruppenkanälen zugeführten Impulsspannungen einen Bruchteil der Impulsfrequenz der den individuellen Verbindungsstromkreisen zugeführten Impulsreihen beträgt, daß jede Impulsreihe eine Zeitdauer gleich der Dauer eines vollständigen Zyklus von Impulsreihen für die individuellen Stromkreise besitzt und die Einzelimpulse dieser weiteren Impulsreihen in jeder Impulsreihe eine andere zeitlicheίο Lage besitzen und daß ferner die diese weiteren Impulsreihen liefernden Stromquellen mit den ihnen zugeordneten Gruppenkanälen über individuelle Gleichrichter verbunden sind, deren Polung die gleiche ist wie die der Gleichrichter in den anderen Impulsstromkreisen.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsdauer der den Gruppenkanälen zugeordneten Impulse jeweils gleich ist einem vollständigen Zyklus von Impulsen für die individuellen Stromkreise.
- 8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 bis 7, gekennzeichnet durch eine beliebige Anzahl aufeinanderfolgender Stufen von vielfach geschalteten Kanälen und Kanalgruppen mit • entsprechenden Gruppen von Impulsstromquellen, deren Impulse in jeder Stufe eine solche Dauer besitzen, daß ein EinzeHmpuls jeweils eine volle Impulsreihe in der vorhergehenden Stufe umfaßt.
- 9. Abänderung der Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalspannung an den gemeinsamen Kanal angeschaltet wird und daß an sämtliche individuellen Kanäle über die diesen zugeordneten Widerstände eine gleiche konstante Spannung angelegt wird, deren Wert mindestens gleich dem der Impulsspannungen ist.
- 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Mittel zur Anlegung eines Spannungsimpulses an den gemeinsamen Kanal zu einem beliebig wählbaren Zeitpunkt innerhalb des Zyklus der Spannungsimpulse, wobei dieser Impuls durch seine Zeitlage einen bestimmten individuellen Kanal kennzeichnet und an dessen abgehendem Ende als Signal in Erscheinung tritt.
- 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die jedem Kanal individuell zugeordneten Widerstände in die. parallelen Zuleitungen für die konstante Spannung eingeschaltet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 5645 1.53
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