DE86730C - - Google Patents

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DE86730C
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07CTIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • G07C9/00Individual registration on entry or exit
    • G07C9/00174Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys
    • G07C9/00658Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys operated by passive electrical keys
    • G07C9/00666Electronically operated locks; Circuits therefor; Nonmechanical keys therefor, e.g. passive or active electrical keys or other data carriers without mechanical keys operated by passive electrical keys with dials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 68: Schlosserei.
EUGEN MIRAU in BERLIN. Elektrisches Sicherheitsschloß.
Vorliegende Erfindung stellt ein elektrisches Sicherheitsschlofs dar, welches im Princip mit dem durch das Haupt-Patent Nr. 81362 geschützten Schlosse übereinstimmt, in der Construction jedoch wesentliche Abweichungen zeigt. Dasselbe soll im vorliegenden Falle auf drei Zahlen oder Buchstaben schliefsen, und zwar so, dafs durch Berührung der dritten Zahl eine Sperrvorrichtung im Schlosse dauernd ausgelöst, gleichzeitig aber der zum Schlofs führende Stromzweig ausgeschaltet wird; ferner, dafs, bei Berührung einer falschen Zahl oder eines falschen Buchstabens gewünschtenfalls eine Alarmglocke in Thätigkeit versetzt wird, welche durch darauffolgendes richtiges Schliefsen wieder ausgeschaltet werden kann.
Die .Einrichtung, welche diesem Zwecke genügt, ist in sieben Figuren klargestellt. Es stellen vor:
Fig. ι und 2 Schnitt und Ansicht des äufseren Contactapparates,
Fig. 3 isolirende Platte aus Vulcanfiber, welche die Contacte trägt,
Fig. 4, 5, 6 und 7 Ansicht und Schnitt des Schaltapparates, sowie Details der Auslösevorrichtung.
Eine Zifferscheibe Z aus Porcellan oder Milchglas ist auf der Achse T so angeordnet, dafs sie wohl eine drehende Bewegung des Knopfes K, jedoch keine in der Längsrichtung mitmachen kann. Dieselbe wird verdeckt durch eine auf der Rückseite geschwärzte Glasplatte P, welche an der Stelle, wo in Fig. 2 die Zahl 2 sich befindet, eine kreisförmige Radirung zeigt, in welche nach einander die Schriftzeichen der Zifferscheibe durch Drehen des Knopfes K versetzt werden können. Eine kleine elektrische Glühlampe, welche durch irgend eine der bereits gebräuchlichen Vorrichtungen auf bestimmte Zeit eingeschaltet werden kann, beleuchtet die Zifferscheibe von rückwärts. Auf der Achse T sitzt ferner die Contactscheibe S fest auf, deren Stift F einer beliebigen Anzahl von Contacten gegenübergestellt und auf dieselben niedergedrückt werden kann. Der eine Stromzweig der Batterie steht durch die Spirale, welche dem Niederdrücken der Scheibe S widersteht, mit letzterer in Verbindung und ist somit in F jederzeit verfügbar. Die Contacte sind Klemmschrauben, welche in eine Platte P aus Vulcanfiber u. s. w. eingeschraubt sind und die" Zuführung des elektrischen Stromes zum Schaltmechanismus ermöglichen. Die Klemmschrauben correspondiren mit den Schriftzeichen der Zifferscheibe.
Der durch die Fig. 4, 5, 6 und 7 gekennzeichnete Schaltmechanismus besteht im wesentlichen aus vier Magnetspulen A, B, C und D mit je einem zugehörigen Anker. Letztere sind isolirt und drehbar auf einer gemeinsamen Achse W1 angeordnet; drei derselben stehen durch Spiralen in metallischer Verbindung mit den Klemmen 1, 2, 3 und somit mit der Bat-
terie. Unterhalb der Achse W1 ist eine Achse W2 beweglich in zwei Böcken gelagert; auf derselben sind vier Hebel entsprechend den vier Magnetankern und ein Uebergewicht G befestigt. Sobald der elektrische Strom die Magnetspule A durchfliefst, wird der Anker A1 angezogen, die Nase U1 drückt den Hebel a2 nieder, so lange, bis sie an einander vorübergleiten und letzterer infolge des Uebergewichtes in seine Ruhelage zurückkehrt. Sobald der Strom aufhört, fällt der Anker A1 ab, die Nase CL1 giebt bei a1 vermittelst Platinplättchen u. s. w. Contact, die Verbindung mit der zweiten Spule B ist hergestellt. Der Vorgang bei Erregung von B ist genau derselbe; durch denselben wird der. Contact für die dritte Spule C hergestellt. Bei nun folgender Berührung des dritten Schriftzeichens geht der Strom durch die Spule C und gleichzeitig durch ein magnetisches Magazin im Schlosse hindurch. Der Anker C1 drückt den Hebel c2 vermittelst C1 nach unten und schaltet somit die Stromzuführung zu C und dem Schlofsmagazin wieder aus. Durch Berührung eines jeden der noch übrig bleibenden Contacte wird D erregt und bei a1 ein Platincontact hergestellt für das Alarmwerk, welches nun sofort dauernd in Thätigkeit tritt. Wie aus der Fig. 5 ersichtlich, übernimmt der Anker D1 die Functionen des Ankers C1, d. h. auch er schaltet die Stromzuführungen zu B, C und dem magnetischen Magazin im Schlosse, falls solche bereits hergestellt sein sollten, aus. Durch Erregung der Spulen A und B kann der Anker D1 nicht ausgeschaltet werden, sondern lediglich durch C, welche aber erst erregt werden kann, sobald durch A und B der Contact für dieselbe hergestellt ist.
Die störenden Folgen von unvorsichtiger Handhabung des Schlosses sollen durch diese Einrichtung möglichst abgeschwächt werden, da bei richtigem Schliefsen, welches höchstens eine Zeit von io bis 15 Secunden erfordert, der Alarm wieder ausgeschaltet wird. Von innen kann das Alarmwerk, welches gemeinsam für ein ganzes Haus sein dürfte, dauernd von jeder Wohnung aus ausgeschaltet und nur dann eingeschaltet werden, wenn eine gröfsere Sicherheit wie diejenige, welche bereits in dem Wesen des Schlosses liegt, erwünscht ist, z. B. bei Nachtzeit. Unterhalb der Welle W2 liegen dreizehn Polklemmen, von denen zwölf in metallischer Verbindung mit den zwölf Contactschrauben im Contactapparate, die dreizehnte mit der Batterie in Verbindung steht. Von der Klemme 13 gehen Leitungen zur Welle W0, zu A und zu D. Von den Klemmschrauben ι bis 12 greifen neun in das Gewinde der Metallplatte P2, drei in das Gewinde der Platte P1 ein. Neun derselben sind somit in Verbindung unter einander; durch dieselben wird die Stromzuführung zu D ermittelt. Die Platten P1 und P2 sind durch einen Streifen aus Vulcanfiber isolirt. Die Anzahl der Klemmschrauben, welche im vorliegenden Falle 12 beträgt, mufs mindestens so grofs sein, dafs sie der Höhe der Variationsklasse gleichkommt, auf welche das Schlofs schliefsen soll. Je gröfser ihre Anzahl, je gröfser die Veränderlichkeit des Schlosses.
Im vorliegenden Falle würde die Veränderlichkeit ihr Maximum erreicht haben, da jeder Contactschraube eine Klemmschraube entspricht. Durch wechselseitiges Vertauschen derselben ist eine Veränderung des Schlosses an jedem Tage während länger als 3 Jahre möglich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsform des durch Anspruch 1 im Haupt - Patente geschützten Schlosses, bei welcher die Anker (A1 B1) der Sicherheitsmagnete (A B) sowohl durch den Anker (C1) des Schliefsmagneten (C) als auch durch den Anker (D1) des die Glocke einschaltenden Magneten (D) ausgelöst werden, und bei welcher der Schliefsmagnet in leitender Verbindung mit einem im Schlofs befindlichen magnetischen Magazin steht, so dafs durch Erregung von (C) und des Schlofsmagazins eine Sperrung im Schlosse ausgehoben und gleichzeitig die Nebencontacte für (B) und (C) zusammen mit der eventuell eingeschalteten Glocke ausgeschaltet werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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