DE86866C - - Google Patents

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DE86866C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23NREGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
    • F23N3/00Regulating air supply or draught
    • F23N3/08Regulating air supply or draught by power-assisted systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 24: Feuerungsanlagen.
Der Zugregler nach vorliegender Erfindung kann durch Dampf, Elektricität, Wasser- oder Luftdruck getrieben werden und soll man mit seiner Hülfe in den Stand gesetzt werden, möglichst gleichmäfsigen Dampfdruck im Damp'fkessel zu halten und zum Anbrennen der Kohle, durch weites Oeffhen des Rauchschiebers starken Luftzug zu erzeugen, dagegen denselben möglichst zu beschränken, wenn die Kohle gut angebrannt ist.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht, mit theilweisem Schnitt und
Fig. 2 eine Vorderansicht.
Durch die Stellschrauben g' und g2 können die Quecksilbercontacte j und j' dem Anker h genähert oder ' von diesem . entfernt und dadurch der Gang der Vorrichtung geregelt werden.
Durch das Rohre' wird der jeweilige Dampfdruck zu dem mit elektrischem Contactschlufs versehenen Manometer e geleitet. Durch Steigen oder Fallen des Dampfdruckes wird der Manometerzeiger f in . drehende Bewegung versetzt, stöfst an den- isolirten Mitnehmerstift des Hebels g, bewegt letzteren und infolge dessen auch den Anker h. Durch diese wechselnde Bewegung tauchen die Enden des Ankers h abwechselnd in die Gefäfsej und j', und da sich in diesen Quecksilber befindet, entsteht eine elektrische Verbindung.
Der elektrische Strom läuft bei der in Fig. 1 gezeichneten Stellung von der galvanischen Batterie k durch die Drahtleitung h' in den Anker h und, da dieser mit der Contactflüssigkeit in j in Verbindung steht, durch die Drahtleitung j3 in den Umschalter u und dessen Contactstift u'. Von hier aus geht der Strom durch den Hebel w1·1 nach dem Contactstift u2 und dann durch den Leitungsdraht wö nach den Magnetspulen /, um nach Durchlaufen der Drahtleitung k' in der galvanischen Batterie k geschlossen zu werden.
Infolge dessen werden die Weicheisen η2 der Magnetspulen / magnetisirt und ziehen die Verbindungsplatte m, mit der die Ventilstange η des Ventils ρ verbunden ist, an. Hierdurch wird das Ventil geöffnet und das Druckwasser läuft durch Rohr r mit einem Druck von etwa 1,5 Atm. unter den Kolben b' des mit einer Ledermanschette abgedichteten Cylinders A. Dieser nimmt beim Hochgehen den Rauchschieber y mit, so dafs der Rauchzug geöffnet ist.
Beim Aufsteigen des Kolbens b' wird der Umschalter u durch seinen Hebel w1'1 und die Umschaltstifte v' von den Contactstiften u' und M2 nach den Contactstiften «3 und w4 bewegt. Durch dieses Umschalten soll bezweckt werden, den elektrischen Strom nur so lange wirken zu lassen, wie der Apparat in Bewegung ist. Bei steigendem Dampfdrucke wird der Anker h durch die Drehung des Manometerzeigers f aus dem Contactgehäuse j aus- und in das Contactgehäusej1 eingeschaltet. Hierdurch wird eine elektrische Verbindung in entgegengesetzter Richtung hergestellt, und zwar läuft dann der Strom durch die Drahtleitung j2 nach dem Contactstift w4 und, da sich der Hebel w1*1 bei geöffnetem Rauchschieber auf den Contact-

Claims (1)

  1. stiften u3 und w4 befindet, durch diesen nach dem Contactstift w3, von hier durch die Drahtleitung u 5, die Magnetspulen/' und die Drahtleitung A2 nach der galvanischen Batterie k, wodurch er geschlossen wird.
    Sobald der Strom die Spulen /' durchläuft, werden deren Weicheisen η 3 magnetisch, ziehen infolge dessen die Verbindungsplatte m' und die an ihr befestigte Ventilstange n' an; das Ventilp' wird dadurch geöffnet und das Wasser fliefst durch Rohr r und den unteren Theil des Rohres s ab. Hierdurch und durch sein Eigengewicht wird der Schieber zum Sinken bezw. zum Schliefsen des Rauchzuges gezwungen. Durch das Sinken des Schiebers^ wird der Umschalter u durch seinen Hebel κ1"1 und die Mitnehmerstifte v' von den Contactstiften «3 und M4 auf die Contactstifte u' und u2, also in seine ursprüngliche Lage bewegt.
    Das Abflufsrohr s soll auch eine Verbindung der Oberfläche des Kolbens b' mit der äufseren Atmosphäre herstellen, damit kein Gegendruck oder Vacuum im Cylinder A entstehen kann. Aufserdem soll bei undichtem Kolben das Wasser durch dieses Rohr abfliefsen.
    Nach jedesmaligem Umschalten des Umschalters u werden die Magnetspulen / und /'
    entmagnetisirt und dadurch die Ventile ρ und p' geschlossen.
    Das Klebenbleiben des Ankers wird durch die Papierisolirungsschicht i2 verhindert.
    Ferner kann der Hebel m2>2 mittelst der Stellschraube χ in dem Langloch w je nach Bedarf verstellt werden, um dadurch die Höhenlage des Schiebers einzustellen und infolge dessen den Querschnitt des Rauchzuges zu regeln.
    Patenτ-Anspruch:
    Selbstthätiger Zugregler, dadurch gekennzeichnet, dafs der Dampfdruck des Kessels oder eines Dampfdruckrohres mit Hülfe eines Manometers (e) auf eine elektrische Contactvorrichtung einwirkt, welche in Verbindung mit zwei Elektromagneten (I und V) und zwei Regulirhebeln (u1'1 und u2>2) das Oeffnen bezw. Schliefsen der Ventile (p und p') bewirkt, zum Zwecke, die Bewegung des mit dem Rauchschieber (y) starr verbundenen Kolbens (b1) durch Regelung des Zu- und Ausströmens des Treibmittels zu beeinflussen und eine dem jeweiligen Zwecke entsprechende genaue Einstellung des Rauchschiebers (y) zu gewährleisten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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