DE869530C - Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff in Kuevetten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff in KuevettenInfo
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- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61C—DENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
- A61C13/00—Dental prostheses; Making same
- A61C13/01—Palates or other bases or supports for the artificial teeth; Making same
- A61C13/04—Palates or other bases or supports for the artificial teeth; Making same made by casting
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Description
-
- Die Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff erfolgt bisher derart, daß eine Mischung aus festem und flüssigem Kunststoff, Idl. h. eine bei normaler Temperatur plastisch knetbare Kunststoffmasse, in die geöffnete Form (Küvette) eingebracht und von Hand in die Teile der Form hineingedrückt wird; alsdann wird die Küvette geschlossen und unter einer Presse bis zum Küvettenschluß gepreßt; darauf wird die Küvette in einen Küvettenbügel gebracht und durch diesen gehalten; schließlich wird die so vorbereitete Küvette in einem Wasserbad bis auf etwa 100.0 C erhitzt um den Kunststoff in seimenf Endzustand zu bringen.
- Abgesehen davon,, daß die genaue Dosierung der in die Küvette einzubringenden Kunststoffmenge sehr schwierig ist, so daß sich einerseits entweder Hohlräume in der herzustellenden Prothese ergaben oder andererseits bei zu großer eingebrachter Kunststoffmenge umständliche Nacharbeiten erforderlich sind, um Bißerhöhungen auszugleichen, hat dieses Verfahren den Nachteil, daß es sehr umständlich und zeitraubend ist. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß die in die Küvette eingesetzten Zähne durch den von Hand ausgeübten Preßdruck nicht so fest mit der eigentlichen Prothese in Verbindung gebracht werden können, wie dies an sich erwünscht wäre; außerdem ist bei dem anzuwendenden starken Preßdruck ein Platzen der Porzellanfacetten ein häufig auftretender Übelstand.
- Erfindungsgemäß sollen nun diese Nachteile dadurch vermieden werden, daß eine der herzustellenden Prothese entsprechend bemessene Menge Kunststoff in an sich bekannter Weise insbesondere mittels Hochfrequenzbeheizung od. dgl. auf Spritztemperatur erhitzt, unmittelbar anschließend daran in einen Spritzzylinder übergeführt und aus diesem mittels eines Spritzkolbens in die als geschlossene Spritzform ausgebildete Küvette eingespritzt wird.
- Dieses an sich in der Kunststofftechnik für die Herstellung von anderen technischen Erzeugnissen bekannte Verfahren bringt auf dem Gebiet der Zahnprothesen insofern einen außerordentlich beachtlichen Fortschritt, als weder zu wenig noch zu viel Werkstoff in die Küvette hineingelangen kann, als fernerhin eine gleichmäßig hohe Verdichtung in der als geschlossene Spritzform ausgebildeten Küvette erfolgt, wobei infolge des hohen Spritzdruckes eine hohe Festigkeit der Prothese selbst und eine außerordentlich dauerhafte Verbindung der Prothese mit den eingesetzten Zähnen gewährleistet ist.
- Eine Einrichtung zur Ausführung des. neuen Verfahrens kann darin bestehen, daß die Einspritzöffnung der geschlossenen Küvette mit der Spritzdiisle eines Spritzzylinders in Verbindung gebracht wird, wobei zwischen dem Spritzkolben des Spritzzylinders und letzterem ein Raum vorgesehen ist, in welchem entweder der Kunststoff insbesondere mittels. eines Hochfrequenzfeldes od. dgl1. erhitzt werden kann oder in welchen der insbesondere mittels eines Hochfrequenzfeldes od. dgl. beheizte Kunststoff eingeschoben werden kann. Wie an sich bekannt, kann die Hochfrequenzbeheizung entsprechend der eingebrachten Kunststoffmerge automatisch regelbar bzw. abschaltbar sein, so daß der ganze Vorgang nach Einschalten der Hochfrequenzbeheizung automatisch gesteuert wird.
- In der Zeichnung ist eine zur Ausführung des neuen Verfahrens dienende Einrichtung schematisch dargestellt. Auf die geschlossene Küvette 1 ist der Spritzzylinder 2 kraftschlüssig aufgesetzt. Oberhalb des. Spritzzylinders 2 ist ein durch die Elektroden 3 eines Hochfrequenzfeldes beheizter Raum vorgesehen, in welchem der Kunststoff 4 erhitzt wird. Nach der Erhitzung des Kunststoffes werden die Elektroden 3 ausgeschwenkt, worauf unter der Wirkung des Spritzkolbens 5 die in allen ihren Teilen gleichmäßig erhitzte Kunststoffmasse 4 in die Küvette 1 eingespritzt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff in Küvetten, dadurch gekennzeichnet, daß eine der herzustellenden Prothese entsprechend bemessene Menge von Kunststoff in an sich bekannter Weise insbesondere mittels Hochfrequenzhehei:zung od. dgl. auf Spritztemperatur erhitzt, unmittelbar anschließend daran in einen Spritzzylinder übergeführt und aus diesem mittels eines Spritzkolbens in die als geschlossene Spritzform ausgebildete Küvette eingespritzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK10826A DE869530C (de) | 1951-08-01 | 1951-08-01 | Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff in Kuevetten |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEK10826A DE869530C (de) | 1951-08-01 | 1951-08-01 | Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff in Kuevetten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE869530C true DE869530C (de) | 1953-03-05 |
Family
ID=7213059
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK10826A Expired DE869530C (de) | 1951-08-01 | 1951-08-01 | Verfahren zur Herstellung von Zahnprothesen aus Kunststoff in Kuevetten |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE869530C (de) |
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1951
- 1951-08-01 DE DEK10826A patent/DE869530C/de not_active Expired
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