DE870575C - Vorrichtung zum Umkehren der Polaritaet eines elektrostatischen Generators - Google Patents

Vorrichtung zum Umkehren der Polaritaet eines elektrostatischen Generators

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DE870575C
DE870575C DEC3773A DEC0003773A DE870575C DE 870575 C DE870575 C DE 870575C DE C3773 A DEC3773 A DE C3773A DE C0003773 A DEC0003773 A DE C0003773A DE 870575 C DE870575 C DE 870575C
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DEC3773A
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MACH ELECTROSTATIQUES DES SA
Centre National de la Recherche Scientifique CNRS
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    • H—ELECTRICITY
    • H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02N—ELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H02N1/00—Electrostatic generators or motors using a solid moving electrostatic charge carrier
    • H02N1/06—Influence generators
    • H02N1/08—Influence generators with conductive charge carrier, i.e. capacitor machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Synchronous Machinery (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Umkehren der Polarität eines elektrostatischen Generators Die Erfindung bezieht sich auf elektrostatische Generatoren mit zu induzierenden leitenden Elektrizitätsträgern und einer Erregermaschine und betrifft im besonderen eine für derartige Generatoren verwendbare Vorrichtung zur Umkehrung ihrer Polarität.
  • Bekanntlich laufen diese elektrostatischen Generatoren bei Betriebsbeginn unter der Einwirkung der in ihren Erregerpolen vorhandenen rückständigen Ladungen an und können dabei, wenn man nicht besondere Maßnahmen trifft, die eine oder die andere Polarität annehmen, und außerdem behalten sie die einmal angenommene Polarität bis zu ihrem Anhalten bei.
  • Die Erfindung bezweckt nun, eine Vorrichtung zu schaffen, «-elche die periodische Umkehrung der Polarität eines elektrostatischen Generators der eingangs erwähnten Art und gleichzeitig die willkürliche oder selbsttätige Festlegung der gewünschten Polarität während eines und desselben normalen .Betriebes ermöglicht.
  • Dieses Ziel wird erfindungsgemäß in einfacher und zuverlässiger Weise in der Hauptsache dadurch erreicht, daß in den die Ladebürsten des elektrostatischen Generators und der Erregermaschine miteinander verbindenden elektrischen Stromkreis ein Kondensator eingeschaltet wird, dessen Kapazität die Höchstkapazität überschreitet, die zwischen einem Erregerpol und einem zu influenzierenden Elektrizitätsträger des Generators auftreten kann.
  • Bei dieser Anordnung wird, wenn der Generator in Gang gesetzt wird und irgendeine Polarität annimmt, der Potentialunterschied an den Klemmen des Kondensators nach und nach zunehmen, während die durch die leitenden Elektrizitätsträger des Generators bei jedem Arbeitszyklus mitgenommene Ladung allmählich abnimmt, und, wenn diese Potentialdifferenz einen bestimmten Wert erreicht, wird der Kondensator sich entladen und dabei den leitenden Elektrizitätsträgern des Generators eine Ladung zuteilen, deren Vorzeichen gegensinnig zu dem Vorzeichen der von den Elektrizitätsträgern ursprünglich beförderten Ladung ist. Dieses Spiel wiederholt sich während der weiteren Drehung des Generators, wodurch dessen Polarität periodisch wechselt.
  • Man kann besondere Schalt- und Steuermittel vorsehen, um den Kondensator nach Belieben ein-und ausschalten zu können oder seine selbsttätige Ein- und Ausschaltung zu 'verwirklichen oder gegebenenfalls seine Wirkung auf eine einzige Polaritätsumkehrung. zur Festlegung der Polarität des Generators in einem vorbestimmten Sinn in irgendeinem Zeitpunkt des Betriebes der Maschine unabhängig von deren ursprünglicher Polarität zu beschränken.
  • Die Zeichnung veranschaulicht die Vorrichtung nach der (Erfindung beispielsweise in Anwendung bei einer zylindrischen elektrostatischen Maschine mit zwei Läufern, d. h. mit zwei rotierenden Paaren von leitenden Belägen, die auf einem gemeinsamen umlaufenden Körper angeordnet sind und die zu influenzierenden Elektrizitätsträger der Maschine darstellen. Abb. i und 2 lassen die Benutzung der Vorrichtung nach der Erfindung zur Erzielung einer periodischen Umkehrung der Polarität eines mit einer Erregermaschine verbundenen elektrostatischen Generators erkennen.
  • Abb. i ist ein Teillängsschnitt durch diesen Generator mit seinen zwei Läufern, und Abb. 2 zeigt in Nebeneinanderanordnung und im Querschnitt die beiden Läufer der Maschine nach Abb. i mit Angabe der elektrischen Verbindungen; Abb.3 gibt eine Schaltungsanordnung wieder, mittels deren die Vorrichtung nach der Erfindung zur beliebigen Festlegung der Polarität eines elektrostatischen Generators verwendbar ist; Abb.4 stellt eine Abänderung der Schaltungsanordnung nach Abb. 3 dar,. bei .welcher die Polaritätsfestlegung für einen elektrostatischen Generator 'selbsttätig erfolgt.
  • Der aus Abb. i und 2 ersichtliche elektrostatische Generator weist zwei halbzylindrische Körper i und 2 auf, die auf zwei !Scheiben 3 und. 4 mit ihren Enden aufliegen und zwei auf einem gemeinsamen Kern 5 aus Isolierstoff sitzende Läufer mit Abstand umschließen. Der Isolierstoffkern 5 ist .auf eine . drehbare Welle 6 aufgekeilt, . die in den beiden Scheiben 3 und 4 geführt ist. Der eine Läufer wird durch. zwei halbzylindrische, zu influenzierende, leitende- Elektrizitätsträger 7 und 8 .gebildet, die auf der Umfläche .des zylindrischen Isolierstoffkerns 5 aufliegen und mit den Halbzylinderkörpern i und 2 als Hauptgenerator zusammenarbeiten. Der Halbzylinderkörper i wirkt dabei für denLäufer 7, 8 als Schirm und der Zylinderkörper 2 als induzierender Erregerpol. Die zu influenzierenden leitenden Elektrizitätsträger7,8 sind an dieKontaktsektoreng und io ange'schlossen, die auf dem Isolierstoffkern 5 angebracht sind und mit feststehenden Bürsten ii und iz zusammenarbeiten.
  • Der zweite Läufer umfaßt zwei halbzylindrische, zu induzierende, leitende Elektrizitätsträger 13 und 14, die auf dem Isolierstoffkern 5 in der Verlängerung der Halbzylinder 7 und 8 liegen und parallel zur Achsrichtung der Maschine eine geringere Länge als die Halbzylinder 7, 8 besitzen. Für diesen Läufer 13, 14 wirkt der Halbzylinderkörper i als induzierender Erregerpol und der Halbzylinderkörper 2 als Schirm. Die leitenden Elektrizitätsträger 13 und 14 sind mit den Kontaktsektoren 15 und 16 verbunden, die auf dem Isolierstoffkern 5 angeordnet sind und mit den feststehenden ,Bürsten 17 und 1,8 zusammenarbeiten. Der zweite Läufer 13, 14 bildet mit den Halbzylinderkörpern i, 2 einen elektrostatischen Hilfsgenerator, für die Erregung des Hauptgenerators 7, 8, z, 2. Die Gesamtheit der beiden Generatoren ist gasdicht von einem zylindrischen Metallmantel ig umschlossen, in dessen Inneres man Gas unter erhöhtem Druck einfüllt, Die Bürste i i des Hauptgenerators ist an die eine Maschinenklemme 2oa über eine Leitung 21, den Halbzylinderkörper i und eine isoliert durch den Metallmantel i g hindurchgeführte Leitung 22 angeschlossen. Die Bürste 1a des Hauptgenerators ist durch eine den Mantel ig durchquerende und von diesem isolierte Leitung 23a mit der einen Belegung 24.9 eines Kondensators 24 verbunden, dessen andere Belegung 24b durch eine Leitung 23b an den Metallmantel ig Anschluß hat und dessen Kapazität weit größer als die zwischen einem Erregerpol und einem leitenden Elektrizitätsträger des Hauptgenerators auftretende Höchstkapazität ist. Die Bürste 17 des Hilfsgenerators anderseits steht durch eine Leitung 25 unmittelbar mit .dem Metallmantel 19 und die Bürste 18 über eine Leitung 26 mit. dem Halbzylinderkörper 2 in Verbindung. Die zweite Maschinenklemme tob ist an den Metallmantel i9 angeschlossen, welche die Masse oder Erde darstellt.
  • Die Maschine nach Abb. i und 2 arbeitet wie folgt: Es sei angenommen,. daß die Läufer durch die Welle 6 in der Richtung des in Abb. 2 eingezeichneten Pfeils in Umdrehung versetzt werden und ihre Ausgangsstellung der in Abb.2 wiedergegebenenLage entspricht. Ferner sei vorausgesetzt, daß das Potential des Halbzylinderkörpers i anfangs negativ und gleich - U und das :Anfangspotential des Halbzylinderkörpers 2 positiv und gleich -I- U-' ist und die Kapazität zwischen einem induzierenden Erregerpol und einem influenzierten, leitenden Elektrizitätsträger der Maschine den Wert C hat.
  • Wenn der Kondensator 24 anfangs keine Ladung hat, teilt ihm der leitende Elektrizitätsträger 8 unter der influenzierenden Einwirkung des Erregerpols 2 negative Elektrizität mit. Wird der Kontakt zwischen dem Sektor 1o und der Bürste 12 unterbrochen, so führt der Elektrizitätsträger 8 somit eine negative Ladung mit sich, und die Elektrode 24a des Kondensators 24 befindet sich jetzt auf einem positiven Potential gegenüber Masse. Dabei ist der Potentialunterschied an den Klemmen des Kondensators 24 viel kleiner als der zwischen Erregerpol und Elektrizitätsträger bestehende Spannungsunterschied, da die Kapazität zwischen diesen beiden Maschinenteilen viel geringer als die Kapazität des Kondensators 24 ist. Der leitende Elektrizitätsträger 8 hat bei diesem ganzen Vorgang infolge der Verbindung der Bürste 12 mit dem Kondensator 24 eine kleinere Ladung als bei unmittelbarem Anschluß der Bürste 12 an Erde, d. h. eine den Wert -C U unterschreitende Ladung, empfangen.
  • Wenn bei der weiteren Drehung des Isolierstoffkerns 5 der Kontakt zwischen dem 'Sektor io und der Bürste i i zustande kommt, wird die vom Elektrizitätsträger 8 mitgeführte Ladung an den äußeren Stromkreis über die Klemme 201 abgegeben, was durch die Anwesenheit des Schirms i begünstigt wird, der auf das gleiche Potential wie der Elektrizitätsträger 8 gebracht ist und so jeden Einfluß der Masse auf diesen verhindert.
  • Während dieser Zeit gibt der leitende Elektrizitätsträger 13 der Erregermaschine, der beim Vorbeigehen am Erregerpol i unter Aufrechterhaltung seiner Verbindung mit der Masse eine positive Ladung aufgenommen hat, diese Ladung über den Sektor 1ö und die Bürste 18 an den als Schirm bei der Erregermaschine wirksamen Halbzvlinderkörper 2 ab, dessen. Potential dadurch auf dem für die Influenzierung des leitenden Elektrizitätsträgers 7 erforderlichen Wert gehalten wird. Dieser Elektrizitätsträger 7 empfängt, wenn er sich dem Erregerpol 2 gegenüber befindet, eine Ladung, die geringer als die vorher vom Elektrizitätsträger 8 mitgeführte Ladung ist. Der Potentialunterschied an den Klemmen des Kondensators 24 ist nämlich infolge der Ladung, die dann der -leitende Elektrizitätsträger aufnimmt, gegenüber dem Potentialunterschied gewachsen, der an diesen Klemmen im Augenblick der Kontaktunterbrechung zwischen dem Sektor io und der Bürste bestanden hat. Die Aufladung des Elektrizitätsträgers 7 erfolgt daher nicht mehr unter der Einwirkung des Potentialunterschiedes zwischen Erregerpol und Masse, sondern einer gegenüber diesem Potentialunterschied um die dazu gegensinnige Klemmenspannung des Kondensators 24 verminderten Spannung.
  • Der leitende Elektrizitätsträger 7 gibt dann diese verringerte Ladung an den äußeren Stromkreis ab, den die Maschine speist, und das Siel dieser Vorgänge wiederholt sich bei .der weiteren Drehung der Läufer der Maschine, so daß die von den leitenden Elektrizitätsträgern 7 und 8 dem äußeren Stromkreis in Aufeinanderfolge mitgeteilten Ladungen schrittweise abnehmen. Infolgedessen sinkt auch die Spannung an den Klemmen 20a, tot' der Maschine, und dies um so mehr, als das Potential des mit der Klemme 20" verbundenen induzierenden Pols i der Erregermaschine in entsprechender Weise abnimmt, was eine allmähliche Verminderung der Leistung der Erregermaschine und dadurch sowie wegen der Potentialverluste am Erregerpol 2 auch eine Verkleinerung der Leistung des Hauptgenerators zur Folge hat.
  • Wenn :die Leistung des Hauptgenerators und seiner Erregermaschine sehr nahe dem Wert Null ist, tritt ein Augenblick ein, wo der Kondensator 24 beginnt, die Elektrizitätsträger g und ro bei der Herstellung ihres .Anschlusses an die Kondensatorklemme 24a positiv aufzuladen. Die Polarität des Halbzylinderkörpers i, der inWirkungsbeziehung zu diesen Elektrizitätsträgern gebracht ist, wird daher ebenso wie die Polarität der durch die Elektrizitätsträger 13 und 14 mitgeführten Ladungen umgekehrt, was einen raschen Abfall des Potentials des Erregerpols 2 und dann den Wechsel seines Vorzeichens hervorruft. Der Kondensator 24 entladet sich vollständig, und dann wiederholt sich der beschriebene Arbeitszyklus, jedoch mit Potentialen von entgegengesetztem Vorzeichen, für alle Teile der Maschine bei deren weiterem Gang. Der Kondensator 24 ladet sich wieder auf, sein Belag 24a wird dann negativ, die durch die leitenden Elektrizitätsträger 7, 8 dem äußeren Stromkreis über die Klemme 2oa mitgeteilten positiven Ladungen nehmen allmählich wieder ab, und die Polarität der Maschine wird von neuem umgekehrt, und so setzt sich das Spiel der Vorgänge fort.
  • In ähnlicher Weise kann man einen periodischen Polaritätswechsel der Maschine dadurch erzielen, daß man einen Kondensator zwischen die Bürste 17 der Erregermaschine und die Masse einschaltet, statt ihn zwischen der Masse und der Bürste 12 des Hauptgenerators vorzusehen. Die Periode der Polaritätswechsel ist vor allem durch die Kapazität des Kondensators und seine Isolierung bestimmt und um so größer, je höher seine Kapazität und je besser seine Isolierung ist. Man kann daher diese Periode insbesondere durch Änderung der Kapazität und. gegebenenfalls, des Verluststroms mittels eines hohen, im Nebenschluß zum Kondensator liegenden Widerstandes regeln, wie dies der in Abb.2 gestrichelt wiedergegebene Widerstand 27 andeutet.
  • Vorteilhaft ist es, in allen Fällen eine Möglichkeit für Stromentweichung entweder durch einen hohen Widerstand oder auch z. B. durch eine in den Lieferstromkreis der Maschine eingeschaltete Vorrichtung mit dunkler Entladung zu schaffen, da die Vorrichtung nach der Erfindung nicht eine Umkehrung der Polarität hervorrufen kann, wenn der Widerstand des Lieferstromkreises zu hoch ist. Ferner empfiehlt es sich, einen Spannungsbegrenzer wie z. B. einen selbsttätigen Unterbrecher oder eine kleine Funkenstrecke mit Gasionisierung in Abzweigung von den Klemmen des Kondensators 24 vorzusehen, um zu vermeiden, daß das Dielektrikum des Kondensators unter der Einwirkung einer auf eine zu starke Aufladung der Kondensatorbeläge folgende Entladung durchlöchert wird.
  • Die Anwendung der Vorrichtung nach der Erfindung zur beliebigen Festlegung der Polarität :eines- elektrostatischen Generators mit Erregermaschine ist in einer Ausführungsform durch die Schaltanordnung nach Abb. 3 veranschaulicht, bei der die aus Abb. i und 2 übernommenen Teile mit den gleichen Bezugsziffern wie dort bezeichnet sind. " Gemäß Abb. 3 ist von den Klemmen des Kondensators-24, dessen Belag 24a über die Leitung 23a an die eine Bürste des von dem Metallmantel ig umgebenen elektrostatischen Generators mit den Klemmen 2oa, - tob angeschlossen ist, ein Druckknopfschalter 31 abgezweigt, der in seiner Ruhestellung den Kondensator 2r4 kurzschließt. Ferner liegt in der den Kondensatorbelag 24b mit dem Mäntel ig der Maschine verbindenden Leitung 23b eine Lumineszenzentladungsröhre 32, zu der ein Widerstand 33 'einen Nebenschluß bildet. Die Röhre 32, - die -von an "sich bekannter Bauart ist,- enthält zwei gleiche .Elektroden, von denen die beim Stromdurchgang durch die Röhre als Kathode wirksame Elektrode vors einer leuchtenden Hülle umgeben ist und dadurch sofort den Richtungssinn des Stromdurchgangs erkennen läßt: -Die Vorrichtung nach Abb. 3 arbeitet wie folgt: Werin` die Maschine in Gang gesetzt wird und durch die rückständigen Ladungen ihrer Erregerpole auf Spannung-gekommen ist, wird ihre anfangs beliebige Polarität durch die Lumineszenzröhre 32 angezeigt. Entspricht -diese Polarität der -gewünschten Polarität, so ist keine weitere Maßnahme erforderlich. Im gegenteiligen Fall drückt man auf den Knopf des Schalters 31, wodurch der Kondensator in dem Stromkreis'- der Maschine wirksam wird. Es treten dann die anläßlich der Erläuterung von Abb. i und 2 beschriebenen Vorgänge auf, die zur Umkehrung " der Polarität der Maschine führen. Im Maße des Fortschreitens dieser Vorgänge zeigt sich ein mehr und mehr zunehmendes Schrumpfen der leuchtenden Hülle, welche die als Kathode arbeitende Elektrode der Röhre 32 umgibt, was andeutet, daß die Maschine allmählich in ihrer Spannung abnimmt. Die leuchtende Hülle tritt dann an der anderen Elektrode der Röhre 32 auf, und dies ist ein Anzeichen dafür, daß die Maschine im anderen Richtungssinn wieder auf .Spannung kommt. Wenn der leuchtende Schein, der von der einen zur anderen Elektrode übergeht, an der von ihm zuerst umhüllten Elektrode vollkommen erloschen ist und seine maximale Helligkeit an der anderen Elektrode der Röhre 3z erreicht hat, läßt man den Druckknopf des Schalters 31 los, wodurch der Kondensator 24 wieder kurzgeschlossen und damit unwirksam gemacht wird, so daß die erreichte Polarität der Maschine bestehen bleibt.
  • Soll die Polarität der Maschine von vornherein irl endgültiger Weise festgelegt werden, so kann man .die Vorrichtung nach der Erfindung in der Schaltanordnung nach Abb.4 verwenden, welche selbsttätig den Kondensator 24 nach Bedarf wirksam und unwirksam macht und bei der die auch in Abb. i, -2. und 3 -vorkommenden Teile die gleichen Bezugsziffern, wie dort aufweisen. Gemäß Abb.4 liegt im Nebenschluß zum Kondensator 2,4 eine Diode .34, bei der die Anode und die Kathode so geschaltet sind, daß der Strom durch die Diode in dem der gewünschten Polarität entsprechenden Richtungssinn hindurchgeht. Beispielsweise ist nach Abb.4 die Anordnung so getroffen, daß sich ein negatives Potential für die Klemme 20a der Maschine ergibt.
  • Nenn die Maschine bei ihrem Anlassen im gewünschten Richtungssinn auf Spannung kommt, geht der Strom durch die Diode 34, und der dadurch kurzgeschlossene Kondensator 24 bleibt ohne Wirkung. Wenn jedoch die Maschine beim Anlaufen die entgegengesetzte Polarität annimmt und daher der Klemme 20a ein positives Potential zu erteilen sucht, ist die Diode 34 für den Stromdurchgang gesperrt, so daß der Kondensator 24 wirksam wird und sich nach und nach aufladet. "Die anläBlich Abb. i und 2 geschilderten, den Polaritätswechsel herbeiführenden Vorgänge spielen sich nunmehr bei der Schaltung nach Abb. 4 ab und ergeben die gewünschte Polarität der Maschine. Die Diode 34 wird darauf leitend und der demgemäß wieder kurzgeschlossene Kondensator 24 unwirksam, so daß die erreichte Polarität bestehen bleibt. Vorteilhaft ist es, mit der Diode 34 einen Widerstand 35 in Reihe zu schalten, um die Zerstörung der Diode durch eine unzeitige Entladung des Kondensators zu vermeiden.
  • An Stelle der nur beispielsweise angeführten Diode 34 kann man jedes andere elektrische Gerät verwenden, das den Durchgang eines Stroms in .dem einen Richtungssinn - bei der höchstmöglichen Spannung zwischen den Kondensatorklemmen zu verhindern vermag, aber einen beliebigen Strom in der Gegenrichtung frei durchtreten läßt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Umkehren der Polarität eines elektrostatischen Generators mit zu induzierenden leitenden Elektrizitätsträgern und einer Erregermaschine, dadurch gekennzeichnet, daß in den elektrischen Stromkreis, der die mit je einem zu influenzierenden Elektrizitätsträger (7 oder 8) bei dessen Einstellung gegenüber einem Erregerpol (i oder 2) in Kontakt kommenden Bürsten (11, 12) miteinander verbindet, ein Kondensator (24) eingeschaltet ist, dessen Kapazität die Höchstkapazität überschreitet, die zwischen einem Erregerpol (i oder 2) und einem leitenden Elektrizitätsträger (7 oder 8) der Maschine auftreten kann (Abb. i und 2).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Klemmen des Kondensators (24) ein hoher Ableitwiderstand (27) liegt (Abb. 2).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Klemmen des Kondensators (24) ein Spannungsbegrenzer, z. B. eine kleine Funkenstrecke mit ionisiertem Gas, zur Vermeidung einer Beschädigung des Kondensatordielektrilmms durch zu starke Entladung verbunden ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lumineszenzentladungsröhre (32) mit zwei gleichen Elektroden zum Kondensator (24) in Reihe geschaltet ist (Abb. 3).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Schalt- und Steuermittel (31 oder 34) vorgesehen sind, durch welche der Kondensator (24) nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden kann oder selbsttätig wirksam oder unwirksam gemacht wird (Abb. 3 oder 4).
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein von Hand bedienbarer Schalter W), z. B. ein Druckknopfschalter, parallel zu den Klemmen des Kondensators (24) gelegt ist und in seiner Ruhestellung den Kondensator (24) kurzschließt (Abb. 3)-7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Klemmen des Kondensators (24) ein einseitig leitfähiges elektrisches Gerät (34), z. B. in Form einer Diode, verbunden ist, das den Stromdurchgang in einem Richtungssinn gestattet, sich aber dem gegensinnigen Stromdurchgang bei der höchstmöglichen Spannung zwischen den Kondensatorklemmen widersetzt (Abb.4).
DEC3773A 1950-02-07 1951-02-03 Vorrichtung zum Umkehren der Polaritaet eines elektrostatischen Generators Expired DE870575C (de)

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