DE872299C - Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen

Info

Publication number
DE872299C
DE872299C DEW6830A DEW0006830A DE872299C DE 872299 C DE872299 C DE 872299C DE W6830 A DEW6830 A DE W6830A DE W0006830 A DEW0006830 A DE W0006830A DE 872299 C DE872299 C DE 872299C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metallic
production
surface layers
phosphoric acid
metallic materials
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW6830A
Other languages
English (en)
Inventor
Aloys Dr Wuestefeld
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEW6830A priority Critical patent/DE872299C/de
Priority to DEW6997A priority patent/DE882030C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE872299C publication Critical patent/DE872299C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/50Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials
    • C04B41/5076Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements with inorganic materials with masses bonded by inorganic cements
    • C04B41/5092Phosphate cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflächen Die Erzeugung. von Phosphatschichten auf Eisen und Zink in Bädern saurer Metallphosphatlösungen ist allgemein bekannt. Man hat auch versucht, mit Hilfe saurer Phosphatlösungen und phosphorsäurehaltiger Pasten verrostete Metalloberflächen im @Anstrichverfahren zu entrosten und gleichzeitig eine Phosphatschicht zu erzeugen. Es sind das die bekannten Rostumwandler. Zur Herstellung solcher Pasten verwendet man z. B. feines, staubfreies Glimmermehl, das mit Phosphorsäure zu einem Brei angerührt wird. Die Einzelteilchen dieses Glimmermehls sind feine Blättchen von einer Größe nicht unter ioo Maschen auf i cm Drahtgeflecht, kleinere Teilchen, der Glimmerstaub, wirkt ungünstig. Die Wirkung des Glimmermehls beruht auf rein physikalischen Eigenschaften, besonders auf der Eigenschaft, große Mengen Flüssigkeit aufzunehmen und ein zu schnelles Verdunsten des Wassers zu verhindern. Der Glimmer dient als Wasserspeicher für die phosphorsaure Lösung, bis so viel Metall in Lösung gegangen ist, daß aus der Lösung das Metallphosphat aushydrolisiert. Gegen alle Rostumwandler ist eingewandt worden, daß die Reaktion Rost -I- Phosphorsäure = Eisenphosphat wegen der stets unbekannten stöchiometrischen Verhältnisse nie so gesteuert werden könne, daß stets der ganze Rost umgewandelt und die gesamte Phosphorsäure verbraucht würde. Bleibe Rost übrig, so sei der Zweck nicht erfüllt, bleibe aber Phosphorsäure übrig, so -sei eine neue Gefahr für den Deckanstrich gegeben. Dieser letzten Gefahr versucht das Verfahren mit Glimmer zu begegnen, indem der Wasserspeicher Glimmer die Phosphorsäure verdünnt und reaktionsfähig auch mit blankem Eisen hält. Der Gefahr, daß Rost übrigbleibt, kann man nur durch wiederholtes Aufstreichen begegnen. Unter ungünstigen Temperaturbedingungen und großer Lufttrockenheit ist das Verfahren mit Glimmer unbefriedigend, da unter diesen Bedingungen überschüssige Phosphorsäure zurückbleibt. .
  • Es wurde nun gefunden, daß Pulvergemische des Dreistoffsystems Ca 0-A12 03-S' 02 imstande sind, verschiedene Phosphorsäuremengen abzubinden. Es handelt sich hier nicht um eine einfache chemische Umsetzung mit bestimmtem stöchiometrischem Verhältnis, sondern um einen komplizierten Abbindevorgang, der durch den hohen Kieselsäuregehalt bedingt ist.
  • Überraschenderweise tritt der Abbindevorgang erst ein, wenn die Phorsphorsäure genügend konzentriert ist; durch hohen Wassergehalt wird das Abbinden unterbunden. Von diesem Umstand macht man Gebrauch, indem das Pulvergemisch mit verdünnter, etwa 2o%ig-er Phosphorsäurelösung zu einem dünnen Brei angerührt und auf die Metalloberfläche aufgestrichen wird. Nach dem Aufstreichen verdunstet das Wasser allmählich und mit ,urnehmender Konzentration der Phosphorsäure setzt das Abbinden ein. Da zum Abbinden keine stöchiometrisch bestimmte Phosphorsäuremenge benötigt wird, bleibt genügend Phosphorsäure übrig, die Metalloberfläche anzugreifen bzw. den Rost aufzulösen. Die Masse erstarrt allmählich unter Bildung von S'02-Gelen. Die Schicht ist fest mit dem Metall verbunden, sie ist nicht spröde, sondern macht alle Verformungen des Metalls mit, ohne seine Verbindung mit dem Metall zu lösen.
  • Von den Pulverzusammensetzungen der bekannten Zahnzemente unterscheidet sich dieses Pulvergemisch durch den hohen S102 Gehalt. Hierdurch wird das Abbinden mit der verdünnten Phosphorsäurelösung verhindert, so daß man das angerührte Gemisch beliebig lange stehenlassen kann. Durch Gegenüberstellung mit Pulverzusammensetzungen anderer Zemente sei auf die Unterschiede hingewiesen Ca 0 S I' 02 A12 03 67,13 23,71 8,12 Portlandzement 15,7 23,9 56,3 Zahnzement 15,3 . 47,0 33,2 Oberflächenzement Geringe Zusätze von Be 0, Ca F2, Mg0 -und Glimmer können gemacht werden. Zum Beispiel ererhöht ein geringer Glimmergehalt die Elastizität der Schicht.
  • Mit diesem Oberflächenzement lassen sich nicht nur Schichten auf Eisen und Zink herstellen, sondern auch auf allen anderen Metallen, besonders gut auch auf Aluminium. SelbstaufWerkstoffoberflächen; die nicht von -Phosphorsäure angegriffen werden, z. B. Plexiglas oder anderen Kunststoffen, läß@t sich eine Schicht erzeugen, da ja die Phosphorsäure ganz von dem Pulvergemisch abgebunden werden kann.
  • Der dünne Zementbrei kann mittels Pinsel aufgestrichen, mit der Spritzpistole aufgespritzt oder auch aufgewalzt werden. Die erhärtete Zementschicht ist sehr widerstandsfähig, sie verleiht Metallen einen ioo%igen Korrisionsschutz, ergibt eine gute Isolierschicht gegen den elektrischen Strom, und auch als Kitt zum Verbinden von Werkstoffen läßt sich diese Mischung benutzen. Sie ist bis zu einer Temperatur von 81o° beständig. Anwendungsbeispiele i. für Aluminium Auf ioo g einer 251/oigen H3 P 04 Lösung mit 13,5 g/1 Zn-Gehalt kommen 35 g eines Pulvergemisches mit der Zusammensetzung 16'1/o Ca 0, 48'/o S102, 34% A12 03, Rest H2 O; 2. für Eisen Auf i5og einer 25%igen H,PO4Lösung mit 13,5 g/1 Zn-Gehalt kommen 35 g eines Pulvergemisches mit der Zusammensetzung 161/o Ca0, 841/o eines Aluminiumsilicats mit 551/o Si 02 und 401/o A12 03, Rest Wasser; 3. für rostiges Eisen Auf Zoo g einer 25%igen H3 P O4 Lösung mit 13,5 g/1 Zn-Gehalt kommen 35 g eines Pulvergemisches mit der Zusammensftzung 16% CaO, 841/o eines Aluminiumsilicats mit 551/o Si 02 und 401/o A12 03, Rest Wasser.

Claims (6)

  1. PATEN TANSPRITCHE: i. Verfahren zur Erzeugung von Oberflächenschichten auf metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen, dadurch gekennzeichnet, da;ß ein Pulvergemisch des Dreistoffsy stems Ca 0-A12 03- S' O2 mit verdünnter wässeriger Phosphorsäure zu einem Brei angerührt und in dünner Schicht auf die Werkstoffoberfläche aufgetragen wird.
  2. 2. Verfahren zur Erzeugung von Oberflächenschichten auf metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der S'02-Gehalt des Pulvergemisches mindestens so hoch ist wie die Summe des Gehaltes der beiden übrigen Komponenten.
  3. 3. Verfahren zur Erzeugung von Oberflächenschichten auf metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der S'02- und Ale 03-Gehalt des Dreistoffsystems durch ein Aluminiumsilicat mit 35 bis 41% A1203 und 5o bis 55'1/o Si02 ersetzt wird.
  4. 4. Verfahren zur Erzeugung von OberflIchenschichten auf metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Pulvergemisch des Drei= stoffsystems Ca0-A1203-S'02 weitere Metalloxyde und/oder Stoffe wie CaF2 und Glimmer bis zu einer Menge von ioo/o der Gesamtpulvermenge zugegeben werden.
  5. 5. Verfahren zur Erzeugung von Oberflächenschichten auf metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß dem Pulvergemisch Farbzusätze bis zu 3 % der Gesamtpulvermenge zugesetzt werden.
  6. 6. Verfahren zur Erzeugung von Oberflächenschichten auf metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle verdünnter wässeriger Phosphorsäure eine stark saure wässerige Metallphosphatlösung verwandt wird.
DEW6830A 1951-10-03 1951-10-03 Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen Expired DE872299C (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW6830A DE872299C (de) 1951-10-03 1951-10-03 Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen
DEW6997A DE882030C (de) 1951-10-03 1951-10-26 Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW6830A DE872299C (de) 1951-10-03 1951-10-03 Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE872299C true DE872299C (de) 1953-03-30

Family

ID=7593322

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW6830A Expired DE872299C (de) 1951-10-03 1951-10-03 Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE872299C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1021778B (de) * 1955-11-10 1957-12-27 Wunnersche Bitumen Werke G M B Verfahren zur Hemmung einer Korrosion von Stahleinlagen in elektrolythaltigem Beton oder Moertel
DE102016203739A1 (de) * 2016-03-08 2017-09-14 Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Würzburg Paketsystem einer elektrischen Maschine, elektrische Maschine und Verfahren zur Herstellung des Paketsystems

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1021778B (de) * 1955-11-10 1957-12-27 Wunnersche Bitumen Werke G M B Verfahren zur Hemmung einer Korrosion von Stahleinlagen in elektrolythaltigem Beton oder Moertel
DE102016203739A1 (de) * 2016-03-08 2017-09-14 Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Würzburg Paketsystem einer elektrischen Maschine, elektrische Maschine und Verfahren zur Herstellung des Paketsystems

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1519185C3 (de) Korrosionsbeständige und korrosionsverhindernde Anstrichmittel
DE2131584C3 (de) Verfahren zur Herstellung beschleunigt gehärteter Schutzanstriche
DE1902343A1 (de) Zinkstaubzusammensetzung und Verfahren zum Schutz von Stahloberflaechen
DE860309C (de) Verfahren zur Herstellung von Phosphatueberzuegen auf Metallen mit hohem Aluminiumgehalt
LU85097A1 (de) Saeuregehaertete,mit mineralwolle vertraegliche anorganische bindemittelzusammensetzungen
DE2737741B2 (de) Grundiermasse und deren Verwendung zur Beschichtung einer Oberfläche
DE69118770T2 (de) Antikorrosive Überzugszusammensetzung
DE872299C (de) Verfahren zur Erzeugung von Phosphatzementschichten auf Werkstoffoberflaechen
DE1621500B1 (de) Waessriges Korrosionsschutzmittel fuer Metalloberflaechen
DE2000199C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Bindemitteln für überzugsmittel und deren Verwendung für Zinkstaubfarben
DE2235814C3 (de) Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Glasformkörpern durch Aufbringen einer wäßrigen, Aluminiumphosphat enthaltenden Lösung auf die erhitzte Glasoberfläche und Lösung zur Durchführung des Verfahrens
DE1228118B (de) Verfahren zur kathodischen Oberflaechen-behandlung von Eisen- und Stahlgegenstaenden
EP0007060A1 (de) Beschichtungspasten für anorganische Baustoffe und Verfahren zur Beschichtung sowie beschichtete Baustoffe
DE102010025707A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Schutzschichten auf Flacherzeugnissen aus Titanzink
DE2152914A1 (de) Korrosionsschutzmittel
DE694772C (de) Waessriges Anstrichmittel auf anorganischer Grundlage
EP0171043B1 (de) Verfahren zur Passivierung von Blei- und bleihaltigen Oberflächen
DE811648C (de) Metallbehandlungsmittel
DE265143C (de)
DE583349C (de) Verfahren zur Verbesserung der rostschuetzenden Phosphatueberzuege auf eisernen Gegenstaenden
DE639816C (de) Herstellung festhaftender Schutzueberzuege auf Metall
DE2311745A1 (de) Anstrichmittel bzw. anstrichmasse zur beschichtung von angerosteten eisenwerkstoffen
DE1669178B2 (de) Bindemittel auf basis von alkalisilikaten
DE1669178C3 (de)
EP1713955A1 (de) Schwarzpassivierung von zink- oder zinklegierungsoberflächen