DE874790C - Schaltung fuer die Einstellung von Fahrstrassen in Eisenbahnsicherungsanlagen - Google Patents

Schaltung fuer die Einstellung von Fahrstrassen in Eisenbahnsicherungsanlagen

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DE874790C
DE874790C DEL9248A DEL0009248A DE874790C DE 874790 C DE874790 C DE 874790C DE L9248 A DEL9248 A DE L9248A DE L0009248 A DEL0009248 A DE L0009248A DE 874790 C DE874790 C DE 874790C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relay
contacts
circuit
group
route
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Expired
Application number
DEL9248A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr-Ing Habil Schmitz
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Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
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Publication date
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Publication of DE874790C publication Critical patent/DE874790C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61—RAILWAYS
    • B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00—Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06—Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Schaltung Die Fahrstraßenstellrelais stellen nach Anschaltung durch die Fahrstraßentasten alle falschliegenden Weichen eines Fahrweges in die richtige Lage um. Hierzu werden je Weichenlage entsprechend der Weichenschaltung zwei Kontakte am Fahrstraßenstellrelais benötigt. Zur Umstellung einer- Weiche in die Pluslage werden also zwei Kontakte des Fahrstraßenstellrelais, für die Umstellung in die Minuslage ebenfalls zwei Kontakte gebraucht. Diese Verdoppelung der Weichenanschaltkontakte ist mit Rücksicht auf die Sicherheitsbedingungen der Weichenschaltung geboten. Die Fahrstraßenrelais müssen außer der Anschaltung der Weichen die laut Verschlußtafel erforderlichen gegenseitigen Ausschlüsse herstellen, wozu ebenfalls Kontakte benötigt werden. Zur Anschaltung des Fahrstraßenfestlegers und zur Anschaltung der Fahrstraßen Lampe ist außerdem jeweils ein Kontakt vorzusehen.
  • Uni nun in erheblichem Maße Anschaltkontakte einzusparen, wird erfindungsgemäß für die Fahrstraßen, die bei einer oder mehreren Weichen die gleiche Weichenlage verlangen, ein besonderes Relais (Gruppenrelais) angeordnet, das durch je einen Kontakt der Fahrstraßenstellrelais angeschaltet wird. Diese Gruppenrelais benötigen keine Kontakte für die Steuerung der Festleger und die Anschaltung von Lampen. Werden diese Gruppenrelais gleichzeitig für die Ausschlüsse der Fahrstraßen gebraucht, so können: sie als Stützrelais ausgebildet werden. Dienen sie dagegen nur zur Anschaltung der -Weichen, so können; soweit die Kontaktzahl für die Anschaltung der Weichen ausreicht, einfache Relais verwendet werden. Damit stehen für die Anschaltung der Weichen allein bei Verwendung, eines Stützrelais mit i2 Kontakten maximal io Kontakte, bei Verwendung eines einfachen Relais z. B. alle 6 Kontakte zur Verfügung, so daß mit dem Stützrelais maximal 5 Weichen, mit dem einfachen Relais 3 Weichen angeschaltet werden können.
  • An Hand der Fig. z bis 5 sei eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgedankens näher erläutert. Fig. z zeigt eine Verschlußtafel. Zunächst soll der Weichenbeil mit den 29 eingetragenen Weichen betrachtet werden. Es ist nun, zweckmäßig und auch bereits bekannt, für jede Fahrtrichtung, also z. B. für alle Einfahrten oder alle Ausfahrten in einer Richtung, ein Richtungsrelais anzuordnen, dessen Zweckmäßigkeit sich aus der Schaltung der Fahrstraßenfestlegung ergibt. Da die Weichen 3 und q. bei allen a-Fahrten in die Pluslage gebracht werden müssen, kann diese Anschaltuxig durch das Richtungsrelais FSa (Fig. 3a, 3ib, 4) erfolgen: Die Weichen 2"r, 22, --3 und. 24 müssen bei den Fahrstraßen ca 2, d 2, b:2 und, d z in Pluslage gestellt werden. Nach der Erfindung isb hierfür ein Gruppenstützrelais vorzusehen, das die Bezeichnung FSga (Fig.4) erhalten möge. Die Weichen 6, 7 und 9 mÜssen bei den Fahrstraßen a:2, b:2- und d Z in Minuslage, die Weiche 8 in Pluslage gestellt werden. Hierzu sei ein Gruppenrelais FSgb (Fig. 4) angeordnet. Die Weichen 6 und 7 verlangen Pluslage bei den Fahrstraßen a3, a4, b3; b4 und t 3. Hierzu wird ein einfaches Relais als Gruppenrelais FSgc (Fig. 4) angeordnet. Die nach der Verschlußtafel gebildeten Gruppen sind also laufend mit Buchstaben bezeichnet, wobei die Fahrstraßengruppenrelais zur Kennzeichnung ein zusätzliches g erhalten haben.
  • In Fig. 2a und 2b sind zwei Ausführungsformen für den Gleisbildtisch angedeutet. Diese Gleisbilder entsprechen der Verschlußtafel Fig. z. Nach Fig. 2a sind in jedem Gleis Fahrstraßen-tasten t bis t8 und in den Streckengleisen die Fahrstraßentasten tx, ta, ty und tb vorgesehen. Durch Bedienen je einer Gleis- und einer Streckentaste kann jede Fährstraße eindeutig bestimmt werden. Dieses Verfahren ist nur dann möglich, wenn es sich um zweigleisige Strecken handelt. Bei eingleisigen Strecken ist eine Unterscheidung der Richtung erforderlich, die dadurch erfolgen kann, daß man im Streckengleis zwei Tasten anordnet, eine für die Einfahrt und eine für die Ausfahrt, oder, was sinnfälliger ist, im Bahnhofsgleis zwei Tasten vorsieht, wobei man. von der Zugspitze ausgeht. Dieses Verfahren läßt sich selbstverständlich, wie Fig. 2b zeigt, auch für zweigleisige Strecken anwenden. Hierbei: wird z. B. bei einer Ausfahrt aus Gleis 2 nach Richtung x im Streckengleis die Taste tx, im Gleis 2 die Taste td gedrückt. Bei einer Einfahrt aus Richtung a in Gleis 2 wird hingegen die Taste ta mit der Taste-t.2 gemeinsam: gedrückt, weil bei der Ausfahrt der Zug vor dem Ausfahrsignal D am Weichenkopf steht, während er bei der Einfahrt das Gleis :2 völlig befährt bis zum Ausfahrsignal am anderen Bahnhofskopf. Nach diesem Verfahren, Fig. 2b, erkennt der Wärter ohne Schwierigkeit, welcher Teil des Fahrweges für die Fahrt überwacht werden muß.
  • In Fig. 3a sind die Stromkreise der Fahrstraßenstellrelais für die Anordnung nach, Fig.2a, in Fig.3b für die Anordnung nach Bild 2b dargestellt. Durch Anordnung der Kontakte der Fahrstraßentasten vor und hinter den Fahrstraßenstellrelais läßt sich die Schaltung so entwerfen, daß an jeder Taste nur ein Kontakt erforderlich ist. Die Streckentastenkontakte ta, tx, tb und ty liegen am Beginn der Stromkreise, die Gleistastenkontaktet2, t3 usw. am Ende der Stromkreise. Aus den Schaltungen Fig. 3a und 3b ist zu erkennen, wie mit einem sehr geringen Aufwand an Ausschlüßkontakten die vielen, nach der Verschlußtafel erforderlichen Ausschlüsse erzielt werden können, wobei die Fahrstraßengruppenrelais FSgb, FSgg und FSgi für die Ausschlüsse mitbenutzt werden, die deshalb Stützrelais sein müssen.
  • Fig.4 stellt die Anschaltung der Fahrstraßengruppenrelais dar. Die hierfür erforderlichen Kontakte der Fahrstraßenstellrelais können aus der Verschlußtafel abgelesen werden.
  • Die Anschaltung der Weichen ist in, Fig. 5 dargestellt. Danach braucht die Weiche r nur durch das Fahrstraßengruppenrelais FSgh in Pluslage gestellt zu werden, wozu dieses Relais: zwei Kontakte f sb 7 und f sb 8 benötigt, während z. B. für die Minuslage der Weiche 3 je zwei Kontakte der Fahrstraßengruppenrelais- FSgg und FSgi erforderlich sind. Nur für die Fahrstraße b 7, bei der sich für die Minuslage der Weiche 5_ und die Pluslage der Weichen 16, z7, 27 und 28: keine Fahrstraßengruppen bilden lassen, weil diese Weichen nur durch die Fahrstraße b 7 in die betreffende Lage gebracht werden müssen, würde die Kontaktzahl am Fahrstraßenstellrelais b 7 nicht ausreichen. Um auch hier mit einem Relais gleicher Kontaktzahl auszukommen, ist ein Wiederholerrelais FSWb7 hierfür vorgesehen., wie die Schaltung Fig. 4 und die Aufstellung Fig. 5 zeigen.
  • DieErfindung hat folgendenwirtschaftlichenVorteil: Würden die Ausschlüsse einzeln herbeigeführt werden, so 'würden als Ausschlußkontakte 148 Kontakte der Fahrstraßenstellrelais benötigt. Diese Zahl ergibt sich durch Auszählen der Pluszeichen im Fahrstraßenteil oder Verschlußtafel. Zählt man die Plus- und Minuszeichen im Weichenteil der Verschlußtafel aus, so erhält man 136 # 2 = 272 Kontakte zum Anschalten der Weichen. Das ergibt zusammen 42o Kontakte der Fahrstraßenstellrelais. Da diese außerdem 16 Kontakte zur Anschaltung der Festleger, 32 zur Anschaltung der Lampen und: 32 Sparkontakte benötigen, beträgt die Gesamtkontaktzahl 5oo. Zählt man die Kontakte an den nach der Erfindung ermittelten Schaltungen aus, so erhält man. einschließlieh der Anschaltkontakte für die Festleger, der Anschaltkontakte für die Lampen. und die Sparkontakte der Stützrelais insgesamt 263 Kontakte. Diese Einsparung an Kontakten wird durch zusätzlichen Aufwand von zehn Stützrelais und sechs einfachen Relais erzielt. Setzt man das Stützrelais ohne Kontakte gleich dem Wert von zehn Kontakten und das einfache Relais gleich dem Wert von vier Kontakten, so entspricht derzusätzliche Relaisaufwand z24Kontakten. Das ergibt mit 263 zusammen 3$7 Kontakte, was einer Einsparung von 113 Kontakten entspricht. Diese Einsparung wird bereits bei der kleinen dargestellten Verschlußtafel erzielt. Bei größeren Anlagen erhöht sich die Einsparung ganz erheblich. Abgesehen von der Kosteneinsparung erhält man durch dieses Verfahren auch kurze übersichtliche Stromkreise, die der Störungssuche und Störungsbeseitigung zugute kommen. Man. muß nämlich berücksichtigen, daß ein Relais nur zwei Anschlüsse hat, während die vier Kontakte acht Anschlüsse erfordern, mit dem entsprechenden Aufwand an Schaltung. Ferner ist bei diesem Vergleich noch nicht in Rechnung gestellt, daß bei der Verwendung vielkontaktiger Relais ein erheblicher Mehraufwand an uribeschalteten Kontakten durch die erforderliche Abstufung der Kontaktzahl an den Relais eintritt. Dieser Mehraufwand an Kontakten dürfte sich erfahrungsgemäß im aljgemeinen zwischen. 2o und 40 % bewegen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Schaltung für die Einstellung von. Fahrstraßen durch. Fahrstraßenstellrelais in Eisenbahnsicherungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß für die Fahrstraßen, die bei einer oder mehreren Weichen: die gleiche Weichenlage verlangen, ein besonderes Relais (Gruppenrelais) angeordnet wird, das durch je einen Kontakt der Fahrstraßenstellrelais angeschaltet wird.
  2. 2. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gruppenrelais (z. B. FSgb) zur An:schaltung eines weiteren Gruppenrelais (FSg k) verwendet wird.
  3. 3. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Kontakte der Gruppenrelais als Ausschlußkontakte (z. B. f sgg und f sgi) in den Stromkreis der Fahrstraßenstellrelais geschaltet werden.
  4. 4. Schaltung nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gruppenrelais als Stützrelais ausgebildet ist.
  5. 5. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Bildung der Gruppen in der Verschlußtafel kenntlich gemacht wird.
  6. 6. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Gruppenrelais Weichen zur Umstellung- angeschaltet werden.
  7. 7. Schaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Stromkreis der Fahrstraßenstellrelais auf der einen Seite, z. B. vor den Relais, die Kontakte der in den Streckengleisen liegenden Tastern und auf der entgegengesetzten Seite, z. B. hinter den Relais, die Kontakte der in den Bahnhofsgleisen liegenden Tasten bzw. die durch die Tasten gesteuerten Relais liegen (Fig. 3a und 3b).
DEL9248A 1951-06-10 1951-06-10 Schaltung fuer die Einstellung von Fahrstrassen in Eisenbahnsicherungsanlagen Expired DE874790C (de)

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