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Schaltung Die Fahrstraßenstellrelais stellen nach Anschaltung durch
die Fahrstraßentasten alle falschliegenden Weichen eines Fahrweges in die richtige
Lage um. Hierzu werden je Weichenlage entsprechend der Weichenschaltung zwei Kontakte
am Fahrstraßenstellrelais benötigt. Zur Umstellung einer- Weiche in die Pluslage
werden also zwei Kontakte des Fahrstraßenstellrelais, für die Umstellung in die
Minuslage ebenfalls zwei Kontakte gebraucht. Diese Verdoppelung der Weichenanschaltkontakte
ist mit Rücksicht auf die Sicherheitsbedingungen der Weichenschaltung geboten. Die
Fahrstraßenrelais müssen außer der Anschaltung der Weichen die laut Verschlußtafel
erforderlichen gegenseitigen Ausschlüsse herstellen, wozu ebenfalls Kontakte benötigt
werden. Zur Anschaltung des Fahrstraßenfestlegers und zur Anschaltung der Fahrstraßen
Lampe ist außerdem jeweils ein Kontakt vorzusehen.
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Uni nun in erheblichem Maße Anschaltkontakte einzusparen, wird erfindungsgemäß
für die Fahrstraßen, die bei einer oder mehreren Weichen die gleiche Weichenlage
verlangen, ein besonderes Relais (Gruppenrelais) angeordnet, das durch je einen
Kontakt der Fahrstraßenstellrelais angeschaltet wird. Diese Gruppenrelais benötigen
keine Kontakte für die Steuerung der Festleger und die Anschaltung von Lampen. Werden
diese Gruppenrelais gleichzeitig für die Ausschlüsse der Fahrstraßen gebraucht,
so können: sie als Stützrelais ausgebildet werden. Dienen sie dagegen nur zur
Anschaltung
der -Weichen, so können; soweit die Kontaktzahl für die Anschaltung der Weichen
ausreicht, einfache Relais verwendet werden. Damit stehen für die Anschaltung der
Weichen allein bei Verwendung, eines Stützrelais mit i2 Kontakten maximal io Kontakte,
bei Verwendung eines einfachen Relais z. B. alle 6 Kontakte zur Verfügung, so daß
mit dem Stützrelais maximal 5 Weichen, mit dem einfachen Relais 3 Weichen angeschaltet
werden können.
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An Hand der Fig. z bis 5 sei eine beispielsweise Ausführungsform des
Erfindungsgedankens näher erläutert. Fig. z zeigt eine Verschlußtafel. Zunächst
soll der Weichenbeil mit den 29 eingetragenen Weichen betrachtet werden. Es ist
nun, zweckmäßig und auch bereits bekannt, für jede Fahrtrichtung, also z. B. für
alle Einfahrten oder alle Ausfahrten in einer Richtung, ein Richtungsrelais anzuordnen,
dessen Zweckmäßigkeit sich aus der Schaltung der Fahrstraßenfestlegung ergibt. Da
die Weichen 3 und q. bei allen a-Fahrten in die Pluslage gebracht werden müssen,
kann diese Anschaltuxig durch das Richtungsrelais FSa (Fig. 3a, 3ib, 4) erfolgen:
Die Weichen 2"r, 22, --3 und. 24 müssen bei den Fahrstraßen ca 2, d 2, b:2 und,
d z in Pluslage gestellt werden. Nach der Erfindung isb hierfür ein Gruppenstützrelais
vorzusehen, das die Bezeichnung FSga (Fig.4) erhalten möge. Die Weichen 6, 7 und
9 mÜssen bei den Fahrstraßen a:2, b:2- und d Z in Minuslage, die Weiche 8 in Pluslage
gestellt werden. Hierzu sei ein Gruppenrelais FSgb (Fig. 4) angeordnet. Die Weichen
6 und 7 verlangen Pluslage bei den Fahrstraßen a3, a4, b3; b4 und t 3. Hierzu
wird ein einfaches Relais als Gruppenrelais FSgc (Fig. 4) angeordnet. Die nach der
Verschlußtafel gebildeten Gruppen sind also laufend mit Buchstaben bezeichnet, wobei
die Fahrstraßengruppenrelais zur Kennzeichnung ein zusätzliches g erhalten haben.
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In Fig. 2a und 2b sind zwei Ausführungsformen für den Gleisbildtisch
angedeutet. Diese Gleisbilder entsprechen der Verschlußtafel Fig. z. Nach Fig. 2a
sind in jedem Gleis Fahrstraßen-tasten t bis t8 und in den Streckengleisen die Fahrstraßentasten
tx, ta, ty und tb vorgesehen. Durch Bedienen je einer Gleis- und einer Streckentaste
kann jede Fährstraße eindeutig bestimmt werden. Dieses Verfahren ist nur dann möglich,
wenn es sich um zweigleisige Strecken handelt. Bei eingleisigen Strecken ist eine
Unterscheidung der Richtung erforderlich, die dadurch erfolgen kann, daß man im
Streckengleis zwei Tasten anordnet, eine für die Einfahrt und eine für die Ausfahrt,
oder, was sinnfälliger ist, im Bahnhofsgleis zwei Tasten vorsieht, wobei man. von
der Zugspitze ausgeht. Dieses Verfahren läßt sich selbstverständlich, wie Fig. 2b
zeigt, auch für zweigleisige Strecken anwenden. Hierbei: wird z. B. bei einer Ausfahrt
aus Gleis 2 nach Richtung x im Streckengleis die Taste tx, im Gleis 2 die Taste
td gedrückt. Bei einer Einfahrt aus Richtung a in Gleis 2 wird hingegen die Taste
ta mit der Taste-t.2 gemeinsam: gedrückt, weil bei der Ausfahrt der Zug vor dem
Ausfahrsignal D am Weichenkopf steht, während er bei der Einfahrt das Gleis :2 völlig
befährt bis zum Ausfahrsignal am anderen Bahnhofskopf. Nach diesem Verfahren, Fig.
2b, erkennt der Wärter ohne Schwierigkeit, welcher Teil des Fahrweges für die Fahrt
überwacht werden muß.
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In Fig. 3a sind die Stromkreise der Fahrstraßenstellrelais für die
Anordnung nach, Fig.2a, in Fig.3b für die Anordnung nach Bild 2b dargestellt. Durch
Anordnung der Kontakte der Fahrstraßentasten vor und hinter den Fahrstraßenstellrelais
läßt sich die Schaltung so entwerfen, daß an jeder Taste nur ein Kontakt erforderlich
ist. Die Streckentastenkontakte ta, tx, tb und ty liegen am Beginn der Stromkreise,
die Gleistastenkontaktet2, t3 usw. am Ende der Stromkreise. Aus den Schaltungen
Fig. 3a und 3b ist zu erkennen, wie mit einem sehr geringen Aufwand an Ausschlüßkontakten
die vielen, nach der Verschlußtafel erforderlichen Ausschlüsse erzielt werden können,
wobei die Fahrstraßengruppenrelais FSgb, FSgg und FSgi für die Ausschlüsse mitbenutzt
werden, die deshalb Stützrelais sein müssen.
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Fig.4 stellt die Anschaltung der Fahrstraßengruppenrelais dar. Die
hierfür erforderlichen Kontakte der Fahrstraßenstellrelais können aus der Verschlußtafel
abgelesen werden.
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Die Anschaltung der Weichen ist in, Fig. 5 dargestellt. Danach braucht
die Weiche r nur durch das Fahrstraßengruppenrelais FSgh in Pluslage gestellt zu
werden, wozu dieses Relais: zwei Kontakte f sb 7 und f sb
8 benötigt, während z. B. für die Minuslage der Weiche 3 je zwei Kontakte
der Fahrstraßengruppenrelais- FSgg und FSgi erforderlich sind. Nur für die Fahrstraße
b 7, bei der sich für die Minuslage der Weiche 5_ und die Pluslage der Weichen 16,
z7, 27 und 28: keine Fahrstraßengruppen bilden lassen, weil diese Weichen nur durch
die Fahrstraße b 7 in die betreffende Lage gebracht werden müssen, würde die Kontaktzahl
am Fahrstraßenstellrelais b 7 nicht ausreichen. Um auch hier mit einem Relais gleicher
Kontaktzahl auszukommen, ist ein Wiederholerrelais FSWb7 hierfür vorgesehen., wie
die Schaltung Fig. 4 und die Aufstellung Fig. 5 zeigen.
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DieErfindung hat folgendenwirtschaftlichenVorteil: Würden die Ausschlüsse
einzeln herbeigeführt werden, so 'würden als Ausschlußkontakte 148 Kontakte der
Fahrstraßenstellrelais benötigt. Diese Zahl ergibt sich durch Auszählen der Pluszeichen
im Fahrstraßenteil oder Verschlußtafel. Zählt man die Plus- und Minuszeichen im
Weichenteil der Verschlußtafel aus, so erhält man 136 # 2 = 272 Kontakte zum Anschalten
der Weichen. Das ergibt zusammen 42o Kontakte der Fahrstraßenstellrelais. Da diese
außerdem 16 Kontakte zur Anschaltung der Festleger, 32 zur Anschaltung der Lampen
und: 32 Sparkontakte benötigen, beträgt die Gesamtkontaktzahl 5oo. Zählt man die
Kontakte an den nach der Erfindung ermittelten Schaltungen aus, so erhält man. einschließlieh
der Anschaltkontakte für die Festleger, der Anschaltkontakte für die Lampen. und
die Sparkontakte der Stützrelais insgesamt 263 Kontakte. Diese Einsparung an Kontakten
wird durch zusätzlichen Aufwand von zehn Stützrelais und sechs einfachen
Relais
erzielt. Setzt man das Stützrelais ohne Kontakte gleich dem Wert von zehn Kontakten
und das einfache Relais gleich dem Wert von vier Kontakten, so entspricht derzusätzliche
Relaisaufwand z24Kontakten. Das ergibt mit 263 zusammen 3$7 Kontakte, was einer
Einsparung von 113 Kontakten entspricht. Diese Einsparung wird bereits bei der kleinen
dargestellten Verschlußtafel erzielt. Bei größeren Anlagen erhöht sich die Einsparung
ganz erheblich. Abgesehen von der Kosteneinsparung erhält man durch dieses Verfahren
auch kurze übersichtliche Stromkreise, die der Störungssuche und Störungsbeseitigung
zugute kommen. Man. muß nämlich berücksichtigen, daß ein Relais nur zwei Anschlüsse
hat, während die vier Kontakte acht Anschlüsse erfordern, mit dem entsprechenden
Aufwand an Schaltung. Ferner ist bei diesem Vergleich noch nicht in Rechnung gestellt,
daß bei der Verwendung vielkontaktiger Relais ein erheblicher Mehraufwand an uribeschalteten
Kontakten durch die erforderliche Abstufung der Kontaktzahl an den Relais eintritt.
Dieser Mehraufwand an Kontakten dürfte sich erfahrungsgemäß im aljgemeinen zwischen.
2o und 40 % bewegen.