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Scheren besitzen regelmäßig zwischen dem Teil, in dem ihr Drehpunkt
liegt, dem sogenannten Gewerbe, und den Augen schmalere Teile von meist rundem Querschnitt,
sogenannte Halme.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, Scheren ohne Halme herzustellen,
insbesondere Scheren, deren Scherenhälften vom Auge bis zur Scherenspitze gleiche
oder ähnliche Querschnittsformen aufweisen.
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Der Erfinder hat derartige Formen insbesondere für solche Scheren
vorgeschlagen, bei denen auf den Innenseiten der Scherenhälften kein Halbmond angeschliffen
ist, bei denen vielmehr die Innenseiten aus in einem Zuge geschliffenen Flächen
bestehen und eine Vorrichtung benutzt wird, die den angeschliffenen Halbmond ersetzt.
Diese Vorrichtung liegt zwischen dem Drehpunkt und den Augen.
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Gemäß der Erfindung liegt der Drehpunkt derartiger Scheren in solcher
Nähe der Augen, daß praktisch der ganze Raum zwischen Drehpunkt und Augen von dem
künstlichen Halbmond eingenommen wird.
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Diese Anordnung hat eine .Reihe von Vorteilen: a) Die Gesamtschnittlänge
der Schere wird um die Größe der Verlagerung des Drehpunktes vergrößert. Das macht
bei üblichen Scheren 2 bis 5 cm aus. Eine Schere von 16 cm Länge, die eine Schnittlänge
von 61/2 cm hat, erhält eine Schnittlänge von io bis iol/2 cm, also die Schnittlänge
üblicher Scheren von 21 bis 22 cm Länge.
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b) Der Öffnungswinkel ist bei viel größeren Schnittlängen spitzer
als bei üblichen Scheren. Die Erzeugung eines kleinen Schnittwinkels ist seit jeher
das Bestreben der Scherenmacher, da eine Schere um so besser schneidet, je kleiner
der Schnittwinkel ist.
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c) .Der Abstand der Augen kann bei v; rhältnismäßig langen Schnitten
klein gehalten werden, so daß die Schere von kleineren Frauenhänden leichter benutzt
werden kann.
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Man hat zur Erzeugung kleiner Schnittwinkel bereits seit vielen Jahren
Scheren mit kreisbogenförmig begrenzten Schneiden hergestellt, jedoch setzt die
Herstellung solcher Scheren eine so große handwerkliche Geschicklichkeit der Scherenschleifer
voraus, daß sie sehr teuer sind und ihre Her= stellung bei dem Mangel an erfahrenen
Schleifern fast überall aufgegeben worden. ist.
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Bei Verwendung der Erfindung ist es dagegenmöglich, Scheren mit gleichbleibend
kleinem Schnittwinkel herzustellen, deren Schleifen keine besondere Geschicklichkeit
erfordert. Bei Scheren mit künstlichem Halbmond, bei denen also kein Halbmond angeschliffen
zu werden braucht, macht das Schleifen kreisbogenförmig begrenzter Schneiden keine
wesentlich größeren Schwierigkeiten als das Schleifen gerader Schneiden.
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Bei Benutzung des Gedankens, den Drehpunkt der Schere so nahe an die
Augen zu legen, wie dies für den Einsatz eines künstlichen Halbmondes möglich ist,
kann man besonders günstige Scherenformen erreichen, da der Schnittwinkel bereits
durch diese Anordnung klein gemacht ist und durch eine Kreisbogenform mit verhältnismäßig-
großem Radius gleich gehalten werden kann.
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Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Schere,
deren Schneiden kreisbogenförmig begrenzt sind. Die Schere besteht aus zwei gleichen
Scherenhälften, die durch eine Schraube i miteinander verbunden sind. Als künstlicher
Halbmond ist. auf jeder Scherenhälfte eine Feder 2 eingesetzt, deren spitzes Ende
in ein Loch 3 eingreift, während sie im gegenüberliegenden Ende ein Langloch besitzt,
durch das der Schraubenbolzen i hindurchgeht. Derartige künstliche Halbmonde sind
bekannt. Statt dieser Form des künstlichen Halbmondes können andereFormen benutzt
werden, beispielsweise eingesetzte oder eingelötete konvexe Steine oder Hartmetallstücke
oder aufgelötete oder -geschweißte Stücke aus gehärtetem Stahl. Die Innenseiten
q. der Schere besteht aus einer Fläche, die von der Scherenspitze 5 bis zum Ansatz
6 des Auges 8 in einem Zuge schleifbar ist. Diese Fläche q. kann aus einer Ebenen
bestehen; sie besteht aber vorzugsweise aus einer Fläche, die von der Ebenen um
den sogenannten Dreh abweicht. Die obere Seite ; der Scherenhälfte kann beliebig
profiliert sein. Vorzugsweise ist sie, damit sie leichter schleifbar ist, so geformt,
daß auch sie in einem Zuge geschliffen werden kann. Es ist dann möglich, sämtliche
Flächen der Schere in automatischen Schleifmaschinen zu schleifen.