DE875265C - Bauweise zur Errichtung von Gebaeuden - Google Patents
Bauweise zur Errichtung von GebaeudenInfo
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Classifications
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- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/18—Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons
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Description
- Bauweise zur Errichtung von Gebäuden Die Erfindung hat eine Bauweise zur Errichtung von Gebäuden aus vorgefertigten Stahlbetonbauteilen zum Gegenstand. Es ist an sich bekannt, Gebäude auf der Baustelle aus vorgefertigten Einzelteilen zusammenzusetzen.
- Nach der Erfindung werden zur Errichtung eines Gebäudes im wesentlichen vier Bauteile verwendet, die fabrikmäßig hergestellt worden sind. Diese Bauteile sind i. Stahlbetonihohlsäulen, mit denen das Skelett des Gebäudes gebildet wird, a. Hohlriegel zur Querversteifung des Skelettes, 3. Stahlbetonbalkenzur Bildung,der Wände und q.. Stahlbetonbalken zur Bildung der Decken.
- Diese Bauteile sind erfindungsgemäß so eingerichtet, daß sie untereinander verbunden werden können und sich untereinander einen Halt geben, ohne daß hierzu weitere Verbindungsmittel notwendig sind. Lediglich ein Hilfsmittel kommt noch hinzu, mit dem eine Verspannung des Skelettes bewirkt wird. Dieses Hilfsmittel besteht aus Stahlstangen, welche in geeigneter Weise in die Hohlsäulen eingreifen und mit Hilfe von Spannschlössern angespannt werden können.
- Die genannten Bauteile sind dabei an den aneinander anstoßenden Kanten oder Flächen so ausgebildet, _daß sie gegenseitig ineinander,-reifen und sich gegenseitig halten und verspannen. Die Bauteile sind entweder als Hohlkörper ausgebildet, oder sie werden unter Bildung von Hohlräumen zusammengebaut, damit in den Hohlräumen Isolationen gegen Unterschiede der Temperatur und Isolationen gegen Schall eingebaut, Installati.onsleitungen untergebracht und' die Hohlsäulen auch zur Be- und Entlüftung und als Kamin benutzt werden können.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
- Die Abbildungen zeigen einen Ausschnitt aus einem Gebäudeteil in verschiedenen Schnitten, aus denen die Gestaltung der einzelnen Bauteile sowohl wie ihre Zusammenfügung erkennbar ist.
- Die aufeinandergestellten Hohlsäulen i, die quadratischen Querschnitt und die Höhe eines Stockwerkes haben, werden mit Hilfe ihrer Bewehrungen 6 miteinander verbunden. Dazu sind die Enden der Bewehrungen, ,die aus Aussparungen 7 (Abb. 3) des Betons an den Ecken der Säulen hervorstehen, ihakenarti.g umgebogen (Abb. 8), so daß die Haken 8 je zweier aufeinanderstehenden Säulen ineinandergreifen können. Die für die Verbindungsstellen vorgesehenen Aussparungen 7 werden nach der Montage mit Beton ausgefüllt.
- Die Wände werden .aus den Staihlbetonplattenbalken 3 zusammengesetzt, die im Querschnitt die Form eines flachen U und die Länge einer Stockwerkshähe haben, und zwar bestechen die Wände aus den Außenschalen 3" und den Innenschalen 3, , wobei die offenen U-Seiten einander gegenüberliegen. Dadurch entsteht eine Hohlwand, deren Hohlraum mit einer Isolationsmasse oder auch gegebenenfalls für irgendwelche Einbauzwecke verwendet werden kann. Der Abstand der Außenschalen und der Innenschalen voneinander wird durch die Hohlriegel bestimmt, welche in Verbindung mit einem Hilfsmittel .gleichzeitig als Querverbindungen dienen. Diese Hohlriegel 2, die zweckmäßig quadratischen Querschnitt und eine Länge gleich .dem Abstand zweier Hohlsäulen voneinander haben, sind an ihren unteren Längskanten mit Längsstegen 2f versehen, deren Innenflächen von außen nach innen schräg verlaufen (Abb.5). Die Wandschalen haben an ihren oberen, Stirnseiten Einschnitte, die der Umrißform der Riegel e mit den Stegen 2f so entsprechen, daß sich die Riegel in diese Einschnitte einlegen und.da'bei ,die Wandschalen aneinanderziehen. An den Stirnflächen haben die Riegele nutenförmige Einschnitte, mit denen sie an den Hohlsäulen die vorgesehenen Spunde 9 (Abb. 3) umfassen, und. zwar verlaufen die Nuten und Spunde in- vertikaler Richtung, so daß die Riegel von oben her über die Spunde geschoben werden können und so gegen seitliches Verschieben gesichert sind. Das obenerwähnte Hilfsmittel zur Querverbindung -,der Säulen besteht aus einer zweiteiligen Stahlstange io.
- Die beiden Teile werden durch ein Spannschloß ii verbunden und (haben an den anderen Enden einen Quersteg i2. In den Säulen i ist ein horizontaler Schlitz 13 (Abb. 6) vorgesehen, welcher der Abmessung der Querstege 12 der Stangen io entspricht, so daß der Quersteg 12, durch den Schlitz 13 hindurchgesteckt werden kann und dann nach einer Umdrehung von 9o° an der Innenwand der Säule i anliegt. Durch Anziehen des Spannschlosses 'ni (Abb.3) kann dann .das Skelett des 'Gebäudes; bestehend aus den Säulen i und den Riegeln 2, untereinander verspannt werden.
- Die Decken des Gebäudes werden aus Stanlbetonplattenbalken 4 und 5 hergestellt. In diesem Ausführungsbeispiel hat der vorerwähnte Balken 4 die Form zweier in den Flanschen zusammengesetzter T-Träger mit den Stegen 4s (Abb. 2 und 5). Die Balken 4 ragen mit ihren Enden durch entsprechende Ausschnitte 14 der Innenbalken 31 hindurch und liegen auf den Hohlriegeln 2 auf (Abb. 5). Dazu müssen an dem Plattenbalken 4 die Ränder 4r außerhalb der Stege 4S so weit ausgeschnitten werden, daß die Kanten dieser Ausschnitte an dem Innenbalken 31 anstoßen (Abb. 4) und die Stege 4s an der Innenfläche der Stege der Innenbalken 3; anliegen. Die Platten 5 greifen ebenfalls durch die Ausschnitte i4 ,der Innenbalken und liegen auf -der oberen Kante der Barunterliegenden Innenschale 3i auf.
- In dieser Weise kann das ,ganze Gebäude errichtet werden. Die Ecken werden dabei zweckmäßig aus drei nebeneinandergestekten Hohlsäulen ia, ib, i° -gebildet.
- Dabei sind die beiden Säulen ia und: ib an einer Kante abgeflacht, so daB sie flächig aneinanderliegen und außen eine rechtwinklige Aussparung bilden, in die die Säule ill eingesetzt werden kann. Diese letzte Säule ic hat einen Ausschnitt an einer Kante über die ganze Länge und kann zum Einbau und Ausbau von Installationsleitungen herausgenommen werden.
- Die Hohlräume, Hohlkörper und die Hohlräume zwischen. den Wandschalen dienen insbeisondere der Aufnahme von Leitungen (elektrischen Leitungen, Wasserleitungen, Gasleitungen). Die Hohlsäulen bilden einen durchgehenden Kanal über die ganze Höhe des Gebäudes, so,daß diese auch als Be- und Entlüftungskanäle oder als Kamine verwendet werden können. Zum Einsbauen der Installationsleitungen sind in den Bauteilen Öffnungen vorgesehen, um den schnellen Einbau von Leitungen ohne ,zusätzliche Stemm- und Verputzarbeiten zu ermöglichen.
- Weiterhin können die Hohlräume gegebenenfalls an passenden Stellen auch zum Einbau von Schränken ausgenutzt werden. In den einzelnen Bauteilen können auch von vornherein die Öffnungen für Fenster und Türen vorgesehen werden, wobei die Türrahmen und Fensterrahmen gleichzeitig beim Gießen der Betonbauteile eingelegt werden können.
- Die Herstellung der Treppen kann folgendermaßen erfolgen: Die fabrikmäßig 'hergestellte Bewehrung wird in die Form eingebracht und mit Vorsatzbeton austorkretiert. Auf diese Weise wird der Beton sehr fest, so daß er dünnwandig sein kann. Er wird ohne innere Schalung ,hergestellt. Nach Erhärtung des Betons wird die Oberfläche abgeschliffen, so daß .die Treppe als fertiges Stück in -das Bauwerk eingebaut werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Bauweise zur Errichtung von Gebäuden mit vorgefertigten Bauteilen, die an der Baustelle zusammengesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die aus Stahlbetonhohlsäulen (i), Hohlriegeln (2), Stahlbetonbalken (3) zur Bildung der Wände und Stahlbetonbalken (4, 5) zur Bildung der Decken bestehenden Bauteile durch entsprechende Formgebung in den Nahtstellen, z. B. mittels Nut und Feder, miteinander verbunden werden und nach der Zusammensetzung ein fest zusammenhängendes, starres Bauwerk ergeben. z. Bauweise nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die aufeinandergesetzten Hohlsäulen (i) von Stockwerkshöhe und zweckmäßig quadratischem Querschnitt mit den Enden der Bewehrungen (6), die in Aussparungen (7) herausstehen, verbunden werden. 3. Bauweise nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verspannung der Skeletteile durch in die Hohlräume von zwei benachbarten Hohlsäulen eingreifende Stahlstangen (ito), die durch ein Spannsehloß (i i) gekuppelt sind, erfolgt. 4. Bauweise nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlriegel (2) mit vertikalen Nuten an ihren Stirnflächen über entsprechende Spundungen (g) an den Säulen (i) greifen. 5. Bauweise nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände aus U-förmigen Außenschalen (3a) und Innenschalen (3i), die mit ihren Flanschen gegeneinander gerichtet sind und Stockwerkshöhe besitzen, gebildet werden. 6. Bauweise nach den Ansprüchen i bis 5, da-,durch gekennzeichnet, daß die Decken aus Plattenbalken oder Platten (4,5) gebildet werden, wobei diese Decken in Ausschnitten 14 der Wandprofile 3 hindurchgehen, so daß das obere Profil auf dem Riegel 2, das untere Profil auf dem Wandprofil 3i aufliegt. 7. Bauweise nach den Ansprüchen i und 5, dadurch gekennzeichnet, .daß der Raum zwischen den Wandschalen ganz oder teilweise mit einer Isoliermasse ausgefüllt ist. B. Bauweise nach den Ansprüchen i bis 7, ,dadurch gekennzeichnet, daß die in den einzelnen Bauteilen vorhandenen Hohlräume zur Aufnahme von Wasserleitungen, Gasleitungen, elektrischen Leitungen od. dgl. dienen. g. Bauweise nach den Ansprüchen i bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Eckpfeiler des Bauwerkes jeweils aus drei Hohlsäulen (ia, ib, ic) gebildet werden, die in Dreiecksform so aneinandergesetzt sind, daß die in ihrer Längsrichtung mit einem Schlitz versehene äußere Hohlsäule (i c) zum Ein- und Ausbau von Installationsmitteln entfernt werden kann. ilo. Bauweise nach den Ansprüchen i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die Maueröffnungen in Bauteilen von vornherein mit Fenster-, Türrahmen od.,dgl. ausgestattet werden. i:ii. Bauweise nach den Ansprüchen i bis g, dadurch gekennzeichnet, daß die Treppen im ganzen vorher fertiggestellt und an der Baustelle als solche eingebaut werden. i2. Bauweise nach den Ansprüchen io und i i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung der Treppen Vorsatzbeton geringer Stärke durch. Torkretierung ohne Innenschalung verarbeitet wird.
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